Archiv für September, 2010

Der afghanische Präsident Hamid Karzai weint um sein Land, die afghanischen Kinder und seinen Sohn Mirwais (Video)

Dienstag, 28. September 2010

“unsere Kinder können aus Angst vor Explosionen,
Selbstmordanschlägen und Bombardements nicht zur Schule gehen”

 

Auch er habe Angst, Angst um sein Land, die Kinder Afghanistans und um seinen Sohn, der afghanische Präsident Hamid Karzai sorgt sich angesichts der andauernden Gewalt in seinem Land um die Zukunft der afghaniscehn Kinder und seines eigenen Sohnes. Hamid Karzai brach heute vor TV-Kameras in Tränen aus, die Last und Verantwortung, die auf den Schultern Hamid Karzais lastet, wird spürbar.

Während seiner Rede anlssälich des Internationalen Literaturtages vor regionalen Lehrern, Bediensteten des afghanischen Bildungsministeriums und internationalen Vertretern zur Frage, wie die Bildung in dem Land mit 80 Prozent Analphabeten verbessert werden kann, in einer Kabuler Schule kamen dem afghanischen Präsidenten die Tränen. Karzai, der mit 50 noch Vater eines Sohnes wurde, sprach darüber, dass sein kleiner dreieinhalbjähriger Sohn Mirwais aus Sicherheitsgründen vielleicht im Ausland zur Schule gehen müsse. “Ich will nicht, dass mein Sohn ein Fremder in seinem eigenen Land wird. Ich will das nicht”, sagte Karzai und begann zu weinen. “Ich will nicht, dass Mirwais …”, fuhr er fort und unterbrach seine Rede wegen seiner Tränen. “Ich möchte, dass er hier zur Schule geht, ich schwöre bei Gott, ich bin beunruhigt. Meine Freunde, ich habe so eine Angst – Gott ist Zeuge -, dass Mirwais gezwungen ist, das Land zu verlassen”, sagte Hamid Karzai mit tränendem Augen. Auch einige Frauen im Publikum begannen zu weinen, ander aplaudierten zustimmend. Er wolle, dass sein Sohn in Kabul aufwachse und Arzt werde. Doch “unsere Kinder können aus Angst vor Explosionen, Selbstmordanschlägen und Bombardements nicht zur Schule gehen”, warnte Karzai. Der Präsident rief die Afghanen auf, sich für Frieden im Land einzusetzen. “Leute, wacht auf, seht, was in unserem Land passiert”, sagte Präsident Karzai.

(Bilderquelle: NATO.ISAF.int, (weiter…)



“Operation Dark Heart”, das vom Pentagon zensierte Buch über den geheimen Teil des Afghanistan-Einsatzes (Video)

Dienstag, 28. September 2010

Operation Dark Heart
Spycraft and Special Ops on the Frontlines of Afghanistan

Lt Col Tony Shaffer ist eine hochausgezeichneter Stabsoffizier des Miltärischen Nachrichtenwesens (J2, HUMINT) der US-Streitkräfte, ihm wurde u.a. der Bronze Star für einen operativen Einsatz in Afghanistan verliehen. Die erste 10.000er Auflage des Buches über seinen Afghanistan-Einsatz in Ich-Form geschrieben, kaufte das Pentagon auf – nicht zur einsatzorientierten militärischen Weiterbildung der Soldaten, sondern um sie vom Markt zu nehmen und zu vernichten.

Das US-Verteidigungsministerium sieht im Buchinhalt über militärische Operationen am Hindukusch eine Gefahr für die nationale Sicherheit, obwohl, wie bei Veröffentlichungen von ehemaligen Militärs oder sonstigen Geheimnisträgern obligat, ein Überprüfungsprozedere durch Militärgutachter mittels einer Informations-Sicherheitsüberprüfung stattgefunden hat und im Januar 2010 nach Umsetzung verschiedener Änderungen die Freigabe “keine Bedenken” erteilt wurde. Tony Shaffer (LT Col, ReserveStabsOffz) hatte bereits Mitte 2009 sein Buchmanuskript vorschriftsmäßig und “über dem Dienstweg” zum Check bzw. zur Freigabe vorgelegt. Mit der Freigabe wurde das Erscheinen des reichlich bebilderten (Bild unten) Buches Operation Dark Heart zum 31. August 2010 geplant.

