BundeswehrVerband warnt vor weiteren Personalkürzungen bei den Streitkräften
Samstag, 2. April 2011Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hat Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) davor gewarnt, die Bundeswehr noch weiter zu verkleinern als von seinem Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) geplant. “Der Minister wird die Streitkräfte aufstellen, die sich auch finanzieren lassen”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Samstag-Ausgabe). Lege man die finanziellen Vorgaben von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zugrunde, seien maximal 140000 Soldaten möglich; Guttenberg wollte 185000. De Maizière schließt Kirsch zufolge eine Reduzierung auf 145000 Soldaten nicht aus. Er fügte deshalb hinzu: “Ich kann vor einer weiteren Reduzierung nur warnen. 180000 bis 185000 Soldaten sind das Minimum, auch um Deutschlands internationalen Verpflichtungen gerecht werden zu können.” Der Verbandsvorsitzende kritisierte überdies die Tatsache, dass sich zum 4. April lediglich 1494 Männer für den freiwilligen Wehrdienst gemeldet hätten. “Das ist eine klägliche Zahl. Die bisherigen Angebote und das Motto ,Tu was für Dein Land’ reichen nicht aus. Wer den Rekrutierungsbedarf decken will, der muss mehr tun. Das Problem ist nicht mit der nötigen Rasanz angegangen worden.” (Zitatende)
Berichtet die Mitteldeutsche Zeitung au Halle heute.
[Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Rekrutenbesichtigung - Die vorerst letzten Wehrpflichtigen der 5.Kompanie des Panzergrenadierbataillons 371 (5./PzGrenBtl 371) Marienberg bei Ihrer Rekrutenbesichtigung. Die Rekrutenbesichtigung ist die Abschlussprüfung der Allgemeinen Grundausbildung (AGA) bei der Bundeswehr. Im Bild: Rekruten beim Anfertigen von Meldungen. Foto vom: 22.03.2011]
Hintergrundinformationen: Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)



