Archiv für Januar, 2011

GORCH FOCK auf Heimreise (Video)

Montag, 31. Januar 2011

 

Ganz entgegen der Seefahrtstradition ging der Kapitän als erster von Bord. Erst dann trat die in schwere Kritik geratene Gorch Fock im argentinischen Ushuaia die Heimreise an.

An Bord des Segelschulschiffs der Bundesmarine blieb eine Untersuchungskommission, die den schweren Vorwürfen gegen Kapitän Norbert Schatz und die Stammbesatzung nachgehen soll. Zwei Todesfälle an Bord der Gorch Fock sind ungeklärt. Außerdem erheben Offiziersanwärter den Vorwurf, sie seien drangsalisiert und sexuell genötigt worden. (Zitatende)

Soldatenglück.de ergänz: Das Segelschulschiff GORCH FOCK wird unter dem Kommnado von Kapitän zur See Michael Brühn mit der Stammbesatzung, die 11 Tage in Usuahia/Argentinien in Hafengewässern ankernd auf neue Befehle wartete, am 02. Mai in seinem Heimathafen Kiel-Tirpitzhafen zurück erwartet. Die Route wird das Segelschiff entlang der Küstenlinien von Südamerika im Pazifik führen (ein Extra-Stopp zum Absetzen der Untersuchungskommission ist noch geplant) über folgende Häfen mit jeweils 3-tägigem Aufenthalt in Chile (Valparaiso, 13. -16. Februar) und Peru (Callao, Lima, 27. Februar – 02. März), dann die Passage durch den Panama-Kanal in die Karibik über die Dominikanische Republik (Santo Domingo, 19. – 22. März) über den Atlantik nach Portugal (Porto Delagada, 11. – 14. April), durch den englischen Kanal in die Deutsche Bucht und am 02. Mai 2011 daheim in der Ostsee in Deutschland am Marinestützpunkt Kiel.

(Videoquelle,Textquelle kursiv: euronews.de)



SWP-Studie: Zivil-militärische Aufstandsbekämpfung

Montag, 31. Januar 2011

Analyse und Kritik der Counterinsurgency-Doktrin

von Peter Rudolf

Über die Nato und über die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan ist Deutschland strategisch und operativ in die Umsetzung der Doktrin integrierter zivil-militärischer Aufstandsbekämpfung (COIN) eingebunden. COIN ist mehr als eine Militärdoktrin; sie versteht sich als ein umfassendes Konzept für den Einsatz militärischer, politischer, wirtschaftlicher und propagandistischer Mittel in einem asymmetrischen kriegerischen Konflikt, in dem Regierung und Aufständische um die Kontrolle über die Bevölkerung konkurrieren. In der Studie wird die idealtypisch rekonstruierte COIN-Doktrin im Hinblick auf die Plausibilität der ihr zugrundeliegenden Annahmen und die sie stützende Evidenz analysiert und bewertet. Es geht dabei nicht darum, zu beurteilen, inwieweit die Doktrin gegenwärtig in Afghanistan umgesetzt wird. Beabsichtigt ist auch nicht, konkrete politische Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Vielmehr soll durch eine Konzept-Evaluation eine überfällige breitere Debatte über die COIN-Doktrin in Deutschland angestoßen werden. Scheitert der Ansatz in Afghanistan, so werden die Befürworter dies darauf zurückführen, dass der lange Atem, die politische Unterstützung und ein effektiver ziviler Beitrag fehlten. Vielfach wird es heißen: Die COIN-Doktrin sei an sich richtig, wurde bislang aber nirgendwo wirklich umgesetzt. Doch – und das ist die Kernthese dieser Arbeit – die Doktrin selbst ist problematisch. Sicher sind manche Elemente auf operativer und taktischer Ebene zweckmäßig; das erklärt ihre Attraktivität für militärische Organisationen und die Tendenz, die COIN-Doktrin zu dogmatisieren. Als eine die Komplexität reduzierende »Theorie« hat sie indes fundamentale Schwachpunkte.

