SPD-Verteidigungsausschussmitglied Rainer Arnold kritisert geplante Senkung der Zahl der freiwillig Wehrdienstleistenden bei der Bundeswehr
Mittwoch, 18. Mai 2011Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, hat das Vorhaben von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) kritisiert, die Zahl der freiwillig Wehrdienstleistenden von 15000 auf 5000 zu reduzieren. “Ich sehe das größte Versäumnis bei den Freiwilligen”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe) angesichts der Bundeswehrreform. “Die gesellschaftliche Chance, die Freiwilligkeit zu stärken, wird von der Regierung nicht wahrgenommen. Das Projekt der freiwilligen Wehrpflicht ist tot, bevor es überhaupt begonnen wird. Das wird so wenig ambitioniert und uninspiriert gemacht, dass es nichts werden kann.” Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte 15000 Freiwillige vorgesehen. De Maizière will diese Zahl um zwei Drittel senken, weil er fürchtet, nicht genügend qualifizierte Freiwillige zu finden. Der finanzielle Aspekt sei zudem “noch am meisten im Nebel”, erklärte der SPD-Politiker weiter. “Korrekt wäre es, wenn die Regierung sich von dieser unrealistischen Sparvorgabe von 8,3 Milliarden Euro bis 2015 wirklich lösen und nicht versuchen würde, das über Umbuchungen zu machen.” Insgesamt sehe er bei den bisher bekannt gewordenen Plänen “Licht und Schatten”, betonte Arnold. Sie seien aber in jedem Fall “besser als das, was Guttenberg vorgeschlagen hat”. De Maizière will seine Pläne heute vorstellen, nachdem sie im Kabinett verabschiedet worden sind. (Zitatende)
Berichtet die Mittelddeutsche Zeitung aus Halle.
Dazu der SPIEGEL ONLINE-Artikel: Reform der Bundeswehrreform – Dr. Powerpoint greift an.
(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Zweites Übungslager der letzten Wehrpflichtigen auf dem Truppenübungsplatz in Frankenberg – Panzergrenadier Marcus H. vom 5. Panzergrenadierbataillon 371 aus Marienberg übt zusammen mit seinen Kameraden auf dem Truppenübungsplatz in Frankenberg Aufgaben, die im Rahmen einer internationalen Unterstützungsmission anfallen. Die Gruppe hat die Aufgabe im Rahmen einer Fußpatrouille Minen zu finden, diese zu kennzeichnen und zu melden. Hartmann sichert die Patrouille ab)












