Archiv für Mai, 2011

Wer war der afghanische General Mohammad Daud Daud, der in Talokan zum Taliban-Opfer wurde (Videos)

Montag, 30. Mai 2011

Der Taliban-Anschlag im Gouverneurspalast in Talokan am Samstag, 28. Mai 2011 galt vornehmlich ihm, General Mohammad Daud Daud (im Bild oben mit GenMaj Kneip), einem Verbündeten der deutschen ISAF-Soldaten in Afghanistan.
Zwei Bundeswehr-Soldaten, ein Major und ein Hauptfeldwebel starben bei dieser Taliban-Attacke, sechs weitere Bundeswehr-Soldaten wurden verwundet, eine Soldatin schwer (ihr Zustand hat sich stabilisiert, sie wird am morgigen 31.05. mit MedEvac nach Deutschland geflogen) und der Commander ISAF RC North Generalmajor Hans Kneip leicht (er wird einen 3-wöchigen Heimataufenthalt zur gesundheitlichen Genesung antreten). Weitere bei dem Spitzentreffen anwesende Afghanen wurden getötet, darunter Gouverneur der Provinz Tachar, Abdul Dschabar Taqwa, weitere Afghanen verletzt.

Biography of Mohammed Daud Daud H.E

Mohammad Daud also known as General Daud Daud was born on January, 02 1969. Died in terrorist attack on May 28 in historical Afghan city of Taligan.

Mohammad Daud was born to a poor farmer Daud Haidar Eshaqzai who was killed by Soviet Air bomb of 1987. After Russians killed his young brother and Daud at their small farm, Daud at age of 18 promised for jehad, joined forces of Shura-e-Nasar, and left his 2 sisters, brother and mother to his old uncle’s house who moved in the city of Kondoz.

From 1987 to 1990 a young and energetics was quietly recognized by fascinating leader Ahmad Shah Massoud. After the collapse of the Communist regime in 1992, slowly some people gave up arms and Shura-e-Nazar also started to split-up. Since majority of Shura-e-Nazar’s party was dominated by native Pashtuns of the Northern Afghanistan the split of Pashtun clans and joining other Pashtun dominated parties.

Few Pashtun were left in the northern Shura-e-Nazar and Mohammad Daud was one of the few minorities of Pashtun background although he spoke Dari as his native tongue. In 1996 at the rise of Pashtun dominated Taliban rule Mohammad Daud despite with few hundreds of fighters alone fought Taliban and handled Taliban for 3 months to conquer Kondoz.

After his loss of Kondoz, surprised many since few men of his were killed compare to thousands of Taliban, had to flee to Mazar-e-Sharif and he was now amongst high ranged anti-Taliban forces and settled to be general in charge of 2000 men. After 9/11 Mohammad Daud once again was put in change of Kundoz a Pashtun dominated Province was home of some 30,000 Taliban soldiers, unlike other war lords Mohmmad Daud’s personal background came in use. 30,000 strong Taliban promised to fight until death if forced to and will not give up, however Mohammad Daud’s came as peace broker, his tribal linage to the Pashtuns of Taliban won him surrounding of Pashtun dominated Kondoz without any major conflicts. Mohammad Daud in exchanged promised every Taliban of Kondoz can walk free. Mohammad Daud’s contribution to fall of Soviets as well as fall of Taliban is now part of Afghanistan’s history.

[Bildquelle: NATO.ISAF.int, Afghan Lt. Gen. Mohammed Daud Daud, second from left, the commander of 303rd Regional Police Zone, speaks with German Army Maj. Gen. Markus Kneip, left, the commander of the International Security Assistance Force (ISAF) Regional Command North, and U.S. Army Brig. Gen. Sean Mulholland, right, the deputy commander of ISAF Regional Command North, before a security shura, or meeting, held at Camp Marmal, Afghanistan, April 11, 2011. The security shura, attended by all Combined Team North commanders, gave an opportunity for regional leaders to speak about current, ongoing and future security operations. U.S. Navy photo by Petty Officer 2nd Class Jason Johnston;
Videoquelle, Textauszüge kursiv: viaYouTube]



50 Jahre Panorama: Viel Kampf, viel Widerstand – unbequem und unbestechlich (Video)

Montag, 30. Mai 2011

 

Tabubrüche, Enthüllungen, Skandale: Das erste deutsche Politmagazin kämpft seit Beginn für die Meinungsfreiheit. Immer wieder totgeschrieben und dennoch sehr lebendig.

