Archiv für August, 2010

Afghanistan-Abzugstermin 2011 plus x? (Videos)

Montag, 16. August 2010

 

Der Commander der International Security Assistance Force Afghanistan (ISAF) und amerikanische Oberbefehlshaber in Afghanistan, General David Petraeus, hat den Abzugstermin der US-Truppen von der Lage im Land abhängig gemacht, der Abzugstermin der NATO-Truppe ISAF mit dem geplanten Abzugsbeginn 2011 stellt sich damit ebenso in Frage – für Kenner des Einsatze keine wirkliche Überraschung.

 

(Videoquelle: Meet The Press, NBC News.com)



Piraten als Arbeitgeber: Schiffsentführung im Schichtbetrieb (Video)

Montag, 16. August 2010

Somalias Piraten sind der größte Arbeitgeber der Region: eine perfekt organisierte Firma. Das berichtet P.M. MAGAZIN in der aktuellen Ausgabe (09/2010 ab 13.08.2010 im Handel). Das Somali Basin ist der Zeitschrift zufolge das gefährlichste Seegebiet der Welt. Hier machen somalische Piraten Jagd auf Handelsschiffe, um sie zu entführen und Lösegeld zu erpressen.

Das höchste Lösegeld bringen Westeuropäer. Und Deutsche gelten geradezu als Sechser im Lotto. Bei ihnen muss man nicht wie bei den Amerikanern oder Franzosen mit Befreiungsaktionen durch Sondereinheiten rechnen. Hauptsitz der somalischen Piraten ist der mittelsomalische Ort Harardheere. Ihr kriminelles Geschäft ist nahezu perfekt organisiert. Sie rechnen pro Überfall mit Grundinvestitionen von rund 500 000 Dollar.

Bis die weit draußen im Ozean gekaperten Schiffe vor der somalischen Küste, meistens in Sichtweite von Harardheere oder dem benachbarten Hobyo, die Anker werfen, vergehen Tage. Und danach heißt es auf das Lösegeld warten. Bis zu hundert Piraten sind dann im Schichtbetrieb für die Bewachung der Geiseln und des entführten Schiffes zuständig. Mindestens ebenso viele sind an Land für die Kidnapper tätig.

Die Piraten sind der größte Arbeitgeber der Region, und mit ihnen ist sogar etwas Wohlstand in Somalia, eines der ärmsten Länder der Welt, eingezogen. Hinter den Lehmwänden verbirgt sich die Infrastruktur einer boomenden Industrie: hochmoderne Geldzählautomaten für das Lösegeld, Waffengeschäfte für Pistolen, Maschinengewehre und raketengetriebene Granatwerfer, Werkstätten für elektronische Geräte, Cateringküchen für die Versorgung der Geiseln an Bord der entführten Schiffe sowie eine Art Börse, in der Anteile für den nächsten Coup erworben werden können. (Zitatende)

Dazu das Video: French navy helicopter fires guns to stop pirates

 

(Textquell kursiv, Grafikquelle: P.M. Magazin von Gruner+Jahr;
Bildquelle: EU NAVFOR Somalia;
Videoquelle: EUXTV)

“Nacht vor Augen”, Fernsehdrama über einen Afghanistan-Heimkehrer heute im ARD (Video)

Montag, 16. August 2010

Debüt im Ersten um 22:45 Uhr

Soldatenglück Kultur

Der 25-jährige Bundeswehrsoldat David kehrt nach dem Auslandseinsatz in Afghanistan zurück in sein Heimatdorf im Schwarzwald. Dort wird er freudig von seiner Familie in Empfang genommen. Nach dem ISAF-Einsatz will David sein Leben mit Freundin Kerstin, Familie und Freunden dort wieder aufnehmen, wo er es verlassen hat, und würde den Einsatz am liebsten als erfolgreich überstandenes Abenteuer abhaken.