Zur vollständigen SWP-Studie 2011/S 02, Januar 2011, 20 Seiten

Weitere SWP-Studien zur Sicherheitspolitik bei/via Soldatenglück.de

Soldatenglück.de berichtete zum Thema COIN u.a. : Counter Insurgency in Afghanistan – COIN ist eine Wissenschaft (Video), COM ISAF General Petraeus: Search and Destroy the Taliban und ISAF-Commander General McChrystal erklärt “den Aufständischen”, das “unbekannte Wesen” (Video).

(Textquelle kursiv, SWP-Grafik: Stiftung Wissenschaft und Politik.de;
Bildquellen: NATO.ISAF.int, COMISAF Speaks at COIN Academy – KABUL, Afghanistan – U.S. Army Gen. David H. Petraeus, commander, International Security Assistance Force, speaks to U.S. and NATO forces at the Counterinsurgency Training Center-Afghanistan, July 13, 2010 at Camp Julien here. U.S. Air Force Photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Bradley Lail;
an Afghan boy receives money from U.S. Army Sgt. Robert Smith, 2-502, 101st Airborne Division for turning in an Unexploded ordinance during the Cash for Work Program outside Stronghold Dog, Afghanistan, Jan. 29, 2011. The program provides partnership with the local community by providing income for day labor and the turning in of unexploded ordinances. ISAF photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Joseph Swafford)

Wehrbeauftragter unterstützt die Forderungen des Verbandes der Beamten der Bundeswehr (VBB)

Montag, 31. Januar 2011

Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus, greift in seinem Jahresbericht Themen auf, die den Forderungen des Verbandes der Beamten der Bundeswehr entsprechen.

So beklagt er u.a. auf der Seite 22 der Bundesdrucksache 17/4400, dass Kompaniechefs und Kompaniefeldwebel “einen ganz erheblichen Teil ihrer Arbeitsleistung in die Bearbeitung von Personalangelegenheiten” einzubringen haben. Das stehe “in einem deutlichen Widerspruch zu den Kernaufgaben der Einheitsführer und Kompaniefeldwebel als militärische Ausbilder”. Weiter heißt es: “Die zum Personalwirtschaftssystem angesetzten Lehrgänge finden offensichtlich nicht mit der notwendigen Intensität und Regelmäßigkeit statt…… Stattdessen müssen die Anwender sich das schwierige Programm in Eigenregie erarbeiten oder versuchen, es mit Hilfe von Kameraden zu erlernen”. Und weiter: “Unverständlich ist in diesem Zusammenhang auch, warum die Truppe die Dateneinpflege zur Erfassung und Auszahlung der Bezüge übertragen wurde. Die bevorstehende Reform sollte zum Anlass genommen werden, die Aufgabe wieder dorthin zu verlagern, wo sie hingehört, nämlich in die territoriale Wehrverwaltung.”

Wir begrüßen diese Anregungen ausdrücklich, da auch sie, konsequent zu Ende gedacht, dem Artikel 87b GG seinen ursprünglichen Stellenwert wieder zuweisen. Bedingt durch das Aussetzen der Wehrpflicht und die Schließung der Kreiswehrersatzämter, steht in absehbarer Zeit zusätzliches, gut ausgebildetes Personal zur Verfügung und bereit, die Truppe von Verwaltungsaufgaben zu entlasten, damit sie sich auf ihre militärischen Kernaufgaben konzentrieren kann. So ist die grundlegende Einweisung in das Personalwirtschaftssystem unter SAP bereits jetzt integraler Bestandteil der qualifizierten und viele Rechtsgebiete umfassenden Laufbahnausbildung der Beamtinnen und Beamten. Gut ausgebildet und mit längeren Stehzeiten auf ihren Dienstposten als Soldaten, können sie ohne störende sonstige militärischen Dienste ihre Arbeitsleistung erbringen. Ein wahrer Schatz an Effizienzrendite.