(Videoquelle: ARD.de)

Hintergrundinformationen: Panorama des NDR

Strukturoptimierung reicht nicht – Bundeswehrreform braucht Politikreform

Montag, 30. Mai 2011

Ineffizienz der Streitkräfte durch Überdimensionierung und Fehlstrukturierung

Stellungnahme der Kommission “Europäische Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr am “Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg” (IFSH)

Das Urteil der Strukturkommission lautet: Ineffizienz der Streitkräfte durch Überdimensionierung und Fehlstrukturierung. Die Kommission stellt grundlegende Defizite der aktuellen Reformdebatte fest und formuliert die Anforderungen an die weitere Debatte über die Bundeswehrreform. Sie hinterfragt die neuen Verteidigungspolitischen Richtlinien und ob die Chance für einen Neuanfang genutzt wurde.

Zur vollständigen neuen Stellungnahme der Kommission “Europäische Sicherheit und Zukunft der Bundeswehr” am IFSH (5 Seiten) vom 26. Mai 2011.

(Bildquelle: Bundeswehr.de, Soldaten des WachBtl beim Militär-Musifestival)

Hintergrundinformationen: Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), “Neuausrichtung der Bundeswehr” bei BMVg.de

BundeswehrVerbandsvorsitzender Kirsch: “Truppe vor Ort erträgt schwierigste Bedingungen in heldenhafter Art und Weise”

Montag, 30. Mai 2011

Sprengstoff-Anschlag in Afghanistan: Deutscher BundeswehrVerband trauert um gefallene Kameraden

Mit großer Bestürzung reagiert der Deutsche BundeswehrVerband auf den jüngsten Sprengstoff-Anschlag in Afghanistan. Der Bundesvorsitzende Oberst Ulrich Kirsch: “Wir trauern um unsere beiden gefallenen Kameraden. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten ihren Angehörigen und Freunden. Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei den Verwundeten. Unsere besondere Sorge gilt der schwer verwundeten Kameradin – möge sie, wie ihre Kameraden, möglichst schnell und vollständig genesen!”

Mit Blick auf die Heimtücke des Anschlags und die allgegenwärtige Gefahr für die deutschen Soldaten in Afghanistan sagte Oberst Kirsch: “Unsere Männer und Frauen sind permanent größter Bedrohung ausgesetzt. Die Truppe erträgt diese schwierigen und extrem fordernden Bedingungen in heldenhafter Art und Weise!”

(Bilderquelle: Bundeswehr.de, Überführung des Gefallenen in den Transporthubschrauber CH-53 im PRT Kunduz, Ehrenspalier für den gefallenen Hauptmann im PRT Kunduz am 28.05.2011, Artikel “Würdevolle Trauerfeier für unseren gefallenen Kameraden im Feldlager Kunduz”, wenige Stunden später in Talokan fielen zwei weitere Soldaten bei einem Taliban-Sprengstoffanschlag, Kameraden wurden verwundet, darunter eine Soldatin schwer sowie der COM ISAF RC North GenMaj Markus Kneip leicht;
Text-, Grafikquelle: DBwV.de)

Deutscher UN-Richter wartet in Den Haag auf Serbengeneral Ratko Mladic (Videos)

Montag, 30. Mai 2011

Einwohner von Lazarevo/Serbien haben für den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Ratko Mladic (Bild rechts, in Armee-Uniform der Serbischen Republik) gebetet. Mladic hatte in diesem serbischen Dorf Unterschlupf gefunden und viele seiner früheren Nachbarn unterstützen ihn.
Die Angehörigen der 8.000 muslimischen Bosnier (Männer und Jungen zwischen 12 und 77 Jahren), die in Srebrenica im Juli 1995 bei dem Völkermord umkamen, sehen die Festnahme des mutmaßlichen Kriegsverbrechers und Massenmörders im heutigen Bosnien-Herzegowina mit anderen Augen, wie das Video zeigt:

Einer der mit dem Kriegsverbrechen-Fall befassten UN-Richter wird der deutsche Jurist Christoph Flügge (Bild links) sein. Hier die Anklageschrift des International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia (ICTY) in Den Haag/Niederlande gegen den bosnischen Serben und ehemaligen General und seit 24. Juli 1995 gesuchten Ratko MLADIC (*12. März 1942).

Soldatenglück.de berichtete: Serbiens Problemliste: Kosovo nach Mladic-Verhaftung (Video), Serbien: Ratko Mladic, gesuchter mutmaßlicher Kriegsverbrecher festgenommen, Kriegsverbrecher Radovan Karadzic in Serbien gefasst, Karadzic-Auftritt vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal und über die Fahndung nach Ratko Mladic: General Ratko Mladic ist auch 10 Jahre nach Beendigung des Kosovo-Krieges noch nicht festgenommen (Video) und Ratko Mladic – vermeintlich aktuelles Lebenszeichen vom gesuchten Kriegsverbrecher (Video).

(Videoquelle: euronews.net;
Bilderquelle: ICTY.org)



Bernd Pfaffenbach lässt nichts auf Guttenberg kommen

Montag, 30. Mai 2011

Auf seinen ehemaligen Chef Karl-Theodor zu Guttenberg lässt Bernd Pfaffenbach (Bild links), der scheidende Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, nichts kommen. “Von Blender keine Spur – im Gegenteil: Herr zu Guttenberg war ein sehr effizienter Wirtschaftsminister”, sagte Pfaffenbach, der ab Mittwoch in Ruhestand ist, dem Tagesspiegel (Montagausgabe, 30. Mai 2011). Guttenberg sei im Ministerium exzellent angekommen. “Er war auf einer Erfolgswelle, und davon hat das Haus profitiert.” Die anstehenden Sachfragen habe Guttenberg “bestens umgesetzt”. Guttenberg wechselte nach der Bundestagswahl 2009 an die Spitze des Verteidigungsministeriums und ist inzwischen wegen des Skandals um seine Dissertation zurückgetreten. (Zitatende)

Berichtet “Der Tagesspiegel” aus Berlin heute.

(Textquelle: Der Tagesspiegel.de,
Bilderquellen: Bundeswehr.de; BMWi.de)

SPD-Verteidigungspolitiker Rainer Arnold: Anschlag von Talokan ist eine Zäsur

Montag, 30. Mai 2011

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, sieht in dem jüngsten Anschlag der Taliban auf teils hochrangige deutsche Soldaten und afghanische Autoritäten in Talokan eine Zäsur. “Dieses Attentat gegen deutsche und afghanische Autoritäten hat einen besonderen Stellenwert”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Montag-Ausgabe). “Es wird dazu führen, dass das Misstrauen der westlichen gegenüber den afghanischen Sicherheitskräften noch mehr wächst. Aus dem Misstrauen entsteht Vorsicht, und aus der Vorsicht entsteht ein anderer Umgang. Dieser andere Umgang beschädigt unvermeidlich das beiderseitige Verhältnis.” Ein Patentrezept dagegen gebe es nicht, so Arnold. “Es ist alles nicht so einfach.” Bei dem Attentat waren zwei deutsche Soldaten getötet worden, General Markus Kneip, Kommandeur der Afghanistan-Schutztruppe Isaf in Nordafghanistan, wurde verletzt. (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle heute.

