Die Popularität des Phänomens Guttenberg und die vorsichtige Solidarität der Bevölkerung mit ihren Streitkräften (Video)
von Sebastian ~ 5. Januar 2011. Zu lesen unter: Bund & more, Video.buten un binnen – wagen un winnen
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Karl-Theodor zu Guttenberg: Der Mann des Jahres … und sein rebellischer Vater. Was wird aus dem konservativen Modernisierer 2011? Den FOCUS-Titel als “Mann des Jahres 2010″ zierte Ende des Vorjahres KTz Guttenberg.
Ein Phänomen, der Mann wurde binnen zweier Jahre vom CSU-Bundestagsabgeordneten seines süddeutschen, fränkischen Heimatwahlkreises mit Dienstzeit bei der Gebirgsjäger-Truppe sowie adliger Widerstands-Familienherkunft und einem Aussehen wie der Wirtschafts-erfahrene liberale Republikaner Robert McNamara (Bild unten) als ein KT zu Bob McNamara-Guttenberg zum zweifachen Bundesminister und en passant  zum populärsten Politiker Deutschlands mit Zustimmungsraten von über 75 Prozent mit einem nordeutschen, hanseatischen Kaufmanns-Credo: buten un binnen – wagen un winnen (draußen und drinnen – wagen und gewinnen) und draußen meint hier ein Foward Operation Base (FOB) im umkämpften Raum Kunduz im Einsatzland Afghanistan.
Wenn der phänomenale Guttenberg nicht über irgendetwas zwischen Ressort-Skandal und Eitelkeits-Versager stolpert, dürfte ihm die Verteidigungsminister-Zeit gleichsam den Marschallstab in den Tornister gezaubert haben zum ersten CSU-Kanzler der neuen gesamtdeutschen Bundesrepublik – als konsverativer Modernisierer oder als liberaler Republikaner aus dem Freistaat.
Was auch immer aus dem Politiker Guttenberg werden wird, den deutschen Streitkräften hat dieser mit seiner PR-affinen Persönlichkeit und mehr noch als Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt über die Bundeswehr zu Friedenszeiten (15. Bundesverteidigungsminister seit 22.10.2009) ein Umdenken der Bevölkerung bescherrt, vom “freundlichen Desinteresse” zu einer “vorsichtigen, verantwortlichen Solidarität mit den Soldaten und Soldatinnen”, zwar noch immer ein zartes Pflänzchen, doch mittlerweile ein robustes Allzeit-Thema in den Medien und in den Köpfen der Menschen.
Deutschlands nördlichste Tageszeitung, das ”Flensburger Tageblatt” kommentiert heute die Personaldebatte um Karl-Theodor zu Guttenberg
Er hat alles, was ein Kanzler braucht: Kein Politiker in Deutschland ist beliebter als Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Ein wenig wirkt Guttenberg wie ein fränkischer John F. Kennedy. Was also spricht dagegen, dass er die niedergeschlagene CSU als Parteivorsitzender zu Wahlsiegen führt, um anschließend gleich ins Bundeskanzleramt einzuziehen? Die Antwort ist einfach: fast alles. Denn Guttenberg mag vielleicht ein beim Wahlvolk beliebter Politiker sein, aber er ist eben kein geborener Parteivorsitzender. Guttenberg beherrscht zwar das Spiel mit den Kameras, aber er hat die Herzen des Parteivolkes noch nicht erobert. (Zitatende)
(Videoquelle, Grafik: FOCUS via YouTube;
Bilderquellen:
Bundeswehr.de, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, fünfzehnter Bundesminister für Verteidigung seit dem 22.10.2009;
Defence.gov, U.S. Verteidigungsminister Robert McNamara im Januar 1961; Robert Strange McNamara lebte vom 09. Juni 1916, geboren in San Francisco/Kalifornien, bis 06. Juli 2009 gestorben in Washington D.C.. Er war ein US-amerikanischer Geschäftsmann und Politiker. Robert McNamara wurde 1960 der erste Präsident der Ford Motor Company, der nicht aus der Familie Ford stammte. Er war US-Verteidigungsminister von 1961 bis 1968, u.a. in der Regierung John F. Kennedy, und erfolgreicher Präsident der Weltbank von 1968 bis 1981.
Textquelle kursiv: Flensburger Tageblatt.de)

























8. Januar 2011 um 02:40 Uhr
Kleine Korrektur: McNamara war nicht Republikaner, sondern Demokrat
Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_McNamara
8. Januar 2011 um 08:29 Uhr
@Henk – das ist wie beim amtierenden U.S. Verteidigungsminister Robert Gates, der als Republikaner beim demokratischen Präsidenten Barack Obama im Regierungskabinett Dienst tut.
GEO.de schreibt:
“1961, 20. Januar. John F. Kennedy wird als 35. Präsident der USA vereidigt. Er ist der erste Katholik, der dieses Amt antritt, und mit 43 Jahren auch der jüngste gewählte Präsident. Bei dem Festakt vor dem Kapitol in Washington appelliert er an die Bürger, opferbereit zu sein, sich zu engagieren, um gemeinsam ein besseres Amerika zu schaffen. Er selbst beruft Minister ungeachtet der Parteizugehörigkeit: Für die Ressorts Verteidigung und Finanzen nominiert er die Republikaner Robert McNamara und Douglas Dillon. Dem Justizministerium steht Kennedys erst 35 Jahre alter Bruder Robert vor.”