Archiv für September, 2011

Serbien ./. Republik Kosovo: Katz und Maus im Nordkosovo oder Südserbien (Video)

Freitag, 30. September 2011

Im Kosovo geht das Katz-und-Maus-Spiel weiter: Kaum hatten NATO-Friedenstruppen der KFOR eine serbische Strassensperre beim Kontrollpunkt Jarinje geräumt – schon versperrten Kosovo-Serben mit zwei Schwerlastern ein paar hundert Meter weiter eine Brücke.

(Videoquelle: euronews.net;
Grafikquelle: CIA.gov, Serbien-Karte)



Großbritannien: Entlassungen bei der Royal Navy (Video)

Freitag, 30. September 2011

 

Die britische Royal Navy hat mehr als 1000 ihrer Soldaten entlassen. Insgesamt sollen 5000 Frauen und Männer ihre Uniform an den Nagel hängen.

(Videoquelle: euronews.net)

Hintergrundinformationen: Royal Navy, Ministry of Defence.uk

Syriens Irakisierung (Video)

Freitag, 30. September 2011

 

Seit Monaten führt das Regime von Syriens Diktator Assad einen grausamen Krieg gegen das eigene Volk. Gegen überwiegend unbewaffnete und friedliche Demonstranten werden Artillerie, Panzer und sogar die Luftwaffe eingesetzt. Mindestens 2700 Tote hat es bereits gegeben. Doch die Brutalität eines Diktators, der mit dem Rücken zur Wand steht, hat die Proteste nicht brechen können. Jetzt droht die nächste Stufe der Eskalation. Die Aufrührer beginnen, mit Waffengewalt zurückzuschlagen. Syrien schliddert offenbar unaufhaltsam in einen Bürgerkrieg. Ähnlich war es in Libyen, doch Syrien droht ein ungleich schlimmeres Schicksal. Zum einen ist nicht damit zu rechnen, dass von außen militärisch eingegriffen wird, wie es gegen Gaddafi der Fall gewesen ist. Nicht einmal zu Sanktionen sieht sich die Uno in der Lage. Zum anderen bietet die religiös extrem zerklüftete syrische Gesellschaft vor dem Hintergrund des Schismas zwischen Sunniten und Schiiten den Nährboden für einen Krieg aller gegen aller. In Syrien droht kein zweites Libyen, es droht ein zweiter Irak. Damit ist auch schon alles gesagt über das Risikopotenzial für die ganze Region. Ein Bürgerkrieg im Reich des mit dem Iran verbündeten Assad könnte sich zum Flächenbrand in Nahost entwickeln. (Zitatende)

Kommentiert Matthias Beermann von der “Rheinischen Post” aus Düsseldorf.

Dazu das euronews-Video: Kämpfe und Protest in Syrien halten an

Erneut haben Zehntausende Menschen in Syrien gegen die Machthaber demonstriert. Ihr Unwille richtete sich aber auch gegen die Außenwelt – jedenfalls gegen Teile der Außenwelt wie Russland, das im Weltsicherheitsrat jede Bestrafung der Regierung unmöglich macht.

 (Textquelle kursiv: Rheinische Post.de;
Grafikquelle: CIA.gov;
Videoquelle: euronews.net)

Terrorbekämpfung: Pakistan will keinen Druck aus Washington (Video)

Freitag, 30. September 2011

Der pakistanische Regierungschef Yousuf Raza Gilani hat die USA aufgefordert, bei der Suche nach Islamisten nicht weiter Druck auf Pakistan auszuüben. Die USA müssten aufhören, Pakistan für die instabile Lage in der Region verantwortlich zu machen. Gilani betonte, seine Regierung arbeite nicht mit islamischen Terroristen zusammen.

(Videoquelle: euronews.net;
Kartengrafik: CIA.gov)

Verteidigungsminister a.D. Guttenberg macht nun in Washington Weltsicherheitspolitik

Donnerstag, 29. September 2011

In den USA pro bono als “Distinguished Statesman” beim “Center for Strategic and International Studies (CSIS)

Soldatenglück.de berichtete am 28. Juli 2011: Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg geht ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten und am 10: Juni: Karl-Theodor zu Guttenberg und Familie bereiten mehrjährigen Auslandseinsatz vor. Nun ist die Umzugs-Karawane in den USA angekommen, die Koffer sind ausgepackt, der Anzug aufgebügelt, die Krawatte farblich den Stars and Stripes angepasst und nun kann wieder öffentlichkeitswirksam gewirkt werden, nicht gegen Gehalt oder Honorar, sondern pro bono beim Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington D.C., einem der hochrangigsten Think Tanks der USA mit globalem Renommee in ebenso high ranking-Umgebung, alte Bekannte wird Zu Guttenberg dort wiedertreffen von David Petreaus (mittlerweile CIA-Direktor) bis U.S. Außenministerin Hillary Clinton oder der ehemalige United States National Security Advisor, James Jones, und viele mehr. 

