Archiv für Juli, 2010

End of ISAF-Mission: Letzte Patrouille der Niederländer in Afghanistan (Video)

Samstag, 31. Juli 2010

Der letzte Konvoi-Marsch der niederländischen Panzerhaubitze 2000

 

Seht her, wir ziehen ab, die niederländische Kameraden berichten aus allen Rohren, von ihrem Abzug aus der südlichen Provinz Uruzgan in Afghanistan, sie haben es zum 01. August 2010 nach 4 Jahren am Hindukusch hinter sich und 24 Niederländer sind in diesem Afghanistan-Einsatz gefallen, 140 Kameraden wurden verwundet.

Die Regierung in Den Haag unter Ministerpräsident Jan Peter Balkenende ist im Februar 2010 am Afghanistan-Mandat und der politischen Frage des Einsatzes der niederländischen Berufsarmee (Stärke: rund 53.000 Soldaten) am Hindukusch gescheitert und zerbrochen. Zwischenzeitlich waren zwar am 09. Juni Neuwahlen in Holland, aber eine Regierungsbildung kam noch nicht zustande, so dass die alte niederländische Balkenende-Regierung weiterhin kommissarisch im Amt ist.

 

Das Video zeigt die letzte Patrouille der Niederländer und die Übergabe der Verantwortung, die Projekte und der Kontakte an die US-amerikanischen ISAF-Truppen im PRT-Bereich, die Amerikaner werden das Camp Holland übernehmen.
Die Bilder unten zeigen den Abzug, der ein unverrichtetes Werk hinterlässt, wobei die 1.940 (letzte Stärke) holländischen Soldaten und Soldatinnen auf einen guten Job in ihrer Region zurück schauen können, zuletzt hat die afghanische Bevölkerung die Niederländer gebeten zu bleiben, doch diese Wünsche blieben im fernen Den Haag ungehört.
24 Gefallene und 140 Verwundete sind für ein 16,5 Millionen Einwohner Land wie das Königreich der Niederlande ein hoher Preis. Abzug und Rückverlegung in die Niederlande, Debriefings auf Kreta und Nachsorge für alle die, die viel erlebt haben im Land am Hindukusch, wo sie hinbefohlen wurden.

Jedes Leben war ein allzu hoher Preis. Zu den in Afghanistan gefallenen Soldaten der Niederlande zählt auch der Sohn des Oberbefehlshabers der niederländischen Streitkräfte, General Peter van Uhm. Leutnant Dennis van Uhm fiel im Alter von 23 Jahren am 19. April 2008 im Einsatz mit seinem 22-jährigen Kameraden, dem Soldaten Mark Schouwink (Heimatverband: 45ste pantserinfanteriebataljon Regiment Infanterie Oranje Gelderland in Ermelo) von der Task Force Uruzgan bei einem Bombenanschlag der Taliban: “Das eigene Kind zu verlieren – ich weiß, was das bedeutet. Aber jeder Tote in Afghanistan ist einer zu viel. Dennis stand mit beiden Beinen auf dem Boden. Er wusste, was wir in Afghanistan tun, und er wollte uns dabei helfen”, sagte der General und Vater.

 

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über die niederländischen Streitkräfte und die dortigen Kameraden, die in vielen Operationen und zivilen und militärischen Missionen Partner der Deutschen sind.

(Bildquelle: Defensie.nl, Pantserhouwitser 2000 maakt deel uit van het laatste konvooi van Deh Rawod naar Tarin Kowt;
Videoquelle:
Defensie.nl, De afsluitende patrouille van de Nederlandse eenheden in de omgeving van Tarin Kowt stond voor een groot deel in het teken van de overdracht van het Nederlandse Provinciaal Reconstructie Team, PRT, aan hun opvolgers. Leden van het Amerikaanse PRT maakten daarom deel uit van de patrouille. Daarnaast werd ook een shura, bijeenkomst, georganiseerd waarbij het nieuwe PRT kennis kon maken met de Afghaanse leiders.)