Die im Weiteren durch den Wehrbeauftragten angesprochenen Themen “Attraktivität des Dienstes”, “Fehlende Planstellen und Beförderungsstau” oder “Vereinbarkeit von Familie und Dienst” gelten gleichermaßen für das zivile Personal der Bundeswehr.

Der Verband der Beamten der Bundeswehr fordert daher, auch das zivile Personal der Bundeswehr in diese Betrachtungen des Wehrbeauftragten einzubeziehen. (Zitatende)

(Textquelle: Verband der Beamten der Bundeswehr, VBB;
Bildquelle: Bundeswehr.de, der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Hellmut Königshaus im Interview)

Westerwelle bekräftigt “frühest mögliche Reduzierung” der Bundeswehr in Afghanistan

Montag, 31. Januar 2011

 

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich erneut für einen raschen Abzug deutscher Soldaten aus Afghanistan ausgesprochen. Westerwelle sagte der “Saarbrücker Zeitung” (Montag): “Kein Soldat wird länger in Afghanistan bleiben, als es unbedingt erforderlich ist.”

Zudem betonte Westerwelle: “Wir beginnen bereits in den nächsten Monaten mit der regionalen Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Stellen und wollen dann Ende 2011 die Bundeswehrpräsenz erstmals zurückführen.” Die Bundesregierung werde aber “jeden sicherheitspolitisch vertretbaren Spielraum für eine frühest mögliche Reduzierung nutzen, soweit die Lage dies erlaubt.” Das sehe das am letzten Freitag vom Bundestag beschlossene Mandat “wortwörtlich” vor.

Die Ankündigung von Präsident Obama, die US-Truppen schon Mitte des Jahres verringern zu wollen, wertete Westerwelle “als eine Bestätigung unseres Fahrplans bei der Übergabe der Sicherheitsverantwortung. 2011 wird die Abzugsperspektive konkret”, so der Außenminister. (Zitatende)

Berichtet die Saarbrücker Zeitung (Büro berlin) heute.

(Textquelle kursiv: Saarbrücker Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Archivfoto, Außenminsiter Westerwelle beim Commander ISAF Regional Command North, GenMaj Fritz)

Verteidigungsminister unter Druck – Zu Guttenbergs Risiko

Sonntag, 30. Januar 2011

 

Gut läuft es für Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg gerade nicht: Der fragwürdige Tod eines Soldaten in Afghanistan, die Vorgänge auf der Gorch Fock, die geöffnete Feldpost – alles für sich genommen, dürfte keiner dieser Vorfälle einen Minister in Schwierigkeiten bringen. Und selbst alle drei zusammen wären mit klugem Management zu beherrschen. Das aber ist exakt das Problem des Ministers. Seine Reaktionen auf die Affären gleichen eher denen eines beleidigten Autokraten als denen eines erhabenen Demokraten aristokratischer Herkunft. Am gefährlichsten entwickelt sich für zu Guttenberg die Debatte um die Suspendierung des Gorch-Fock-Kommandanten. Sie führt dazu, dass er innerhalb der Bundeswehr an Reputation verliert. Dass sich Soldaten, Offiziere und der Bundeswehrverband hinter den Kommandanten stellen und den Minister so öffentlich kritisieren, dass der Anwalt des Kommandanten eine Klage erwägt, weil seinem Mandanten das rechtliche Gehör verweigert wurde, auf das jeder Anspruch hat – das alles macht den Vorgang zum Risiko für zu Guttenberg. Das Grummeln ist auch in seiner eigenen Fraktion kaum noch zu überhören. Schon muss sich die Kanzlerin einschalten. Der Liebling der Umfragen steht derzeit auf wackligem Grund. (Zitatende)

Kommentiert Thomas Seim von der Neuen Westfälischen aus Bielefeld.

