Weltweit und rund um die Uhr sorgt der Sanitätsdienst der Bundeswehr für die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten. Zusätzlich zur medizinischen Betreuung im Inland ist die bestmögliche Versorgung Erkrankter, Verletzter und Verwundeter im Einsatz ein Schwerpunkt dieses Organisationsbereiches. Zentrales Element dabei ist die Rettungskette, bei der ein Glied in das andere greift — von der qualifizierten schnellen Hilfe vor Ort bis zur weiteren Behandlung in Deutschland.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen -
tagsüber Truppenbesuche, abends Bierdusche
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Verteidigungsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg besuchte im Rahmen seiner Sommereise am 27. Juli 2010  die Bundeswehr-Standorte Burg (Sachsen-Anhalt), das dort stationierte Logistikregiment 17,
und in Rostock-Lage (Mecklenburg-Vorpommern) den Luftwaffen-Fliegerhorst mit dem Jagdgeschwader 73 “Steinhoff” mit Sitzprobe im Eurofighter Cockpit.
Weiter ging es danach nach Kobrow II in Nordwestmecklenburg zu einem “zivilen Termin”, dem Sommerfest der CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Stenz (Bild unten in weiß), die als Parlamentarierin einen guten Kontakt zur Bundeswehr und den Soldatinnen und Soldaten in ihrem Bundesland pflegt. Die Grenzegion Nordwestpommern hat es nicht einfach, strukturschwach ist sie mit hoher Arbeitslosigkeit und mit dem Wegzug junger Menschen belastet.
Die Bürger/innen Nordwestpommerns verschafften dem Minister zu Guttenberg bei dem Sommerfest nach einem langen Arbeitstag beginnend mit einem frühmorgendlichen Interview im ZDF Morgenmagazinüber die Ausrüstung der Bundeswehr und Truppenbesuchen an zwei verschiedenen Orten mit vielen Eindrücken, Begegnungen, weiteren Interviews und schwierigen Gesprächen über die Zukunft der Standorte neuen Schwung.
Guttenberg sprach beim CDU-Sommerfest mit jung und alt, wurde mit regionale Spezialitäten von der Bäckerei Schultz aus Brüel beschenkt
und die 600 Mecklenburger sangen ihm zu Ehren das “Frankenlied”.
Die örtliche Bundestagsabgeordnete Karin Strenz MdB und Willi Horn (Geschäftsführer der Lübzer Brauerei) stachen mit ihm gemeinsam ein Bierfass Lübzer Pils an, dem Minister aus der “Bier-Region” Kulmbach gefiel das und er fühlte sich nach eigenem Bekunden wie Zuhause – und die Bierdusche machte ihm nichts aus.
(Videoquelle: via YouTube;
Bilderquelle: Bundeswehr.de, die Fotos oben ind Burg und Lage;
Fotos unten in Kobrow II, Karin Strenz MdB.de, Sommerfest der CDU und der Bundestagsabgeordneten Karin Strenz MdB am 27. Juli 2010 auf dem Gelände des Kutschenmuseums in Kobrow II)
Sachsen-Anhalts Finanzminister und SPD-Bundesvorstandsmitglied Jens Bullerjahn will trotz der bei Wikileaks bekannt gewordenen Dokumente über den Afghanistan-Einsatz und die gezielte Tötung von Taliban durch US-Spezialkräfte bis auf Weiteres an dem Einsatz festhalten. “Es sollte keiner so naiv sein zu glauben, dass man jetzt schnell aus Afghanistan rauskommt”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Donnerstag-Ausgabe). “Es muss ein Szenario geben, wie es da weitergeht. Das muss die Regierung vorlegen. Deutschland kann nicht sagen: Wir packen unsere Sachen.” (Zitatende)
Die SPD streitet über ihre Haltung zum Afghanistan-Mandat der Bundeswehr. Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels will bei der Verlängerung des Mandats im März 2011 mit der Bundesregierung an einem Strang ziehen. “Die Veröffentlichung der Dokumente bei Wikileaks ändert nichts an dem Mandat”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Donnerstag-Ausgabe). “Wir haben beim letzten Mal schon gezeigt, dass wir daran interessiert sind, die Verantwortung gemeinsam zu tragen. Wir wollen es auch jetzt weiter gemeinsam machen.” Bartels fügte mit Blick auf die geheimen US-Kommando-Aktionen allerdings hinzu, es sei problematisch, den Afghanistan-Einsatz “hinter einen Schleier des Nichtwissens zu ziehen”. Ein Mitglied der Fraktionsführung erklärte dem “Kölner Stadt-Anzeiger” hingegen: “Vor der nächsten Mandatsverlängerung gibt es noch sehr viele Fragezeichen. Jetzt sind durch die Wikileaks-Informationen neue Fragezeichen dazu gekommen. Entschieden ist nichts.” Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, hatte vor der Mandatsverlängerung Aufklärung der Bundesregierung über gezielte Tötungen von Taliban in Afghanistan verlangt. (Zitatende)
Es ist wohl eines der größten Datenlecks der Geschichte: Mehr als 75.000 vornehmlich als geheim eingestufte US-Militärdokumente über den Krieg in Afghanistan sind von der Internetplattform WikiLeaks im Netz veröffentlicht worden. Wie WikiLeaks an die Berichte kam, ist unbekannt. Die “New York Times”, der britische “Guardian” und der “Spiegel” konnten die Papiere jedoch prüfen und kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass das Material authentisch sei.
