Guttenberg muss bleiben und er wird es
von Sebastian ~ 18. Februar 2011. Zu lesen unter: BMVg.Reifejahre – Guttenberg wird immer mehr “einer von uns”
Der in Turbulenzen geratene Überflieger Karl-Theodor zu Guttenberg (Jahrgang 1971) wird sich öffentlich erklären (müssen), wird erläutern wie und warum es in seiner Doktorarbeit zu der Häufung von wissenschaftlich schlampig-unterlassenen Fußnoten kam.
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird ihn nach seinem öffentlichen Eingeständnis mitsamt Entschuldigung stützen und den politischen Konkurrenten aus der Schwesterpartei nicht abstürzen lassen, obwohl er gravierendes menschliches Versagen an den Tag gelegt, jedoch keinen Fehler im Amt begangen hat.
Es ist ebenso – wie nach Möglichkeit nicht zu lügen und sich nicht mit fremden Federn zu schmücken - eine Frage des Anstandes und der Ehre, sich nicht durch einen Rücktritt komfortabel auf den millionenschweren Familiensitz in Franken zu verabschieden. Sondern auch mit diesem Makel weiter zu kämpfen als politisches Talent der jüngeren Generation deutscher Politiker, die über ambitionierte Qualitäts-Köpfe nur sehr übersichtlich verfügt.
Ein Politiker ist qua Definition und Berufung stets Vorbild und gleichsam Volksvertreter und dessen meist überdurchschnittlich begabter Vertreter. Guttenberg ist mit seinen Stärken und bekanntermaßen Schwächen ein Kind dieser Zeit, gerade diese Schwächen bieten Identifikations- und Projizierungs-Flächen für viele Menschen.
Die tiefe Fall der Lichtgestalt – und alle waren dabei und können mitreden -, der Medien-Hype bei gefühlter 90-prozentiger Bevölkerungsbeteiligung und ein reuevolles Eingständnis mit Blick nach vorn haben etwas sozialhygienisch Reinigendes und Erkennendes. Viele werden sich insgeheim an ihre größten Patzer erinnert fühlen, andere klammheimlich oder offen Freude über den medial befeuerten Skandal empfinden, es wäre großes Nimbus-lastiges amerikanisches Kino.
Eigentlich geschieht das was die Medien und die Bevölkerung wollen, dieselben die den Mann mit Adelstitel und tadelloser Herkunft bei Quotensteigerung nach oben geschrieben und gelobt haben, ihn nun mit durchleuchten und bejagen und allerhöchst gespannt auf seine Reaktion warten, werden dann – wie so oft – jeden seiner Sätze wiedergeben, zitieren, kommentieren, filmen und seine Fotos auf die Titelseiten ihrer Zeitungen und Online-Portale und Nachrichtensender bringen. Vom Politik-Löwen wird Guttenberg eine zeitlang zum Fehler-Teufel deklassiert, doch die Zeiten sind schnelllebig und Stehaufmännchen braucht das Land.
Nun ist Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg endlich einer von uns, auch bloß ein armer Sünder - der also doch nicht übers Wasser laufen kann, viele haben es gewußt - nur allzu menschlich mit vielen Stärken, die wir mögen und einigen Schwächen, die wir von uns selbst kennen.
[Bildquelle: Bundeswehr.de, VM zu Guttenberg in Afghanistan - Der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg besucht den Außenposten Nord (OP North) am 16.und 17.Februar. Hier im Gespräch mit Soldaten der 2.Kompanie Task Force (Ausbildungs- und Schutzbataillon) Mazar-e-Sharif. Foto vom 17.02.2011]























18. Februar 2011 um 10:59 Uhr
ICH HOFFE DASS GUTTENBERG BLEIBT; MEINE FAMILIE DENKT EBENSO:DER SYMPHATIETRÄGER VON DEUTSCHLAND: DER PURE NEID HAT DIESE JAGD ENTFACHT:; UND DIE PRESSE MACHT EIFRIG MIT:
MAN NEHME DOCH BITTE ALLE POLITIKER MAL GENAUER UNTER DIE LUPE:
WIR HOFFEN ER BLEIBT
CH: FURCH UND FAMILIE
18. Februar 2011 um 11:10 Uhr
Ich mach es kurz.
zu Guttenberg muss bleiben!