 

Doch David wird von einer geheimnisvollen inneren Unruhe geplagt, die in der ambivalenten Beziehung aus Spiel und Gewalt zwischen David und seinem achtjährigen Halbbruder Benni zum Ausdruck kommt und zu eskalieren droht. Die Begegnung mit Bedrohung und Gewalt haben David verändert. Die Verstörung, die er zu unterdrücken versucht, bricht sich Bahn in der zwischen Spiel und Gewalt oszillierenden Beziehung zu seinem kleinen Halbbruder. Bennis Bewunderung zieht David an, er verbringt immer mehr Zeit mit dem Jungen und bringt ihm bei, seine Ängste zu bekämpfen – mit Strategien und Werten, die er aus dem Einsatz mitgebracht hat.

Als David es immer weniger schafft, seine traumatischen Erfahrungen zu verdrängen, brechen nicht nur seine Alltagsbeziehungen zusammen, es eskaliert auch sein Verhältnis zu Benni. Und plötzlich kommt Afghanistan mitten in den Schwarzwald!

Der Film von Januar 2008 ist vielbeachtet:

Festivals:
58. Berlinale 2008 – Forum
18. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2008
19. Internationales Filmfest Emden-Norderney 2008
diverse Internationale Fimfestivals

Preise:
Baden-Württembergischer Drehbuchpreis 2007
18. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2008 – “Nachwuchspreis der DEFA Stiftung”
19. Internationales Filmfest Emden-Norderney 2008 – “3. Hauptpreis”
19. Internationales Filmfest Emden-Norderney 2008 – “NDR Nachwuchspreis”
First Steps Preis 2008
Nominierung Deutscher Filmpreis 2009 – “Bestes Drehbuch”
Nominierung Adolf-Grimme-Preis 2010 – Fiktion

(Videoquelle: via YouTube)

General Petraeus’ “Progress” Spin on Afghanistan: We’ve Heard It Before (Video)

Montag, 16. August 2010

Progress = Fortschritte

 

In den USA hat der Afghanistan-Einsatz auch Skeptiker und Mahner, Rethink Afghanistan ist einer der Wortführer:

NBC’s David Gregory just interviewed Petraeus on Meet the Press, and he failed to challenge the general when he claimed we were “making progress.” We’ve got to push the other journalists on Petraeus’ schedule to expose his true agenda: extending this disastrous war.

General Petraeus is on a media tour to sell the idea that the U.S. military is “making progress” in Afghanistan, a well-worn message aimed at convincing elites to extend this brutal, futile war. If the media fail to ask hard questions, there’s a chance he could get what he wants: the freedom to extend an extremely unpopular war that’s not making us safer.

CBS’ Katie Couric is next in line to talk to Petraeus during his high-profile spin campaign, so we’ll start with her. Sign this petition to Couric and push her to ask tough questions about Petraeus’ claims of “progress” and his attempt to extend the Afghanistan War.

(Videoquelle, Textauszug kursiv, Grafik; Rethink Afghanistan, via YouTube)

Taliban takes hold in once-peaceful northern Afghanistan

Sonntag, 15. August 2010

Im einst friedvollen Nordafghanistan ist die Taliban in die afghanischen Dörfer eingesickert …

 In the once-peaceful north, Taliban forces have infiltrated Afghan villages and seized control, making the task of peacekeeping and reform even more difficult for NATO and U.S. troops.

In squads of roaring dirt bikes and armed to the teeth, Taliban fighters are spreading like a brush fire into remote and defenseless villages across northern Afghanistan … zum vollständigen Artikel von Joshua Partlow in der Washington Post vom 15.08.2010

zur Photo Gallery “Taliban expands influence into northern Afghanistan” von Andrea Bruce

(Textauszug: The Washington Post.com)



