Bundeswehr will für Afghanistan-Einsatz Helmkameras beschaffen (Video)
von Sebastian ~ 15. Juni 2011. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen, Video.Die Bundeswehr will für Soldaten im Afghanistan-Einsatz Helmkameras anschaffen. Oberstleutnant Jörg Langer bestätigte gegenüber dem Medienmagazin “ZAPP”, “dass die Helmkameras in einem offiziellen Beschaffungsgang sind, das heißt die Bundeswehr diese Kameras kauft und dann in den Einsatz bringen wird.”
Im Interview mit “ZAPP” äußerte der Pressesprecher des Einsatzführungskommandos außerdem, dass es dabei unter anderem darum ginge, dass der Zuschauer sich ein Bild vom Einsatz machen könne. Ausgewählte Videos vom Afghanistan-Einsatz sollen laut Langer veröffentlicht werden. Auf verschiedenen Internet-Plattformen sind schon jetzt Helmkamera-Videos von US-Soldaten zu sehen, die Kampfbilder, Schießereien sowie Verwundungen und Soldaten in Angst zeigen. Die Ästhetik der Bilder erinnert durch die subjektive Kameraführung an PC-Videospiele.
Einen Beitrag zu dem Thema zeigt “ZAPP” am Mittwoch, 15. Juni, um 23.20 Uhr im NDR Fernsehen.
Weitere Informationen zu “ZAPP” finden Sie im Internet unter ndr.de/zapp. (Zitatende)
Dieses Video aufgenomen von einer Helmkamera zeigt die Befreiung des Containerschiffes MV TAIPAN und seiner 13-köpfigen Besatzung durch niederländische EUNAVFOR-Kräfte der Fregatte TROMP (F803) am 05. April 2010 vor Somalia aus Piratenhand bei Festnahme von 10 somalischen Seeräubern. Soldatenglück.de berichetete über die Befreiung.
Das Video der Helmkamera der Boardingskräfte zeigt das vorbildliche Vorgehen der niederländischen Mariniers, ein Lehrfilm für alle SEK M und interessierten Truppenteile, aber auch eine Dokumentation zur möglichen juristischen Bewertung der Geschehnisse.
Die Operation GERONIMO gegen Osama bin Laden in der Nacht auf den 02. Mai 2011 in Abbottabad/Pakistan wurde von Helmkameras der U.S. NAVY SEALs dokumentiert, die Bilder wurden direkt in den Situation Room des Weißen Hauses und in die Operationszentrale übertragen – schön dass die Bundeswehr im Jahr 2011 und im x-ten Jahr der operativen Auslandseinsätze nun auch Helmkameras beschaffen will.
[Textquelle: NDR.de;
Bilderquelle: Bundeswehr.de, ISAF Einsatz - Troops in Contact (TIC) im September 2010 in Qala e Zal mit Bravo-Zug der Schutz Kompanie Kunduz. Soldaten im direkten Feuerkampf. Foto vom 02.09.2010;
Videoquelle: Defensie.nl, Beelden boardingteam Hr. Ms. Tromp van bevrijdingsactie koopvaardijschip Taipan]

























15. Juni 2011 um 18:40 Uhr
Ok, ich stelle mir grad die Frage, haben wir nicht dringlichere Ausrüstungsmängel, als Helmkameras??
15. Juni 2011 um 18:43 Uhr
Nunja, Dringlichere schon, aber wenige, die man so günstig beheben kann….. son Teil dürfte nicht viel teurer sein als ne gängige Webcam.
Wie sinnvoll das Ganze ist, steht auf einem anderen Blatt….
15. Juni 2011 um 19:09 Uhr
Eine normale Helmkamera sollte wirklich nicht viel teurer sein, aber der Dienstherr beschafft doch keine Helmkamera von der Stange
. Ich wage zu wetten, das Produkt, welches am Ende an die Truppe ausgegeben wird, ist 1. deutlich schlechter als derzeit übliche Modelle und 2. mindestens 5mal so teuer
15. Juni 2011 um 19:21 Uhr
Das könnte allerdings in der Tat passieren, vor allem: Wer weiss, wer da noch so mit verdienen will? An “saubere” Beschaffungen glaube ich schon etwas länger nicht mehr….
15. Juni 2011 um 19:24 Uhr
Haben eigentlich die WTD die Helmkameras auf Sicherheit geprüft? Womöglich kommt noch ein Soldat durch unsachgemäßen Gebrauch der Kamera zu Schaden…
15. Juni 2011 um 21:04 Uhr
Du meinst er erschießt sich mit dem Teil?…
15. Juni 2011 um 21:13 Uhr
Teuer wird das Ganze sicher nicht denn es werden j akeine 10000de beschafft und die paar die man beschafft laufen warscheinlich schon unter idz es oder ähnlichem.
Viel interessanter aber finde ich die Tatsache, dass man anscheinen Szenen von Gefechten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, das ist für Deutsche Verhältnisse eine wahre Revolution und ich halte es für sinnvoll ( Aus etlichen Gründen zu dennen andere leicht sagen könnten das sie schlecht währen)
16. Juni 2011 um 04:15 Uhr
ob die öffentlichkeit auch zu sehen bekommt wenn unsere soldaten sterben? irgentwann wird die ausrüstung so schwer das man esel oder eingeborene als lastenträger benötigt.
16. Juni 2011 um 06:47 Uhr
“Du meinst er erschießt sich mit dem Teil?…”
Das vielleicht nicht, aber jemand könnte auf die Idee kommen Hinweise auf der Kamera anzubringen wie z.B. :”Vorsicht Kleinteile können verschluckt werden!” oder “Nicht für Soldaten über 18 Jahren geeignet, Soldaten könnten die Kamera für ein Spielzeug halten!”
Spaß beiseite, warum diese Kameras jetzt unbedingt auf dem Dienstweg beschafft werden müssen erschließt sich mir nicht. Es laufen doch inzwischen so viele Kameraden mit Kameras, Camcordern und anderem herum. Warum wird nicht einfach die Illegalität dieser Gerätschaften im Einsatz aufgehoben, und das Material aus dem privaten Fundus der Soldaten genommen.
16. Juni 2011 um 06:48 Uhr
Nachtrag: Ich meine zensiert und gesichtet wird das ganze vor Ausstrahlung sowieso… Aber gut, um solche Entscheidungen zu verstehen fehlen mir noch einige Sterne auf der Schultern.
16. Juni 2011 um 09:40 Uhr
Angesichts von Soldaten, die sich aus Versehen mit der P8 gegenseitig erschiessen, halte ich jede Art von Sicherheitshinweis für mehr als angebracht. In jeder Einheit hat man einige Hitzköpfe und Flachpfeifen, auch wenn der durchschnittliche Soldat ausreichend Kompetenz aufweist.