USA: Eine harte Lektion für Barack Obama (Video)
von Sebastian ~ 3. November 2010. Zu lesen unter: Alliierte, Video.Â
Seit den Zeiten des Bürgerkriegs hat die Partei des amerikanischen Präsidenten bei den Zwischenwahlen im Durchschnitt 32 Mandate im Repräsentantenhaus und zwei Senatorensitze verloren. Regieren muss bestraft werden, finden die US-Wähler, die leicht zu entzücken und noch leichter zu erzürnen sind. Nun hat es Barack Obama und seine Demokraten getroffen, und mit mehr als 60 Mandatsverlusten ist die Lektion hart ausgefallen. Die Gründe sind keine Geheimsache: Jobs, Jobs, Jobs belegen die ersten drei Ränge der Klageliste. Die Angst um Arbeitsplätze und vor dem Verlust des Eigenheims, das zur Ikonografie des amerikanischen Traums zählt wie die Freiheitsstatue, überschattet alle Erfolge der Regierung Obama. Laut Umfragen glaubt eine Mehrheit, dass der Präsident ihre Steuern erhöht habe, obwohl das Gegenteil der Fall ist. Es mag eine ähnliche Klientel sein, die seit seinem Amtsantritt im Januar 2009 zunehmend meint, er sei ein getarnter Muslim. Blinde Wut und Furcht vieler Wähler allein erklärt jedoch noch nicht die Entzauberung Barack Obamas. Ohne Ergebnis rätseln kluge Beobachter seit Monaten, wo der überragende Redner des Wahlkampfs fehlte, dessen Charme und Nachdenklichkeit auch wenig gebildete Wähler für Wandel und Hoffnung begeisterte. Das Regieren in harten Zeiten verstärke Obamas Neigung zum Hochmut, sagen manche. Seine Coolness, lange gefeiert, sei in Wahrheit ein Panzer, den er sich in einer schwierigen, einsamen Jugend zugelegt habe. An diesem Panzer prallten die Sorgen und Nöte einfacher Menschen ab. Dazu gibt es in den USA seit je ein starkes, eigentümliches Ressentiment gegen Bildungseliten, nicht Geldeliten. Jeder ist nach dieser Vorstellung seines materiellen Glücks Schmied, nicht aber seines Geistes Schöpfer. Barack Obama ist nicht nur klug, er lässt es auf bisweilen penetrante Weise wissen, dass er das weiß. Es mangelt nicht an Empfehlungen, wie sich der Präsident zu ändern habe, um eine Chance zur Wiederwahl 2012 zu haben. Warten und beten, dass die Wirtschaft wieder rund läuft und Arbeitsplätze schafft, ist der einfachste Rat. Die Republikaner im Kongress mit Angeboten, die sie nicht ablehnen können, in die Pflicht zu nehmen und, wenn nötig und möglich, bloßzustellen in ihrer Einfallslosigkeit, lautet eine andere strategische Idee. Der gefährlichste, wie wir hoffen, nicht ernst gemeinte, Rat kam von einem pensionierten Kolumnisten: Wie Franklin D. Roosevelt das Not leidende Amerika durch den Kriegseintritt nach Pearl Harbor 1941 aus der Misere holte, möge Barack Obama den Krieg gegen den Iran vorbereiten. Die Republikaner müssten ihm zur Seite stehen, die Kriegswirtschaft würde aufblühen, das Land wäre geeint. Alles wäre gut. Und es wäre eine Katastrophe für den Rest der Welt. Barack Obama wird nicht Amerikas dritten Krieg gegen ein muslimisches Land beginnen. Die Feldzüge in Afghanistan und im Irak spielten zwar im Wahlkampf eine auffällig geringe Rolle. Weder der Präsident noch die Republikaner hatten ein Interesse daran zu betonen, was sie wohl am meisten eint. Auf Butter, nicht Kanonen muss Obama hoffen. Schafft die US-Wirtschaft bald den Aufschwung, wird zum Wahltag 2012 alles verziehen sein. Oder wenigstens vergessen. (Zitatende)
Kommentiert die “Berliner Morgenpost” in ihrem Leitartikel
(Textquelle kursiv: BERLINER MORGENPOST.de;
Videoquelle: White House.gov, President Barack Obama sits in the Oval Office on his first day in office, Jan. 21, 2009;President Obama pledges to work with a new Congress on the economy and takes questions from the media about the 2010 midterm elections. November 3, 2010;
Bildquelle: White House.gov, President Barack Obama does last-minute edits on his remarks at the desk of Personal Secretary Katie Johnson in the Outer Oval Office, Oct. 8, 2010. Official White House Photo by Pete Souza)
























4. November 2010 um 15:06 Uhr
Yes we Can ist vorbei. Auch Obama musste wohl einsehen, dass die Politik sich nicht einfach auf 3 Wörter zu reduzieren ist. Der grosse Kommunikator, der er vor 2 Jahre war, hat in dieser Wahl versagt. Jetzt hat er 2 Jahre Zeit, um zu seinem alten Spirit zurückzufinden. Hoffentlich wird nicht vergessen, dass die Politiker vom Volk gewählt sind und diese sich dann zusammenraufen müssen um das Beste für das Volk herauszuholen, denn Amerika hat es verdient aus dem Tal der Tränen zu kommen.