(Textquelle kursiv: Neue Westfälische.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Der Bundesminister der Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg besucht im Rahmen seiner Sommerreise das Aufklärungsbataillon 6 “Holstein” in Eutin. Dabei fährt er in dem leicht gepanzerten Spähwagen “Fennek” mit Beaobachtungs- und Aufklärungsausstattung zur dynamischen Vorführung ausserhalb der Kaserne; Foto vom 01.09.2010)



GORCH-FOCK-Stammbesatzung stellt sich mit Foto und Plakat als Solidaritätserklärung erneut hinter abgesetzten Kommandanten

Sonntag, 30. Januar 2011

Ein Kommandant, eine Besatzung, ein Schiff!

Die Stammbesatzung der Gorch Fock hat sich nicht nur mit einem offenen Brief an Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gewandt, sondern an Bord für den abgesetzten Kommandanten Norbert Schatz demonstriert. Das berichtet der “Kölner Stadt-Anzeiger” in seiner Montagsausgabe. Auf der als privat deklarierten Internet-Seite “Gorch Fock” ist ein Bild zu sehen, das die Mannschaft gemeinsam mit Schatz hinter einem Transparent versammelt zeigt, das die Aufschrift trägt “Ein Kommandant, eine Besatzung, ein Schiff. Ushuaia, Januar 2011.” Auf der Seite ist auch der Offene Brief an den Verteidigungsminister veröffentlicht sowie der Brief einer Mutter, deren zwei Söhne auf dem Schiff Dienst tun oder getan haben. Die Überschrift: “Hetzkampagne gegen Gorch Fock – wann ist endlich Schluss damit?” (Zitatende)

Berichtet der Kölner Stadtanzeiger vorab.

Soldatenglück.de berichtete: Feuerland-Deutschland: Offener Brief der Stammbesatzung des Marine-Segelschulschiffes GORCH FOCK an Verteidigungsminister zu Guttenberg

Hier der Brief der Soldatenmutter Dorit Cabeller, deren Söhne Dienst auf der GORCH FOCK tun bzw. taten:

OFFENER BRIEF EINER MUTTER

Hetzkampagne gegen Gorch Fock – wann ist endlich Schluss damit?

Ich bin Mutter zweier Söhne, die Ihren Dienst an Bord der Gorch Fock geleistet haben bzw. seit 2004 noch im Dienst dieses Schiffes stehen.

Es schmerzt mit ansehen zu müssen, wie die seit Bestehen des Schiffes gewachsenen Werte und geleistete Arbeit in einer derartig impertinenten Art und Weise mit Schmutz beworfen und verunglimpft werden.

Ist es der Schmerz, die Wut und die Ohnmächtigkeit der Angehörigen der Verunglückten durch diese Methodik den eigenen Schmerz zu betäuben bzw. dadurch mit dem erlittenen Verlust umgehen zu können?

Auf den ersten Blick vielleicht verständlich.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Ergriffenheit beim ersten Auslaufen unseres 1. Sohnes im April 2002. Mein Herz überschlug sich beim Anblick des Auslaufsmanövers. Mit pochendem Herzen und Tränen verschleiertem Blick verfolgte ich das Aufentern meines Sohnes – immer höher und höher ging es in die Takelage bis er die oberste Rah erreichte (in ca. 40 – 42 m Höhe)!

Und dann der bange Wunsch: “Komm gesund wieder!”
Und so ist es bis zum heutigen Tag geblieben.

Seit 2002 heißt es ein- bis zweimal im Jahr Abschied nehmen – mal für 4 Monate, mal für 6 Monate bzw. 9 Monate. Und jedes Mal tut es weh “auf Wiedersehen” zu sagen, denn jeder, der Interesse an der Seefahrt hat und das Meer liebt, weiß um die Gefahren, die das Meer bereiten kann.

Aber wie viele Angehörige von Berufkraftfahrern, Piloten und Seeleuten leben Tag täglich in ähnlicher Sorge, wenn der Sohn, der Partner, der Bruder bzw. die Schwester sich auf den Weg zum Dienst begeben?

