Archiv für November, 2010

Dänemark: Mit Berufsarmee in Afghanistan (Videos)

Sonntag, 21. November 2010

 

Ganz bewusst hat sich Dänemark von einer Wehrpflichtarmee zu einer hoch spezialisierten Berufsarmee gewandelt.

An der Seite der Amerikaner kämpfen die Soldaten in einem der gefährlichsten Gebiete Afghanistans und zahlen, wie Kritiker sagen, dafür hohen Blutzoll. Die meisten gefallenen Soldaten sind noch sehr jung. In der Bevölkerung ist der Einsatz dennoch kaum umstritten.

[Videoquelle: ARD, WDR, Europamagazin vom 20.11.2010, Autorin: Claudia Buckenmaier, Dank an FB353 für den Hinweis;
Bilderquelle: NATO.ISAF.int, GURESHK, Afghanistan--Danish soldiers meet with local Afghans living in the Mayai Village of the Gureshk District in Helmand Province on Jan. 26, 2009. Troops deployed to Task Force Helmand under International Security Assistance Force (ISAF) Regional Command South conducted a post operation assessment patrol to meet with village elders to establish a working relationship with ISAF troops;
GURESHK, Afghanistan--A Danish soldier patrols outside the Mayai Village of the Gureshk District in Helmand Province on Jan. 26, 2009. Troops deployed to Task Force Helmand under International Security Assistance Force (ISAF) Regional Command South conducted a post operation assessment patrol to meet with village elders to establish a working relationship with ISAF troops. ISAF Photo by U.S. Navy Petty Officer 2nd Class Aramis X. Ramirez]

Zusatz: “Dänemark: Mit Berufsarmee in Afghanistan” … und mit Kampfpanzer LEOPARD 2A5 Made in Germany in Afghanistan



Afghanistan-Einsatz: Übergang bis zum Exit – Ende 2014

Sonntag, 21. November 2010

Unordentliches Ende

Das Ende kommt in Sicht, es sieht unordentlich aus. Neun Jahre, nachdem die Nato in Afghanistan ihren größten Auslandseinsatz startete, hat sie sich auf einen Rückzug verständigt, den sie vornehm “Übergang” nennt. Das sieht nach einer Planmäßigkeit aus, die das kriegsmüde Publikum zu Hause beruhigen soll, an die aber im Bündnis selbst keiner so recht glaubt. Kanzlerin Merkel, ihr Verteidigungsminister zu Guttenberg, Amerikaner und UN warnen vor übertriebener Zuversicht, dass man Ende 2014 tatsächlich den aktiven Militäreinsatz beenden könne. Alle verweisen darauf, das Datum sei gar nicht ihre Idee, sondern die des afghanischen Präsidenten. In ihrer Not gibt die Nato die Devise aus: Wir gehen raus, aber gleichzeitig bleiben wir drin. Das ist der Versuch, alles unter einen Hut zu bringen: das Bedürfnis nach Beendigung der blutigen und teuren Quälerei, die Fürsorge gegenüber den Afghanen, den Ehrgeiz, den größten Feldzug nicht im größten Fehlschlag enden zu lassen. Das wird zusammen nicht funktionieren – die unangenehmste Entscheidung in Sachen Afghanistan kommt erst noch. (Zitatende)

Kommentiert Knut Pries von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung aus Essen.

(Textquelle kursiv: Westdeutsche Allgemeine Zeitung.de)

Hintergrundinformationen: International Security Assistance Force (ISAF) Afghanistan

Mediale Nazi-Woche

Sonntag, 21. November 2010

“Der Hetzer – Joseph Goebbels: Der Mann, der Hitler machte” titelt das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL diese Wochen mit der Titelgeschichte “Joseph Goebbels – der Fanatiker und Chef- Propagandist der Nationalsozialisten”.
Der Norddeutsche Rundfunk des ARD lässt in seiner Sendung “extra 3″ den “Föhrer” auferstehen.

 

NNN – Neueste Nationale Nachrichten: Der “Föhrer” über Vokuhilas – EXTRA 3 – NDR
Extra 3 schaut nach den Rechten. Und was sagt eigentlich der “Föhrer” dazu?
Not trifft Elend: NPD fusioniert mit der DVU. Und dann ist da noch Bürgermeisterkandidat Lutz Battke. Kein Wunder, dass der “Föhrer” sich aufregt.

