Archiv für November, 2010

Tiger – die teure Fehlplanung (Video)

Dienstag, 30. November 2010

 

Beim Kampf gegen die Taliban in Afghanistan muss die Bundeswehr weiterhin auf eigene Luftunterstützung verzichten. Der von Deutschland und Frankreich gemeinsam seit Anfang der achtziger Jahre entwickelte Kampfhubschrauber “Tiger” ist immer noch nicht einsatzbereit. Inzwischen sei auch die Planung für den “Tiger” überholt, stellt Professor Michael Brzoska vom Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik fest. Der “Tiger”, der als Panzerabwehrhubschrauber konzipiert wurde, nütze wenig in den asymmetrischen Kriegen des 21. Jahrhunderts. Brzoska weiter: “Man erwartet weiterhin als Hauptaufgabe für das Heer vor allen Dingen die Abwehr einer Bedrohung aus dem Osten, aus Russland oder der Ukraine. Das ist ein Denken in den Kategorien des Kalten Krieges.” Die deutsche Tiger-Version verfügt über eine Technik, mit der Lenkflugkörper verschossen werden sollen, die aber bis heute nicht ausgereift ist. Ein einziger Schuss mit dem Raketensystem PARS 3 LR koste 1,3 Millionen Euro, kritisiert der Bundesrechnungshof. Die französische Luftwaffe verzichtete auf das teure Raketensystem und bekämpft die Taliban schon jetzt mit “Tiger”-Hubschraubern, die mit einer preiswerteren Maschinenkanone ausgerüstet sind.

“Deutsche Sonderlösung”

Bundeswehr-General a.D. Karl-Heinz Lather saß in diesem Jahr in der Strukturkommission, deren Ziel eine grundlegende Reform der Bundeswehr war. Die Bürokraten im Verteidigungsministerium seien verantwortlich für die Verzögerungen. Denn das Ministerium setze bei der Wehrbeschaffung nicht auf “international nutzbare Produkte”, sondern auf “deutsche Sonderlösungen”. General a.D. Karl-Heinz Lather nennt das Goldrand-Lösungen: “Goldrandlösungen meint, etwas zu haben, was technologisch absolut Spitze ist, auch im Preis Spitze ist”. Das führe – so Lather – dazu, “dass diese Dinge, häufig erst zehn Jahre, häufig 20 Jahre, nach Auftragsvergabe bei der Truppe ankommen”.

Im September diesen Jahres musste die Bundeswehr zugeben, dass die “Einsatzbereitschaft des Unterstützungshubschraubers Tiger … frühestens Anfang 2013 erreichbar” sei. Friedensforscher Brzoska kritisiert, dass “der Tiger erst dann kommt, wenn die deutschen Kampftruppen schon zum großen Teil abgezogen sind”. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will 2012 mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan beginnen , “vorbehaltlich der Entwicklung der Sicherheitslage”.

Frontal21 über einen Pleitevogel, der die Steuerzahler vier Milliarden Euro kostet.

(Videoquelle: ZDF Frontal21 vom 30.11.2010 via YouTube;
Bildquelle: Deutsches Heer.de)



Feyzabad und Baghlan/Afghanistan: Patrouille angriffen, keine eigenen Kräfte verwundet; Schiessunfall, zwei Soldaten verletzt

Dienstag, 30. November 2010

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldet:

Afghanistan: Deutsche Patrouille im Raum Faisabad angegriffen
Berlin/Faisabad, 30.11.2010, Einstellzeit: 19.30 Uhr.

Am 30. November gegen 10.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit (14.15 Uhr Ortszeit) wurde eine deutsche Patrouille bei einem Beobachtungshalt circa 2,5 Kilometer nord­ostwärts des Feldlagers des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) Faisabad von einer unbekannten Anzahl Aufständischer mit Handwaffen angegriffen.

Es wurden keine deutschen Soldaten verwundet. Es entstanden keine Schäden an Fahrzeugen und Material.

Stand: 19 Uhr (Zitatende)

Afghanistan: Schießunfall mit zwei Verletzten
Berlin/Kundus, 30.11.2010, Einstellzeit: 21 Uhr.

Am 30. November um 15.20 Uhr mitteleuropäischer Zeit (18.50 Uhr Ortszeit) kam es im Rahmen einer Schießausbildung in Baghlan zu einer ungewollten Schussabgabe durch einen deutschen Soldaten. Dabei wurden zwei deutsche Soldaten leicht verletzt.

