Bei Panzerdeal könnten Schmiergelder geflossen sein, so der grüne Bundestagsabgeordnete Ströbele

von Sebastian ~ 7. Juli 2011. Zu lesen unter: Rüstungsindustrie.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele hat den Verdacht geäußert, dass im Rahmen des jüngsten Panzer-Geschäfts mit Saudi-Arabien Schmiergelder geflossen sein könnten. “Ich habe es bis 1999 nicht für möglich gehalten, dass man aus solchen Panzer-Deals Millionen an eine der hier staatstragenden Parteien, Manager oder Mitglieder Bundesregierung zahlt”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe). “Ich habe dann im Parteispenden-Untersuchungsausschuss mitbekommen, dass solche Sachen Realität sind. Seitdem weiß ich, dass es gerade bei schwierigen Waffengeschäften gar nichts Besonderes ist, dass Zahlungen über den Kaufpreis hinaus geleistet werden.” Ströbele fügte hinzu: “Von der Regierung Helmut Kohl sind 36 Fuchs-Panzer an Saudi-Arabien geliefert worden. Damals sind außer den 226 Millionen Mark zusätzlich 220 Millionen Mark an so genannten nützlichen Aufwendungen geflossen, die dann anschließend verteilt wurden – unter anderem auch mit einem Koffer mit Geld an die CDU. Das hat sich mir tief eingeprägt. Deshalb bin ich sehr hellhörig geworden, dass nun wiederum eine CDU-geführte Bundesregierung plötzlich 200 Panzer an Saudi-Arabien liefert.” Der Grünen-Politiker schloss mit den Worten: “Ich verlange Aufklärung und will Einzelheiten dieses Deals wissen. Wenn das nicht geschieht, halte ich eine Verfassungsklage für dringend erforderlich.” Ströbele war Mitglied im Parteispenden-Untersuchungsausschuss. (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle.

Soldatenglück.de berichtete zum Thema u.a. am 02. Juli 2011: Deutschlands Rüstungsschmiede KMW verkauft 200 Kampfpanzer LEOPARD 2 A7 an Saudi-Arabien (Video), gestern 200 deutsche Leopard II Panzer nach Saudi-Arabien (Video) und SWP Nahost-Experte Steinberg warnt vor Panzer-Geschäft mit Saudi-Arabien und Bundesregierung schweigt zu Kampfpanzer-Geschäft mit Saudi-Arabien.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Kampfpnzer LEOPARD auf Truppenübungsplatz)

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4 Kommentare zu Bei Panzerdeal könnten Schmiergelder geflossen sein, so der grüne Bundestagsabgeordnete Ströbele

  1. Politikverdruss

    Herr Ströbele, im Juni 2000 hat die damalige rot/grüne! Bundesregierung Waffenlieferungen (1200Panzerfäuste) nach Saudi-Arabien beschlossen. Haben sie eigentlich damals auch eine Verfassungsklage angestrengt?

  2. Peter

    Da die Sitzungen im Bundessicherheitsrat absolut vertraulich sind, kann die Opposition die Geschichte herrlich ausschlachten und alles mögliche behaupten…

    Wenn ich bei Google Ströbele und RAF eingebe, dann habe ich auch so meinen Verdacht…
    Na ja.

  3. StefanS

    Ströbele hat absolute Null Probleme mit Gewalt. Solange diese gegen die eigene Regierung gerichtet ist

  4. TheDude

    Der Ströbele hat schon seit einigen Jahren nicht mehr so ganz alle Tassen im Schrank. Reflexhaftes Pseudo-Gutmenschentum, verpackt in eine leicht grenzdebile, alternde Hülle…. Der tut seiner Sache mit den meisten Äußerungen auch keinen Gefallen mehr….

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