Ist Baroness Catherine Ashton für ihr Amt als EU-Außenbeauftragte geeignet oder nicht?
von Dirk ~ 11. Mai 2011. Zu lesen unter: Sicherheitspolitik.Die Nummer wird es nie geben
Ist Ashton für ihr Amt geeignet oder nicht? Das ist nicht die Frage, mit der sich die EU beschäftigen sollte. Das Problem der gemeinsamen EU-Außenpolitik liegt viel tiefer als in der mehr oder weniger ausgeprägten außenpolitische Kompetenz der Außenbeauftragten. Die EU-Staaten haben – egal, ob mit oder ohne Außenbeauftragter – allergrößte Schwierigkeiten, sich in punkto Außenpolitik einig zu werden. Die 27 Mitgliedstaaten begreifen die Außen- und Sicherheitspolitik als letzte Bastion der nationalstaatlichen Souveränität, die es in einer Europäischen Union, in der viele wichtige und prestigeträchtige Politikbereiche bereits vergemeinschaftet sind, zu verteidigen gilt. Außenpolitik wird zudem immer wieder von Staaten für innenpolitische Zwecke instrumentalisiert – wie das jüngst etwa in den EU-Schwergewichten Frankreich oder auch Deutschland bei der Libyen-Krise der Falle war. Die einheitliche Telefonnummer der EU, die sich der ehemalige Außenminister Kissinger einst gewünscht hatte, wird es nie geben. Staaten haben unterschiedliche Interessen – und diese nationalen Egoismen vermag auch eine Außenbeauftragte nicht auf einen Nenner zu bringen – solange ihr die Staaten das nicht gestatten. (Zitatende)
Kommentiert die Mittelbayerische Zeitung aus Regensburg.
(Textquelle kursiv: Mittelbayerische Zeitung.de;
Bildquelle: HR/VP Catherine Ashton meets Angela Merkel, German Federal Chancellor)
Hintergrundinformationen: Vice President of the European Commission, Catherine Ashton























12. Mai 2011 um 13:39 Uhr
Nein, aber diese Nicht-Eignung war zwingende Voraussetzung für die Einstellung.
12. Mai 2011 um 18:18 Uhr
@ Dirk
Ist es wirklich sinnvoll, Worte wie “Baroness” zu verwenden ? Gehört soetwas in eine deutsche Internetseite ? Sollte die Frau tatsächlich solcherart Namenszusatz führen wollen, dann soll sie irgendwo in Europa arbeiten gehen, und nicht auf meine Kosten herumschnöseln.
12. Mai 2011 um 18:35 Uhr
@JFHF – So steht es wörtlich in ihrem Profil http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/ashton/about/cv/index_en.htm
Die Österreicher haben den Titelzusatz namensrechtlich konsequent abgeschafft, in Deutschland ist es beliebig bei der EU fällt die Verwendung möglicherweise unter Minderheitenschutz und dass bei uns ein Baron aus Franken bei der Nennung “Bornoness” aktuell ein Lächeln erzeugt, ist vergänglich.
Das Stammland der Catherine Ashton ist das “Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland” mit Oberhaus (House of Lords), dort ist eine Adelsprädikat noch von Wert, allerdings nicht immer ein Gütesiegel und das ist dann wieder wie bei uns.