Terror-Anschlag in Schweden – beim ISAF-Truppensteller

von Sebastian ~ 12. Dezember 2010. Zu lesen unter: POLIZEI Land/Bund, GSG9.

Stockholm – Mazar-e Sharif

Gesetze bringen keine Lösung

Der Anschlag in Stockholm bestätigt, was zu befürchten war: Europäische Metropolen sind selbst dann nicht sicher, wenn sie in vermeintlich friedliebenden Ländern liegen. Einige Karikaturen und wenige Hundert schwedische Soldaten in Afghanistan reichten dem Fanatiker allem Anschein nach, um in der Innenstadt erst ein Auto und dann sich selbst in die Luft zu sprengen.

Der Vorfall bestätigt aber ebenfalls, dass es irreal ist zu glauben, mit einem Maximum an Gesetzgebung und Überwachung jedes Terrorrisiko ausschließen zu können. Für Deutschland gilt das auch. Ein Staat, der sich für einen Krieg in fremden Ländern gegen Terrorismus, aber auch für Demokratie und seine Sicht der Dinge entscheidet, muss damit rechnen, dass es Widerstand gibt – vor Ort und auch auf eigenem Boden. Er muss bereit sein, dies zu erleben und auszuhalten.

Wenn sich, wie jetzt in Schweden, ein Dilettant aus der Provinz aufmacht und zum Anschlag entschließt, wird er Benzin, Nägel und etwas Sprengbares schon irgendwo auftreiben. Die bessere Vorbeugung als jedes Sicherheitsgesetz bleibt daher, den eigenen Kampf im Ausland aufs Minimum zu beschränken, Art und Grundsätze militärischer Aktionen immer wieder zu erklären sowie einzuhalten und den Anschein von Überheblichkeit sowie räumlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Imperialismus zu vermeiden. Das ist der beste, wenn nicht einzige nachhaltig erfolgversprechende Weg zum Frieden. (Zitatende)

Kommentiert die Neue Osnabrücker Zeitung.

Soldatenglück.de berichtet heute und mit Videos aus Schweden: Die Angst hilft nur den Terroristen (Video) und Bosbach nach Terroranschlägen in Schweden: Deutschland muss hohe Sicherheitsvorkehrungen halten (Videos)

Schweden ist mit 500 Soldaten und Soldatinnen in Afghanistan im ISAF-Einsatz, die Männer und Frauen sind im von Deutschland als Lead Nation geführten Regional Command North in Mazar-e Sharif im dortigen PRT stationiert, die schwedischen Kameraden stellen ein OMLT.

(Textquelle kursiv: Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Bilderquelle: NATO.ISAF.int, a Swedish soldier with the International Security Assistance Force patrols in Feyzabad ; Swedish, German, and Afghan National Army soldiers patrol Feyzabad, Jan. 29. Photo by U.S. Marine Cpl. John Scott Rafoss)

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