18. Februar 2011 um 15:28 Uhr
was ist denn das für eine aussage: “guttenberg muss bleiben”? guttenberg m u s s überhaupt nicht bleiben, erst recht nicht, wenn sich bewahrheiten sollte, was heute alle medien übereinstimmend berichten! wer vorsätzlich betrügt (so nennt man vor gericht das abkupfern von geistigem eigentum), der muss die konsequenzen ganz schnell ziehen. und in der politik kann diese konsequenz nur lauten, zurückzutreten – und zwar sofort!
18. Februar 2011 um 17:36 Uhr
@Fritz
Das bedeutet das die Hälfte unserer Politiker ihre Ämter aber sofort niederlegen müssten. Dreck haben die alle am stecken.
Aber ein Sympathieträger wie KTG ist natürlich für die anderen Luschen nicht zu ertragen.
18. Februar 2011 um 18:37 Uhr
BM zu Guttenberg muss bleiben!
@Fritz: Sie sollten sich an den Worten von Elisabeth B. ein Beispiel nehmen. Offenbar haben Sie am wenigsten Ahnung.
22. Februar 2011 um 12:39 Uhr
Deutschland kann sich glücklich schätzen, einen solchen Bundesminister in der Regierung zu haben. Wer von vielen anderen hat überhaupt solches Format und Stil mit Menschen umzugehen, sich in der Gesellschaft zu bewegen, zu argumentieren — zu überzeugen. Seine politischen Gegner – Schwätzer, die sich lieber um ihre Ressorts und Aufgaben als Abgeordnete kümmern, wenigstens versuchen sollten Ihr Resort mit konstruktiver Politik zu stärken, als in “Fußnoten” und “Anmerkungen” anderer einen “Sturm ijm Wasserglas” meinen erzeugen zu müssen. – Neider – haben nie überzeugen können.
24. Februar 2011 um 22:10 Uhr
Baron zu Guttenberg steht seinen Mann, gibt auch in Kampfmontur ein gutes Bild ab, ißt auch mal aus dem Blechnapf, also bitte, und mancher regt sich auf über
F-u-s-s-n-o-t-e-n
Kann ich nur lachen.
KT muss so weiter machen wie bisher!!!
25. Februar 2011 um 13:15 Uhr
Herr Guttenberg ist einer von uns? Sind wir ein Land der Lügner und Betrüger? Klar, wir haben alle einmal geschummelt. Aber ganz abgesehn davon, dass ein Plagiat in einer Dissertation nicht nur ein “bisschen schummeln ist: Was Artikel wie der vorliegende versuchen, ist diese Fehlverhalten zu perpetuieren. Die Kernaussage lautet: Fehler haben wir alle. Aber die Konsequenz daraus ist, dass das Streben nach Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Gerechtigkeit nicht so wichtig ist. Was der Großteil der Bürger und “KT-Verehrer” hier macht ist, was die Eliten normalerweise nur untereinader machen: Fehler werden klein geredet und entschuldigt, nur weil man weiß dass man selbst genug Dreck am stecken hat. Und so bleibt unsere Gesellschaft das selbe alte Rattennest. Die Vetternwirtschaft der beliebten.
Und was als die “wir-brauchen-den-Mann”-Schreier wohl vergessen habe: Wer war es, der unseren beliebten Generalinspekteur samt Staatsekretär entlassen hat wegen eines Berichts, welcher bereits Jung vorgelegen hat, um seine Karriere zu beschützen. Und nur, weil er jetzt seine Doktor “entlässt”, rettet ihr alle seine Karriere.
Good night. And good luck.