Insgesamt wurden WikiLeaks nach eigenen Angaben mehr als 91.000 Dokumente zugespielt. Rund 15.000 seien noch aus Sicherheitsgründen zurückgehalten worden, schreiben die Betreiber. Diese Dokumente sollen jedoch zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden – wenn es die Sicherheitslage zulässt.
Was teilweise nur vermutet oder bruchstückhaft über den Krieg in Afghanistan bekannt wurde, lässt sich anhand der Dokumente nunmehr oft präzise nachvollziehen und dürfte noch für viele Schlagzeilen sorgen. Denn die Militärberichte, Meldungen und Abhörprotokolle aus den Jahren 2004 bis 2009 zeichnen ein anderes Bild von dem Konflikt als es die US-Regierung öffentlich darstellt.
(Videoquelle, Textauszug: ARD tagesthemen vom 27.07.2010;
Grafikquelle: WikiLeaks.org)
90.000 geheime Militärdokumente über den Krieg in Afghanistan sind öffentlich für jedermann zwischen Pakistan und Alaska auch ohne NATO-Sicherheitsüberprüfung mit www-Anschluss einsehbar. Die Medien-Flaggschiffe The Guardian, The New York Times und DER SPIEGEL haben sich den WikiLeaks-Bären geteilt, die Mammut-Dokumentation aufgearbeitet und in gedruckte Zeitungs-Seiten und Auflage umgewandelt. Die restlichen Medien berichten bis zur Erschöpfung über das Thema als wäre es eine Sensation mit wahrhaftem News-Charakter.
Der US-amerikanische TV-Moderator und Comedian Don Stewart forscht in seiner Daily Show nach und kommt zu wenig überraschenden Ergebnissen, ein BradAss87 mit Lady gaga CD hat die Hände im Spiel und auch der Baywatch-Star mit deutschen Vorfahren, David Hasselhoff, mischt eingangs mit: http://www.thedailyshow.com/full-episodes/341197/tue-july-27-2010-fareed-zakariaÂ
Versorgung kann ein gefährlicher Knochenjob sein — beispielsweise, wenn ein defektes Fahrzeug bei Nacht unter Einsatzbedingungen geborgen werden muss. Dieses und ähnliche Szenarien trainieren die Soldaten des Logistikbataillons 171 aus Burg derzeit auf dem Truppenübungsplatz Klietz. Hintergrund: Ihr Einsatz in Afghanistan steht vor der Tür. Ein Ausschnitt aus dem Übungsgeschehen.
(Videoquelle: Bundeswehr.de, bwtv vom 27.07.2010 via YouTube;
Bildquelle: NATO.ISAF.int, International Security Assistance Force soldiers with the German Logistics Support Battalion 172 conduct a recovery task force training exercise outside Camp Marmal here, Feb. 27.)
Jeden Tag leisten Soldaten der Bundeswehr einen gefährlichen Dienst am “Brennpunkt” Kunduz in Nordafghanistan. Sie erleben Gefechte, aber auch Phasen einer relativen Ruhe. Die Situation ist unberechenbar. Ein Fernsehteam der ARD hat Soldaten im Raum Kunduz begleitet — zu einem befestigten Posten und auf Patrouille zu Fuß. Denn trotz der schwierigen Lage suchen die Soldaten immer wieder den Kontakt zur Bevölkerung.
“Wir müssen auf jeden Fall nacharbeiten”, so Karl-Theodor zu Guttenberg angesichts der Ausrüstung der Bundeswehr. Der Bundesverteidigungsminister hält die “bestmögliche Ausstattung” für notwendig.
Dass die Bundeswehr mit geheimen US-Einheiten in Afghanistan kooperiere, “ist nicht neu. Mich überrascht, dass die Bundesregierung dazu schweigt”, so Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender der Grünen