DKB - Weltweit Geld abheben

Die Bundesregierung und Somalia: Gut gemeint, aber halbherzig

Freitag, 30. Juli 2010

 

Helfen zu wollen bedeutet nicht zwangsläufig, Gutes zu bewirken. Es kommt auf die Umsetzung an, wie die Bundesregierung in Somalia bitter erleben muss. Seit Jahrzehnten tobt dort ein Bürgerkrieg. Islamistische Fanatiker wollen die Rumpfregierung in Mogadischu stürzen, während Piraten die internationale Seefahrt attackieren. Dieser zerfallende Staat benötigt Sicherheitskräfte, wenn er eine Zukunft jenseits des Infernos haben will. Also gut bezahlte und ausgebildete Polizisten, die der Regierung loyal dienen. Dabei will die Bundesregierung helfen. Nur: In Somalia wiederholt sich auf kleinerem Niveau das Drama der deutschen Polizeimission in Afghanistan.

Wie am Hindukusch begibt sich Deutschland abermals auf eine Mission, die von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist. Denn was ist eine Million Euro bei 1000 Polizisten? Ohne ausreichende Gelder, Ausbilder und im Ansatz funktionierende Polizeistrukturen werden durch solche halbherzigen Aktionen im Zweifel nur die Falschen gestärkt. Den Rekruten ist es kaum zu verdenken, wenn sie zu denen überlaufen, die besser bezahlen – seien es Milizen oder Piraten.

In Afghanistan hat Berlin über die Jahre Millionen konzeptlos verpulvert. Die zur Verfügung gestellten Ressourcen waren zu gering, um eine Polizei aufzubauen, aber groß genug, um den Taliban neue Rekruten zu liefern. (Zitatende)

Kommentiert die Neue Osnabrücker Zeitung.

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über die EUTM Somalia (Bilder ganz oben), EU NAVFOR Somalia Operation ATALANTA und EUPOL Afghanistan (Bild oben).

(Textquelle kursiv: Neue Osnabrücker Zeitung.de,
Bilderquellen: EUTM Somalia, EU NAVFOR Somalia, EUPOL Afghanistan)

Afghanistan – Deutsche Soldaten im Stress (Video)

Freitag, 30. Juli 2010

 

Deutsche Berufssoldaten kämpfen mit in einem immer verlustreicheren Krieg, der offiziell nicht Krieg genannt werden darf. Sie sind unzureichend vorbereitet und ausgerüstet und müssen diese Schwächen ständig ausgleichen, wenn sie in Afghanistan bestehen wollen.

Bei ARTE YOUROPE mit vielen weitern interessanten Reportagen in der Sendung Neue Kameraden – Europas Armeen im Umbruch mit dem Originaltext: “Der Einsatz deutscher Soldaten im Ausland ist umstrittener denn je. Gerade erst ist der Bundespräsident zurückgetreten im Zusammenhang mit Äußerungen zu den Aufgaben der Bundeswehr. Beteiligt sich die Bundeswehr in Afghanistan an einem Krieg oder stabilisiert sie dort nur den Frieden? Darf sie sich dort offensiv verhalten oder nur defensiv? Ist sie ausreichend gerüstet und ausgebildet für diesen Einsatz? Passen Struktur der Bundeswehr und allgemeine Wehrpflicht noch in die heutige Zeit, in der es überall in Europa längst Berufsarmeen gibt? Alle diese Diskussionen werden über die Soldaten geführt. Yourope hat nachgehört wie es den Soldaten geht – in Afghanistan zum Beispiel.”

(Videoquelle: ARTE vom 18. Juni 2010 via YouTube)

Verbot von Streubomben nützt vorerst wenig

Freitag, 30. Juli 2010

Es ist ein kleiner Erfolg, dass die internationale Konvention gegen Streubomben bald in Kraft tritt. 37 von 107 Ländern haben das Verbot nach der Unterzeichnung nun auch ratifiziert – mindestens 30 Staaten mussten es sein, damit das Abkommen gültig ist. Deshalb sollte sich aber niemand überzogenen Hoffnungen hingeben. Jene, die das Teufelszeug herstellen, haben die Übereinkunft noch gar nicht unterzeichnet. So etwa Amerika, Russland und China. Die Welt ist also noch weit davon entfernt, frei von Streubomben zu sein. Die Gefahr ist weiterhin da. Diese heimtückische Munition ist noch lange nach den Kriegen gefährlich. Die vielen kleinen “Bomblets”, die nur eine dieser Bomben freisetzt, gefährden wie kaum eine andere Waffe die Zivilbevölkerung, darunter oft Kinder. Diese kommen bei Explosionen um – unschuldig. Streubomben sind bestialisch. Daher ist zu hoffen, dass sich immer mehr Staaten verbindlich an dieses Verbot halten. Immerhin, die Bundeswehr ist dabei, ihre Streubomben, die in den Arsenalen lagern, zu vernichten. (Zitatende)