4. November 2010 um 17:23 Uhr
Tja, das kuscheln mit den radikalen Islamisten überall auf der Welt hat wohl seinen Beitrag dazu geleistet. Das “starke” Amerika, das mit Afghanistan hoffnungslos überfordert ist, aber immernoch mit Pakistan Taschenbilliard spielt und dem Iran auch nicht gerade eine Botschaft der Null-Toleranz-Politik zeigt, ist ihm wohl nicht so gut bekommen.
11. März 2011 um 14:26 Uhr
Barack Obama „Yes we can“ ? – Nichts!
Obamas Stern ist längst erloschen! 40% der Amerikaner, welche ihn wählten, haben sich inzwischen enttäuscht von ihm abgewandt. Die noch verbliebene „Popularität“ wird von gesteuerten Medien ungerechterweise künstlich aufrechterhalten.
Obama hat das amerikanische Volk enttäuscht; sehr enttäuscht! Die Kriege gehen weiter – und auch das soziale Elend und die Arbeitslosigkeit in den USA.
Sein „Schein“ und die Darstellung als „Messias“ war sowieso künstlich und wurde von den Medien nur „gemacht“. Obama erwies sich als Lügenpräsident. Er hatte einst fest zugesagt, daß er das berüchtigte Gefangenenlager Guantanamo endlich auflösen will. Nichts geschah!
Obama, der „Friedensnobelpreisträger“!? Ein FRIEDENS-Nobelpreisträger, welcher es zuläßt, daß die USA der größte Waffenhersteller der Welt ist? Das Potential wurde auf weitere 8 Prozent auf insgesamt 401 Milliarden Dollar gesteigert. Auch die grausamen 14 Foltermethoden in amerikanischen Gefängnissen, wobei die schmerzhafte Wasserfolter („Waterboarding“ ) besonders hervorzuheben ist, wurden nicht abgeschafft!
Obama, ein „Mann des Friedens“? Lachhaft, wenn es nicht SO traurig wäre!
Wirkliche Friedensnobelpreisträger waren Mahatma Gandhi, Mutter Theresa und auch Albert Schweizer! Sie lebten bescheiden ihre Friedensgedanken auch persönlich gegenüber der Weltöffentlichkeit vor.
Wäre Obama ein echter „Mann des Friedens“, würde er nicht nur das furchtbare Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba auflösen, sondern auch die unmenschliche Folter in den US-Gefängnissen verbieten!
Weitere Friedenbeweise wären z.B., daß er den Ureinwohnern von Hawaii ihr Land zurückgeben würde, welches sich die USA 1898 angeeignet hat. Und auch die wirklichen Ureinwohner von Amerika, die bedauernswerten Indianer müßten ENDLICH mehr Rechte und vor allem mehr von ihrem eigenen Land zurückbekommen, anstatt ärmlich in Reservaten zu vegitieren! Wo sind gegenüber den seit über 150 Jahren stark benachteiligten Indianern Obamas „Friedensschwüre“?
Es wird Zeit, daß der Frieden kommt – nicht nur gegenüber den Indianern, sondern auch in Afghanistan! Aber der „Frieden“ von Herrn Obama besteht darin, weitere 80 Milliarden US-Dollar für Atomwaffen zu investieren, anstatt aktiv gegen die schreckliche Arbeitslosigkeit in Amerikan vorzugehen. 20 Millionen Arbeitslose sprechen Bände!
Weitere wichtige Hintergründe zu Obama findet man in dem äußerst aufschlußreichen Buch „Barack Obama – wie ein US-Präsident gemacht wird“ von Webster Griffin Tarpley! Interessant hierzu sind die Hintermänner von Herrn Obama…
Obama „Yes, wie can“ ? – Nichts !
12. März 2011 um 07:39 Uhr
Naja,
das Obama einen schweren Stand nach seinem verbrecherischen Vorgänger hat und erstmal jede Menge aufzuräumen hat, war von Anfang an klar.
Wirklich schade, das er jetzt so einknickt und seinen Weg nicht fortsetzt/fortsetzen kann.
Aber wenn bei den Amerikanern immer noch hauptsächlich die Lobbyisten der Erdöl- und Waffenproduktion das sagen haben, steht auch der “mächtigste Mann der Welt” auf verlorenem Posten.
Wenn Obama jetzt immer mehr in die Kritik gerät, wird er vielleicht tatsächlich einen “Befreiungsschlag” zur Steigerung seiner Popularität führen.
Kann also durchaus sein, das er einen Krieg anfängt.
Die Indianer waren damals so dumm, die ersten Weißen Einwanderer freundlich zu behandeln und diese sogar mit Lebensmitteln und Kleidung vor dem Tode zu retten.
Was der Dank war, weiß jeder.
Daraus kann man schließen, Freundlichkeit und Milde gegenüber den Amerikanern zahlt sich nicht aus.
reinerels