Im Juli 2010, wenige Wochen vor Veröffentlichung, gelangte das Buch-Manuskript in die Hände eines der weiteren 16 US-Nachrichtendienste, der Defence Intelligence Agency (DIA), die wiederum alarmierte weiter Dienste, die Central Intelligence Agency (CIA) und die National Security Agency (NSA) und im Ergebnis wurden auch vom United States Special Operations Command (USSOCOM) rund 200 Fundstellen des 299-seitigen Buches als geheim eingestuft. Die fertig gedruckte 10.000er Auflage mit Erscheinungsdatum 31.08.2010 wurde kurzerhand vom Pentagon blockiert und über einen Aufkauf verhandelt. Allerdings waren vom Verlag bereits einige Exemplare zur Rezension an die Medien gegeben worden.
Der Umstand des nachträglichen Pentagon-Bücherverbotes mit Aufkaufabsicht machte das Buch Operation Dark Heart des US-Oberstleutnant schneller landesweit bekannt als einen Bestseller.
Daraufhin wurden zwischen dem Autor und seinem Verlag mit dem Pentagon verhandelt unter welchen Bedingungen das Buch dennoch erscheinen könne. Am 24. September 2010 kam die zweite Auflage in die Buchläden zum freien Verkauf an jedermann – mit geschwärzten Passagen zuhauf.

 

Die New York Times berichtete am 09. September 2010: Pentagon Plan: Buying Books to Keep Secrets

Buch: Shaffer, Anthony A.: Operation Dark Heart. Spycraft and Special Ops on the Frontlines of Afghanistan. St. Martin’s Press, 299 Seiten, 21,99 Euro

(Videoquelle: MOXNews.com;
Bilderquelle: Operation Dark Heart.com)

Hintergrundinformationen: Operation Dark Heart.com, Biografie von Oberstleutnant (LT C) Tony Shaffer

USA: Bob Woodward im Exclusiv-Interview über sein Enthüllungsbuch-Buch “Obama´s Wars” (Video)

Dienstag, 28. September 2010

Präsident Obama sagte: ‘We Can Absorb’ A Terrorist Attack

 

Die US-TV-Moderatorin Diane Sawyer sprach im Exklusiv-Interview mit Bob Woodward über sein neu erschienenes Buch “Obama’s Wars” über das Zustandekommen der amerikanischen Afghanistan-Strategie und die Zerwürfnisse und Inteessenkollisionen im White House auf der Ebene der Spitzenakteure aus Politik und Militär.

Das Interview wurde in den gestrigen Abendstunden beim TV-Sender ABC’s World NewsTonight und Nightline und heute bei Good Morning America USA-weit ausgestrahlt.

Diese Artikel in der Washington Post dazu:
Military thwarted president seeking choice in Afghanistan,
Biden warned Obama during Afghan war review not to get ‘locked into Vietnam’

Soldatenglück.de berichtet über das Erscheinen des Buches: “Obama’s Wars” von Bob Woodward (Videos)

(Videoquelle: ABCNews.com;
Bildquelle: DoD.gov)

Kampfflugzeug TORNADO über Afghanistan – britisch, nicht deutsch (Videos)

Dienstag, 28. September 2010

Die Briten setzten ihre TORNADOs als Kampfflugzeuge in Afghanistan ein, Deutschland zieht seine TORNADO Aufklärer ab

A Royal Air Force Tornado GR4 from XIII Squadron, 904 Expeditionary Air Wing takes off from Kandahar Air Field in Afghanistan. Photographer: Corporal Barry Lloyd RLC

Royal Marine Mobile Patrol Passes Afghan and British Flags
British and Afghanistan flags flying side by side as a Royal Marine mobile patrol leaves Camp Bastion in the North of the Helmand Province IN 2006.
The Royal Marine pictured from 3 Commando Brigade is manning a vehicle mounted .50 Cal Machine Gun.
Photographer: Sean Clee

 

Tornado Intelligence Afghanistan

 

Der britische Verteidigungsminister verspricht den Truppen
zwei weitere TORNADO Kampfflugzeuge

 

(Bildquelle: Ministry of Defence.uk;
Videoquellen: MoD.uk, 13 Squadron Royal Air Force Tornados prepare for operations in Afghanistan later this year by taking part in Exercise Green Flag at the United States Nellis Air Force Base in Nevada;
BritishForceNews: As we’ve heard a key threat to the mission is roadside bombs. We look at the vital role the RAF has been playing in protecting against them;
Liam Fox Afghanistan, Visit 11.08.10 – Defence Secretary Liam Fox has just completed a visit to British Troops in Afghanistan and has pledged an extra two Tornado GR4 Jets to the campaign.)