Beide Soldaten sind in stabiler gesundheitlicher Verfassung und werden zur Zeit im Feldlager des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) Kundus ärztlich versorgt. Der Unfallhergang wird untersucht.

Stand: 20.30 Uhr (Zitatende)

[Textquelle kursiv, Vergleichsbild: Bundeswehr.de, ISAF Einsatz - Eine Fußpatrouille der 2./Infanterie Kompanie PRT (Provincial Reconstruction Team) Kunduz unterwegs vom Feldlager in die umliegenden Dörfer]

Themen bei Frontal21: Bundeswehr-TIGER, Sicherheit der Soldaten und Deutsche Taliban

Dienstag, 30. November 2010

 

Tiger – die teure Fehlplanung

Beim Kampf gegen die Taliban in Afghanistan muss die Bundeswehr weiterhin auf eigene Luftunterstützung verzichten. Der von Deutschland und Frankreich seit Anfang der achtziger Jahre entwickelte Kampfhubschrauber “Tiger” ist noch nicht einsatzbereit. Mehr, Beitrag in der ZDF Mediatkek

“Problem für Sicherheit unserer Soldaten”

Professor Michael Brzoska vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg wirft der Bundeswehr im Frontal21-Interview Planungsfehler vor. “Man hat” einen Einsatz wie in Afghanistan “in der Beschaffung nicht vorbereitet”. Auch nach Jahrzehnten der Entwicklung sei der Kampfhubschraubers “Tiger” in Afghanistan nicht einsetzbar. “Ein Problem für die Sicherheit unserer Soldaten”, klagt Brzoska. Beitrag in der ZDF Mediatkek

Berichtet der Journalist Ulrich Stoll vom ZDF Magazin Frontal21.

Deutsche Islamisten
Für Allah in den Tod

Am 4. Oktober 2010 bombardiert eine US-Drohne ein Terroristencamp nahe der Ortschaft Mir Ali im Norden Pakistans. Unter den Todesopfern des Angriffs sind auch zwei Männer aus Deutschland: Der 20-jährige Bünyamin E. aus Wuppertal und Shahab D. aus Hamburg. Auf deutschsprachigen Islamisten-Seiten im Internet werden die Bilder der Toten präsentiert und die Männer als Märtyrer gefeiert. mehr, Beitrag “Terrorgefahr durch deutsche Islamisten” in der ZDF Mediathek

Berichten die Journalisten von A. Ginzel, M. Kraushaar, A. Senyurt und U. Stoll vom ZDF-Magazin Frontal21.

Zur ZDF Frontal21 Sendung in der vom Dienstag, 30.11.2010 21:10 – 21:45 Uhr, Wiederholung am 30.11.2010 03:35 Uhr in der ZDF Mediathek

[Textauszüge: Frontal21;
Bilderquelle: Bundeswehr.de, TIGER mit Panzerabwehr-Bewaffnung; Troops in Contact (TIC) im September 2010 in Qala e Zal mit Bravo-Zug der Schutz Kompanie Kunduz;
Islamisten-Propaganda-Foto, Taliban-Gruppe]

Wikileaks und die islamische Welt (Video)

Dienstag, 30. November 2010

Gefährliche Informationen

Informationen können die Welt verändern – zum Guten wie zum Schlechten. Desaströs dürfte die Wirkung jener auf Wikileaks veröffentlichten Dokumente sein, die den diplomatischen Verkehr der USA mit den Regierungen der islamischen Welt betreffen. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass die prowestlichen Regime von Islamabad bis Kairo vor erheblichen innenpolitischen Problemen stehen. Die von vielen als Verrat an der islamischen Sache betrachtete Zusammenarbeit mit den USA stellt sich als Kollaboration dar, wenn etwa die Saudis die USA zum Bombardement des Irans auffordern. Das macht die Situation gefährlich. Je länger die USA sich als unfähig erweisen, den israelisch-palästinensischen Konflikt zu lösen, desto stärker wird der Einfluss des Irans auf die arabischen Völker. Da können selbst Sunniten davon absehen, dass sie ihre Hoffnungen auf Schiiten setzen. Zumal ja, wie Wikileaks-Dokumente zeigen, ihre Regierungen selbst dem “Todfeind” Israel freie Hand gewähren wollten. Ist durch Wikileaks die Kriegsgefahr größer geworden? Wohl eher nicht. Die USA werden sich militärisch zurückhalten müssen. Doch ein Cyberkrieg gegen das iranische Atomprogramm ist nicht ausgeschlossen. Schließlich steht Präsident Obama mit dem Rücken zur Wand. (Zitatende)

Kommentiert Bernhard Hänsel von der Neuen Westfälischen aus Bielefeld.

