Ministerpräsidenten Kraft und Beck beschweren sich bei Merkel über Verteidigungsminister de Maiziere (Video)
von Sebastian ~ 28. Oktober 2011. Zu lesen unter: BMVg, Video.NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und ihr rheinland-pfälzische Amtskollege Kurt Beck (SPD) haben in einem Brandbrief Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, das Berlin-Bonn-Gesetz einzuhalten. “Aus der Presse haben wir entnehmen müssen, dass im Zuge der Bundeswehrreform auch am ersten Dienstsitz des Bundesverteidigungsministeriums in Bonn in offenbar ganz erheblichem Umfang Dienstposten wegfallen oder nach Berlin verlagert werden sollen”, heißt es in dem Schreiben, das dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Samstag-Ausgabe) vorliegt. Dem Ver-nehmen nach sollen von den künftig 2000 Ministeriums-Mitarbeiter 1500 in Berlin ar-beiten und nur noch 500 in Bonn. Die Regierungschefs fühlen sich bei der Reform offenbar von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) übergangen. “Wir würden es sehr begrüßen, wenn der Bundesverteidigungsminister die geplante Neuorganisation des Ministeriums auch unter dem Blickwinkel der Auswirkungen auf das Berlin/Bonn-Gesetz mit Vertretern der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vertieft erörtern würde,” Kraft und Beck bezweifeln, dass die Neuorganisation der Bundeswehr mit dem Gesetz vereinbar ist. Die Reformpläne würden “massive Schwerpunktverlagerungen im Verhältnis der Dienstorte Bonn und Berlin bewirken, die mit Buchstaben und Geist des Berlin/Bonn-Gesetzes nicht in Einklang zu bringen wären”. Kraft und Beck befürchten einen “Rutschbahneffekt”. Ein solcher Schritt sei ein “Signal auch für die anderen Bundesministerien mit erstem Dienstsitz in Bonn”. In der Bundespressekonferenz am Freitag wollte de Maizières Sprecher nicht auf die Frage antworten, ob es möglich sei, die Ministeriumsmitarbeiter in Berlin zu konzent-rieren und trotzdem Bonn zum Hauptsitz des Ministeriums zu erklären. (Zitatende)
Berichtet der “Kölner-Stadtanzeiger”.
Dazu der Artikel bei Rheinland-Pfalz.de: Länderchefs einig bei Konversionsforderungen.
Dazu das Video des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten:
Bundeswehrreform in Schleswig-Holstein
Ministerpräsident Carstensen am 26. Oktober 2011 zu den Auswirkungen der Bundeswehrreform. In Schleswig-Holstein werden acht Bundeswehr-Standorte geschlossen, weitere stark verkleinert. Über 40 Prozent der Dienstposten gehen verloren.
(Textquelle kursiv: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Videoquelle, Textauszug: Landesregierung Schleswig-Holstein.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Ministerpräsident Kurt Beck, Artikel “Bundeswehr gehört in unsere Mitte Ministerpräsident Beck im Dialog mit Soldaten aus Rheinland-Pfalz”)


29. Oktober 2011 um 10:58 Uhr
“Kraft und Beck bezweifeln, dass die Neuorganisation der Bundeswehr mit dem Gesetz vereinbar ist.”
Frau Kraft sollte sich mal darum kümmern, dass ihr Landeshaushalt zukünftig gesetzeskonform ist.
29. Oktober 2011 um 22:29 Uhr
Einfach widerlich diese roten Socken.Sonst hat diese Partei nichts für den deutschen Soldaten übrig aber als Dukatenesel darf er dann doch bleiben um die Kommunen am Leben zu erhalten!