25. Februar 2011 um 14:49 Uhr
Zitat:”beliebten Generalinspekteur samt Staatsekretär” würde ich in Anführungszeichen setzen. Um die zwei war es nicht schade..was den Verteidigungsminister betrifft gibt es ganz andere Kritikpunkte welche unter der Decke seiner “show and shine” Politik liegen.
Geopowers hat zwar einen etwas lobbylastigen Kommentar dazu geschrieben, aber die Inhalte verdeutlichen die Führungs,- und vorallem Durchsetzungsschwächen des Ministers:
http://www.geopowers.com/bundeswehr-20-teil-ii-1281.html
Das der Gi die Bezeichung “chief of defence” und den Vorsitz im CEP Rat nach der Reform nicht haben wird, sind weitere Beispiele feinster Lobbypolitik.
26. Februar 2011 um 02:37 Uhr
Herr Guttenberg muss auf alle Fälle bleiben. Seit Helmut Schmidt endlich wieder ein Politiker mit Charisma und Durchhaltevermögen.
Ich und meine ganze Familie hoffen nur,dass er die Kraft hat durchzuhalten gegen diese Anfeindungen und den grenzenlosen Neid der anderen Politiker. Im Grunde ist es doch nur die pure Angst der gegnerischen Parteien,dass er Bundeskanzler werden könnte. Unser Land und die Soldaten die unser Land verteidigen brauchen einen Mann wie Ihn.
Wir brauchen keinen Doktortitel,sondern einen Mann der zugeben kann, dass er Fehler gemacht hat.
Fehler machen und sich entschuldigen ist Größe –.Davonrennen ist Feigheit – Sich als Richter aufzuspielen ist Überheblich. Die Presse sollte mal einen Gang zurückschalten und wirklich das Wesentliche in der Weltpolitik berichten. Unsere jungen deutschen Soldaten sterben im Krieg……und die Presse hat nichts besseres zu tun als den Verteidigungsminister permanent niederzumachen. Es ist an der Zeit endlich mal Politikern wie Herrn Guttenberg den rücken zu stärken.
26. Februar 2011 um 18:16 Uhr
Darauf, daß er zugibt Fehler gemacht zu haben warten viele. Bisher war alles nur ein Versehen, weil der arme Mann überfordert war. Das einzige, was er bisher in seinem Amt “geleistet” hat war Bauernopfer zu bringen. Es ist ekelerregend, wie Sie diesem Lügner, Betrüger und Schaumschläger die Stange halten. Unsere jungen deutschen Soldaten sterben im Krieg? Die Bundeswehr hat in Afghanistan nichts zu suchen!
26. Februar 2011 um 19:04 Uhr
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/guttenberg-plagiat-doktorarbeit-ID1298650729897.xml
27. Februar 2011 um 22:03 Uhr
KT z G hat großen ” Mist gebaut ” und seiner Person nicht würdig. Es stellt sich aber nicht nur auf seine Person bezogen die Frage “bleiben oder gehen “, sondern auch noch folgende Überlegungen :
Wer ist “Prof. Andreas Fischer-Lescano ” und wo steht er politisch ? ( siehe WIKIPEDIA ) Daß er ” rein zufällig ” die Dr.-Arbeit gelesen haben soll, hat auf Grund seiner Stellungnahmen zum Luftangriff bei Kunduz und die Verfolgung von Piraten vor Somalia , ein ” Geschmäckle “.
Wo waren die Dr-Väter der UNI Bayreuth die eine Dr.-Arbeit begleiten ?
Wo ist die Anhörung im Bundestag mit einer vergleichbaren Rhetorik gegenüber den Spitzen der Mineralölgesellschaften ? Dies wäre ein wichtiges Thema für unser Land und hätte den großen Vorteil das Volk zu einigen ,um so mehr, da seitens der Mineralölgesellschaften mit der Einführung von E 10 gegen ein Gesetz verstoßen wird.
Die Politik in der Gesamtheit wird unglaubwürdig ,denn es ist keine Verhältnismäßigkeitsbetrachtung unserer Probleme mehr zu erkennen.