Dazu der ARD-Brennpunkt: Die WikiLeaks-Dossiers

 

(Textquelle kursiv: Neue Westfälische.de;
Videoquelle: ARD via YouTUbe;
Bildquelle: White House.gov, President Barack Obama walks from Marine One to the motorcade at the Wall Street landing zone in New York, N.Y., May 13, 2010. Official White House Photo by Pete Souza)

THW und Malteser gemeinsam im Einsatz in Haiti

Dienstag, 30. November 2010

Abwassersysteme werden desinfiziert, Cholera-Infektionen schneller erkannt

Das Technische Hilfswerk (THW) und Malteser International gehen in Haiti gemeinsam gegen die Cholera vor. Die Hilfsmaßnahmen beider Organisationen sollen die hygienischen Verhältnisse in Notlagern von Port-au-Prince verbessern und die weitere Ausbreitung der Krankheit bremsen. Offiziellen Angaben zufolge sind bereits mehr als 60.000 Menschen mit der Durchfallerkrankung infiziert. Die Vereinten Nationen (UN) warnen weiterhin vor einer Ausbreitung der Cholera.

THW und Malteser International gehen seit November mit mobilen Teams gegen die Cholera in Port-au-Prince vor. Besonders in den zahlreichen Übergangslagern in der Hauptstadt sind die hygienischen Standards unzureichend. Sie sind ein Herd für die Verbreitung der hoch ansteckenden Krankheit. Die Teams reinigen die Abwassersysteme und verteilen Trinkwasserkanister, Seife sowie Wasserreinigungstabletten. Sanitäre Einrichtungen und Wassertanks werden mit Chlorlösungen desinfiziert und teilweise baulich verbessert. Zudem sensibilisieren die Malteser Teams mit Unterstützung des THW die Bewohner durch Filmvorführungen zum Thema Hygiene – auch in der landestypischen Sprache Kreol. Die Früherkennung von Choleraerkrankungen wird verbessert und eine schnelle Überweisung der Patienten an die Behandlungszentren möglich.

Das gemeinsame Projekt von THW und Malteser International wird durch das Auswärtige Amt (AA) finanziert und soll bis Ende Februar 2011 dauern. Sowohl THW als auch Malteser International leisten seit Januar 2010, unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben, humanitäre Hilfe in Haiti. Das THW verbessert im Auftrag des Europäischen Amtes für Humanitäre Hilfe (ECHO) durch Wasserversorgung und Baumaßnahmen die Lebensbedingungen in den Übergangslagern in Port-au-Prince. Zudem unterstützt das THW den Aufbau der haitianischen Zivilschutzbehörde DPC. Malteser International wird an drei weiteren Orten außerhalb von Port-au-Prince Wasserkanister, Wasserdesinfektionstabletten und Seife an mehr als 10.000 Familien verteilen sowie auch hier eine bessere Erkennung und Überweisung der Cholera-Patienten an die Behandlungszentren sicherstellen.

Die Wiederaufbaumaßnahmen der Hilfsorganisationen wurden im Oktober durch Hurrikan Tomas und durch den Ausbruch der Cholera zunehmend erschwert. (Zitatende)

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über die Partnerbehörde Bundesanwalt Technisches Hilfswerk (THW) und die THW-Kameraden.

(Text-, Bildquelle: THW.de, Lokale Mitarbeiter unterstützen die Arbeit von Maltesern und THW gegen die Cholera.)



Ex-Außenminister Steinmeier sieht amerikanische Außenpolitik durch Wikileaks-Veröffentlichungen eingeschränkt

Dienstag, 30. November 2010

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sieht die amerikanische Außenpolitik durch die Veröffentlichungen von Wikileaks eingeschränkt. “Der Schaden liegt in jetzt noch unübersehbarer Größe vor allem auf der Seite der amerikanischen Regierung”, sagte Steinmeier der “Rheinischen Post” (Mittwochausgabe). “Ich beneide Hillary Clinton nicht, die nun sicherlich ein Jahr harter Arbeit vor sich hat, um bei jedem Besuch, an jedem Flecken der Welt ihre Gespräche mit Entschuldigungen zu beginnen. Das ist nicht nur persönlich unangenehm, das schränkt auch die Möglichkeiten einer unabhängigen amerikanischen Außenpolitik ein.” (Zitatende)

Berichtet die Rheinische Post aus Düsseldorf vorab.

