Nahost – Obamas neuer Weg (Videos)

von Sebastian ~ 21. Mai 2011. Zu lesen unter: Palästina / Israel, Video, Weltregionen.

Obama hat genau das Richtige getan: Er hat in seiner Grundsatzrede das Tabuthema der Grenzziehung vor 1967 angesprochen, von dem die meisten Israelis nichts hören wollen. Dieses Kapitel ist für den jüdischen Staat unantastbar: Netanjahu persönlich soll im Vorfeld von Außenministerin Clinton gefordert haben, die entsprechende Passage aus Obamas Rede zu streichen.

 

Dass jetzt selbst der US-Präsident vom Freund Israel offenbar Unerhörtes fordert, zeigt, wie dringlich ein grundsätzliches Umdenken in den israelisch-palästinensischen Friedensbemühungen ist. Obama hat eine unabdingbare Voraussetzung ausgesprochen: Frieden kann es nur geben, wenn beide Parteien ernsthafte Kompromissbereitschaft zeigen. Er rief schließlich auch die Hamas dazu auf, Israels Existenzrecht endlich anzuerkennen.

Obamas Forderung nachzugeben hieße für Israel, auf Ostjerusalem zu verzichten, die Golanhöhen an Syrien zurückzugeben und das Westjordanland, in dem es entgegen internationalen Warnungen weiter Siedlungen baut, zu verlassen. In dieser Deutlichkeit hat das bisher kein US-Präsident von Israel verlangt. Deshalb kann das Treffen beider Staatschefs gestern in Washington der Beginn eines neuen Verhältnisses zueinander sein.

Es ist jedoch jetzt an Obama, diesen Weg konsequent weiterzugehen, um Bewegung in den Friedensprozess zu bringen. (Zitatende)

Kommentiert die “Neue Osnabrücker Zeitung”.

Dazu die euronews-Videos:
Netanjahu: Kein Palästinenserstaat auf Kosten Israels

Obama-Rede enttäuscht Israel und Palästinenser

Soldatenglück.de berichtete: Die USA und die Demokratiebewegung in der arabischen Welt – U.S. Präsident Barack Obama und Hillary Clinton loben und sagen Unterstützung zu (Video) und US-Nahost-Politik: Die Erwartungen an Israel sind unzumutbar.

(Textuelle: Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Bilderquellen: White House.gov, President Barack Obama talks with Prime Minister Benjamin Netanyahu of Israel as they walk from the Oval Office to the South Lawn Drive of the White House, following their meetings, May 20, 2011. Official White House Photo by Pete Souza;
CIA.gov, Jerusalem at night viewed from the Mount of Olives.
Videoquelle: euronews.net, Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich vor seinem Treffen mit Barack Obama in Washington enttäuscht über die jüngsten Friedensvorschläge des US-Präsidenten gezeigt. Netanjahu sagte vor seinem Abflug, die Gründung eines Palästinenserstaates dürfe nicht auf Kosten der Existenz Israels gehen.
Die Rede von US-Präsident Barack Obama zu einer Friedenslösung für den Nahen Osten ist bei den Palästinensern auf wenig Begeisterung gestoßen. Zwar hatte Obama die palästinensische Position unterstützt und sich erstmals öffentlich für einen israelischen Rückzug auf die Grenzen von 1967 ausgesprochen – aber für viele Palästinenser ist das nicht genug. “Die Obama-Rede war für uns enttäuschend”, meint ein junger Mann in Ramallah. “Es gab darin nichts Neues.”)

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3 Kommentare zu Nahost – Obamas neuer Weg (Videos)

  1. JFHF

    An die wirklichen Probleme der religiösen Kultgesellschaften geht er aber nicht heran: die masslose Überbevölkerung. Eine verantwortungsvolle Politik kann aber genau nur am diesem einen Thema entlang gemacht werden. Nicht umsonst sind alle diese Grossfamilien-Regionen verwüstete Gebiete, obwohl sie noch vor wenigen dutzend Generationen bewaldet waren.

  2. Roland

    @JFHF
    Gut, wenn alle Belege fehlen und Unsinniges verbreitet wird.
    Es gibt UN-Statistiken über Bevölkerungswachstum. Das höchste Wachstum überhaupt haben die Araber in Palästina.
    Aus 750.000 (1948) sind 6 Millionen geworden. Warum? Wald???
    Nein, es gibt ca. 25.000 UN-Beschäftigte, die sich nur um sie kümmern UNRWA…Sie bekommen von der EU, USA und der UN sehr viel Geld. Sie brauchen nicht zu arbeiten. In Gaza hat jedes Schulkind von der EU ein grünes Notebook bekommen.
    Warum Frieden schließen? Dann fließen doch keine Milliarden mehr.
    http://www.muslim-markt.de/forum/messages/3026.htm

  3. JFHF

    @ Roland

    Danke für die untermauernde Statistik und den interessanten link. Bei der Überprüfung kommt bei mir allerdings auch die Vermutung auf, dass sich gewisse Bundesbehörden selbst beobachten und daher die tatsächlichen Ereignisse nicht mitbekommen.

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