Moschee am Ground Zero – New Yorker Wunde

Sonntag, 15. August 2010

Die Debatte ist schrill, zugespitzt und unsachlich, aber vielleicht wäre es naiv, wollte man etwas anderes erwarten. Der Terrorschock vom 11. September hat sich tief eingegraben ins kollektive Gedächtnis der Amerikaner. Bei den Hinterbliebenen der Opfer sind die Wunden noch frisch. Kein Wunder also, dass die Auseinandersetzung um eine Moschee am Ground Zero sofort emotionale Züge annimmt. Dabei stimmt es ja nicht, dass bald hohe Minarette über Manhattan aufragen. Geplant ist ein islamisches Zentrum, mit Bibliothek und Restaurants und Gebetsräumen. Ein Symbol der Versöhnung soll es werden, kein Ort nachträglichen Triumphgeheuls. Die Attentäter um Mohammed Atta, das kann gar nicht oft genug betont werden, stehen nicht für den Islam. Ebenso wenig hat sich al Qaida die Moschee-Idee ausgedacht. Sie stammt von einem Geistlichen, der sich dem Ausgleich verpflichtet fühlt. Bei allen verständlichen Emotionen: Amerika wäre gut beraten, eine Pause einzulegen. In der Vielfalt liegt die Stärke dieses klassischen Einwanderungslands. Ein Gotteshaus am Ground Zero gehört zu diesem Puzzle dazu. Darüber sollten die Populisten einmal nachdenken. (Zitatende)

Kommentiert Frank Herrmann von der Rheinischen Post aus Düsseldorf.

Zum Thema die Rede von U.S. Präsident Barack Obama am 13. August 2010: Celebrating Ramadan at the White House‬‪

 

Die Neue OsnabrückerZeitung kommentiert: Der Präsident ist gefragt

Barack Obama hat eine große Chance verpasst. In der teils erbittert, manchmal niveaulos geführten Diskussion um den Bau einer Moschee in New York unweit des Schauplatzes der schlimmsten Terrorattacke der jüngsten Geschichte macht es sich der US-Präsident viel zu leicht. Die Religionsfreiheit sei ein fundamentaler Wert der USA, daher gelte sie für jedermann, argumentiert er. Das ist richtig. Ob es klug sei, ein islamisches Zentrum in unmittelbarer Nähe von Ground Zero zu errichten, kommentiert Obama nicht. Das ist schwach.

An der tiefsten Wunde auf US-amerikanischem Boden hat der Präsident Stellung zu beziehen, wenn es darum geht, das Trauma des 11. September 2001 zu verarbeiten und die Zukunft zu gestalten. Keine Meinung zur Entwicklung von Ground Zero zu vertreten ist feige – im Inneren wie nach außen. Obamas Glaubwürdigkeit in der muslimischen Welt würde wachsen, wenn er sich deutlich zu dem Gotteshaus bekannt hätte.

Zu Hause, in den Weiten und Untiefen geistiger Verblendung zwischen West- und Ostküste, wäre es dringend nötig, den Unterschied zwischen Islam und Islamismus zu erklären. In dem Gemeindezentrum, das viele Begegnungspunkte von Gläubigen aller Religionen bieten wird, liegt ein enormes Potenzial der Verständigung. Gegner des Projekts halten es für eine “Zitadelle des Islamismus”. Das Gegenteil ist der Fall: Von Lower Manhattan kann ein Signal des Friedens ausgehen. (Zitatende)

(Textquellen kurisv: Rheinische Post.de, Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Videoquelle: White House.gov, The President hosts an Iftar dinner celebrating Ramadan in the State Dining Room;
Bidqelle. DoD.gov, U.S. Marines assigned to Special Purpose Marine Air-Ground Task Force 26 fire a 21-gun salute as the amphibious transport dock ship PCU New York, LPD 21, passes ground zero in New York City, N.Y., Nov. 2, 2009. The ship, which has 7.5 tons of steel from the World Trade Center in its bow, is pulling into New York City for its commissioning ceremony that is slated for Nov. 7, 2009. DoD photo by Mass Communication Specialist 1st Class Corey Lewis, U.S. Navy)

“Martin-Luther-Regiment” in Wittenberg vollzählig angetreten (Video)

Sonntag, 15. August 2010

Soldatenglück Kultur

“Hier stehe ich … “

 

800 farbenfrohe (schwarze, purpurrote, kobaltblaue und dunkelgrüne) knapp 1 Meter großen Staturen Martin Luthers sind in Regimentsstärke in Wittenberg an der Elbe (Sachsen-Anhalt) auf dem Markplatz vollzählig angetreten. Die Kunst-Installation “Martin Luther: Hier stehe ich …” wurde am 14. August 2010 um 15.00 Uhr am Markt, 06886 Lutherstadt Wittenberg eröffnet - zur Webcam mit Blick auf den Markt mit mobilem 800-fachen Martin Luther, auf die “Luther-Botschafter” und das Wittenberger Rathaus.