Kommentiert Jörg Fleischer von der Westfalenpost aus Hagen.

Soldatenglück.de berichtete heute Verbotsvertrag für Streumunition tritt in Kraft (Video)

(Textquelle: Westfalenpost.de;
Bildquelle: Deutsches Rotes Kreuz.de)

Heeresaufklärungstruppe (Video)

Freitag, 30. Juli 2010

 

Die jüngste Truppengattung der Bundeswehr, die Heeresaufklärungstruppe, stellt sich vor. Nach dem Motto “Aufklärung aus einer Hand” zeigen die Aufklärer ihre Fähigkeiten bei der bodengebundenen und der luftgestützten Aufklärung.

(Videoquelle: Deutsches Heer.de vom 30.07.2010 via YouTube;
Bildquelle: Deutsches Heer.de, Barettabzeichen der Heeresaufklärungstruppe)



Neues Loveparade-Dokument belastet Polizei

Freitag, 30. Juli 2010

Der Einsatzleiter der Feuerwehr hat die Polizei unmittelbar vor dem Unglück auf der Duisburger Loveparade vor einer Sperrung der Rampe gewarnt. Das geht aus einem internen Schreiben hervor, das der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Samstagausgabe)vorliegt. In dem Bericht der Feuerwehr Duisburg ist dokumentiert, dass der Verbindungsbeamte der Polizei die Feuerwehr darüber informiert hat, dass die Zulauframpe in Richtung Veranstaltungsgelände “kurzfristig” gesperrt werden soll. Der Einsatzleiter der Feuerwehr entgegnete laut dem Feuerwehr-Bericht, “dass diese Maßnahme aus einsatztaktischer Sicht sehr promlematisch ist. Aus diesem Grund ist die Feuerwehr dagegen”. Weiter heißt es in dem Bericht, “nach kurzer Diskussion” sei vereinbart worden, dass einer Sperrung nur zugestimmt werden kann, wenn “der Nachlauf in den Karl-Lehr-Tunnel durch die Polizei verhindert wird”, zitiert die “Rheinische Post” aus dem Feuerwehr-Bericht. Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Nachlauf in den Tunnel nicht verhindert worden. (Zitatende)

Berichtet die Rheinische Post aus Düsseldorf vorab.

Soldatenglück.de berichtete zur Katastrophe während der Loveparade in Duisburg mit 21 Toten und zwischenzeitlich über 500 erfassten zum Teil Schwerverletzten.

(Textquelle: Rheinische Post.de;
Bildquelle: Polizei NRW.de)

Den Stress ertränken – Umfrage: Vor allem Männer versuchen, sich mit dem ein oder anderen Feierabendbierchen zu entspannen

Freitag, 30. Juli 2010

Nach einem anstrengenden Tag hilft vielen eine Runde Joggen, Ausspannen vor dem Fernseher oder ein gutes Buch auf der bequemen Couch. So manch einer braucht zum Stressabbau eigenen Angaben zufolge aber etwas “Härteres”. Vor allem Männer sagen, nach einem stressigen Tag helfe ihnen Bier, Wein oder gar das ein oder andere Schnäpschen um wieder “runterzukommen”. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der “Apotheken Umschau”. Jeder fünfte Mann (19,5 %) gibt zu: “Ich entspanne mich mit Alkohol”. Frauen greifen deutlich seltener zu dieser Entspannungsmethode (8,5 %).

Mehr Informationen über das Thema unter www.apotheken-umschau.de/Alkoholismus .

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2047 Personen ab 14 Jahren, darunter 1054 Frauen und 993 Männer.