Soldatenglück.de berichtet gestern: Statement von U.S. Außenministerin Hillary Clinton zum Geheimnisverrat von 250.000 diplomatischen Depeschen (Video)

(Textquelle kursiv: Rheinische Post.de;
Bildquelle: U.S. State Department.gov, Secretary Clinton With German Chancellor Angela Merkel, U.S. Secretary of State Hillary Rodham Clinton stands with German Chancellor Angela Merkel, Berlin, Germany November 8, 2010.)

“General Winter” besiegen, auch das private Kraftfahrzeug vorausschauend ausrüsten

Dienstag, 30. November 2010

Kälteschutz im Winter-Stau – Tank im Winter nie ganz leer fahren – Bei längeren Fahrten aufgefüllten Reservekanister mitnehmen – Warme Kleidung und ausreichend Essen einpacken

In der dunklen Jahreszeit ist es wieder soweit: Der erste Schnee ist gefallen, die Nächte sind frostig und auf den Autobahnen wird es voll. “Lange Staus sind da vorprogrammiert, insbesondere, wenn dann noch Eis und Schnee hinzukommen”, sagt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte des TÜV Rheinland. “Standzeiten von mehreren Stunden sind da keine Seltenheit – und das bei klirrender Kälte.” Daher gilt: Bei Fahrten im Winter den Tank niemals ganz leer fahren, um das Auto auch während langer Staus weiter heizen zu können. Zusätzliche Sicherheit geben Reservekanister mit maximal 20 Litern Benzin oder Diesel. “Diese müssen die DIN-Norm 7274 oder 16904 erfüllen sowie dicht, fest verschließbar und bruchsicher sein”, sagt Hans-Ulrich Sander. Achtung bei Auslandsfahrten: In einigen Ländern, darunter beispielsweise Tschechien, Dänemark, Österreich und Italien darf höchstens ein Reservekanister mit maximal zehn Liter Kraftstoff mitgeführt werden. In der Schweiz dürfen Autofahrer dagegen sogar 25 Liter mitnehmen. Genaue Informationen über die Einfuhrmengen kann man in dem jeweiligen Konsulat oder der Botschaft erhalten.

Neben einer funktionierenden Heizung dienen in langen Winter-Staus auch warme, extradicke Jacken oder Mäntel sowie Decken oder Schlafsäcke als Wärmespender. Handschuhe sorgen für warme Hände. “Außerdem ist es bei Langstreckenfahrten sinnvoll ausreichend Lebensmittel und eine große Thermoskanne mit heißem Tee einzupacken – damit können Autofahrer und Passagiere auch mal eine ganze Nacht im Auto überstehen”, sagt Hans-Ulrich Sander.

“Häufig lässt sich längerer Stillstand bei widrigen Witterungsbedingungen aber auch vermeiden”, sagt der TÜV Rheinland Experte. “Denn mit der richtigen Winterausrüstung können sich Autofahrer auch bei heftigen Schneefällen oder Glatteis weiter fortbewegen.” Streumaterialien, wie Sand oder Splitt helfen beim Anfahren. Schneeketten sorgen für Mobilität, wenn Winterreifen gegen Schnee und Eis kapitulieren. Allerdings empfiehlt es sich, die Montage der Schneeketten vor dem ersten Einsatz zu üben – damit im Ernstfall alles reibungslos klappt. Eine Taschenlampe an Bord hilft zudem bei der Montage der Ketten im Dunkeln. Übrigens: Verweigert das Auto nach langen Standzeiten seinen Dienst, leistet ein Starthilfekabel gute Dienste.

Dazu die Information des ADAC:
Neue Wintervorschrift in der StVO
Zwangspause für Sommerreifen
ADAC: Beim Reifenkauf auf “M+S” und Schneeflockensymbol achten

Jetzt ist es amtlich. Ab sofort regelt ein neuer Paragraph in der Straßenverkehrsordnung (StVO), bei welchen Wetterverhältnissen nur mit Winterreifen gefahren werden darf. Für Auto- und Lkw-Fahrer gilt dann:

Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte müssen Fahrzeuge mit Sommerreifen in der Garage bleiben. Der ADAC gibt Antworten auf häufige Fragen zur neuen Regelung:

- Die Reifen müssen mit “M+S” gekennzeichnet sein und die in Anhang II Nr. 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG beschriebenen Eigenschaften erfüllen. Dazu zählen auch Ganzjahres- oder Allwetterreifen sowie geprüfte Winterreifen, die zusätzlich das Schneeflockensymbol mit den drei Bergspitzen zeigen.

