Archiv für April, 2011

Hochzeitsfotos von Prinz William, Herzogin Kate und der königlichen Familie (Video)

Samstag, 30. April 2011

The Official Royal Wedding

Der frisch vermählte Offizier der britischen Royal Air Force, Prinz William Windsor, hat nun Wochenende vom Dienst als Rettungsflieger auf einem SAR-Helikopter und verlegt mit Kate, Herzogin von Cambridge, zur Zweisamkeit auf der britischen Insel und dann folgen die Flitterwochen an einen ferneren Ort.
Der Buckingham Palace hat heute die offiziellen Hochzeitsfotos veröffentlicht.

[Foto: The Royal Wedding at Buckingham Palace on 29th April 2011: The Bride and Groom, TRH The Duke and Duchess of Cambridge in the Throne Room.
Video: The Duke and Duchess of Cambridge leave Buckingham Palace in an Aston Martin]

[Foto: The Royal Wedding Group in the Throne Room at Buckingham Palace on 29th April 2011 with the Bride and Groom, TRH The Duke and Duchess of Cambridge in the centre.
Front row (left to right): Miss Grace van Cutsem, Miss Eliza Lopes, HRH The Duke of Edinburgh, HM The Queen, The Hon. Margarita Armstrong-Jones, Lady Louise Windsor, Master William Lowther-Pinkerton.
Back Row (left to right): Master Tom Pettifer, HRH The Duchess of Cornwall, HRH The Prince of Wales, HRH Prince Henry of Wales, Mr Michael Middleton, Mrs Michael Middleton, Mr James Middleton, Miss Philippa Middleton.]

Soldatenglück.de berichtete: Livestream aus London: Königliche Hochzeit von Prince William & Kate Middleton in Westminster Abbey und auch anonsten regelmäßig über das britische Königshaus, die Windsors und vor allem über Prinz William und Prinz Harry, die auch als Soldaten in den Streitkräften des Vereinigten Königreiches daheim und weltweit dienen.

(Bilder-, Videoquelle: British Monarchy.gov.uk, Photograph by Hugo Burnand)



CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Antiterrorgesetze beibehalten und ergänzen

Samstag, 30. April 2011

Am Samstag fand eine gemeinsame Pressekonferenz des Bundeskriminalamtes und Generalbundesanwaltes zur Festnahme von drei mutmaßlichen Mitgliedern der ausländischen terroristischen Vereinigung Al Kaida statt. Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Hans-Peter Uhl:

“Die gestrigen Festnahmen führen uns deutlich vor Augen: Die Forderungen nach einer erneuten Befristung der Antiterrorgesetze oder gar ihre völlige Aufhebung sind angesichts dieser Terrorgefahr unverantwortlich. Für die Beibehaltung der Antiterrorgesetze kann auch kein Kriterium sein, wie oft eine Befugnis schon angewandt wurde, sondern nur, ob unsere Sicherheitsbehörden diejenigen Befugnisse haben, die sie für ihre Aufgaben benötigen. Wir müssen unsere bisherigen Antiterrorgesetze nicht nur beibehalten, sondern wo erforderlich auch ergänzen.

Angesichts des hohen konspirativen Aufwands, den die Terroristen an den Tag gelegt haben, liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Aufklärung ihrer Kommunikationswege. Eine Neuregelung der Mindestspeicherungsfristen muss daher, wie von der Europäischen Union gefordert, unverzüglich erfolgen. Die Überwachung der über das Internet geführten Kommunikation von Terroristen muss vor ihrer Verschlüsslung möglich sein (Quellen-Telekommunikationsüberwachung).”

Hintergrund:

Die Bundesanwaltschaft hat gestern drei mutmaßliche Mitglieder der ausländischen terroristischen Vereinigung Al Kaida durch Beamte des Bundeskriminalamts festnehmen lassen. (Zitatende)

Soldatenglück.de berichtete: Bundesanwaltschaft zum Hintergrund der Festnahme der drei Terror-Verdächtigen durch BKA und GSG 9, Al Qaida Anschlag in Deutschland verhindert (Video), Polizeiliche Terrorismus-Sicherheitsmaßnahmen wurden im Februar aus Kostengründen zurückgefahren, Al Qaida Festnahmen durch BKA in Deutschland – Terrorverdächtige zündeten Sprengstoff zu Testzwecken und Bundeskriminalamt nimmt drei mutmaßliche Al Qaida-Mitglieder fest.

