ZDF-Dokumentation “Der Krieg bleibt – Die schwierige Heimkehr vom Hindukusch”, heute Nacht um 00:30 Uhr
von Sebastian ~ 16. November 2010. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen, Video.Die schwierige Heimkehr vom Hindukusch
ZDF-Dokumentation über Bundeswehrsoldaten zwischen Trauer und Neuanfang
Sendetermin: in der heutigen Nacht von Mittwoch, 17. auf Donnerstag, 18. November 2010, 00.30 Uhr, bereits ab Dienstag, 16. November 2010, in der ZDF-Mediathek abrufbar (bitte anclicken)
Sie haben gekämpft. Sie haben getötet. Sie haben erlebt, wie Kameraden ums Leben kamen: Daniel, Patrick und Stephan waren Soldaten in Afghanistan. Die ZDF-Dokumentation “Der Krieg bleibt” am Mittwoch, 17. November 2010, 0.30 Uhr, berichtet über ihre schwierige Heimkehr vom Hindukusch und ihren Neuanfang. Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes 2002 wurden 44 Bundeswehrsoldaten getötet – in einem Krieg, der lange nicht so heißen durfte. Mathis Feldhoff, Uli Gack und Andreas Huppert gehen in ihrem Film auch der Frage nach, wie die Politik mit der Tatsache umgeht, dass Soldaten gefallen sind.
Die Kameraden im Alter von 23 bis 29 Jahren sind Fallschirmjäger aus dem niedersächsischen Seedorf. Gemeinsam mit ihrem Zugführer Mario haben sie ihren Kopf hingehalten, wenn es gefährlich wurde. Am 2. April, dem Karfreitag dieses Jahres, haben sie einen Kampf verloren. Ihre Kameraden Robert, Nils und Martin wurden dabei von den Taliban getötet.
Daniel, Patrick, Stephan und Mario haben überlebt. Jetzt sind sie zurück zu Hause. Aus den Kameraden und Kampfgefährten sind Freunde geworden. Daniel, Patrick und Mario scheiden aus der Bundeswehr aus. Für sie beginnt ein neues Leben: Patrick will Fachkraft für Sicherheit werden. Daniel hat eine Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann begonnen, und Stephan geht als Brücken- und Betonbauer in seinen alten Betrieb zurück. “Da sind einige Sachen, die man einfach für sich behält, beziehungsweise mit denen teilt, die auch dabei gewesen sind”, sagt Patrick. “Man muss ja nicht erzählen, in was für Ängsten man gesteckt hat oder was für Risiken man gehabt hat. Das muss man den Leuten nicht zumuten.”
Im April waren sie alle auf der Trauerfeier in Selsingen, um ihren gefallenen Freunden das letzte Geleit zu geben. “Das war das Schwerste, was ich je gemacht habe, und ich möchte es nie wieder tun: den Angehörigen in die Augen schauen”, sagt Mario.
(Textquelle: ZDF.de;
Bilderquelle: Einsatz.Bundeswehr.de, Immer nah dran: Kamerateam des ZDF, Uli Gack mit Kameramann;Â Â im Feuerkampf: Stellungseinweisung durch Gruppenführer; Gefechtsunterstützung per Funk anfordern, Fotos: PIZ Kunduz; Trauerfeier in Selsingen am 09.04.2010)



























17. November 2010 um 03:56 Uhr
Das ZDF ist seltsam.
Die geben für Sendungen nach Mitternacht nicht den nächsten Tag, sondern das Datum vom Abend vorher an.
Also kommt es erst HEUTE Abend (in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag) im Fernsehen…
Oder halt: 180030Anov10
17. November 2010 um 12:01 Uhr
Sehr interessante Reportage!
17. November 2010 um 12:23 Uhr
Mal ne Frage, wieso sieht man bei diesen Kampfeinsätzen in Afghanistan immer nur Feldwebel und Mannschaftsdienstgrade? Gibts dort keine Offiziere?
Oder brauchen die nicht auf Patrouillen raus und bleiben schön im sicheren Lager?
17. November 2010 um 22:34 Uhr
Der Zug in dieser Doku war nun mal ein Portepee Zug und da ist für einen Offizier kein Platz
In anderen Dokus stehen aber auch oft Offiziere im Focus. Ob als Zugführer oder als Kompaniechef.
