Elfenbeinküste: Drama mit Signalwirkung (Videos)
von Sebastian ~ 28. Dezember 2010. Zu lesen unter: Afrika, Video, Weltregionen.Versinkt die Elfenbeinküste wieder in einem Bürgerkrieg mit den in Afrika üblichen Begleiterscheinungen wie Kindersoldaten, Massakern, Vergewaltigungen und Flüchtlingsströmen? UNO und Afrikanische Union wissen: Ihr Krisenmanagement hat Signalwirkung für den gesamten Kontinent. Denn es geht um die große Frage: Darf Demokratie notfalls mit Krieg durchgesetzt werden? Oder sollten sich die Konfliktparteien auf eine “Regierung der nationalen Einheit” einigen? De facto bliebe dann Machthaber Laurent Gbagbo im Amt. Oppositionsführer Alassane Ouattara würde so zwar um seinen Wahlsieg betrogen. Doch er und sein Clan dürften sich an Rohstoffen und westlichen Hilfsgeldern bereichern.
Ähnlich wurde trotz anfänglich lauten Protests der UNO in Simbabwe und Kenia verfahren, um Frieden zu wahren. Zugleich stellt diese Option aber eine unerfreuliche Einladung an Afrikas Despoten dar, bei Wahlsiegen der Opposition die Armee zu schicken.
Die Afrikanische Union gibt sich im Fall Elfenbeinküste erstaunlich prinzipientreu, droht Wahlverlierer Gbagbo gar mit einer Militärintervention. 10 000 UNO-Soldaten stehen in dem Land bereits, darunter 4000 französische Legionäre. Doch lohnt sich ein Krieg für eine undurchsichtige Wahl? Blickt man auf die Geschichte des Kontinents, muss man vor Militärabenteuern warnen. Zumal nicht klar ist, ob sich Wahlsieger Ouattara als Vorzeigedemokrat bewährt. (Zitatende)
Die Ostsee-Zeitung aus Rostock kommentiert die Krise in Elfenbeinküste:
Ein afrikanisches Sprichwort sagt: “In einem Kampf zwischen zwei Elefanten wird das Gras zertrampelt.” In der Elfenbeinküste tobt ein solcher Kampf – zwischen “zwei Präsidenten”, dem selbsternannten Laurent Gbagbo und dem gewählten Alassane Ouattara. Zertrampelt zu werden drohen der labile innere Frieden und die Aussicht auf wirtschaftliche Erholung dank neuer Ölfunde vor der Küste und steigender Weltmarkt-Preise für Kakao und Kaffee. Symptomatisch steht die Elfenbeinküste für den politischen Niedergang einstiger Musterstaaten wie Simbabwe, Kenia oder Liberia durch einen provozierenden schwarzen Nationalismus, wuchernde Korruption und die Instrumentalisierung konkurrierender Religionen. Die Lage in der Elfenbeinküste zeigt einmal mehr, wie wichtig die Rolle der UNO ist, damit aus Regierungskrisen kein Bürgerkrieg oder gar ein regionaler Flächenbrand wird. Zwar sind fast 9000 Blauhelme in der Elfenbeinküste stationiert. Doch was nützen die, wenn sie nicht mal die Kampfkraft eines einzigen Nato-Regiments erreichen? (Zitatende)
Elfenbeinküste: Gbagbo droht mit Übergriffen, Machtkampf ohne Ende
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Nächste Etappe im Demokratie-Härtetest in der Republik Elfenbeinküste. Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) hat dem bisherigen Präsidenten Laurent Gbagbo, der nicht weichen will, offen mit Gewalt gedroht. Darauf Gbagbo: Das gebe Bürgerkrieg – alle diese Staaten hätten schließlich zahllose Bürger, die in der Elfenbeinküste leben.
Der von der UNO anerkannte Wahlsieger Alassane Ouattara hat für heute zu einem Generalstreik aufgerufen.
Machtkampf um Elfenbeinküste: “Viele zu arm zum Streiken”
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Der Aufruf zum Generalstreik an der Elfenbeinküste hat bisher offenbar nur geringes Echo. Mit dem Ausstand will der von der UNO anerkannte Wahlsieger Alassane Ouattara durchsetzen, dass der bisherige Präsident Laurent Gbagbo seinen Anspruch auf das Amt aufgibt.
Viele könnten sich aber einen Streik beim besten Willen gar nicht leisten, meint ein Passant in Abidschan:
“Inzwischen leben die Ivorer von Tag zu Tag. Für Beamte ist das kein Problem. Aber wer von der Hand in den Mund lebt – der hat ein echtes Problem.”
Ein weiterer Staat in Westafrika zeigt sich instabil, in Nigeria kam es an den christlichen Weihnachtstagen zu islamistisch-religiös motivierter Gewalt auf den Straßen.
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In Nigeria ist es nach den Bombenanschlägen von Heiligabend zu weiteren offenbar religiös motivierten Auseinandersetzungen gekommen. Augenzeugen berichteten, Dutzende Häuser und Autos seien abgebrannt worden. Ein Besuch von Nigerias Vize-Präsident Namadi Sambo in der Region wurde ohne Angabe von Gründen abgesagt.
Am Freitag waren bei mehreren Bombenanschlägen im Bundesstaat Plateau mehr als 30 Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Militärkreisen hatte eine unbekannte Gruppe angekündigt, dass sie etwas gegen Weihnachtsfeiern unternehmen werde, einer der Sprensätze expoldierte vor einer katholischen Kirche.
(Textquelle kusriv: Neue Osnabrücker Zeitung.de, Ostsee-Zeitung.de;
Bilderquellen: ONUCI.org, Legion Etrangere.com;
Textauszüge, Videoquelle: euronews.net;
Grafikquellen: CIA.gov)
Hintergrundinformationen: United Nations Operations in Côte d’Ivoire (UNOCI, OUNICI); Economic Community Of West African States (ECOWAS); Legion Etrangere (Fremdenlegion), Nigeria Government



























22. Januar 2011 um 03:10 Uhr
guten abend,
mein mann und vater meiner sechs jährigen tochter ist bei der fremdenlegion und sie hat heute dato 22/01/11 mal wieder erfahren das ihr daddy wieder nicht kommen kann weil er ” anderen leuten helfen muß” obwohl er eigentlich fast hier gewesen wäre! ihre wut zieht sich auf die menschen die nicht “lieb miteinander reden können” denn jedesmal muß ihr daddy dahin um alles gut zu machen. ich als mutter wünsche mir das sie ihn nocheinmal sieht bevor was schlimmes passiert!!! denn nur die kinder leiden am meisten darunter weil sie verstehen es nicht,wir “große “können damit um bzw sollten es denn wir haben uns auf solch einen mensch bzw”legionär”eingelassen!!!!
also liebe mütter von denen die dort sind und frauen seit nicht traurig (nicht so sehr)denn wir wußten es das sie so etwas machen müssen!!!
SO sind Männer immer was beweisen,kopf hoch,ganz liebe grüße Britta