(Textquelle: CDU/CSU – Bundestagsfraktion.de
Bildquelle: Hans-Peter Uhl MdB.de)

Bundesanwaltschaft zum Hintergrund der Festnahme der drei Terror-Verdächtigen durch BKA und GSG 9

Samstag, 30. April 2011

 

Festnahme dreier mutmaßlicher Mitglieder der Al-Qaida

Im Auftrag der Bundesanwaltschaft haben Beamte des Bundeskriminalamts und der GSG 9 gestern (29. April 2011) drei mutmaßliche Al Qaida-Mitglieder in Düsseldorf und Bochum vorläufig festgenommen. Zugleich wurden – auf der Grundlage von Durchsuchungsbeschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs – mehrere Wohnungen in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Neben dem Bundeskriminalamt und der GSG 9 waren Polizeikräfte Nordrhein-Westfalens an dem Einsatz beteiligt.

Die Beschuldigten,

der 29-jährige marokkanische Staatsangehörige Abdeladim El-K.,
der 31-jährige deutsche und marokkanische Staatsangehörige Jamil S. sowie
der 19-jährige deutsche und iranische Staatsangehörige Amid C.

sind dringend verdächtig, als Mitglieder der ausländischen terroristischen Vereinigung Al Qaida einen Terroranschlag in Deutschland geplant zu haben (§ 129b Abs. 1 i.V.m. § 129a Abs. 1 StGB). Der Beschuldigte Abdeladim El-K. ist darüber hinaus dringend verdächtig, diese schwere staatsgefährdende Gewalttat durch eine Ausbildung in einem Lager der Al Qaida vorbereitet zu haben (§ 89a Abs. 1, 2 Nr. 1 StGB).

Die Al Qaida-Führung in Afghanistan verfolgt spätestens seit Anfang 2010 das Ziel, in Europa Terroranschläge zu verüben. Zu diesem Zweck hat sie geeignete Personen zu Attentätern ausgebildet und damit beauftragt, Sprengstoff- und Schusswaffenanschläge in europäischen Ländern zu begehen. Einer dieser Personen soll der Beschuldigte Abdeladim El-K. sein.

Abdeladim El-K. ist dringend verdächtig, Anfang des Jahres 2010 von Deutschland aus in ein Lager der Al Qaida im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet gereist zu sein und sich der terroristischen Vereinigung angeschlossen zu haben. Nach einer Ausbildung im Umgang mit Waffen und Sprengstoff soll er im Frühjahr 2010 von einem hochrangigen Al Qaida-Mitglied den Auftrag erhalten haben, in Deutschland einen Sprengstoffanschlag zu verüben. Im Mai 2010 kehrte er in die Bundesrepublik zurück und begann das Anschlagsvorhaben vorzubereiten.

Im Einvernehmen mit der Al Qaida-Führung band der Abdeladim El-K. die ihm seit längerer Zeit bekannten Beschuldigten Jamil S. und Amid C. in die Umsetzung der Attentatspläne ein. Jamil S. sollte für die notwendigen finanziellen Mittel sorgen. Außerdem kam ihm die Aufgabe zu, falsche Ausweispapiere für den Beschuldigten Adeladim El-K. zu beschaffen. Der Beschuldigte Amid C. war vor allem dafür verantwortlich, die von der Al Qaida-Führung geforderte verschlüsselte und konspirative Kommunikation zwischen den Beschuldigten sicherzustellen.

Im Dezember 2010 begannen die Beschuldigten mit konkreten Anschlagsvorbereitungen. Sie besorgten sich im Internet Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoffen und Zündern sowie Informationen über abgeschottete Kommunikationswege. Daneben befassten sie sich mit den Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Gebäuden, Flughäfen und Bahnhöfen. Zudem suchten sie nach Wegen, Wasserstoffperoxid, Aceton und weitere für die Herstellung von Sprengsätzen nötige Materialien zu beschaffen.

Zuletzt versuchten die Beschuldigten Abdeladim El-K. und Jamil S. in einer Wohnung in Düsseldorf aus Grillanzündern Hexamin zu gewinnen. Es war vorgesehen, Wasserstoffperoxid und Zitronensäure mit Hexamin zu mischen, um so einen „Zünder für eine Bombe“ zu erhalten. Vor diesem Hintergrund ließ die Bundesanwaltschaft die Beschuldigten gestern Morgen festnehmen.