- Bei Lkws über 3,5 t und großen Bussen genügen Winterreifen auf den Antriebsachsen.

- Land- und forstwirtschaftliche Nutzfahrzeuge sind von der Winterreifenpflicht ausgenommen, wenn es für die Fahrzeuge bauartbedingt keine M+S-Reifen gibt. Wichtig: Dies gilt nicht für grobstollige Sommerreifen von Geländewagen.

- Auch Motorräder müssen bei Eis und Schnee mit Winterreifen ausgestattet sein. In der Praxis ist es jedoch so, dass nur wenige Winterreifengrößen für Motorräder angeboten werden. Der ADAC rät bei diesen Fahrzeugen aber ohnehin vom Fahren auf verschneiten und vereisten Straßen ab.

- Die Vorschrift gilt auch für Kraftfahrzeuge mit ausländischer Zulassung.

- Kommt es wegen der Benutzung der Sommerreifen zum Unfall, kann dies zur teilweisen oder vollständigen Leistungsfreiheit der Kaskoversicherung wegen grober Fahrlässigkeit führen. Das muss jedoch in jedem Einzelfall geprüft werden.

- In der Haftpflichtversicherung kann es bei Benutzung von Sommerreifen auf Schnee zu einer Mithaftung des Geschädigten kommen, wenn der Unfall nachweislich mit Winterreifen hätte vermieden werden können. Wer gegen die neue Winterreifenregelung verstößt, muss zukünftig mit einem Bußgeld in Höhe von 40 Euro und einem Punkt im Verkehrszentralregister rechnen. Kommt es dabei zu einer Behinderung des Verkehrs erhöht sich das Bußgeld auf 80 Euro und einen Punkt.

Unabhängig von der rechtlichen Situation empfiehlt der ADAC allen Autofahrern, die im Winter bei jedem Wetter mobil sein wollen, mit Winterreifen zu fahren. Dabei sollten die Pneus mindestens vier Millimeter Profiltiefe haben und nicht älter als fünf Jahre sein.

(Textquellen: TÜV Rheinland.de; ADAC.de;
Bilderquelle: Bundeswehr.de, DINGO´s und MARDER im Schnee)

Stephanie zu Guttenberg stellt sich vor die erfolgreiche Arbeit und die Geschäftsführung von Innocence in Danger (Video)

Dienstag, 30. November 2010

Strafanzeige gegen die verantwortlichen Redakteure des Verlagshauses DuMont gestellt

Innocence in Danger e.V. geht aktiv gegen die haltlosen Vorwürfe und verleumderischen Aussagen zur angeblich intransparenten Mittelverwendung der Organisation vor. Die weltweit operierende Kinderschutzorganisation zieht Konsequenzen aus der Medienkampagne, geht hiergegen presserechtlich vor und stellt Strafanzeige gegen den Journalisten sowie die verantwortlichen Redakteure des DuMont-Verlagshauses wegen verleumderischer Aussagen. Burkhard Wilke, DZI-Geschäftsführer, distanziert sich derweil vom Kontext in den seine Aussagen gestellt wurden, er halte diesen “für sachlich unangemessen und tendenziös”.

Stephanie zu Guttenberg, Präsidentin der deutschen Sektion von Innocence in Danger e.V., stellt klar: “Die Transparenz der Spendenmittelverwendung ist uns sehr wichtig. Diesem Anspruch werden wir gerecht, indem wir sämtliche Aktivitäten online stellen und unsere Finanzen dem Finanzamt Berlin und unseren Projektfinanzierern wie zum Beispiel dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Auerbach Stiftung oder der Aktion Mensch mit einer detaillierten Abrechnung vorlegen.” Darüber hinaus entbehrt die Kritik an der Expertise der Geschäftsführerin und Diplom-Psychologin Julia von Weiler jeglicher Legitimation. Sie blickt auf 20 Jahre Erfahrung mit missbrauchten Kindern zurück und ist eine von nur 15 Experten im Bundesjugendkuratorium der Bundesregierung.