Die Installation besteht aus 800 Luther-Figuren, Nachbildungen der berühmten Statue Martin Luthers, die der Bildhauer Johann Gottfried Schadow zu Beginn des 19. Jahrhunderts schuf. Das Grundgerüst bildet ein Raster aus Latten, die auf dem Markt montiert werden. Im zweiten Schritt werden die Luther-Figuren, die in den Farben Purpurrot, Kobaltblau, Dunkelgrün und Schwarz gefertigt wurden, an den Kreuzungspunkten der Lattung fixiert. Die Plastik von Ottmar Hörl bleibt bis zum 12. September 2010 jedermann zugänglich und wird anschließend abgebaut. Die Figuren können für einen Preis von 250,00 EUR erworben werden.

Professor Ottmar Hörl, Präsident der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, lebt und arbeitet in Wertheim (Baden-Württemberg). Seit 1978 realisierte er national und international zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen sowie Projekte im öffentlichen Raum. Er sagt zum bevorstehenden Projekt: “Ich multipliziere Luthers Präsenz. Das mobile Luther-Denkmal wird zum Botschafter für die Lutherdekade und verbindet Wittenberg mit der ganzen Welt.”

Die Stadt Wittenberg unterstützt die vom EKD-Projektbüro “Luther 2017 – 500 Jahre Reformation” angeregte Kunstinstallation. Sie wird ausschließlich privat finanziert und findet im Rahmen der Lutherdekade statt. Die Lutherdekade wurde im Herbst 2008 ausgerufen und soll auf das 2017 anstehende Jubiläum hinweisen: dann ist es exakt 500 Jahre her, dass Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlichte und so die Reformation auslöste.

(Videoquelle: euronews.net, no comment.tv;
Textauszug: Lutherstadt Wittenberg.de)

Hintergrundinformationen: Luther2017.de

Zu Guttenbergs Truppe (Video)

Sonntag, 15. August 2010

 

Schon Mitte 2011 soll die Bundeswehr nur noch aus Freiwilligen bestehen. So plant es der Verteidigungsminister nach ZDF-Informationen. Die neue Truppe soll klein, professionell und flexibel sein.

(Videoquelle: ZDF heute jornal vom 13.082010, via YouTube)

Minentaucher (Video)

Sonntag, 15. August 2010

 

Die Minentaucher gehören zu den Spezialisierten Einsatzkräften der Marine, kurz SEKM. Sie bedienen Drohnen, vernichten See- und Landminen oder andere Kampfmittel. Sie sind überall da unentbehrlich, wo Schiffe nicht operieren können.

(Videoquelle: Bundeswehr.de, aus Mai 2010, via YouTube)

SoKo Afghanistan – Deutsche Polizisten im Krisengebiet (Videos)

Samstag, 14. August 2010

 

Es ist früher Morgen im Bundeswehrcamp Marmal in Mazar E-Sharif. Deutsche Polizisten und Feldjäger treffen sich zur Einsatzbesprechung. Begleitet werden die Männer von einem NDR Fernsehteam. Sieben Tage lang beobachtet Filmemacher Ralf Hoogestraat die deutschen Polizisten bei ihrer Mission.

Im Camp Maral leben zurzeit rund 100 deutsche Polizeibeamte aus dem gesamten Bundesgebiet. 28 von ihnen bilden die sogenannten Mentorenteams. Sie sollen vor Ort in den Distrikten die afghanische Polizei beim Aufbau einer funktionierenden Sicherheitsstruktur anleiten und unterstützen.

 

Ihr Ziel: Im Norden des Landes soll eine friedliche Gesellschaft entstehen, die vielleicht sogar demokratisch funktioniert. Die deutschen Polizisten und Feldjäger arbeiten bei allen Einsätzen eng zusammen. (weiter…)