Das CSIS ist für Guttenberg keine unbekannte Größe, es wirkt auch mit den deutschen BMVg zusammen, im November 2009 war KTzG als deutscher Verteidigungsminister dort beim Statesmen’s Forum zur Weltsicherheitspolitik. Soldatenglück.de berichtete 2009: Verteidigungsminister Guttenberg in Washington beim “Center for Strategic and International Studies” (Video). Guttenbergs Schwerpunkt wird das Tansatlantische sein, das kann er am besten. In Deutschland wurde Karl-Theodor zu Guttenberg als CSU-Kanzlerkandidat und als künftiger Bundeskanzler gehandelt, in den USA ist die Bedingung für eine Präsidentschaftskandidatur die Geburt auf US-Territorium, das liegt bei dem Franken nicht vor, auch der Österreicher Arnold Schwarzenegger konnte nur kalifornischer Gouvernour werden, so kann sich der “Auswanderer” Guttenberg auf seinen Tätigkeit beim CSIS und seine Familie konzentrieren und eine “neue” Doktorarbeit (PhD) schreiben.

SPIEGEL ONLINE berichtet heute über den einstigen deutschen Verteidigungsminister mit einem Ruf wie Donnerhall, über das neue Leben von Karl-Theodor zu Guttenberg in den USA: “Comeback nach Plagiatsaffäre – Guttenberg wird Vordenker”.

(Bild-, Grafikquelle: CSIS.org)

Hintergrundinformationen: Center for Strategic and International Studies (CSIS)



Afghanistans Ex-Minister Amin Farhang hält afghanische Sicherheitskräfte für schlecht ausgebildet

Donnerstag, 29. September 2011

Der ehemalige afghanische Wiederaufbauminister Amin Farhang hat davor gewarnt, die Sicherheitsverantwortung in seinem Land wie geplant 2014 an die Afghanen zu übergeben. “Wenn die Sicherheitsverantwortung 2014 an die Afghanen übergeben wird, dann können Polizei und Armee das Land nicht unter Kontrolle halten”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Donnerstag-Ausgabe). “Dazu sind sie zu schlecht ausgebildet.” Der Westen habe hier zu viele Fehler gemacht. Farhang fügte hinzu: “Ich fürchte, dass Afghanistan dann wieder zum Zentrum des internationalen Terrorismus wird. Die Gefahr ist groß.” Die internationale Afghanistan-Schutztruppe Isaf will Afghanistan bis 2014 verlassen. (Zitatende)

Berichtet de “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle heute.

Amin Farhang meldet sich regelmäßig in der Afghanistan-Debatte zu Wort, Soldatenglück.de berichtete darüber, zuletzt: Afghanistan: Ex-Wiederaufbauminister Farhang lobt Besonnenheit der Bundeswehr bei Ausschreitungen in Talokan (Video) oder Afghanischer, ehemaliger Aufbauminister Amin Farhang kritisiert Pakistan scharf.

[Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, die Ausbildung der Afghan National Police (ANP) durch eigene Ausbilder auf der DynCorp Schiessbahn in der Nähe des Feldlagers Kunduz. Die Rekruten haben AK-47 unter Belastung geschossen]

Bundeswehr: Leistungsshow des Deutschen Heeres bei der Informationslehrübung 2011 (Video)

Donnerstag, 29. September 2011

3.000 Soldaten mussten in Munster am Mittwoch zur sogenannten Informationslehrübung antreten. Die diesjährige Leistungsschau steht unter dem Einfluss der Bundeswehrreform.