Worin liegt also der wahre Grund, das weitere Bestehen der Gorch Fock anzuzweifeln und in Fragen zu stellen? Auf einmal nicht mehr zeitgemäß?

Bislang war es eine Ehre, an Bord der Gorch Fock seinen Dienst versehen zu dürfen und die jungen Männer und Frauen stellten sich mit Stolz der Herausforderung, den harten Bedingungen an Bord dieses elitären Schiffes gerecht zu werden.

Aber gerade das macht den Dienst auf der Gorch Fock aus – er ist Grundsteinlegung für die weitere berufliche Entwicklung eines jeden Kameraden an Bord.

Solche Attribute wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Kameradschaftlichkeit sowie Mut, Stärke, Selbsteinschätzung und Willenskraft werden hier in besonderen Maße geprägt!

Umso verwerflicher das Auftreten der betreffenden Offiziersanwärter, die ohne Kenntnis über die Dienstabläufe an Bord zuhaben sich erdreisten, dienstliche Befehle und Anordnungen der Schiffleitung anzuzweifeln und in Frage zu stellen.

Ein solches Verhalten und Auftreten, dass man unreifen Jugendlichen nachsehen könnte, entsprechen in keinster Weise angehenden Offizieren der Bundeswehr!

Ich, meine Familie sowie alle Freunde und Bekannte sind stolz auf die geleistete Arbeit unserer Söhne, deren Kameraden und der Schiffsführung.

Hochachtungsvoll,

Dorit Cabeller mit Familie, Freunde und Bekannte (Zitatende)

[Textquelle kursiv oben: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Textquelle kursiv unten, Bildquelle: GORCH FOCK.de, dieses Bild (zum Vergrößern bitte anclicken) wurde dieser Tage an Bord der "Gorch Fock" aufgenommen. Es ist eine Solidaritätserklärung der gesamten Besatzung für den abgesetzten Kapitän Norbert Schatz (1. Reihe stehend, Mitte, mit goldenem Kommandantenstern auf dunkler Uniform). Foto: Besatzung Gorch Fock]

“Zwischen Sparzielen und Beistandspflichten – Deutschland in NATO und EU”, Diskussion mit GenLt Kather an der Bundeswehr-Universität Hamburg

Sonntag, 30. Januar 2011

 

Wie kann die Bundesrepublik Deutschland ihren Verpflichtungen in NATO und EU mit den eigenen großen Sparzielen nachkommen?

Dieser Frage geht der Studentische Konvent an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg am 01. Februar 2011 mit einem Gastvortrag von Generalleutnant Roland Kather nach.
Der General vertritt Deutschland im Militärausschuss der NATO und der Europäischen Union.

 

Mit seinem Gastvortrag “Zwischen Sparzielen und Beistandspflichten – Deutschland in NATO und EU” erklärt und diskutiert der NATO-General die Zukunft von transatlantischer Partnerschaft und Gemeinsamer Sicherheits- und Verteidigungspolitik in der EU vor dem Hintergrund von Sparzwängen und Streitkräftereform.

“Angesichts von Sparvorhaben in den Streitkräften und der anstehenden Strukturreform in der gesamten Bundeswehr ist dieses Thema aktueller denn je. Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung mit diesem hochkarätigen Experten”, erklärt der Vorsitzende des Studentischen Konvents, Christian Herrgott.

Was?
Gastvortrag „Zwischen Sparzielen und Beistandspflichten – Deutschland in NATO und EU”

Wer?
Generalleutnant Roland Kather, Militärischer Vertreter Deutschlands im Militärausschuss von NATO und EU

Wo?
Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg, Holstenhofweg 85, 22047 Hamburg im Thomas-Ellwein-Saal (Mensagebäude)

Wann?
Dienstag, 01. Februar 2011, 18:00 Uhr

(Text-, Grafikquelle: Studentischer Konvent an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg, HSU-HH;
Bildquelle: Bundeswehr.de)

BundeswehrVerband unterstützt suspendierten GORCH FOCK Kommandanten

Sonntag, 30. Januar 2011

 

Der Deutsche BundeswehrVerband (DBwV) sieht für eine juristische Beschwerde des abgelösten GORCH FOCK Kommandanten, Kapitän zur See Norbert Schatz, gegen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gute Erfolgschancen.