Innocence in Danger e.V. ist ein eingetragener Verein, dessen Gemeinnützigkeit zuletzt 2009 vom Finanzamt Berlin geprüft und für weitere fünf Jahre attestiert wurde. Die Geschäftszahlen werden jährlich ordnungsgemäß vorgelegt. Auf der Website stellt der Verein zudem sämtliche Presseveröffentlichungen und die Jahresberichte zur Verfügung. Interessierte haben somit die Möglichkeit sich über die Projekte und das intensive Engagement von Innocence in Danger umfassend zu informieren. Der Verein – mit 2,5 Mitarbeitern und neun ehrenamtlich Engagierten – verzichtet bewusst auf die kostenpflichtige Beantragung des DZI-Spendensiegels und lässt stattdessen die so eingesparten Mittel Projekten für Kinder und Jugendliche direkt zu Gute kommen. Mit dieser Entscheidung reiht sich Innocence in Danger e.V. in die Liste vieler anderer NGOs ohne DZI-Spendensiegel ein, wie z. B. Greenpeace, Ein Herz für Kinder und Deutsche Krebshilfe.

(Textquelle: Bonne Nouvelle.de;
Videoquelle: via YouTube)

Dazu eine Pressekonferenz des Bundeskriminalamtes zum Thema Kinderpornografie / sexueller Missbrauch von Kindern im Internet:

 

Hintergrundinformationen: Innocence in Danger e.V. sowie auch Safe-me-online.de

“Waltz with Bashir” – eine innovative, bewegende Form der Kriegs-Dokumentation (Videos)

Dienstag, 30. November 2010

Soldatenglück Kultur

 

Der deutsche Trailer zum sicherlich ungewöhnlichsten Arthouse Film 2008.

 

Waltz with BashirIn einer Kneipe diskutiert der israelische Regisseur Ari Folman nachts mit einem Freund über dessen regelmäßig wiederkehrenden Alptraum, in dem er von einer 26-köpfigen Meute zähnefletschender Hunde gehetzt wird. Dieselbe Anzahl Hunde hatte der Freund während des Libanon-Einsatzes töten müssen.

Am nächsten Tag tauchen bei Ari Folman erstmals eigene Erinnerungen an jene Zeit auf, darunter immer wieder ein Bild, das ihn als jungen Soldaten zusammen mit zwei Kameraden beim Baden in einer Beiruter Bucht zeigt. Plötzlich spürt er den unbändigen Drang, das reale Geschehen zu rekonstruieren, und beschließt, einige seiner ehemaligen Kriegskameraden aufzusuchen und zu befragen. Dabei werden verdrängte Erinnerungen Schicht um Schicht freigelegt.

Pressestimmen:

Einen animierten Dokumentarfilm? Das hatte man wirklich zum ersten Mal gesehen, und es ging stärker unter die Haut, als es jedes Tagesschau-Material könnte.“
AZ München

“Ein sehr bewegender und aufwühlender Film, gerade wegen seiner ungewöhnlichen Machart und surrealen Momente.”
ZDF Heute Journal

“Eine neuartige Form der Kriegs-Doku, die sowohl visuell fasziniert als auch emotional aufrüttelt.”
Spiegel online

“Ein kühnes Kunststück, politisch und filmisch. Für seine Grenzgänge zwischen Halluzination und Erinnerung hat Folman die ideale Form gefunden.”
SZ

“Ein sensationeller Wettbewerbsbeitrag aus Israel, Deutschland und Frankreich.”
FR

“Unfassbar intensiver Animationsfilm.”
TV Movie

(Videoquelle, Textauszug: arte.tv)

Hintergrundinformationen: Waltz-with-Bashir.de

Statement von U.S. Außenministerin Hillary Clinton zum Geheimnisverrat von 250.000 diplomatischen Depeschen (Video)

Montag, 29. November 2010

 

Heute gab in Washington D.C. die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton ein Statement ab zum Geheimnisverrat von fast 250.000 als vertraulich bis geheim eingestuften Dokumenten des U.S. diplomatischen Dienstes in ihren Ressort durch die dafür bekannte Internetplattform Wikileaks. Das Bild oben zeigt Hillary Rodham Clinton noch im September mit dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle, über den nun im Internet für jedermann “sehr undiplomatisches” in den Drahtberichten von der U.S. Embassy Berlin an das State Department Washington D.C. zu lesen ist.

(Video-, Bildquelle: U.S. State Department.gov, Secretary Clinton Delivers Remarks With German Foreign Minister Westerwelle – U.S. Secretary of State Hillary Rodham Clinton delivers remarks with German Foreign Minister Guido Westerwelle at the U.S. Department of State in Washington, D.C., on September 29, 2010)