Archiv für September, 2010

Bilder des Tages – Spähtrupp in Afghanistan

Donnerstag, 16. September 2010

Spähwagen FENNEK (leicht 4-Rad) der Aufklärungstruppe unterwegs im Norden Afghanistans im ISAF-Einsatz. Nach den ausgelaufenen Waffensystemen SPz, als leichter Aufklärungspanzer, HOTCHKISS (Bild unten) mit 20 mm Kanone und dem 8-Rad Spähpanzer LUCHS (Bild unten) mit 20 mm Maschinenkanone bietet der FENNEK als Aufklärer mit Beobachtungs- u. Aufklärungsausstattung für und Nacht bei 10,3 Tonnen Gefechtsmasse und mit Bewaffnung Granatmaschinenwaffe 40 mm x 53 oder Maschinengewehr 7,62 mm auf der Fahrzeuglafetteein bei niedrigem Schwerpunkt und großer Spurbreite geländegängiges Einsatzfahrzeug bei einer Watttiefe von knapp über 1 Meter mit einem Fahrbereich von rund 860 Kilometer und einer theoretischen Höchstgeschwindigkeit von 115 km/h macht er auf der Straße Tempo 80, die 3 Mann/Frau Besatzung (Kommandant, Fahrer, Systembediener) haben im Wüstenfuchs namens FENNEK (Typendatenblatt) eine Klimanlage zur Verfügung und können im “Autoradio” auch gut Radio Andernach empfangen oder einen CD-Player mit Lieblingsmusik anschliessen.

Der Spähpanzer LUCHS mit 8-Rad 20 mm Kanone und MG-Lafette
vom Einführungsjahr 1975 bis 2008 “im Truppendienst”.

Der leichte Aufklärungspanzer SPz HOTCHKISS
aus den 1950er/60 er Jahren

Dazu der Artikel 50 Jahre gepanzerte Fahrzeuge bei Deutsches Heer.de

(Bilderquelle: Bundeswehr.de)



Guttenberg: Bundeskabinett bestehe nur aus mutigen Charakteren, die Mut zu auch unpopulären Dingen hätten

Donnerstag, 16. September 2010

CSU-Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gehört, nach eigener Einschätzung, einem Bundeskabinett an, “das durch die Bank aus mutigen und auch entsprechend auftretenden Charakteren besteht”. Gegenüber der “Leipziger Volkszeitung (Donnerstag-Ausgabe) sagte zu Guttenberg in einem Interview mit Blick auf seine eigene Rolle bei der Bundeswehr-Reform und als Spitzenreiter auf der Popularitätsskala deutscher Politiker: “Also muss der eine oder andere auch mal scheinbar unpopuläre Dinge anpacken. Und dann erkennen die Menschen sehr wohl, dass man vor unpopulären und unbequemen Themen nicht zurück schreckt, sondern bereit ist, sich der Diskussion zu stellen und in der Sache zu stehen.” Angesprochen auf seinen Popularitätsstatus bei gleichzeitigem Stimmungstief für Schwarz-Gelb ergänzte der CSU-Politiker: “Für Umfragewerte habe ich keine Erklärung. Ich bemühe mich auch nicht darum.” Die Kanzlerin erlebe er als “grundsätzlich und stets kämpferisch”, unterstrich zu Guttenberg. Ihr beklatschter Auftritt im Rahmen der Haushaltsdebatte “hat emotional unterfüttert, was zu tun für unser Land zwingend notwendig ist”, meinte der Minister: “Ein entschlossenes und geschlossenes Handeln der Koalition.” Die von ihm angestoßene große Bundeswehrreform sei “ein Akt der Notwendigkeit”, so zu Guttenberg. “Solche Dinge muss man sauber durchplanen und gut erklären. Das gilt für diesen Herbst der Entscheidungen für alle großen Themen – von der Bundeswehr bis zum Energiekonzept.” Es sei “politisch überlebenswichtig, dass wir bei all diesen Ansätzen zeigen, es geht uns nicht um den nächsten Wahltag, sondern um die notwendigen Arbeiten zur Sicherung unserer Zukunft, auch im Sinne der nachkommenden Generationen”, hob der Minister hervor. (Zitatende)

Berichtet die Leipziger Volkszeitung heute.