Soldatenglück.de berichtete: Talokan/Afghanistan: Der deutsche ISAF-General Markus Kneip war Taliban-Anschlagsziel, er wurde verwundet, zwei Bundeswehr-Soldaten fielen, weitere Menschen wurden verwundet oder getötet (Video), Zwei tote Soldaten: Politiker halten an Einsatz fest (Video) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière: General Kneip war nicht Ziel des Anschlags.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Generalmajor Markus Kneip führt im Afghanistan-Einsatz das ISAF Regional Command North mit HQ in Mazar-e Sharif)

CDU-Außenpolitiker Polenz fordert, dass die Bundeswehr in Afghanistan am Prinzip des Partnering festhält

Sonntag, 29. Mai 2011

Trotz des tödlichen Selbstmordanschlages in der nordafghanischen Provinz Tachar muss die Bundeswehr nach der Auffassung des CDU-Außenpolitikers Ruprecht Polenz an der Zusammenarbeit zwischen afghanischen und internationalen Sicherheitskräften in Afghanistan – dem so genannten Partnering – festhalten.”In der Sache gibt es keinen Grund, von dem Prinzip des Partnering abzuweichen”, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages dem “Tagesspiegel” (Montagausgabe, 30. Mai 2011). Er warnte davor, nach dem Anschlag in der Provinzhauptstadt Talokan, bei dem auch zwei Bundeswehrsoldaten getötet worden waren, eine grundsätzliche öffentliche Debatte über eine Veränderung der Afghanistan-Strategie zu führen. Damit lade “man die Taliban geradezu ein”, durch weitere Anschläge “unsere Strategie zu beeinflussen”. (Zitatende)

Berichtet “Der Tagesspiegel” aus Berlin in seiner morgigen Ausgabe.

(Textquelle: Der Tagesspiegel.de;
Bidquelle: NATO.ISAF.int, MAZAR-E-SHARIF, Afghanistan–German soldiers with the International Security Assistance Force German Operational Mentor and Liaison Team Six patrol the streets of Mazar-e-Sharif with Afghan soldiers from the 2nd Kandak, 1st Brigade, 209th Corps, Afghan National Army, Feb. 11. ISAF photo by U.S. Marine Corps Corporal John Scott Rafoss)

Verteidigungsminister Thomas de Maizière: General Kneip war nicht Ziel des Anschlags

Sonntag, 29. Mai 2011

Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat bei der ZEIT MATINEE am 29. Mai 2011 in Hamburg Hintergründe zum jüngsten Anschlag in Afghanistan gegeben, bei dem zwei Bundeswehrsoldaten getötet wurden. Es gebe Hinweise, dass General Markus Kneip, Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf, der bei dem Anschlag verletzt wurde, nicht das Ziel war; der Terrorangriff galt afghanischen Zielen. Damit widersprach de Maizière anderslautenden Berichten. Es spreche einiges dafür, dass “Uniformträger den Anschlag verübt haben”. Noch kenne man die Zahl der Attentäter nicht; auch sei noch nicht klar, ob es sich um Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte gehandelt habe, oder um Täter, die sich als solche getarnt hätten.

Im Gespräch mit ZEIT-Herausgeber Josef Joffe und Politik-Redakteur Jochen Bittner äußerte sich de Maizière auch zur Bundeswehrreform. Die Bewerberzahlen bei Zeit- und Berufssoldaten seien gut, Problem seien die Freiwilligen. Befürchtungen, die Bundeswehr könne zur “Unterschichtenarmee” werden, teilt de Maizière nicht. Ziel sei es, den Bildungsstand in der Armee zu bewahren. Zwar könne die Bundeswehr Aufstiegschancen ermöglichen, jedoch sehe er in der Fortbildung nicht den “Kernauftrag” der Armee. Wichtig sei ihm, alle Bewerber nicht nur auf körperliche, sondern auch charakterliche Eignung zu überprüfen, damit es niemals zu einem Fall wie Abu Ghraib käme.

Der Bundesverteidigungsminister betonte, wie wichtig es sei, in der Sicherheitspolitik eine klare Sprache zu sprechen. Der politische Diskurs werde nicht besser, wenn er “aufgeblasen” wird. Die neue Nüchternheit habe jetzt Konjunktur, “das tut der Politik gut”. Zum Soldatenberuf, so der Bundesverteidigungsminister, gehöre das Töten und Sterben dazu. Deutschland müsse Verantwortung übernehmen, aber auch Interessen wahren. Zu denen gehörte zum Beispiel auch die Sicherung der Handels- und Transportwege.

