SPD-Kritik an US-Oberkommando in Afghanistan (Video)
von Sebastian ~ 3. August 2010. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen, Video.Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold hat die Wortwahl des Oberkommandierenden der Afghanistan-Schutztruppe Isaf, David Petraeus, kritisiert. “Der Ton ist ein Stück weit amerikanisches Denken”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” mit Blick auf die jüngsten Weisungen des US-Generals an die alliierten Soldatzen. “Dies sollten wir Deutschen uns nicht unbedingt zu eigen machen. Wir reden auch bei schwersten Terroristen über Menschen.” Die USA hätten hier einen anderen Sprachgebrauch, so Arnold. “Das halte ich nicht für gut. Das führt bei den Bürgern und möglicherweise auch beim einen oder anderen Soldaten zu Missverständnissen.” In den von Petraeus jüngst herausgegebenen Leitlinien, die sich auch an die deutschen Soldaten wenden, heißt es unter anderem, der “Feind” in Afghanistan müsse ohne Unterlass verfolgt werden. “Zusammen mit unseren afghanischen Partnern müssen wir unsere Zähne in das Fleisch der Aufständischen schlagen und nicht mehr lockerlassen.” (Zitatende)
Berichtet der Kölner-Stadtanzeiger heute.
Soldatenglück.de berichtete: COM ISAF General Petraeus: Search and Destroy the Taliban, über die Guidance for the conduct of counterinsurgency operation in Afghanistan.
Dazu das Video: Afghan and US Forces Deplete the Taliban of Their Territory
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(Textquelle: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Bidlquelle: NATO.int, BRUSSELS, July 1 – left to right, General David H. Petraeus, new Commander of ISAF, and NATO Secretary General Anders Fogh Rasmussen during their meeting with the press.
Videoquelle: NATO.ISAF.int, Afghan and American forces take away the Taliban’s remaining territory in Kunar Province, Afghanistan. Petty Officer Dustin Diaz reports on Operation Strong Eagle II.)























3. August 2010 um 12:47 Uhr
Arnold der Vereitigungsexperte des deutschen Sprachraums hat den Urlaub beendet und verbreitet wieder seine üblichen Thesen.
Verhaften statt töten, kein Problem nehmt den Vogel doch einfach mal mit ins reale Leben.
Das der immer noch seinen Verbaldurchf… verbreiten darf ist gelinde gesagt schon ein Zeichen für die verkommene Moral unserer Demokratie.
3. August 2010 um 12:58 Uhr
Oh Rainer Arnold hat wieder zugeschlagen. Man könnte darüber lachen, würde er nicht mit diesen primitiven Äußerungen die unbedarfte Bevölkerung beeinflußen.
Wer hat und eigentlich nochmal diesen Krieg eingebrockt? Interessant wie schnell man sich von einem Kriegsbefürworter zu einem Pazifisten winden kann wenn es politisch opertun erscheint. Für die Klasse der Politiker, empfinde ich nur noch das Verlangen mich zu übergeben.
3. August 2010 um 18:34 Uhr
Bei SPON ist auch irgendein Artikel, der sich mit US-Kräften im Bereich RC N beschäftigt.
Da wird auch von “Experten der Opposition” gesprochen und dann namentlich Ströbele genannt. Ich fürchte, die meinen auch noch Nouripour (phon.) und Arnold.. (Bei der DKPSEDLinken fällt mir nicht einmal ein Name eines Politikers ein)
@ Dirk:
Evtl. einen Link wert: http://www.tvspielfilm.de/tv-programm/sendung/soldatinnen-gottes-die-frauen-der-hamas,107007677317.html
3. August 2010 um 18:48 Uhr
Wie kann die klare Sprache des neuen Com ISAF zu Missverständnissen führen? Kaum denkbar, vielleicht erklärt uns die “Mutter aller Verteidigungsexperten” ja mal, was man so missverstehen könnte. Könnten aber auch die Übersetzungskünste des SPIEGEL sein, die bei Herrn Arnold zu Verständnisschwierigkeiten führen. Wie dem auch sei, die Amerikaner werden wahnsinnig beeindruckt sein.und vermutlich irgendetwas mit “f” am Anfang antworten.
3. August 2010 um 20:17 Uhr
Die Übersetzung ist in der Tat um einiges martialischer als das Original
3. August 2010 um 20:55 Uhr
Wie konnte sich die oben genannte Übersetzung des Schreibens überhaupt etablieren? Da steht nirgendwo “flesh” im Text. Da steht einfach nur, sinngemäß, dass man sich im Gegner verbeißen soll. Nichts mit Zähne, die man ins Aufständischenfleisch hauen soll… Erfüllt aber wieder die tollen Klischees über die US-Army, die der Spiegel so gerne publiziert.
4. August 2010 um 10:04 Uhr
Soso Arnold wieder. Mich beeindruckt wie schnell man seine Meinung ändern kann
4. August 2010 um 22:50 Uhr
@Stefan – “Verbeißt Euch in die Aufständischen und lasst sie nicht wieder los”,
“Get your teeth into the insurgents and don’t let go”;
der stellvtr. Sprecher der Bundesregierung zu Wochenbeginn zu dieser Formulierung erklärt, man müsse die Passage im Zusammenhang mit Petraeus’ Forderung nach einem Schutz der Zivilbevölkerung lesen. Der Passus, der auf Kooperation und Rücksichtnahme gegenüber der Zivilbevölkerung abhebe, sei “ausgesprochen stark formuliert”.
Der heute bei der Kabinettssitzung “amtierende Bundeskanzler” Westerwelle sagte in der Bundespressekonferenz: “Meine Wortwahl wäre das nicht.”
Soldatenglück.de sagt: “Unsere umso mehr.”