[Textquelle kursiv: Leipziger Volkszeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Plenarsitzung des Deutschen Bundestages mit anschließender Abstimmung zum Wehrrechtsänderungsgesetz (Verkürzung der Wehrpflicht von 9 auf 6 Monate). Mit den Staatssekretären im BMVg, Kossendey und Schmidt und dem Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg. Erste Reihe der Bundesminister des Auswärtigen, Guido Westerwelle.]

Islamistische Terror-Organisation wirbt von Frankfurt/Main aus Kämpfer für Afghanistan an

Donnerstag, 16. September 2010

Von Frankfurt aus hat eine islamistische Terrororganisation per Internet “Kämpfer” angeworben. Das haben Recherchen des “Kölner Stadt-Anzeiger” ergeben. Die “Islamistische Bewegung Usbekistan” (IBU) – eine für zahlreiche Anschläge verantwortliche Terrororganisation – hatte auf einem Server hunderte Videos, Audio-Dateien, Fotos und Texte zum Herunterladen bereitgestellt. Die Filme dokumentieren nicht nur Hinrichtungen oder Anschläge, sondern auch Hasspredigten von “Gotteskriegern” in Afghanistan, wie der “Kölner Stadt-Anzeiger” in seiner Donnerstag-Ausgabe berichtet.

Mehr als ein Jahr lang nutzten die Terroristen den Frankfurter Server. Auf der jetzt nicht mehr zugänglichen Homepage der IBU zeigten sich viele Mudschahedin offen, ihre Gesichter sind klar zu erkennen. Hunderte Videos, Audio-Dateien, Fotos und Texte standen zum Download bereit. Auf einigen Filmen posieren die Kämpfer vor Leichen und brennenden Militärfahrzeugen – zum Beispiel vor zerstörten “Dingos”, einem gepanzerten Fahrzeug, wie es die Bundeswehr in Afghanistan einsetzt. Die Anwerbung für den Heiligen Krieg in Afghanistan erfolgte in deutscher Sprache: “Boden der Ehre”, “Soldaten Allahs” oder “Sterben, um zu leben” sind die Filme betitelt. Auch deutsche Islamisten werben in den Videos dafür, ihnen nach Afghanistan zu folgen. “Ich freue mich, neue Gesichter zu sehen”, begrüßt der aus Bonn stammende Islamist Mounir C., Kampfname: Abu Adam Al-Almani, Neuankömmlinge auf Deutsch.

Die Internetseite der IBU war den deutschen Behörden nach eigenen Angaben bekannt. Beim hessischen Verfassungsschutz hieß es auf Anfrage: “Die weiteren notwendigen Schritte sind eingeleitet.” Der Betreiber des Servers, eine Frankfurter Firma, nahm die Seite gestern vom Netz. Der Betreiber des Servers kündigte an, dass er den gesamten Inhalt des Servers gesichert habe und den Ermittlern zur Verfügung stellen will. (Zitatende)

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über die ”Deutsche Taliban Mujaheddin”.

Berichtet der Kölner Stadtanzeiger heute.

(Textquelle kursiv: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Bildquelle: Elif Medya, eine virtuelle Propagandaplattfporm der Taliban)

SWP-Studie: Afghanistans Parlamentswahl 2010 (Videos)

Donnerstag, 16. September 2010

Verpasste Wahlrechtsreformen und politische Manöver schwächen neues Parlament

von Citha D. Maass | Thomas Ruttig

EU-Beobachter der afghanischen Präsidentschaftswahl 2009 hatten in ihrem Resümee umfassende Wahlrechtsreformen empfohlen, um systematischen Fälschungen bei der Parlamentswahl 2010 vorzubeugen. Streitigkeiten zwischen afghanischer Exekutive und Legislative verhinderten jedoch die fristgerechte Verabschiedung eines neuen Wahlrechts. Präsident Karzai nutzte diese Situation, um den Wahltermin auf September 2010 zu verschieben und ein neues Wahlgesetz zu autorisieren, das faktisch sämt­liche Kontrollorgane schwächte. Trotzdem sagte die Internationale Gemeinschaft (IG) zu, dass sie die Wahl unterstützen und finanzieren werde. Schon jetzt lassen sich Vor­bereitungen von Wahlbetrug und Parteilichkeit der Wahlorgane erkennen, unabhän­gige Beobachter sind Behinderungen ausgesetzt, die Sicherheitsrisiken nehmen zu. Der Präsident hat sich weitgehende Kontrolle über die Wahlorganisation gesichert. Die IG beschneidet deutlich Mandat und Umfang ihrer Wahlbeobachtung und lässt den Präsi­denten gewähren. Denn ihr primäres Interesse ist auf eine termingerecht abgehaltene Wahl gerichtet, die den Fortschritt im Prozess der Übergabe der politischen Verantwortung an die afghanische Regierung demonstrieren soll. (Zitatende)