De Maizière verteidigte erneut die Nichtbeteiligung am Nato-Einsatz in Libyen. Deutschland habe “am wenigsten Nachhilfebedarf” im Umgang mit Gaddafi: Es habe den libyschen Diktator im Vergleich zu anderen europäischen Ländern deutlich kritischer gesehen. In Anspielung auf Paris, sagte er, Gaddafi habe “sein Zelt nicht in Berlin aufstellen” dürfen. Auch seien mit ihm keine staatlichen Verträge geschlossen worden. (Zitatende)

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldet zum Sprengstoffanschlag in Talokan/Afghanistan aktualisierend:

Bei den Gefallenen handelt es sich um einen 43-jährigen Major aus dem Führungsunterstützungsbataillon 282 in Kastellaun und einen 31-jährigen Hauptfeldwebel des Feldjägerbataillons 152 aus Hannover. Sie wurden am 28. Mai per Hubschrauber von Kundus nach Masar-i Scharif geflogen.

Die zwei gefallenen Soldaten werden am Montag, 30. Mai, gemeinsam mit dem am 25. Mai nahe Kundus gefallenen Soldaten nach Deutschland überführt. Über den Verbleib der Verwundeten ist noch nicht entgültig entschieden. Generalmajor Markus Kneip wird im Einsatzland bleiben. (Zitatende)

Soldatenglück.de berichtete gestern: Talokan/Afghanistan: Der deutsche ISAF-General Markus Kneip war Taliban-Anschlagsziel, er wurde verwundet, zwei Bundeswehr-Soldaten fielen, weitere Menschen wurden verwundet oder getötet (Video) und heute Zwei tote Soldaten: Politiker halten an Einsatz fest (Video).

(Textquellen kursiv: ZEIT ONLINE.de; Bundeswehr.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Generalmajor Markus Kneip spricht zu den angetretenen Soldaten, Artikel “Würdevolle Trauerfeier für unseren gefallenen Kameraden im Feldlager Kunduz” vom 28.05.2011)

Zwei tote Soldaten: Politiker halten an Einsatz fest (Video)

Sonntag, 29. Mai 2011

Bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan sind zwei Bundeswehrsoldaten getötet worden. Fünf weitere wurden verletzt, darunter ein hochrangiger General. Deutsche Politiker zeigen sich schockiert – wollen aber am Afghanistan-Einsatz festhalten.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) forderte die Bundesbürger auf, “gerade jetzt unseren Einsatz in Afghanistan zu unterstützen.” Zweifel seien erlaubt und sogar angebracht. Doch: “Wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.”

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nahm die Nachricht vom Tod der deutschen Soldaten “schockiert und traurig” auf. “Dieser terroristische Anschlag zeigt eine mörderische Menschenverachtung”, sagte sie in der in Berlin verbreiteten Erklärung. Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) äußerte sich während eines Besuchs im Golfstaat Oman bestürzt über den Terrorakt.

Von den fünf deutschen Verwundeten ist einer schwer verletzt. Leicht verletzt wurde neben General Kneip auch der Kommandeur des Bundeswehr-Lagers am Anschlagsort Talokan. Die Bundeswehr unterrichtete die Angehörigen der Soldaten in der Heimat. Es ist das erste Mal, dass ein deutscher General in Afghanistan zu Schaden kam. Das bislang ranghöchste deutsche Opfer in Afghanistan war ein Oberstleutnant.

Mit dem Anschlag in Talokan stieg die Zahl der insgesamt in Afghanistan ums Leben gekommenen Bundeswehrsoldaten auf 51. 32 von ihnen starben bei Gefechten oder Anschlägen.

Soldatenglück.de berichtete: Talokan/Afghanistan: Der deutsche ISAF-General Markus Kneip war Taliban-Anschlagsziel, er wurde verwundet, zwei Bundeswehr-Soldaten fielen, weitere Menschen wurden verwundet oder getötet (Video).

(Video: ZDF heute journal vom 28.05.2011 via YouTube)