Kommentare zur Unionsabsicht der Wehrpflicht-Aussetzung

Montag, 27. September 2010

Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Bundeswehrreform:

Der Bundesverteidigungsminister scheint das Glück gepachtet zu haben – oder er kann überzeugen. Wenn Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) vor einem Jahr zu seinem Amtsantritt gesagt hätte, die Wehrpflicht sei nicht mehr zu halten und die Bundeswehr müsse um mindestens 50 000 Soldaten verkleinert werden, wäre seine politische Karriere möglicherweise schnell beendet gewesen. Das Loch im Staatshaushalt war für den Minister eine willkommene Argumentationshilfe, um besonders seinem CSU-Parteichef Horst Seehofer die Zustimmung abzuringen. Natürlich haben sich auch die sicherheitspolitischen Bedingungen in der Welt so verändert, dass die Bundeswehr darauf reagieren musste. Dabei bleibt die Frage zu klären, was die verkleinerte Truppe leisten soll und kann. Auslandseinsätze kosten nämlich viel Geld. Die Soldaten müssen technisch bestens ausgerüstet sein. Nur dann können Politiker es verantworten, junge Soldaten unter Einsatz ihres Lebens beispielsweise nach Afghanistan zu schicken. Wer in der Welt Verantwortung übernehmen will, muss sich das etwas kosten lassen. (Zitatende)

Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Bundeswehrreform:

Zu Guttenberg hat die Festung Wehrpflicht in einer für politische Abläufe atemberaubender Geschwindigkeit gestürmt. Doch beim Sturm war zu erleben, dass sich darin kaum noch Verteidiger fanden. Im Grunde geht es mit der Wehrpflicht schon lange nur noch um ein liebgewordenes, aber längst überholtes Symbol. Wenn gerade mal noch jeder siebte junge Mann eines Jahrgangs tatsächliche zum Bund eingezogen wird, dann hat sich der alte Zopf Wehrpflicht praktisch nahezu von selbst erledigt. Auch Schäubles Spardiktat hat erheblich zum Umdenken beigetragen. Und die Sicherheitslage ist schon lange nicht mehr so, dass russische Panzer in der norddeutschen Tiefebene aufgehalten werden müssten. Mit dem neuen Wehrkonzept macht der adlige Shootingstar der CSU die Union nicht nur moderner, sondern auch ehrlicher. (Zitatende)

(Textquellen kursiv: Westfalen-Blatt.de, Ostsee-Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Rede vom Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg im Deutschen Bundestag, der Verteidigungsminister stellt sich während eines Fluges nach Nürnberg im Rahmen seiner Sommerreise zu den Bw-Standorten, den Fragen der Journalisten)



RAF-Terrorismus: Buback-Sohn nennt neue Informationen “völlig verwirrend” (Video)

Montag, 27. September 2010

Terroristen entlasten Tatgenossin Verena Becker

Der Sohn des von der RAF getöteten Generalbundesanwalt Siegfried Buback, Michael Buback, hat sich zu den jüngsten Aussagen von ehemaligen RAF-Mitgliedern über den angeblichen Mörder seines Vaters kritisch geäußert. “Das sind für mich völlig verwirrende Meldungen”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Dienstag-Ausgabe). “Ich halte mich an die Dinge, die man mir selbst berichtet hat. Diese Dinge sind für mich zu widersprüchlich.” Buback fügte mit Blick auf die anstehende Gerichtsverhandlung hinzu: “Ich vertraue auf dieses Verfahren in Stuttgart. Dort soll die Wahrheit über die Karlsruher Tat herauskommen. Und ich wundere mich darüber, dass so kurz vor dem Prozess solche Informationen kommen.” Ehemalige RAF-Mitglieder hatten erklärt, Stefan Wisniewski sei der Täter. (Zitatende) Berichtet der Kölner-Stadtanzeiger vorab.

SPIEGEL ONLINE berichtete heute: Terror in Deutschland -Ex-RAFler lasten Wisniewski Mord an Buback an

In Jahr 2010 fahndet das Bundeskriminalamt noch immer nach RAF-Terroristen: Fahndung nach ehemaligen Mitgliedern der “Rote Armee Fraktion (RAF)”
Im Zusammenhang mit den Straftaten der “RAF” fahndet das Bundeskriminalamt im Auftrag des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof unter anderem nach den folgenden Beschuldigten … nach drei flüchtigen Terroristen: Ernst-Volker Staub, Daniela Klette und Burkhard Garweg.