 

zur vollständigen SWP-Aktuell 2010/A 66, September 2010, 8 Seiten

Weitere SWP-Studien zur Sicherheitspolitik bei/via Soldatenglück.de.

Dazu diese NATO ISAF-Videos über die Situation vor den Wahlen mit Wahlkampfplakaten im Straßenbild in und rund um die afghanische Hauptstadt Kabul sowie

 

die einzige weibliche Kandidatin zur Parlamentswahl in der Provinz Kabul im nordöstlichen Distrikt Surobi. Die Parlamentarierin Shinkai Karokhail kämpft um ihre Wiederwahl und ist auf Wahlkamfptour durch Ihren Wahlkreis. Shinkai Karakhail wurde über Afghanistan hinaus bekannt als sie öffentlich und medial kritisierte und mit der Herrschaftszeit der Taliban verglich, dass der afghanische Präsident Hamid Karzai im Frühjahr das Gesetz unterzeichnete, welches Vergewaltigungen in der Ehe legalisierte und afganischen Frauen das Verlassen des Hauses verbieten sollte, Soldatenglück.de berichtete darüber.

 

(Textquelle kursiv, SWP-Grafik: Stiftung Wissenschaft und Politik.de;
Bilderquelle: UNAMA.UN Mission.org, around 2,513 candidates are running for Afghanistan’s parliamentary elections on 18 September. There are 397 women candidates, with 68 of the 249 seats reserved for women and ten seats for the nomadic Kuchi community. The elections are conducted by Afghanistan’s Independent Election Commission; (weiter…)

Urlaub von der Wehrpflicht (Videos)

Mittwoch, 15. September 2010

 

Der Wehrpflichtige und seine Urlaubsansprüche bei der Bundeswehr. lol

 

Der Wehrpflichtige bei der Bundeswehr zum Thema Einkaufen. lol

(Videoquelle: SAT1 via YouTube)



Stefan Raab zur Aussetzung der Wehrpflicht (Video)

Mittwoch, 15. September 2010

” … dem Ivan schutzlos ausgeliefert”

 

Stefan Raab ist Jahrgang 1966, er ist in Köln geboren und aufgewachsen und hat auch dort seinen Wehrdienst abgeleistet, 1986 bis 1987 tat er in der BMVg Flugbereitschaft am Standort Köln-Wahn Dienst. Im Anschkuß studierte er fünf Semester Rechtswissenschaft in Köln und Bielefeld und absolvierte parallel eine Metzgerlehre im elterlichen Betrieb, die er mit der Note “sehr gut” als Bezirksbester abschloss. Heute ist Stefan Raab ein mit “Goldener Kamera”, “Adolf-Grimme -Preis” und “Bambi” ausgezeichneter Showmaster, quotenreicher Entertainer, Musiker und Musikproduzent, zuletzt hatte er Mit-Erfolg als sein Schützling Lena Meyer-Landrut mit dem Lied Satellite den Eurovision Song Contest 2010 in Oslo gewann.
Seine sicherheitspolitische Bedrohungsanalyse und seine Haltung zur Wehrpflicht stammen offenbar noch aus den Jahren 1986 und 1987 als Köln noch hinter oder vor dem Eisernen Vorhang zum Warschaeur Pakt lag und die Bundeswehr noch NATO-oliv trug, ” … dem Ivan schutzlos ausgeliefert”.