Guck mal in eine Fernsehzeitung. Dort beginnt der neue Tag immer erst gegen 5 Uhr
@OxKing
das liegt nicht an ZDF
18. November 2010 um 11:44 Uhr
Mal davon abgesehen ob auf den Uniformen Streifen oder Sterne sind…
Meine Hochachtung für die Soldaten die sich in die Öffentlichkeit getraut haben und meinen allerhöchsten Respekt der Mutter und den Ehefrauen.
18. November 2010 um 13:43 Uhr
hallo,
hier mein Kommentar zu dieser Doku.
Den Soldaten, egal welcher Dienstgrad, die tatsächlich in die gefährlichen Zonen müssen, meinen höchsten Respekt.
Was mich aber an dieser Doku so wundert, ist der späte Sendezeit, wollte man bewußt einen Großteil der Bundesbürger ausschießen?
zum Einsatz:
warum musste dieser Infanteriezug 9 Stunden ohne jegliche Unterstützung (Artillerie, Luft, Bodentruppen) gegen einen schon frühzeitig als überlegen erkannten Feind kämpfen?
warum wurde von der Führungsstelle keine Verstärkung geschickt?
wieso waren die Soldaten nur mit leichten Waffen, ihren Handwaffen, ausgerüstet? die einzigen “schweren” Waffen waren die MG auf den Transportern.
Laut der Doku war der 02.04. der 1. Kampfeinsatz dieses Zuges. Vielleicht ist es damit zu erklären, warum die Soldaten sich teilweise nicht gefechtsmäßig, wie man es ihnen doch hoffentlich in der Ausbildung beigebracht hat, verhalten haben.
Im ganzen gesehen, ist für mich dieser ganze Einsatz gründlich aus dem Ruder gelaufen. Die Soldaten wurden von ihrer Führung im Stich gelassen und fast die Hälfte des Zuges ist ausgefallen.
Eigentlich dachte ich, das nach einer so langen Einsatzzeit der Bundeswehr in Afghanistan, mittlerweile 7 Jahre, die Ausbildung der Soldaten realitätsnaher erfolgen würde.
Aber diese Doku hat mich eines traurigen besseren belehrt.
reinerels, Oberfeldwebel der Infanterie a. D.
19. November 2010 um 16:02 Uhr
Hallo zusammen,
mich wundert auch, warum keine Hilfe geschickt wurde. Die schwache Bewaffnung erklärt sich daraus, dass mit so einem massiven Angriff nicht gerechnet wurde. Der Einsatz hat sich eben gewandelt: vom Brunnengraben zu einer Art Guerilliakrieg.
Laut neuen Meldungen lassen sich Talibankämpfer mit Geld dazu überreden die Fronten zu wechseln. Möglicherweise lässt sich der Konflikt auf diese Weise lösen.
19. November 2010 um 17:09 Uhr
Warum kommen nur solche Sendungen immer mitten in der Nacht und so unscheinbar daher? Wie kann man damit Interesse in der Bevölkerung wecken, wenn die das ja gar nicht sehen aufgrund der Sendezeiten? Man muß den Sinn schon mehr ins Volk reintragen, aber dann eben zu anderen Sendezeiten. Aber dafür ist es wohl nicht interessant genug, wie es unseren Soldaten dort unten geht. MEin Mann ist heute losgeflogen nach Termez, ich hab jetzt in menem Umfeld viele positiven Erfahrungen gemacht und keine blöden Sprüche gehört. Aber ich habe schon Angst davor, daß mein Mann noch verschlossener zurückkehrt als er weggeflogen ist. 4 Monate sind lang! Für alle. und ich hoffe, daß alles gut geht, zu den eigenen Ängsten kommt noch, daß man die Vorstellungen und Gedanken der Kinder abfedern muß, es wird auch von uns Familien sehr viel abverlangt. Aber für unsere Männer/Frauen tun wir doch alles
19. November 2010 um 18:23 Uhr
Diesen unmöglichen Sendetermin versteh ich auch nicht, zum Glück gibt es die ZDF-Mediathek…
6. September 2011 um 01:57 Uhr
Ich hätte gern wieder Kontakt mit Mario Kunert.
8. Februar 2012 um 20:26 Uhr
Die Sendung kam unter anderem auch zur besten Sendezeit im ZDF, um 20:15.
Die nächtlichen Sendungen sind Wiederholungen.