Die Beschuldigten werden seit heute Vormittag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Mit den weiteren strafrechtlichen Ermittlungen ist das Bundeskriminalamt beauftragt.

Dem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren waren umfangreiche Überwachungsmaßnahmen des Bundeskriminalamts im Rahmen der gefahrenabwehrrechtlichen Aufgabenwahrnehmung nach § 4a BKAG gegen die nunmehrigen Beschuldigten vorausgegangen. Die daraus erlangten Erkenntnisse mündeten in die Einleitung des Ermittlungsverfahrens und führten zusammen mit den aktuell gewonnenen Beweisergebnissen zur gestrigen Festnahme der mutmaßlichen Al Qaida-Mitglieder. Aufgrund der durchgehenden Überwachung der Tatverdächtigen durch das Bundeskriminalamt war die Sicherheit der Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

(Textquelle kursiv: Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof.de;
Grafik-, Bildquelle: Bundespolizei.de)

Hintergrundinformationen: GSG 9 der Bundespolizei, Bundeskriminalamt (BKA)

Al Qaida Anschlag in Deutschland verhindert (Video)

Samstag, 30. April 2011

 

Die drei gestern festgenommenen mutmaßlichen Al-Kaida-Mitglieder haben nach den Ermittlungen deutscher Sicherheitsbehörden ein Attentat in Deutschland geplant. Ein mögliches Ziel für einen Anschlag hätten demnach Veranstaltungen im Großraum Düsseldorf sein können. Wie der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum in Karlsruhe mitteilte, gab es aber noch kein genaues Anschlagsziel. Die mutmaßlichen Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida seien “noch in der Experimentierphase” gewesen. Sie hätten konkret geplant, einen mit Metallteilen versetzten Sprengsatz in einer größeren Menschenmenge zur Explosion zu bringen.

Zuvor hätten die drei repräsentative Gebäude besichtigt und im Internet Anleitungen zum Bombenbau heruntergeladen. “Wir haben aber keine Anhaltspunkte dafür, dass einer der Täter sich als Suizidattentäter einsetzen lassen wollte”, sagte der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke.

Soldatenglück.de berichtete: Polizeiliche Terrorismus-Sicherheitsmaßnahmen wurden im Februar aus Kostengründen zurückgefahren, Al Qaida Festnahmen durch BKA in Deutschland – Terrorverdächtige zündeten Sprengstoff zu Testzwecken und Bundeskriminalamt nimmt drei mutmaßliche Al Qaida-Mitglieder fest.

(Videoquelle: via YouTube)

Bundeswehr – Die zweite Front (Video)

Samstag, 30. April 2011

Die zweite Front – Traumatisierte Bundeswehr-Soldaten

Die Bilder kommen immer wieder. Explosionen, die die Welt auf den Kopf stellen, Tote, Verletzte suchen die Soldaten in ihren Träumen heim, manchmal, in sogenannten Flashbacks, auch am helllichten Tag. Selbst lange nach ihrem Einsatz in Afghanistan leiden viele Soldaten der Bundeswehr noch unter den Folgen.

Die ‘Posttraumatische Belastungsstörung’ (PTBS), wie es im Fachjargon so trocken klingt, verkrüppelt die Psyche der Männer – und oft ihrer ganzen Familie. N24-Reporter Steffen Schwarzkopf hat mit traumatisierten Soldaten gesprochen und sie auf dem schwierigen Weg zurück in den Alltag begleitet.

(Video- und Textquelle Kursiv: N24, Youtube, 22. April 2011; Bildquelle: Bundeswehr.de; Bw-Patrouille Kunduz ISAF RC N)



Afghanistan: Taliban kündigen Anschläge an

Samstag, 30. April 2011

Die radikal-islamische Taliban haben eine neue Offensive in Afghanistan angekündigt

Es seien Anschläge auf die internationale ISAF-Truppen - Deutschland ist derzeit mit 4.860 Bundeswehr-Soldaten und -Soldatinnen am Hindukusch im Auslandseinsatz (Stand: 27.04.2011) - auf einheimische Soldaten der Afghan National Army (ANA), Polizisten der Afghan National Police (ANP) und sonstiger Sicherheitskräfte sowie auf Vertreter der Kabuler und Provinz-Regierungen geplant, drohten die Aufständischen (Insurgents). Ziele seien vor allem Militärstützpunkte, Regierungseinrichtungen und Plätze mit Menschenansammlungen. Zivilisten sollten Menschenansammlungen meiden, warnten die Taliban.

