Selbstmorde bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr

von Sebastian ~ 5. September 2011. Zu lesen unter: Auslandseinsätze.

Die Suizidrate bei Auslandseinsätzen der deutschen Streitkräfte ist offenbar hoch.

Einem SPIEGEL-Bericht zufolge nahm sich jeder fünfte der fast 100 bei Auslandseinsätzn gestorbene Bundeswehr-Soldaten das Leben. Seit Beginn der Auslandsmissionen vor fast 20 Jahren seien 99 deutsche Soldaten ums Leben gekommen.

Aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums (BMVg) auf eine Anfrage des SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Bartels (Kiel) gehe hervor, dass davon 19 Soldaten Selbstmord begangen haben. Elf Soldaten seien eines natürlichen Todes gestorben.

Dazu der Soldatengück.de-Artikel vom 16. Juli 2010: Rekord-Selbstmordrate bei der US Army im Juni (Video).

(Bildquelle: Bundeswehr.de, ISAF Einsatz – Stellung auf Höhe 321 in Charar Darah bei Kunduz. Foto vom:25.09.2010)

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4 Kommentare zu Selbstmorde bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr

  1. Ironfawks

    “Die Suizidrate bei Aulandseinsätzen der deutschen Streitkräfte ist offenbar hoch.”

    dieser Satz ist FALSCH!!
    Und eine mir unerklärliche Panikmacherrei von wem auch immer?!

    Verdammte Statistik:
    http://augengeradeaus.net/2011/09/verdammte-statistik/

  2. Sebastain

    Die traurige Zahl von 19 in 20 Jahren ist natürlich zu hoch, die Statistik ist mir egal, vernünftige Vergleiche kann man sowieso empirisch mangels Zahlenbasis nicht anstellen.
    Es zählt jedes Menschenleben, ein Soldat, der inmitten seiner Kameraden und Kameradinnen keinen Ausweg wußte und sich das Leben nahm ist eine Tragödie, zwei Suizid-Aktionen von Soldaten habe ich im Auslandseinsatz miterlebt (miterleben müssen), einer kam um, der andere hat schwerverletzt überlebt, wir blieben zurück mit Fragen, was hätten wir tun können, wieso haben wir sein Problem nicht erkannt, wie hätten wir ihm helfen und beistehen können, was hätte der Dienstherr besser machen müssen …
    Darum sind 19 19 zu viel, nicht weil der SPIEGEL oder SPD-Bartels es gerne so darstellen würden.
    Im übrigen ist gegen den MdB Bartels nichts zu sagen, er stellt als Verteidigungspolitiker die richtigen Fragen, auch die unbequemen.

  3. Frank

    19 Suizide sind es wohl nach den offiziellen Angaben der Bundeswehr. Ich denke, dass sind nur die Zahlen, die über ein “Besonderes Vorkommnis” der Bundeswehr zu Ohren kommt. Wenn Reservisten oder Einsatzsoldaten nach einem Einsatz aus dem Dienst ausscheiden (SaZ/FWDL) fragt wohl keiner mehr nach, ob bei einem Suizid auch eine mit Schwerpunkt einsatzbedingte psychische Störung wir Depression oder PTBS als Grund hatte. Diese Fälle gehen dann wohl an der Bundeswehr vorbei. In anderen Ländern ist das anders, wenn die Polizei bei einem ehemaligen Einsatzsoldaten einen Suizid registriert und der Hintergrund eine Folge aus dem Einsatz sein könnte, dann wird auch das Militär informiert.

  4. JFHF

    JFHF ich muss korrigieren:
    6. September 2011 um 16:05 Uhr Die Vorbereitung auf die Realität lässt sich nicht vor einem Simulator erledigen. Die beiden jetzt tot aufgefundenen “Späziergänger” zeigen zudem, dass es sich NICHT nur um ein Bundeswehrproblem handeln kann. Vielleicht ist das friedliche und zivile Leben einfach grundverschieden von der Steinzeitkultur.

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