 

(Videoquelle: TVtotal ProSieben via YouTube;
Bildquelle: Bundeswehr.de, ein Panzergrenadier bei einer einsatzrealistischen Übung auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück bei Torgelow, Mecklenburg-Vorpommern.)

“Das Ende der Wehrpflicht” bei n-tv im interaktiven Talk bei Leo Busch mit General a.D. Harald Kujat und Ihnen

Mittwoch, 15. September 2010

Donnerstag, 16. September um 17:10 und 23:10 Uhr.
Interaktiver TV-Talk:

“Baron Brachial: Feldzug gegen die Wehrpflicht”

Das Ende des Wehrdienstes wird am 16.09.2010 um 17:10 Uhr Thema bei http://www.n-tv.de/busch/ sein (Wiederholung 23:10 Uhr). busch@n-tv ist der politische interaktive Talk mit Leo Busch.

Diesmal geht es um das Für und Wider der Wehrpflicht. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr zuletzt auf Posten als Vorsitzender des NATO-Militärauschusses, General a.D. Harald Kujat, wird mit den n-TV Zuschauern, und wenn Sie wollen mit Ihnen virtuell, diskutieren.
Da busch@n-tv ein interaktiver Talk ist, kann der Zuschauerin/die Zuschauerin Meinungen per Mail (busch@n-tv.de) oder auch per Skype (buschatntv), als Videoschalte, übermitteln.

Bei busch@n-tv.de oder hier bei Soldatenglück.de können Meinungs-Kommentare zum “Ende der Wehrpflicht” abgegeben werden.
Die Bundeswehr steht nach Jahrzehnten der Transformation, der Reformen und TSK-Struktur-Reförmchen im Sommer 2010 vor der größten Zäsur ihrer Geschichte (exkl. Wiedervereinigung) , die Aussetzung der Wehrpflicht wird von der verantwortlichen Politik im Rahmen der Bundeswehr-Reform aufgrund Einspar-Druck beabsichtigt.
Was halten Sie vom Aussetzen der Wehrplicht?
Was geht der Bundeswehr verloren oder ist die Abschaffung in Raten eher ein Gewinn für die Streitkräfte?
Woher soll der Soldaten-Nachwuchs kommen, reicht ein halbes Jahr Schnupperdienst als Ersatz für die Wehrdienst-Auswahl und Entscheidungsphase?
Wäre eine deutsche Freiwillgenstreitmacht Bundeswehr die bessere globale Einsatzarmee?

Geht die Verankerung der Streitkräfte in der Gesellschaft durch die Quasi-Abschaffung der Wehrpflicht verloren?
War die erneute Dezimierung der Wehrpflicht-Dauer von 9 auf 6 Monate der Anfang vom Ende?
Sollten junge Männer und Frauen ab 18 Jahren anderweitig zu einem Dienst fürs Land verpflichtet werden?

Könnten Freiwilligendienst-Angebote wie Sozialer Dienst oder Ökologischr Dienst, Medizinischer Dienst, Entwicklungsdienst und auch Wehrdienst für alle Männer und Frauen in Deutschland das enorme Personaldefizit nach der Aussetzung des Wehrpflichtdienstes und damit des Zivildienstes kompensieren?
Braucht unser Land, der Staat, ein verbindendes Element mit mit seiner jungen Bevölkerung, frei nach John F. Kennedy: frag nicht, was Dein Land für Dich tun kann, frag was kannst Du für Dein Land tun?
Wo und wie sollen tüchige, zuverlässige Soldaten für die Zeit- und Berufssoldaten entdeckt und gewonnen werden ohne Wehrpflichtzeit in der Truppe?

Ist es für Deutschland besser, wenn eine Freiwilligenarmee die Kriege und Kampfeinsätze der Gegenwart führt?
Wird das “Freundliche Interesse” sich verdichten und der Abstand zwischen Soldaten und Gesellschaft noch größer?
Wird die Bundeswehr womöglich weniger demokratisch als bisher?
Soll die Wohlstandsgesellschaft gar nichts mehr leisten für ihr Land?

Kommen ohne das Rekrutierungs und Auswahlinstrument Wehrpflicht nur noch die “Dummen”, fachlich Minderqualifizierten und charakterlich Ungeeigneten zur Bundeswehr?