Am gestrigen Freitag hatten NATO-Vertreter der International Security Assistance Force (ISAF) vor einer neuen Serie von Anschlägen gewarnt. Diese könnten am Sonntag, dem 1. Mai 2011, beginnen.
Die internationalen ISAF-Soldaten und die afghanischen Sicherheitskräfte sind gewarnt und gewappnet.

(Bilderquelle: NATO.ISAF.int, Taliban-Kämpfer im Norden Afghanistans, die bereit sind, ihre Waffen niederzulegen und sich in Re-Integrationsmaßnahmen zu begeben;
Gen. David H. Petraeus, commander of NATO and International Security Assistance Force troops in Afghanistan, visits the French 7th Mountain Infantry Battalion at Forward Operating Base Kutschbach, during a battle field circulation, April 21. Petraeus also visited with Afghan National Army Troops working alongside ISAF Troops in the area. ISAF, in support of the Government of the Islamic Republic of Afghanistan, conducts operations in Afghanistan to reduce the capability and will of the insurgency, support the growth in capacity and capability of the Afghan National Security Forces, and facilitate improvements in governance and socio-economic development, in order to provide a secure environment for sustainable stability that is observable to the population. (Photo by U.S. Navy Chief Petty Officer Joshua Treadwell)

Außenminister Westerwelle: Schwelle für militärische Interventionen nicht leichtfertig senken

Samstag, 30. April 2011

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat die Deutschen vor vorschnellen Forderungen nach militärischen Interventionen gewarnt. In einem Interview mit dem Berliner “Tagesspiegel” (Samstagausgabe) sagte der FDP-Politiker: “Ich sehe mit einer gewissen Sorge, wie schnell in der öffentlichen Diskussion in Deutschland mittlerweile nach Interventionen gerufen wird.” Deutschland müsse aufpassen, dass “wir die Schwelle für militärische Interventionen nicht leichtfertig senken”. Er halte es grundsätzlich für fragwürdig, dass militärische Lösungen schneller und nachhaltiger funktionieren würden als politische Lösungen.

Zugleich verteidigte Westerwelle erneut die Enthaltung Deutschlands im UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über den Libyen-Einsatz. Mit Blick auf die Lage in Libyen sagte Westerwelle: “Die Grenzen des Militärischen werden deutlich.” (Zitatende)

Berichtet “Der Tagesspiegel” aus Berlin heute.

(Textquelle kursiv: Der Tagesspiegel.de;
Bilderquelle: Bundeswehr.de, Artikel “Außenminister Dr. Guido Westerwelle besucht Einsatzführungskommando”
)

Polizeiliche Terrorismus-Sicherheitsmaßnahmen wurden im Februar aus Kostengründen zurückgefahren

Samstag, 30. April 2011

Die öffentlich sichtbaren Sicherheitsmaßnahmen gegen terroristische Anschläge in Deutschland wurden im Februar aus Kostengründen zurückgefahren – und nicht wegen schwindender Terrorgefahr. Das berichtet die in Halle erscheinende “Mitteldeutsche Zeitung” (Samstag-Ausgabe) unter Berufung auf führende Koalitionskreise. Noch vor vier Wochen hätten Experten des Bundesinnenministeriums “keine Entwarnung” geben wollen, verlautete dort. Allerdings habe es geheißen, die von dem damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) im November verhängten Sicherheitsmaßnahmen mit Schwerpunkten an Bahnhöfen und Flughäfen sowie um den Reichstag herum seien vornehmlich deshalb reduziert worden, weil sie “sehr personal- und kostenintensiv” gewesen seien. Die Bewachung sei auf Dauer einfach zu teuer. (Zitatende)

Berichtet die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bilderquelle: Bundespolizei.de)

Widerstand gegen Verkleinerung der Bundeswehr aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Samstag, 30. April 2011