Der Vorsitzende der “Soldatengewerkschaft” sichert dem abberufenen Marinestabsoffizier Unterstützung zu. Kpt zS Norbert Schatz ist wie über 200.000 aktive und ehemalige Beschäftigte der Bundeswehr, langjährig Mitglied im DBwV, zu den Leistungen des Verbandes für Mitglieder gehört auch der Rechtschutz und Beistand.
Schatz´ Rechtsanwalt Heine hatte gegenüber Medien bestätigt, er prüfe die vom Verteidigungsminister angeordnete Suspendierung.

 

Verteidigungsminister zu Guttenberg hatte Kpt zS Schatz (Bild oben) wegen der jüngsten Vorfälle auf dem Segelschulschiff von seinem Kommando vorläufig entbunden
Soldatenglück.de berichtete GORCH FOCK ./. Bundesrepubik Deutschland?, Gegenwind – Gorch Fock in schwerer See (Videos), Marineoffiziere zweifeln an Guttenberg und Feuerland-Deutschland: Offener Brief der Stammbesatzung des Marine-Segelschulschiffes GORCH FOCK an Verteidigungsminister zu Guttenberg.

(Bilderquelle: Marine.de, die GORCH FOCK vor dem Marinehrenmal Laboe;
Kpt zS Schatz spricht an Bord zu seiner Crew)

Hintergrundinformationen: Deutscher BundeswehrVerband (DBwV)

Die Steinigung dieser afghanischen Frau und dieses afghanischen Mannes soll sich 2010 in Nordafghanistan zugetragen haben (Videos)

Sonntag, 30. Januar 2011

Grausame Sharia-Tötung

Nordafghanistan im ISAF Regional Command North, dort wo Deutschland Lead Nation ist und in manchen Distrikten noch immer die Sharia das (Un-)Recht bestimmt, die Taliban herrschen und Frauen und Ungläubige Freiwild sind. Solange mit Steinen bewerfen bis der Tod eintritt, war die Strafe der radikalen Islamisten im Gewand der Glaubenschützer für die junge Frau, die nicht mehr als ihre Freiheit und Selbstbestimmung als Mensch wollte, und für deren Freund.

 

Diese Frau, vermummt in der Burka, soll vor der Zwangsehe geflüchtet sein und sich bei ihrem geliebten Freund aufgehalten haben, auch er konnte sie nicht schützen und wurde ebenfalls im August 2010 zur Steinigung geführt und grausam umgebracht.

(Videoquelle: via YouTube)

Wie Männer heute über sich und über Frauen denken

Sonntag, 30. Januar 2011

 

Für die Titelgeschichte über “Männer heute” (Ausgabe Heft 4, ab dem 01.02.2011 am Kiosk) machte die Frauenzeitschrift FÜR SIE deutschlandweit eine repräsentative Umfrage unter Männern (Umfrageinstitut EARSandEYES Hamburg, 1000 befragte Männer aus Deutschland im Alter von 18 bis 49). Das wichtigste Ergebnis: Männern ist die Beziehung und Familie enorm wichtig. Nur an den Frauen haben sie leider einiges auszusetzen. Hier die Antworten im Detail.

Die meisten deutschen Männer (67 %) glauben, dass Frauen sich vor allem einen Versorger wünschen – und erst an zweiter Stelle einen Liebhaber. Während bei den 18-29-Jährigen noch 38 % der Meinung sind, Frauen seien vor allem an einem guten Liebhaber interessiert, sinkt dieser Wert mit wachsender Lebenserfahrung: Im Alter von 30 bis 39 glauben nur noch 30% der Männer daran.

