BundeswehrVerband lehnt Rekruten ohne deutsche Staatsbürgerschaft ab
von Sebastian ~ 16. Februar 2011. Zu lesen unter: Streitkräfte&Gesellschaft, Verteidigungspolitik.Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hat Überlegungen des Verteidigungsministeriums, künftig auch Migranten ohne deutsche Staatsbürgerschaft in die Bundeswehr
aufzunehmen, strikt abgelehnt. “Soldaten ohne deutsche Staatsbürgerschaft gewinnen zu wollen, ist abwegig”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe). “Der Deutsche Bundeswehrverband erteilt dem eine Abfuhr. Denn ein gegenseitiges Treueverhältnis ist nur möglich mit der deutschen Staatsbürgerschaft. Das ergibt sich schon aus dem Eid.” Auch sei es “keine Lösung, auf Geringqualifizierte zu setzen”, betonte Kirsch, der vor dem Entstehen einer Unterschichtenarmee warnte und mehr Geld für die Truppe forderte: “Wir brauchen 6,3 Milliarden Euro mehr und nicht, wie in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen, 8,3 Milliarden Euro weniger. Ohne mehr Geld wird es diese Unterschichtenarmee geben.” Der sicherheitspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, erklärte: “Die gezielte Anwerbung von Geringqualifizierten ist abstrus, weil die Bundeswehr immer eine Option ist für Leute, die anderswo keine Perspektive haben. Die Bundeswehr muss sich aufstellen im Wettbewerb um die qualifizierten Köpfe.” Alles andere sei “verfehlt”. Unions-Verteidigungsexperte Bernd Siebert räumte ein:
“Wir brauchen ein attraktives Angebot. Das wird keine einfache Geschichte. Denn wir sind da vollkommen unerfahren.” Im jetzt bekannt gewordenen Maßnahmenpaket des Verteidigungsministeriums heißt es, neben Migranten ohne deutsche Staatsbürgerschaft wolle man versuchen, “künftig verstärkt auch junge Menschen mit unterdurchschnittlicher schulischer Bildung beziehungsweise ohne Schulabschluss personalwerblich anzusprechen”. Beides sei nötig, um ausreichend Personal zu rekrutieren. (Zitatende)
Berichtet die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle heute.
In diesem Zusammenhang berichtete Soldatenglück.de: Berufsarmee Bundeswehr und der Wettbewerb um die besten Köpfe, Bundeswehr will verstärkt um Geringqualifizierte und Ausländer werben und bereits vorgestern: Fremdenlegion Bundeswehr? Ausländische Mitbürger sollen deutsche Soldaten werden können Multikulti-Attraktivitätssteigerung mit Naturalisierungs-Option? und gestern CDU-Innenexperte Bosbach gegen Ausländer in der Bundeswehr – “Könnte zu Loyalitätskonflikten führen” sowie Bundeswehr-Sparreform – Richten sollen es Ausländer als Billigsoldaten unter fremder Flagge.
(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bild-, Grafikquelle: DBwV.de)
Hintergrundinformationen: Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)






















20. Februar 2011 um 12:34 Uhr
Wenn es wirklich irgendwann mal soweit kommen sollte! Werde ich Mit 100%iger Sicherheit nicht mehr zur Bundeswehr wollen!