Zum Mordfall Buback diese Video:

 

Die Südwest-Presse aus Ulm kommentiert:

Zwei Tage noch bis zum Beginn des Mordverfahrens gegen Verena Becker, ehemals Terroristin der Roten Armee Fraktion (RAF). Nun melden sich all jene, die Jahrzehnte geschwiegen haben, um ungefragt dem Gericht die Arbeit zu erleichtern: Verena Becker habe am 7. April 1977 den damaligen Generalbundesanwalt Siegfried Buback nicht erschossen, erklären sie dem staunenden Betrachter und lassen ihn fragen: Warum haben sie das alles nicht früher gesagt? Wobei, wohlgemerkt, nicht einmal die Ankläger davon ausgehen, dass Becker die Schützin war. Es ist eine irritierende Liebe zur Aufklärung ausgebrochen in einem Umfeld, das bisher dafür berüchtigt war, zu mauern. Der Verfassungsschutz entdeckt, dass Becker zur Tatzeit in Bagdad war. Der allzeit gesprächige Ex-Terrorist Peter-Jürgen Boock nennt das angeblich “Humbug”, und Silke Maier-Witt dementiert, ihren einstigen Mitkämpfer in der RAF, Stefan Wisniewski, bezichtigt zu haben, der Todesschütze gewesen zu sein – eine Version, die Boock vor Jahren aufgetischt hat. Ein Szenario, das an das Vorgeplänkel des offiziellen Wiegens im Boxsport erinnert und nichts Gutes ahnen lässt. Es dämpft alle Hoffnungen, in diesem möglicherweise letzten großen RAF-Prozess könnten neue historische Erkenntnisse ans Licht kommen. Im Dickicht der halben Informationen scheint nur eines schon gewiss: Dieses Verfahren wird ein Spektakel. Der Wahrheitsfindung dient das nicht. (Zitatende)

Nachtrag 28.09.2010:
Boock weist Verdacht zurück, Aussage zugunsten Verena Beckers wegen des Prozesses gemacht zu haben. Früherer RAF-Terrorist: Habe mich schon vor Monaten geäußert
Der frühere RAF-Terrorist Peter-Jürgen Boock hat den Verdacht zurückgewiesen, seine Aussage zugunsten der ehemaligen Gesinnungsgenossin Verena Becker ziele auf den am Donnerstag beginnenden Prozess gegen sie. Erstens habe er die Aussagen bereits “vor Monaten” gemacht, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Dienstag-Ausgabe). “Und zweitens bin ich danach gefragt worden.” Dass die Sache jetzt publik werde, sei nicht seine Verantwortung. “Da fragen Sie doch am besten bei Spiegel TV nach und nicht mich.” Boock hatte erklärt, nicht Becker habe 1977 auf den damaligen Generalbundesanwalt Siegfried Buback geschossen, sondern Stefan Wisniewski. Auf die Feststellung, dass Ex-RAF-Leute sich normalerweise über ihre Taten ausschweigen, reagierte der 59-Jährige mit den Worten: “Zu denen habe ich nicht gehört.” (Zitatende)

(Textquellen kursiv: Kölner Stadt-Anzeiger.de, Südwest-Presse.de;
Text kursiv und Grafik oben beim RAF-Stern: Bundekriminalamt.de;
Videoquelle: 3sat via YouTube, der Sohn des 1977 ermordeten Generalbundesanwalts, Michael Buback, verdächtigt aufgrund einiger Zeugenaussagen Verena Becker als die eigentliche Todesschützin und meint, dass sie damals kurz nach dem Attentat vom BKA gedeckt wurde. Vermutlich habe sie bereits damals als Informantin für den bundesdeutschen Verfassungsschutz gearbeitet, worauf einige Indizien hindeuten würden. In seinem Buch “Der zweite Tod meines Vaters” belegt Michael Buback seine Verdachtsmomente mit vielen Details.)