(Textquelle: Apotheken-Umschau.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de; Biergarten unterm Lastenschirm, Artikel “Traditionelles Biwak in Aachen”, Artikel “Biwak der Bürgermeister gibt Einblick ins Soldatenleben beim Jagdbombergeschwader 32″)

Verbotsvertrag für Streumunition tritt in Kraft (Video)

Freitag, 30. Juli 2010

Cluster Bombs

Am 01.08. 2010 tritt die Konvention zu Streumunition in Kraft. Bislang haben 107 Staaten die Konvention unterzeichnet. Die völkerrechtlich verbindliche Konvention sieht ein vollständiges Verbot aller bislang eingesetzten Streumunitionen vor und beinhaltet umfassende humanitäre Verpflichtungen in Bezug auf Opferhilfe und die Räumung von Blindgängern. Streumunitionen haben bislang vermutlich über 100.000 Opfer gefordert. Die USA und Russland gehören zu den Staaten, die die Konvention nicht unterzeichnet haben und in der Vergangenheit immer wieder Gebrauch von Streumunition gemacht haben. Insgesamt haben 18 der 26 NATO-Staaten bzw. 20 der 27 Mitglieder der Europäischen Union das Verbot unterzeichnet. Die Slowakei, Griechenland, Finnland, Polen und Rumänien gehören nicht dazu.

Die im Aktionsbündnis Landmine.de zusammengeschlossenen Nichtregierungsorganisationen betrachten die Konvention als wichtigsten Beitrag zur humanitären Rüstungskontrolle der letzten 10 Jahre und begrüßen, dass auch Deutschland diesem Vertrag beigetreten ist. Die Bundeswehr hat bereits im Jahr 2009 annähernd 4,5 Mio. ihrer 50 Mio. Streumunitionen vernichtet.

“Nachdem wir die Verbotsverträge erreicht haben, ist es jetzt unsere Aufgabe, auf die Umsetzung aller Vertragsverpflichtungen zu drängen”, gibt der Geschäftsführer von Handicap International, François De Keersmaeker zu bedenken. “Wir benötigen für besonders betroffene Länder wie Laos oder Vietnam einfach mehr Mittel für Opferhilfe und Räumung,” sagt Marion Gnanko von SODI.

Klärungsbedarf sieht das Aktionsbündnis zudem in Bezug auf nicht eindeutig formulierte Paragrafen der Konvention.

“Die Konvention und das neu gefasste Kriegswaffenkontrollgesetz verbieten unseres Erachtens jegliche Förderung der Herstellung”, betont Thomas Küchenmeister vom Aktionsbündnis. “Dies bedeutet, es besteht sowohl ein Verbot für Investitionen in die Herstellung von Streumunition als auch für die Herstellung von Komponenten,” so Küchenmeister. Das Aktionsbündnis fordert deshalb Finanzdienstleister, Banken und alle Vertragsstaaten eindringlich auf, die Verbotsvorschriften der Konvention (hier besonders Artikel 1c) umfassend umzusetzen, sieht aber in Bezug auf die Konvention und das Kriegswaffenkontrollgesetz Präzisionsbedarf: “Das sowohl in der Konvention als auch im Kriegswaffenkontrollgesetz festgeschriebene Verbot jeglicher Förderung der Herstellung von Streumunition muss in Bezug auf ein explizites Verbot von Beteiligungen, Krediten, Anleihen und anderen finanziellen Dienstleistungen bzw. der Komponentenfertigung präzisiert werden,” fordert Küchenmeister.

Artikel 21 der Konvention erlaubt den Vertragsstaaten auch weiterhin an gemeinsamen Militäraktionen mit Nicht-Vertragsstaaten (z.B. den USA) teilnehmen zu können, in denen diese Streumunition einsetzen. Vom Verbot ausgeschlossen bleiben außerdem Streuminen und sensorgezündete Flächenmunition (z.B. SMArt-155).

Das Aktionsbündnis Landmine.de und SODI führen am Sonntag, 01. August 2010 ab 13:00 Uhr in Berlin vor den Botschaften der USA und der Russischen Föderation die Aktion BEAT THE DRUM durch. Handicap International organisiert gemeinsam mit bundesweiten Partnern seit dem 17. Juli bis zum 10. August Aktionen in Augsburg, Rosenheim, München, Frankfurt und Hamburg.

