“Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen”

von Sebastian ~ 8. September 2010. Zu lesen unter: Bund & more.

Zentralrat der Juden entsetzt über geplante Koran-Verbrennung

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich entsetzt über das Vorhaben einer christlichen Kirchengemeinde in den USA gezeigt., den Koran öffentlich zu verbrennen. “Die Vorstellung ist schrecklich und abstoßend”, sagte Präsidentin Charlotte Knobloch. Soldatenglück.de berichtete: Zum 11. September Jahrestag ist von Fanatikern in Florida/USA eine öffentliche Koran-Verbrennung geplant.

Die Präsidentin des Zentralrates der Juden erinnerte an die Bücherverbrennung der Nazis im Jahr 1933: “Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch menschen”, zitierte sie den Dichter heintich Heine. Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) rügte die geplante Verbrennung scharf, Soldatenglück.de berichtete: Deutscher Auslandsbischof verurteilt angedrohte Koran-Verbrennung.

Die US-Gemeinde in Florida will mit der Bücherverbrennung an die Opfer der islamistisch-motivierten Anschläge vom 11. September 2001 in New York City und Washington D.C. erinnern.

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2 Kommentare zu “Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen”

  1. Chris

    Ob es denn nun wieder unbedingt nötig war, den ‘Link’ zur NS Vergangenheit Deutschlands zu bringen, sei einmal dahingestellt. Immerhin ist es doch ein weiter Weg, vom heutigen Amerika mit seiner demokratischen, etablierten und gefestigten, handlungsfähigen Regierung, zu einer rassistischen Diktatur.

    Aber ja, es ist nicht die ‘feine englische Art’, als symbolischen Akt etwas, dass hunderten millionen Menschen als heilig gilt, öffentlich zu verbrennen.
    Das Grüppchen was dis vor hat, wird damit weit über das eigene Ziel hinaus schiessen & Amerika nachhaltig schaden.

    Wie schon treffend in den letzten Tagen von einem Nachrichtensender kommentiert:
    “In einem großen Land wie Amerika, finden sich immer ein paar dutzend Leute, die für irgend etwas ein Zeichen setzen wollen. Mag die Idee auch noch so verrückt sein.”
    Sinngemäß äusserte der Sprecher weiter:
    ‘Würden die amerikanischen Medien dem ganzen keine solch große Plattform bieten, wäre das auch keine große Sache. Ein paar Demonstranten, wenn es hoch kommt vielleicht ein dutzend Leute, drücken sich aus. Aber so werden diese Bilder um die Welt gehen und sowohl das Ansehen Amerika’s, als auch seine Bemühungen aller Art in den Muslimisch geprägten Ländern womöglich stark belasten’

  2. Heinz Pütter

    Koran-Verbrennung
    Juden, Christen und Muslime sollten ihr Verhältnis zum eigenen Mittelalter und zur modernen Welt klären.
    Entweder Rivalität der Religionen, Zusammenprall der Kulturen, Krieg der Nationen – oder Dialog der Kulturen und Frieden zwischen den Religionen als Voraussetzung für den Frieden zwischen den Nationen! Sollten wir angesichts der tödlichen Bedrohung der Gesamtmenschheit nicht, anstatt neue Dämme des Hasses, der Rache und Feindschaft aufzurichten, lieber die Mauern des Vorurteils Stein um Stein abtragen und damit Brücken des Dialogs bauen, Brücken gerade auch zum Islam?

    http://die-welt-der-reichen.over-blog.de/pages/Paradigmenwechsel_der_Religionen-1560247.html

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