(Videoquelle: ARD, NDR extra 3, Sendung vom 21.11.2010 | 22:45 Uhr via YouTube;
Grafikquelle: SPIEGEL.de)

Grüne loben bedächtige Anti-Terrorpolitik de Maizières (Video)

Sonntag, 21. November 2010

Bereit zur Unterstützung aller notwendiger Maßnahmen

Angesichts der akuten Terror-Bedrohungslage in der Bundesrepublik sind die Grünen bestrebt, keinen parteipolitischen Streit um die Vorbeugungspolitik aufkommen zu lassen und lobten den CDU-Bundesinnenminister. Der gerade auf dem Freiburger Parteitag wiedergewählte Grünen-Parteivorsitzende Cem Özdemir sagte in einem Interview mit der “Leipziger Volkszeitung” (Montag-Ausgabe): “Ich bin vor allem froh, dass Herr de Maizière die momentane Sorge vor Terror-Anschlägen nicht zur parteipolitischen Kampagne nutzt. Wir machen das genauso”, versprach Özdemir. Zugleich signalisierte er pragmatische Kooperation bei der notwendigen innenpolitischen Antwort: “Wir wollen alles unterstützen, was für die innere Sicherheit jetzt notwendig ist, etwa bei der nötigen Verbesserung von Frachtgutkontrollen”, sagte Özedmir. “Für die Parteipolitik ist es dann wieder Zeit, wenn die aktuelle Zuspitzung vorbei ist”, ergänzte der Grünen-Chef. (Zitatende)

Berichtet die Leipziger Volkszeitung vorab.

 

(Textquelle kursiv: Leipziger Volkszeitung.de;
Bildquelle: Grüne.de;
Videoquelle: euronews.net, no comment, German authorities have raised the national security alert level after German Interior Minister Thomas de Maizire warned of possible terror attacks by radical Islamists in Germany at the end of November)

Zum Livestream des Bundesparteitages der Grünen in Freiburg vom 19.-21.11.2010

15 Jahre nach Dayton (Video)

Sonntag, 21. November 2010

 

Vor 15 Jahren, am 21. November 1995, kamen in der relativ unbekannten Stadt Dayton im US-Bundesstaat Ohio die Führer der bosnischen Kriegsparteien zusammen. Sie unterschrieben einen Friedensvertrag, der einem der blutigsten Konflikte nach den Zweiten Weltkrieg ein Ende setzte.

Am 02. Dezember 2004 ging nach neun Jahren der erste Kampfeinsatz in der NATO−Geschichte zu Ende. Mit der Kommandoübergabe der multinationale Friedenstruppe “Stabilization Force” (SFOR) an die European Union Force (EUFOR) übernahm die Europäische Union mit der Operation “Althea” die bislang größte militärische Operation der Union.
Derzeit (Stand: 18.11.2010) ist die Bundeswehr bei EUFOR in Bosnia and Herzegovina noch mit 115 Soldaten im Einsatz (darunter 8 Soldatinnen, 15 Reservisten und FWDLer).

(Videoquelle: euronews.net;
Bildquelle: Bundeswehr.de, EUFOR-Soldaten)



NATO Raketenabwehr (Videos)

Samstag, 20. November 2010

 

NATO Missile Defence Capability: How Missile Defense works

 

This short video demonstrates how the Active Layered Theater Ballistic Missile Defense (ALTBMD) capability would work. The video also shows some of the sensors and other assets that would be used in such an engagement.

Why is Missile Defence important?

 

Ludwig Decamps, from NATO’s Armaments Programme Support Section, describes the importance of missile defence in the modern world and NATO’s current role in missile defence.

[Video-, Bilderquelle: NATO.int, (weiter…)

Jürgen Trittin: “Union missbraucht Terror-Warnung”

Samstag, 20. November 2010

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sieht in den aktuellen Terrorwarnungen “überhaupt keinen Anlass, die massenhafte Beschnüffelung der Bürger zu beschließen”. Dem “Kurier am Sonntag” (Bremen) sagte er, der jüngste Alarm “ist auch kein Anlass, über Vorbeugehaft und den Einsatz der Bundeswehr im Inneren zu reden”. In dem Interview während des Grünen-Parteitages in Freiburg attackierte er die Sicherheitspolitik von CDU und CSU: “Leider wird in den Reihen der Union die Ernsthaftigkeit dieser Warnung dazu missbraucht, um die ältesten Kalauer in der Sicherheitspolitik aus der Mottenkiste zu holen. Wir verteidigen den Rechtsstaat nicht, indem wir ihn Schritt für Schritt einschränken.”

Die jetzt getroffenen Sicherheitsmaßnahmen hält der grüne Spitzenpolitiker jedoch für richtig: Sie hätten “den offenen Charakter dieser Gesellschaft und der Hauptstadt nicht infrage gestellt”. Trittin warnte jedoch: “Vor Terror müssen wir uns schützen, aber wir sollten uns nicht – mental – irakisieren lassen.” (Zitatende)

Berichtet der Weser-Kurier in seiner Sonnatgsausgabe vorab.

