Afghanischer, ehemaliger Aufbauminister Amin Farhang kritisiert Pakistan scharf

von Dirk ~ 3. Mai 2011. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen.

Der ehemalige afghanische Wiederaufbauminister Amin Farhang hat Pakistan im Zusammenhang mit der Tötung Osama bin Ladens scharf kritisiert. “Die Tatsache, dass er in der Nähe der Hauptstadt getötet wurde, bedeutet, dass die pakistanischen Behörden längst wussten, dass bin Laden sich dort aufhält”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Dienstag-Ausgabe). Gleiches gelte vermutlich für weitere Terroristenführer. “Pakistan hat mit der ganzen Welt ein Spiel gespielt. Das ist jetzt der Beweis.” Farhang fügte hinzu: “Jeden Tag sterben in Afghanistan westliche und afghanische Sicherheitskräfte. Und Osama bin Laden saß da und hat sich ins Fäustchen gelacht.” Man müsse deshalb “mit Pakistan sehr ernsthaft reden. Denn es wird seine Politik nicht ändern, wenn der Westen keinen Druck ausübt.” Der afghanische Politiker rechnet nach bin Ladens Tod nicht mit einem Ende des Terrors. “Womöglich werden die Anschläge jetzt sogar zunehmen”, erklärte er. “Nun kommt die neue Generation der Terroristen.” (Zitatende)

Berichtet die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle heute.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, in großer Trauer und tief bestürzt über die tragischen Ereignisse vergangener Woche im Observation Point North erwiesen nationenübergreifend ISAF-Soldatinnen und -Soldaten im Camp Marmal bei Mazar-e Sharif ihren drei am Freitag gefallenen deutschen Kameraden die letzte Ehre. Vor dem Ehrenhain. Foto vom: 21.02.2011)

1 Kommentar zu Afghanischer, ehemaliger Aufbauminister Amin Farhang kritisiert Pakistan scharf

  1. Wolfgang Raach

    Der Tod von “O B L” ist sicherlich ein Achtungserfolg jedoch ohne nachtraegliche Wirkung. ” O B L ” hatte schon
    vor 2 – 3 Jahren die operative Leitung der Al-Qaida an die
    naechste Generation weitergegeben und fungierte nur noch als Ikone oder Gallionsfigur.
    Diese neue Fuehrungsgeneration ist besser organisiert und breitflaechiger positioniert. So dass es eher schwerer wird dem int. Terrorismus Einhalt zu gebieten. Der einzige wahre Erfolg des US Einsatzes ist dass jeder Terrorist spaetestens seit dem 1. Mai weiss dass Einheiten wie das Sealteam 6 in der Lage sind weltweit jeden aufzuspuehren und zu exekutieren. Das wird Terroristen vorsichtiger machen was sie Zeit kostet. Diese Zeit arbeitet fuer die aufklaerenden Dienste. Das Spiel ist immer noch das Gleiche nur schwieriger und unuebersichtlicher…

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