Ist die Regierung politisch feige oder klug, wenn sie die Abschaffung der Wehrpflicht Aussetzung nennt?
Wird eine Freiwilligen-Bundeswehr wirklich kostengünstiger?
Geben wir das Konzept des ”Staatsbürgers in Uniform” auf, werden dadurch die Kasernenzäune höher und die Truppe intransparenter?
Hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Recht, wenn sie die Wehrpflicht im Grundgesetz verankert lässt, um künftigen möglichen Bedrohungsszenarien begegnen zu können?

Liegt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg richtig, wenn er auch auf die Musterung verzichten will?
Und viele andere Fragen stellen sich.

Zuletzt waren die Soldatenglück.de-User mit Ihren Meinungen und Kommentaren an der Meinungsbildung bei busch@n-tv.de beteiligt, als das Thema “Trauerspiel Bundeswehr” hieß, Video (Min 4:00 bis 05:15).

 

(Videoquelle: n-tv.de via YouTube;
Bildgrafiken: n-tv.de
Bilderquelle: Bundeswehr.de, der Panzerkommandant weist seine Besatzung der Leo 2 bei einer Gefechtsübung auf dem Truppenübungsplatz Letzlinger Heide in die Lage ein; General Harad Kujat während seiner Dienstzeit als aktiver Soldat; allgemeine Grundausbildung für wehrpflichtige Bundeswehr-Soldaten; Austauschstudent Leutnant Hendrik S. von der Universität der Bundeswehr in Hamburg beim Selbststudium in der Bibliothek von West Point, der United States Military Academy; Überwinden einer Eskaladierwand; deutsche ISAF-Soldaten auf der Höhe 431 nahe Kunduz/Afghanistan; KFOR Soldaten mit Blick über die Stadt Prizren auf Patrouille; Feierliches Gelöbnis der Bundeswehr am 20.07.2010 vor dem Bundestag Reichstagsgegäude; Verteidigungsminister zu Guttenbeg auf der KULMBACH im UNIFIL-Einsatz)

Hintergrundinformationen: http://www.n-tv.de/busch/

Deutsche Presse-Agentur mit neuen HQ in Berlin-Mitte (Video)

Mittwoch, 15. September 2010

“Multimedial denkend und arbeitend”

 

Die neue Zentralredaktion der Deutschen Presse-Agentur in Berlin ist am Dienstag der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Im Video: dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner und Malte von Trotha, Vorsitzender der Geschäftsführung zum neuen Newsroom.

(Videoquelle: dpa.de)

Greenpeace stellt Studie zu Terrorgefahr durch panzerbrechende Waffen vor

Mittwoch, 15. September 2010

Super-GAU in AKW durch tragbare Waffensysteme möglich

Atomkraftwerke sind stärker durch terroristische Angriffe bedroht als bisher angenommen. Das beweist ein neues Gutachten der unabhängigen Umweltorganisation Greenpeace. Danach sind neben einem gezielten Flugzeugabsturz auch konventionelle panzerbrechende Waffensysteme geeignet, einen schweren Reaktorunfall mit hoher Freisetzung von Radioaktivität auszulösen. Derartige Waffen sind mobil vom Boden aus einsetzbar und könnten sich bereits in den Händen von Terroristen befinden. Greenpeace fordert, die sieben ältesten Atomkraftwerke und Krümmel sofort stillzulegen und die restlichen Atomkraftwerke bis 2015 endgültig abzuschalten.

“Es ist unverantwortlich, die alten und besonders gefährdeten Atomkraftwerke weiter laufen zu lassen. Sie sind nukleare Minen, die jederzeit zünden können”, sagt Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace. “Das Risiko durch Terrorangriffe ist Bundeskriminalamt und Aufsichtsbehörden lange bekannt, es wird jedoch von der schwarz-gelben Bundesregierung vorsätzlich ignoriert. Profitinteressen der Atomkonzerne sind für Merkel offenbar wichtiger als die Sicherheit der Bürger.”