(Textquelle kursiv: Kurier am Sonntag.de;
Bildquelle: Grüne-Bundestag.de)

Hintergrundinformationen: Jürgen Trittin MdB, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Deutschen Bundestag

Unsere Angst nützt den Terroristen

Samstag, 20. November 2010

Hajo Schumacher über unsere Angst vor dem Terror und die Macht der Terroristen über uns

Freitagabend an der Messe. Ein Meer von Blaulichtern, Feuerwehren, Krankenwagen. Erster Gedanke – Anschlag. Hektische Telefonate, dann Entwarnung: Dreharbeiten. Paketbomben und Terrorwarnungen aktivieren selbst bei gelasseneren Seelen den “availability bias”, zu Deutsch etwa: den Verfügbarkeitsfehler. Unser Bild von der Realität wird geprägt von den naheliegendsten Gedanken. Und wenn allenthalben vor Terroristen gewarnt wird, dann gerät jedes Blaulicht, jede herrenlose Plastiktüte zur gefühlten Bombe. Das Grelle nimmt unser Hirn nun mal lieber als das Alltägliche. Terror ist weniger eine militärische Strategie als vielmehr abgefeimte Kommunikationstechnik, die sich die Lust am Lauten und Gemeinen zunutze macht. Es geht den Attentätern nicht nur darum, viele Menschen zu töten, sondern globale Angst zu verbreiten. Denn der Terror und die vielen Warnungen davor verschieben das Risiko-Ranking in den Köpfen: Zwar ist die Wahrscheinlichkeit unendlich viel höher, mit dem Rad, durch Krebs oder im Haushalt ums Leben zu kommen. Dennoch wächst in Tagen wie diesen die Furcht, überhaupt vor die Tür zu gehen. Seit dem Aufkommen des “homegrown terrorism”, dessen Attentäter in den Ländern ihrer Anschläge aufgewachsen sind, gibt es nicht mal mehr äußerliche Indizien: Jeder Mensch mit Tasche ein potenzieller Täter. Ausgerechnet die Sicherheit, das deutsche Lieblingsgefühl, gerät in Gefahr. Die psychologischen Verwüstungen, die durch den Verfügbarkeitsfehler angerichtet werden, gehören zu den kaum sichtbaren, aber deutlich spürbaren Folgen des globalen Terrorismus. Denn Angst verändert erst Denken und dann Handeln. Terror treibt viele kleine giftige Keile in die westlichen Gesellschaften; die gründen auf der Idee von freier Entfaltung für alle. Nun werden Gesetze verschärft, Freiheiten eingeschränkt, Billionen teure, aber nicht zu gewinnende Kriege geführt, die selbst eine Weltmacht auszehren, und Sicherheitsmaßnahmen bis ins Absurde perfektioniert. Sollen wir wirklich jedes einzelne Weihnachtspäckchen kontrollieren? Auch die gigantische Wutlawine, die durch das Sarrazin-Buch ins Rollen kam, mag mit diffuser Angst zu tun haben. Wenn kein greifbarer Gegner da ist, sucht sich das Entlastungsbedürfnis eben andere, naheliegende – da wirkt der “availability bias”. Ohne “9/11″ und die daraus erwachsenen kulturellen Ängste hätte der frühere Finanzsenator wohl kaum eine Million Exemplare abgesetzt. Natürlich wäre es naiv, die Terrorgefahr zu ignorieren. Mindestens so zerstörerisch wäre es aber, den Tätern auf den Leim zu gehen und die Keile immer weiter in ein Gemeinwesen treiben zu lassen, das lange gebraucht hat, sich zu entwickeln, zugleich aber fragil genug ist, um ins Wanken zu geraten. Terror ist nicht nur ein Stresstest für Polizei und Dienste, sondern auch für unsere demokratische und liberale Haltung. Die Bin Ladens dieser Welt wollen nicht uns töten, sondern unsere Gesellschaft. Unsere Angst beflügelt ihr schmutziges Geschäft. So leicht sollte es eine wehrhafte Gesellschaft den Irren nicht machen.

(Textquelle kursiv: BERLINER MORGENPOST.de;
Bilderquelle: Polizei Hamburg.de, Polizei NRW, Foto: Uwe Braunschweig)

Terrorgefahr: Bundeskriminalamt warnt vor Panik

Samstag, 20. November 2010

Das BKA hat nach den Berichten über einen angeblich geplanten Terroranschlag auf den Deutschen Bundestag (Reichstagsgebäude in Berlin) vor Panik gewarnt. Dafür bestehe kein Anlass, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke.

Solche Medienberichte würden die Ermittlungen und Quellen gefährden. Das BKA versuche, allen Erkenntnissen durch zusätzliche Ermittlungen abzuklären.

Natürlich stünden symbolträchtige Objekte in Deutschland insgesamt im Fokus, räumte der BKA-Präsident ein. Deshalb gebe es auch zusätzliche Polizei an solchen Orten

(Bildquelle: Soldatenglück.de, Blick aus dem Bundeskanzleramt auf das Reichstagsgebäude Deutscher Bundestag)

Hintergrundinformationen: Bundeskriminalamt.de, wo angesichts der vom Bundesinnenminsiter ausgerufenen Terrorgefahr erstaunlicherweise keinerlei Hinweise oder Verhaltensvorschläge zu finden sind. Eine Kommunikation der zuständigen Sicherheitsbehörde mit der Bevölkerung findet nicht statt.

Kaffeefahrt nach Guttenberg (Video)

Samstag, 20. November 2010

 

Carsten van Ryssen begleitet eine von der “heute-show” organisierte Fan-Reise zum Stammsitz derer zu Guttenberg.

(Videoquelle: ZDF, “heute show” via YouTube;
Bildgrafik: Burg Guttenberg.de)