69 % sind der Auffassung, am ehesten ein guter Versorger zu sein, nur 31 % der deutschen Männer halten ihre Liebhaber- für höher als ihre Versorger-Qualitäten. Auffällig: Männer aus den neuen Bundesländern halten sich im Vergleich zu Männern aus den alten für bessere Liebhaber (38 %) und für schlechtere Versorger (63 %).

Für ihr Lebensglück ist den meisten Männern eine Partnerin, die sie liebt, am wichtigsten (53 %), gefolgt davon, eine Familie zu haben (33 %). Erst an dritter Stelle folgt der Erfolg im Beruf mit gerade einmal 14 %. Wer sagt da noch, Männer seien Karriere versessen?

Wie bedeutend die Familie für Männer ist, zeigt sich auch klar an folgendem Ergebnis: Bei der Frage “Ein Jahr Elternzeit oder einen Dienstwagen – was würden Sie nehmen?” entschieden sich 68 % klar für Elternzeit, nur 32 % halten den Dienstwagen für attraktiver.

Von Frauen wünschen sich die deutschen Männer vor allem eins: Dass sie klarer sagen, was sie wollen! 76 Prozent der 18-29-Jährigen Männer fordert dies, bei den 40-49-Jährigen sind es nur noch 61 % – vielleicht, weil ältere Frauen ihre Wünsche deutlicher artikulieren?

Weitere Wünsche der deutschen Männer an Frauen: Hört auf zu nörgeln, sagen 34 %. Und werdet wieder weiblicher, fordern 33 %. Dass Frauen selbst ihren Mann stehen, ist nur 14 % wichtig. Wen wundert es, sehen sich doch 69% aller Männer als gute Versorger – und wollen diese Rolle auch ausspielen.

Immerhin 60 % der Befragten glaubt, dass es den deutschen Männern heute besser geht als vor 20 Jahren, 40 % glauben das Gegenteil. Interessant: Unter den 40- bis 49-Jährigen, die vor 20 Jahren 20 bis 29 Jahre alt waren, sind 47 % der Meinung, dass es ihnen heute schlechter geht.

Und was können Männer besser als Frauen? Die Mehrheit (58%) findet, dass Männer besser schweigen können als das weibliche Geschlecht. 42 % sind der Meinung, besser allein sein zu können als Frauen. Der Mann als einsamer Wolf – dieses Bild gilt also bis heute. 40 % glauben, Männer können besser Prioritäten setzen, 37%, sie können besser mit Geld umgehen.

Weitere Eigenschaften, in denen Männer aus ihrer Sicht den Frauen überlegen sind: Sie können sich besser durchsetzen (31%), besser Kritik vertragen (sagen 30%), besser Kompromisse schließen (29%) und besser streiten (13%). Alles Eigenschaften, die bei der Karriere weiterhelfen. Sehen sich Männer auch als Väter den Müttern überlegen? Nur 17% nehmen für sich in Anspruch, dass sie konsequenter erziehen. Und in Sachen Liebe? Da halten sich nur 8% für treuer als Frauen.

Was wollen Frauen von den Männern von heute? 62% der Befragten sagen, dass sich ihre Frauen wünschen, dass sie mehr Gefühle zeigen, 60%, dass sie mehr im Haushalt mithelfen und 54%, dass sie mehr Zeit mit ihrer Liebsten verbringen sollen. 47% hören von ihren Frauen den Wunsch, doch bitte öfter mal “Ich liebe Dich!” zu sagen, 36% zärtlicher zu sein und 24% höflicher und freundlicher.

Nur 17% der Männer sagen über sich, dass ihnen vorgeworfen wird, nicht zupackend genug zu sein, 37% ist der Vorwurf bekannt, sie würden ihren Frauen nicht genügend den Rücken stärken und 34%, sie würden nicht genügend auf ihre Frauen hören.

(Text-, Grafikquelle: FÜR SIE.de)

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