In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion regt sich Widerstand gegen eine weitere Verkleinerung der Bundeswehr über die vom ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) festgelegte Mindestgröße von 185000 Soldaten hinaus. Der frühere verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bernd Siebert, sagte der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe): “185000 Soldaten sind die Basis-Zahl, die ich nach wie vor für richtig erachte. Wir sind damit eher noch am unteren Rand. Wenn das Verteidigungsministerium darüber nachdenken sollte, eine niedrigere Zahl in die Diskussion zu bringen, dann müsste es uns das erklären.” Die Bundeswehr müsse ihren Aufgaben und der Sicherheitslage entsprechend entwickelt werden, mahnte Siebert. “Und ich habe nicht den Eindruck, dass die Aufgaben geringer geworden sind und die Sicherheitslage besser geworden ist.” Er sehe “deshalb keine Notwendigkeit, die Bundeswehr noch einmal zu verkleinern”. Auch von anderen Unions-Mitgliedern im Verteidigungsausschuss des Bundestages hieß es, eine erneute Reduzierung sei mit ihnen nicht zu machen. Guttenberg hatte die Streitkräfte von 250000 auf 163000 Soldaten verkleinern wollen, war mit diesem Vorhaben jedoch an den eigenen Reihen gescheitert und hatte sich auf die Zahl 185000 festlegen lassen. Der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) prüft nun ein weiteres Abschmelzen unter diese Schwelle. Nach Berechnungen aus seinem Hause ist mit dem vorgesehenen Verteidigungsetat lediglich eine 158000-köpfige Armee finanzierbar. (Zitatende)

Berichtet die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle.

[Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, die vorerst letzten Wehrpflichtigen der 5. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 371 (5./PzGrenBtl 371) Marienberg bei Ihrer Rekrutenbesichtigung. Die Rekrutenbesichtigung ist die Abschlussprüfung der Allgemeinen Grundausbildung (AGA) bei der Bundeswehr. Foto vom: 22.03.2011]

“Fotos für die Pressefreiheit 2011″, Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Bildband

Samstag, 30. April 2011

Zum 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, veröffentlicht Reporter ohne Grenzen (ROG) einen neuen Band aus der Reihe “Fotos für die Pressefreiheit”. Der rund hundertseitige Fotoband dokumentiert in Bildern und Texten Ereignisse des Jahres 2010. Im Mittelpunkt stehen Staaten, in denen Presse-, Meinungs- und Internetfreiheit stark gefährdet sind sowie Entwicklungen und Phänomene, die Umbrüche in der Medienwelt bewirkt haben.

Foto Kuba: Alessandro Scotti

Viele der Texte und Bilder zeigen exemplarisch, wie schwierig die Arbeit von Journalisten und Medien in vielen Teilen der Welt ist. “In so vielen Ländern der Erde muss darum gerungen werden, dass das eigentlich Selbstverständliche selbstverständlich wird: dass Journalisten einigermaßen frei arbeiten können”, schreibt Heribert Prantl, ROG-Kuratoriumsmitglied, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung und Leiter der Redaktion Innenpolitik im Vorwort des neuen Bandes. “So viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten in Regionen, in denen der Tod allgegenwärtig ist – in Gestalt von Autobombern, Selbstmordattentätern und Killerschwadronen.”

Foto Belarus: Sergei Grits

Rund 20 international bekannte Fotografinnen und Fotografen sowie mehr als zehn Autorinnen und Autoren haben an dem diesjährigen Album mitgewirkt. Der erste Teil von “Fotos für die Pressefreiheit 2011″ besteht aus kurzen Faktenblöcken, Fotostrecken sowie Einzelbildern. Er führt uns an aktuelle Brennpunkte der Pressefreiheit, wie etwa in das ostafrikanische Land Uganda. Dort sind Medien zum Spielball politischer Interessen geworden, Bestechung von Journalisten und mediale Hetzkampagnen vor allem gegen Homosexuelle haben in erschreckendem Maße zugenommen. In Haiti hingegen kämpfen die Journalisten nach dem Erdbeben im Januar 2010 um ihr berufliches Überleben. Aber auch beunruhigende Vorkommnisse in EU-Staaten werden beschrieben, wie etwa die juristische Verfolgung Medienschaffender in Frankreich und Deutschland.

Im zweiten Teil des Fotobuchs finden sich längere Bildserien und Texte. “Das war’s von unserer Seite” heißt eine Reportage über die Auswirkungen des Abzugs US-amerikanischer Truppen aus dem Irak im vergangenen Jahr. Die Bilanz des Irak-Krieges und der anschließenden Besatzungszeit ist düster. In den mehr als sieben Jahren starben in dem vorderasiatischen Land hunderttausende Zivilisten, darunter weit mehr als 200 Journalisten.