Freiheit für den Rothirsch – der König will wandern

Montag, 27. September 2010

Soldatenglück Natur

Rothirsche sind ausgeprägte Wanderer. Besonders wanderfreudig sind sie zur Brunft im Herbst. Seit Menschengedenken machen sie sich auf den Weg zu ihren traditionellen Brunftplätzen, um die nächste Generation zu zeugen. Doch der König will nicht nur wandern, um sich fortzupflanzen: Er macht sich auch auf den Weg, um zu Äsen, Ruhe zu finden und sich genüsslich unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Matsch zu suhlen. Mitunter marschieren Hirsche bis zu 100 Kilometer am Tag – wenn man sie lässt!

Doch der Mensch hat dem Hirsch seine Tour vermasselt. Städte und Straßen stören den Wander-Willen von Rotwild ganz erheblich. Neben der Zersiedelung der Landschaft gibt es noch ein gewichtiges Problem: “In neun Bundesländern Deutschlands ist unser größtes Landsäugetier in so genannte Rotwildbezirke eingesperrt”, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Außerhalb dieser “Reservate” ist Rotwild unerwünscht und muss per Gesetz erschossen werden.

Die Rotwildbezirke selbst sind klein und zersplittert. Außerdem bestehen sie fast ausschließlich aus Wald. “Und Wald ist als Lebensraum für Hirsche eher ungeeignet”, sagt Baron Münchhausen. “Denn der Hirsch ist nicht der König der Wälder, sondern der König der Offenlandschaft.” Mutter Natur hätte dem Tier nie ein Geweih aufgesetzt und es damit in den Wald geschickt! “Erst der Mensch hat den Hirsch in den Wald zurückgedrängt”, erläutert der Geschäftsführer. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat eine Rotwildverbreitungskarte für Deutschland erarbeitet, um das Dilemma zu verdeutlichen. “Diese Karte zeigt, wie eng es für den Rothirsch geworden ist”, sagt Baron Münchhausen.

Nur in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und dem Saarland darf Rotwild ungehindert wandern. Besonders unfrei ist der Hirsch im Freistaat: nur zwölf Prozent der Landesfläche sind in Bayern als Lebensraum vorsehen. Lediglich in Baden-Württemberg wird es für das Tier noch enger. Im Ländle muss er mit vier Prozent der Landesfläche auskommen. Bei Grenzüberschreitung knallt es und der Wanderer wird erschossen, denn im Süden hat der König das Image eines schäbigen Waldschädlings. “Doch auch in Bundesländern mit flächendeckender Verbreitung von Rotwild wird erfolgreich Forstwirtschaft betrieben”, gibt Baron Münchhausen zu bedenken und fordert die Auflösung der Rotwildbezirke und damit: “Freiheit für den Rothirsch!”

Infos zur Rotwildverbreitungs-Karte auf: www.Rothirsch.org
Begrenzter Lebensraum, Rotwildverbreitungskarte Deutschland 2010

(Text-, Bildquelle, Kartengrafik: Deutsche Wildtier Stiftung.de)

Der Präsident des Kosovo, Fatmir Sejdiu, tritt zurück

Montag, 27. September 2010

Personalunion gegen die Verfassung

Fatmir Sejdiu ist Vorsitzender der Partei Demokratische Liga des Kosovo (LDK) und Fatmir Sejdiu (*21. Oktober 1951) war seit 2006 der Präsident Kosovo und seit 17. Februar 2008 Präsident der Republik Kosovo, die sich einseitig von Serbien unabhängig erklärte. In dieser Personalunion Präsident/Regierungspartei-Vorsitzender sah das kosovarische Verfassungsgericht einen Verfassungsverstoß.

Seit Februar 2006 ist der promovierte Jurist Fatmir Sejdiu Präsident, sein Amt als Vorsitzender der Partei LDK gab er verfassunsgwidrig allerdings auch im Februar 2008 nicht ab als der Kosovo zur eigenständigen Republik mit eigener Verfassung wurde. Rund 30 Parlamentsabgeordnete hatten deshalb das kosovarische Verfassungsgericht angerufen. Das Verfassungsgericht bemängelte die Personalunion als nicht Verfassungs-konform, Fatmir Sejdiu hat heute in Pristina in dieser Konsequenz sein Amt niedergelegt. Der Präsident des kosovarischen Parlamentes, Jakup Krasniqi (PDK, der Partei des Premierministers Hacim Thaci) wird als weiteres Verfassungsorgan dessen Aufgaben bis zur Neuwahl (binnen 6 Monaten) eines neuen Präsidenten wahrnehmen.