ILÜ 2011: Die Panzergrenadierbrigade 37 “Freistaat Sachsen” führt die Informationslehrübung (ILÜ) dieses Jahr durch – unter der Leitung des Ausbildungszentrums Munster. Sie dient sowohl der Aus- und Weiterbildung des Führungsnachwuchses der Bundeswehr als auch multinationalen Ausbildungsvorhaben. Im Bild oben zwei Panzerhaubitzen 2000 schießen während der Übung “Gefechtsschießen”.

Die Informations- und Lehrübung in Munster stellt die Fähigkeiten der einzelnen Truppenteile des Heeres und deren Koordinierung dar. Auch der neue Heeres-Hubschrauber NH90 (Bild unten) war in Munster in der Lüneburher Heide im Einsatz, im Afghanistan im Auslandseinsatz wird das Fluggerät mit seinen Fähigkeiten z.B. im Bereich MEDEVAC noch sehr vermisst. US-Hubschrauber Black Hawk müssen diese deutsche Fähigkeitslücke schließen, dazu: Verteidigungsexperten beklagen nur sehr bedingte Einsatz- und Rettungsfähigkeit deutscher Spezialkräfte in Afghanistan.

(Videoquelle, Textauszüge oben: NDR aktuell vom 28.09.2011;
Bildquelle: Deutsches Heer.de, Der LEOPARD geländegängig für jedes Terrain, Feuerunterstützung – Panzerhaubitzen 2000, Mehrzweckhubschrauber NH90 – Einsatznah, Artikel “Die Heide bebt wieder: Das Heer im Einsatz”)

Deutsche Soldaten im Afghanistan-Einsatz: Buchprojekt über Operationen Halmazag und Jadid

Mittwoch, 28. September 2011

David Schraven ist Leiter des Ressorts Recherche der WAZ-Mediengruppe (mit europaweit 28 Tageszeitungen und 177 Publikums- und Fachzeitschriften, z.B. die “Westdeutsche Allgemeine Zeitung”, “Westfalenpost”, “Thüringer Allgemeine” oder “Baunschweiger Zeitung” …).
Derzeit schreibt der Journalist David Schraven ein Buch über die Einsätze der Bundeswehr in den afghanischen Provinzen Kunduz und Baghlan zwischen 2009 und 2011. “Ich möchte gerne den Wechsel der deutschen Taktik in der Aufstandsbekämpfung (Counterinsurgency) nachzeichnen, diesen beschwerlichen Weg vom Beobachten zum Handeln”, sagt David Schraven.

Vor allem die Operationen Halmazag und Jadid stehen im Fokus des Buchprojektes. David Schraven sucht deshalb Soldaten, die an den Operationen teilgenommen haben. Er möchte nicht nur die offizielle Sicht der Dinge kennenlernen, sondern auch aus erster Hand, von den Soldaten im Feld, die Wirklichkeit dieser Operationen erfahren.

Wer an den Operationen teilgenommen hat, oder Informationen zu den Operationen hat, und sich interviewen lassen möchte, kann mit David Schraven Kontakt aufnehmen. Wenn es gewünscht wird, kann für die Interviews auch Anonymität zugesichert werden. “Mich interessiert das, was passiert ist, nicht die Namen der Soldaten”, sagt Schraven.

Kontakt:
David Schraven
E-Mail: d.schraven@waz.de
Tel-Mobil: 0172-5632699

Oder anonymer Kontakt über:
http://upload.derwesten-recherche.org/kontakt/

Soldatenglück.de berichtete zuletzt zum Thema Counterinsurgency: SWP-Studie: Kriegsmüdigkeit und Strategiewandel in der amerikanischen Afghanistanpolitik.

[Bilderquelle: Bundeswehr.de, Vergleichsfotos: FUCHS im FOB;
Forward Operating Base (FOB) der Bundeswehr im ISAF-Einsatz in Nordafghanistan, auch Soldaten der Afghan National Army (ANA) sind dort stationiert und gemeinsam mit den deutschen Kameraden im Einsatz;
Verwundete werden in Nordafghanisitan aus dem angesprengten Fahrzeug gerettet, Artikel "Im Feuerkampf – Feindberührung in der nordafghanischen Wüste"]

Verteidigungsexperten beklagen nur sehr bedingte Einsatz- und Rettungsfähigkeit deutscher Spezialkräfte in Afghanistan

Mittwoch, 28. September 2011

Wegen fehlenden eigenen Luftfahrtgeräts könnten sich die Bundeswehr-Spezialkräfte in Afghanistan schon bald als nur bedingt einsatzbereit erweisen, sobald die US-Truppen samt ihrer Spezialluftfahrzeuge wie geplant abziehen. Jahrelang sei der Mangel an rettungs- und gefechtstauglichem eigenem Fluggerät zur Aufrechterhaltung der Rettungskette auch nachts und im Gefechtsfall eher folgenlos beklagt worden. Das kritisierten die Wehrexperten Elke Hoff (FDP) und Omid Nouripour (Grüne) gegenüber der “Leipziger Volkszeitung” (Mittwoch-Ausgabe).

