Bundeswehr: Jeder fünfte Freiwillige quittiert den Wehrdienst
von Sebastian ~ 25. September 2011. Zu lesen unter: Verteidigungspolitik, Wehrpflicht/Freiwilligenarmee.135-mal hat die Bundeswehr bei den 780 Frühaussteigern die Probezeit beendet
Seit dem Start des freiwiliigen Wehrdienstes im Juli 2011 haben mehr als 20 Prozent der Neulinge die Bundeswehr schon wieder verlassen. Laut dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) beendeten 780 der 3.459 Freiwilig Wehrdienstleistenden ihren Dienst vorzeitig. Neben “privaten Gründen” (143) seien “andere Jobangebote” (123), andere Vorstellungen vom Dienst (115) sowie “Über- oder Unterforderung” (59) bei der Bundeswehr auschlaggebend gewesen, das “Verhalten von Vorgesetzten” war eine der möglichen Antworten bei der Befragung der Aussteiger, allerdings war dies nie ein angebener Grund. “Keine Angaben” machten 132, “sonstige Gründe” für den Abbruch hatten 73 und durch die Bundeswehr als Dienstherr und Arbeitgeber wurde die beidseitig kündbare Probezeit 135-mal beendet. Die Vorgesetzten bei der Truppe nehmen damit auch nach der Eignungsfeststellungsprüfung noch weiterhin während des Dienstalltages eine Auslese vor.
“Mit der Zahl der Abbrecher kann ich nicht zufrieden sein”, erklärte Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maiziere (CDU). Die Gründe für das Auschieden würden nun analysiert, damit die Bundeswehr gegensteuern könne.
Im Oktober 4.542 neue Freiwillige
Die Probezeit für die ersten Freiwillig Wehrdienstleitenden (Einstellung zum 01.07.2011) endet nach 6 Monaten Anfang 2012. Erst dann kann eine Gesamtbilanz gezogen werden, erklärte das BMVg. Nach dem Aussetzen der Wehrpflicht ist dies der zweite Termin, zu dem ausschließlich freiwillige Frauen und Männer zu einem 7- bis 23-monatigen Wehrdienst in der Bundeswehr einberufen werden. Zum 04. Oktober 2011 treten weitere 4.542 Freiwillige ihren Dienst in den Streitkräften an, davon 142 Frauen.
Verteidigungsminister de Maiziere hofft, in den kommenden Jahren 5.000 bis 15.000 Freiwillige als Ersatz Ersatz für die vorherigen Wehrpflichtigen anzuwerben. Die Wehrpflicht (wie auch der Zivildienst) war im Zuge der Bundeswehr-Reform am 01. Juli 2011 nach mehr als 50 Jahren unter dem Amtsvorgänger Zu Guttenberg (überstürzt) ausgesetzt worden. Derzeit gibt es noch 220.000 aktive Soldaten, davon 188.000 Berufssoldaten.
[Bilderquelle: Bundeswehr.de: Vergleichsfotos: Fallschirmjäger bei der Übung CONDOR, Artikel: "Übung CONDOR Teil 3: Die hohe Schule der Infanterie durchlaufen" bei Deutsches Heer.de;
Tag der offenen Tür der Bundesregierung am 20. und 21. August im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin. Das BMVg beteiligt sich mit seinem zweiten Dienstsitz in Berlin (Bendlerblock) in diesem Jahr bereits zum elften Mal an der Veranstaltung "Einladung zum Staatsbesuch" der Bundesregierung. Im Bild: Verteidigungsminister Thomas de Maizière auf der Bühne im Gespräch mit interessierten Bürgern. Foto vom: 20.08.2011.]
























25. September 2011 um 16:50 Uhr
“… Zum 04. Oktober 2011 treten weitere 4.542 Freiwillige ihren Dienst in den Streitkräften an, davon 142 Frauen….”
Das ist ja ein Frauenanteil von (nur) gut 3 Prozent. Na, ob das so gewollt ist?
25. September 2011 um 21:15 Uhr
[...] Wie die Seite SOLDATENGLÜCK nun berichtet brechen rund 20% der ohnehin schon zahlenmäßig schwache…. Eine niederschmetternde Zahl. Die genannten Gründe sind verschieden. Manche nennen hierbei das „Verhalten von Vorgesetzten“, andere „private Gründe“ oder „bessere Arbeitsplatzangebote“. [...]
25. September 2011 um 21:43 Uhr
[...] Wie die Seite SOLDATENGLÜCK nun berichtet brechen rund 20% der ohnehin schon zahlenmäßig schwache…. Eine niederschmetternde Zahl. Die genannten Gründe sind verschieden. Manche nennen hierbei das „Verhalten von Vorgesetzten“, andere „private Gründe“ oder „bessere Arbeitsplatzangebote“. [...]
26. September 2011 um 02:01 Uhr
[...] fünfte Bundeswehr-Freiwillige bricht Dienst abHamburger AbendblattBILD -tagesschau.de -Soldatenglück (Blog) -BZAlle 77 [...]