Doch nach Abzug der US-Soldaten ist die Sicherheitslage prekär, wie der Journalist Tomas Avenarius, in seinem Text beschreibt. Die Bevölkerung hat große Angst vor Anschlägen. Es fehlen eine funktionierende politische Führung und die Perspektive einer wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Die Leere und Orientierungslosigkeit finden ihren Ausdruck in den monumentalen Bildern des irischen Fotografen Richard Mosse. Seine Serie “Breach” zeigt die imperialen Paläste Saddam Husseins. Es sind Symbole von Größenwahn, die das US-Militär temporär als Unterkünfte genutzt hat.

Die Reportage “Die Quellen des Unheils” von Horand Knaup handelt vom schmutzigen Ölgeschäft in dem westafrikanischen Land Nigeria: Seit Jahrzehnten bereichert sich eine kleine Elite an den Gewinnen aus dem Handel mit dem schwarzen Gold. Korruption blüht und tägliche Überfälle, sogar Bombenangriffe, Entführungen und Geiselnahmen sind die Folgen – die von den am Geschäft beteiligten internationalen Ölkonzernen in Kauf genommen werden. Der Fotograf Christian Lutz wirft Blicke hinter die Türen dieser exklusiven Geschäftswelt, in denen gnadenlose Regeln und ein extremer Konkurrenzdruck herrschen.

Eine weitere Reportage bringt uns in die ehemalige “Schweiz Zentralasiens”: In Kirgistan starben geschätzt 2000 Menschen im Juni 2010 bei ethnischen Unruhen zwischen Kirgisen und Usbeken. Der Journalist Christian Neef sowie die Fotografen Erich Follath und William Daniels begeben sich auf Spuren- und Ursachensuche der unaufgeklärten Verbrechen.

Zu den weiteren Fotografinnen und Fotografen des Bandes gehören Paolo Pellegrin, Andrej Ljankewitsch und Massimo Berruti. Unter den Autorinnen und Autoren ist der chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo, Michael Ludwig und Ingo Petz. Alle haben ihre Bilder und Texte unentgeltlich zur Verfügung gestellt und unterstützten damit die Arbeit von ROG: Mit den Erlösen aus dem Verkauf der Bände finanziert ROG Anwaltskosten, medizinische Hilfe und Öffentlichkeitsarbeit für verfolgte Medienschaffende.

Foto Irak: Richard Mosse

Der diesjährige Band ist der 18. aus der Reihe “Fotos für die Pressefreiheit”. Seit vergangenem Jahr kommen die Bücher in neuem Layout und mit veränderten inhaltlichen Schwerpunkten daher. Dafür wurde der Bildband mit dem kress Award für den besten Relaunch des Jahres 2010 ausgezeichnet. Verantwortlich für die neue Gestaltung und inhaltliche Ausrichtung sind die Bildredakteurin Barbara Stauss und die Agentur onlab.

Das Fotobuch ist im Buchhandel unter ISBN 978-3-937683-33-1 | VK 12 EUR zzgl. Versand erhältlich oder direkt zu bestellen unter: www.reporter-ohne-grenzen.de/publikationen/fotobaende.html

(Text-, Bilderquelle: Reporte ohne Grenzen.de; Bildunterschriften der Pressebilder: Foto 1: Cover Irak, Bagdad: Ein US-Offizier gönnt sich eine Pause mit Ausblick über den Wassergraben um den al-Faw-Palast. Foto: Richard Mosse / INSTITUTE;
Foto 2: Kuba: Yoani Sanchez, Jahrgang 1975, betreibt seit 2007 den Blog Generación Y, in dem die in Havanna lebende Journalistin vom Leben auf Kuba und seinen Beschränkungen erzählt. Foto: Alessandro Scotti / Agentur Focus;
Foto 6: Belarus Minsk im Dezember 2010: Hundertschaften von Polizisten sichern mit Schildern bewehrt das Regierungsgebäude gegen Demonstranten. Foto: ddp images /AP / Sergei Grits;
Foto 9: Irak: US-Soldaten im März 2009 am Pool des früheren Palastes von Saddam Husseins Sohn Udai. Foto: Richard Mosse / INSTITUTE)