Der Minister räumte in einem Brief an Elke Hoff ein, es gebe nur eine “Teilbefähigung”: Rettung und Rückführung von Personal werde “nur unter Bedrohung geringer Intensität vom bzw. am Boden und ohne Bedrohung aus der Luft sichergestellt werden”. Der Rest müsse “gegebenenfalls” mit Unterstützung von Partnern erfolgen. Dafür gebe es “vorzeigbare Ergebnisse”.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, hatte in der vergangenen Woche bei der Präsentation der neuen Bundeswehrreform vor Journalisten noch gesagt: Man arbeite für Afghanistan an der Zurverfügungstellung eines voll einsetzbaren Rettungs-Medevec-Hubschraubers und beim Fluggerät für die Spezialkräfte “mit Hochdruck” an einer Lösung, wenn die US-Truppen “ausdünnen”.

Für die Umsetzung dieses Versprechens sei die Beschaffung in der Bundeswehr “viel zu schwerfällig und viel zu kompliziert”, meinte Omid Nouripour. Es gebe nur noch die Hoffnung, dass die US-Truppen den Rettungshubschrauber “in ausreichender Zahl” in Afghanistan bei der Bundeswehr belassen. Allerdings werde, “je mehr sich die Lage verschärft, das Defizit der Bundeswehr immer deutlicher”. Wenn sich ein Soldat im Gefechtsfeld verletze, “ist die entscheidende Frage, ob man ihn rechtzeitig herausbekommt und nicht, ob der Minister erklärt, man sei ,schon vorangekommen’”. Nouripour ergänzte: “Wenn man die Generäle vor Ort fragt, was beim US-Abzug mit den taktischen US-Luftfahrzeugen passiert, dann sagen die: Wir werden nicht sterben, aber wir werden einfach nicht mehr in die Fläche gehen.” Man müsse dann im Feldlager bleiben, wie in den Jahren zuvor. Aber abgestimmte Operationen mit der afghanischen Armee, wie es der aktuellen Strategie entspräche, “kann man nicht im Feldlager üben, sondern nur draußen”, so der Grünen-Politiker.

FDP-Wehrexpertin Elke Hoff intervenierte bei de Maizière, dass die Truppe mit der Verweigerung eigener tauglicher Hubschrauber den internationalen Verpflichtungen “nur in unzureichendem Maße” nachkomme und so die Leistungsfähigkeit deutscher Spezialkräfte “in hohem Maße limitiert” sei. (Zitatende)

Berichtet die “Leipziger Volkszeitung” heute.

(Textquelle kursiv: Leipziger Volkszeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, MEDEVAC Übung deutscher ISAF-Kräfte mit U.S. MEDEVAC Black Hawk Hubschrauber in Nordafghanistan)

Serbien ./. Republik Kosovo: Unabhängigkeitsstreit eskaliert erneut (Video)

Dienstag, 27. September 2011

Kurz bevor sich Serben und Kosovaren auf Initiative der EU wieder zu Gesprächen treffen, ist es an der Grenze beider Länder erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Wie die NATO berichtete, wurden vier Soldaten (mittlerweile acht) der KFOR bei Zusammenstößen mit serbischen Demonstranten durch einen selbstgebauten Sprengsatz verletzt. Laut den Rettungskräften erlitten auch sechs der Serben Schusswunden.

Soldatenglück.de berichtete heute: Kosovo-Serben greifen KFOR-Soldaten im Nordkosovo an (Video), am 06. August 2011 NATO verstärkt KFOR-Truppe im Kosovo (Video) und am 30. Juli 2011 Nord-Kosovo: Kriminelle Serben im nationalistischen Gewand führen KFOR und EULEX vor (Video).

(Videoquelle: euronews.net;
Grafikquelle: CIA.gov. Kosovo-Karte)