Die junge Republik Kosovo hat bei seiner Staatsbildung internationale Unterstützung erfahren, die kosovarische Verfassung wurde von europäischen und US-amerikanischen Rechtsexperten ausgearbeitet und mitgeschrieben, die Verfassungs- und Gesetzeslage erfüllt generell hohe demokratische Ansprüche, gelegentlich mangelt es noch an der Umsetzung, aber mit seinem rechtsstaatlich gebotenen Rücktritt per etwas babylonischer Abschiedsrede und nach einem kleinen Anschieber der Internationalen Gemeinschaft setzt der LDK-Politiker Fatmir Sejdiu zumindest ein positives Signal. 

Für die sichernde NATO-Truppe KFOR oder die EU Rechsstaatsmission EULEX im Kosovo entstehen durch den Rücktritt keine Instabilitäten, der Rücktritt nach Verfassungsgerichts-Entscheidung kann eher als Indikator für einen stabiler werdendes Staatsgebilde Republik Kosovo gewertet werden, auch wenn dadurch möglicherweise Neuwahlen ins Haus stehen.
Das Bild oben zeigt Fatmir Sejdiu im September 2009 mit seiner Ehefrau in New York gemeinsam mit U.S. Präsident Barack Obama und der First Lady Michelle.

[Bildquelle: State.gov; U.S. President Barack Obama and First Lady Michelle Obama With World Leaders at the Metropolitan Museum in New York, President Barack Obama and First Lady Michelle Obama pose for a photo during a reception at the Metropolitan Museum in New York with H.E. Fatmir Sejdiu, President of the Republic of Kosovo, and his wife, Mrs. Sejdiu, and an interpreter, Vjosa Osmani (r), Wednesday, Sept. 23, 2009. Official White House Photo by Lawrence Jackson]

Kein Kahlschlag bei der Bundeswehr

Montag, 27. September 2010

CSU-Generalsekretär Dobrindt: Höhere Truppenstärke als von Guttenberg vorgeschlagen

Die Bundeswehr wird nicht so stark verkleinert wie Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit dem Abbau auf 163.000 Soldatinnen und Soldaten vorgeschagen hat. Wir haben gestern im Präsidium beschlossen, dass die Truppenstärke deutlich über das bisher Bekannte ausgedehnt werden muss”, sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Eine Truppenstärke von 163.000 Soldaten sei “deutlich zu klein”. Derzeit hat die Bundeswehr rund 250.000 Soldaten in seinen Streitkräften unter Waffen.
Eine neue angestrebte Verringerung auf eine Truppenstärke von 180.000 Soldatinnen und Soldaten steht im Raum.

Die Unionspräsidien hatten sich am Sonntag auf die historische Aussetzung der Wehrpflicht geeinigt. Soldatenglück.de berichtete Präsidien der Schwesterparteien CDU/CSU wollen die Wehrpflicht aussetzen (Video) und zur sofortigen Reaktion der größten Oppositionspartei im Bund, der SPD Poß kündigt Nein der SPD zur Bundeswehrreform nach Kassenlage an.

(Bildquelle: Alexander Dobrindt MdB.de, Alexander Dobrindt mit Karl-Theodor von und zu Guttenberg bei seinem Wahlkampfauftakt für die Bundestagswahl 2009 in der Peißenberger Tiefstollenhalle am 31.07.2009)

Stille Kämpfer – Mythos “Kommando Spezialkräfte” | am 03.10.2010/10:05 Uhr bei N24

Montag, 27. September 2010

N24 – Die Reportage XXL
Stille Kämpfer – Mythos “Kommando Spezialkräfte”

Sie sind die geheimste und am besten ausgebildete Truppe der Bundeswehr – das Kommando Spezialkräfte. Die Elitesoldaten werden immer dann eingesetzt, wenn es gilt, besonders gefährliche und schwierige Einsätze durchzuführen. Sie spüren Taliban-Kommandeure in Afghanistan auf oder nehmen mutmaßliche Kriegsverbrecher auf dem Balkan fest …
am Sonntag, 03. Oktober um 10:05 Uhr bei N24.

(Textauszug kursiv: N24.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, KSK-Kommandosoldaten im Gebirge; Soldaten eines Einsatzkommandos durchqueren mit ihrer persönlichen Ausrüstung bei der Eignungsfeststellung zur Aufnahme in das Kommando Spezialkräfte eine Wasserstelle. Die Soldaten zeigen damit körperliche Leistungsfähigkeit und Teamgeist)