Laut Gutachterin Oda Becker, Diplom-Physikerin an der Fachhochschule Hannover, könnten die Schüsse der russischen Panzerabwehrlenkwaffe AT-14 Kornet-E (das Vergleichsfoto oben zeigt die AT-13 Saxhorn-2, das Foto unten die AT-14 Kornet-E) die Stahlbetonwand älterer Reaktorgebäude durchschlagen. Bestückt mit sogenannten thermobarischen Gefechtsköpfen mit enormer hitzeentwickelnder Sprengkraft, könnte es im Inneren des Reaktors zu einer Kernschmelze bei offenem Containment mit katastrophalen Folgen kommen. Die Panzerabwehrlenkwaffe kann vom Boden oder einem Fahrzeug aus bis zu fünf Kilometern Entfernung leicht bedient werden, weist eine hohe Treffergenauigkeit auf und ist nach Greenpeace-Recherchen auf dem grauen Markt erhältlich. Gebiete in einer Größe bis zu 100.000 Quadratkilometern wären unbewohnbar. Greenpeace hat das vollständige Gutachten heute an das Bundesinnenministerium, das Bundesverteidigungsministerium und das Bundeskriminalamt weitergeleitet.

Bundeskriminalamt : Bereits 2001 Hinweise auf terroristische Aktionen gegen AKW

Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat mehrfach betont, bisher seien bei der Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke noch keine Lehren aus den Terrorattacken vom 11. September 2001 in den USA gezogen worden. Die von Röttgen vorgeschlagene Nachrüstung der Meiler auf Basis eines Absturzes des Flugzeugs Airbus A320 fehlt im neuen Energiekonzept der Bundesregierung. Stattdessen macht Schwarz-Gelb den Atomkonzernen weitreichende Zugeständnisse und will zusätzlich das bisherige Klagerecht betroffener Bürger gegen ein Atomkraftwerk in einer geplanten Novelle des Atomgesetzes abschaffen.

Bereits 2001 warnte das BKA in einem internen Papier vor Hinweisen “auf mögliche terroristische Aktionen gegen kerntechnische Einrichtungen in Deutschland – im Zusammenhang mit der Irak/Kuwait-Krise sowie vor dem Hintergrund des Jugoslawienkonfliktes”. (Zitatende)

Soldatenglück.de berichtete Greenpeace-Studie: Atomkraftwerke durch tragbare konventionelle Waffensysteme bedroht und Atomkraftwerke aus der Luft bedroht und Merkel gratuliert Greenpeace Deutschland zum 30. Geburtstag: “Wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung für den Umweltschutz” (Videos).

(Text-, Bildquelle: Greenpeace.de)

SPD will Musterung beibehalten (Video)

Mittwoch, 15. September 2010

Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels hat sich gegen die von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) angekündigte Abschaffung der Mus-terung ausgesprochen, sollte die Wehrpflicht ausgesetzt werden. “Wir sind im Prinzip für die Musterung – es sei denn, die Regierung kann auf andere Weise sicherstellen, dass sie jeweils den ganzen Jahrgang erreicht”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Mittwoch-Ausgabe). Schließlich seien in Guttenbergs Konzept weiter Freiwillige – wenn auch bloß 7500 – vorgesehen. Diese und möglichst noch mehr, die SPD fordert 15000 Freiwillige pro Jahr, müssten angesprochen und gewonnen werden, so Bartels. “Ein Brief ist mir da zu wenig.” Sollte die Koalition auf die Musterung verzichten, müsse sie deshalb “fantasievoll” eine andere Lösung suchen. Der SPD-Politiker verwies darauf, dass derzeit 40 Prozent der Zeitsoldaten aus den Freiwillig Länger Dienenden (FWLD) rekrutiert würden. Freiwillige würden allein schon aus diesem Grund gebraucht – und mit ihnen auch die Musterung. Sie sei ein zentrales Instrument, um mit den wehrpflichtigen jungen Männern überhaupt in Kontakt zu treten. (Zitatende)

Berichtet der Kölner Stadtanzeiger heute.

Dazu dieser Auschnitt von ZDF heute, ein wehrpflichtiger junger Mann in einem der 52 Kreiswehrersatzämter bei der Musterung:

 

(Textquelle kursiv: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Das Parlament der Wehrpflichtigen tagt in Berlin. Dabei spricht der Bundesminister der Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg zu und mit den Soldaten. Rechts neben ihm sitzt der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirsch;
Videoquelle: ZDF via YouTube)