(Textquelle kursiv: Aktionsbündnis Landmine.de;
Bilderquelle: Bundeswehr.de; Videoquelle: Deutsches Rotes Kreuz.de, Das Rote Kreuz setzt sich seit Jahren für ein Verbot von Streubomben ein und unterstützt die traumatisierten Opfer.)

 

Hintergrund:
Streumunition ist eine Flächenwaffe, die mittels einer hohen Anzahl von explosiven Submunitionen (von meist cirka 100 bis 1.000) in einem vorgegebenen Zielgebiet von bis zu cirka 1.000 mal 1.000 Metern unterschiedslos alles zerstört, was getroffen wird. Dabei hat sich in der Vergangenheit herausgestellt, dass viele Submunitionen beim Aufprall nicht explodiert sind, sondern als Versager am Boden eine große Gefahr für die Zivilbevölkerung nach Ende des bewaffneten Konfliktes darstellten.

Am 03. Dezember 2008 haben 111 Staaten in Oslo/Norwegen den internationalen Vertrag über ein Verbot von Streumunition unterzeichnet, darunter auch Deutschland. Mit der Unterzeichnung kommt der so genannte “Oslo-Prozess”, der Anfang 2007 von Norwegen initiiert wurde, zu einem erfolgreichen Abschluss. Deutschland übernimmt bei den Bemühungen um ein wirksames Streumunitionsverbot eine Vorreiterrolle.
Das “Übereinkommen zu Streumunition”, das am 30. Mai 2008 in Dublin/Irland von 111 Staaten geschlossen wurde und am 3. Dezember 2008 im Rathaus zu Oslo unterzeichnet worden ist, sieht vor, die Bestände an Streumunition innerhalb von acht Jahren zu zerstören. Jahresabrüstungsbericht 2008 der Bundesregierung

ISAF-Sprecher Brigadegeneral Joseph Blotz bolzt aus Kabul gegen den Wehrbeauftragten Königshaus

Donnerstag, 29. Juli 2010

Die Stimme der internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF ist seit Monaten eine Deutsche. Brigadegeneral Joseph Boltz, der sich mittlerweile auskennt mit dem Verbreiten von schlechten und wahrhaft  dramatischen Nachrichten, jede Meldung von gefallenen oder verwundeten Soldaten, jeder IED-Anschlag, jeder Angriff und jedes Gefecht, alle zivilen Opfer-Meldungen gehen über seinen Tisch und Pressevertreter dutzender Nationen durch seinen Press Room.

Da kommt ihm eine dramatisierende Stimme aus Deutschland über die schlechte Ausrüstung der Bundeswehr-Soldaten wohl irgendwie unangemessen vor und das sagt der deutsche Ein-Sterne-General dann auch bei einer Videokonferenz nach Deutschland medienöffentlich und nennt die Verwendung des Begriffs “Drama” für die Ausstattung und Versorgung der Bundeswehr in Afghanistan durch den Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Hellmut Königshaus “mindestens völlig unangemessen”.
Soldatenglück.de berichtete über das Interview (Kunduz: Partrouille wird angesprengt – Berlin: Wehrbeauftragter beklagt dramatisch schlechte Truppenausrüstung), das der WB Hellmut Königshaus der Sächischen Zeitung gab und das SPIEGEL übernahm, das Wort “Drama” fand sich in den Überschriften und Einleitungen der Artikel landauf und landab wieder, wie das so ist, wenn Presse einen Artikel zum Interview macht und alle übernehmen. Seine Kritik formulierte BrigGen Joseph Blotz allerdings als ISAF-Sprecher und nicht als nationaler Bundeswehr-Soldat auf Nachfrage und er setzte hinzu, die Ausrüstung “entspricht dem, was wir brauchen”.
Damit lag BG Blotz nicht richtig, es mag sein, dass er in seinem Press and Information Office im ISAF HQ alles hat, was er als PIO im Generalsrang braucht, die deutschen Soldaten in der Fläche haben noch lange nicht alles, was sie brauchen. Der Wehrbeauftragte Königshaus wird es ihm nachsehen, dieser Fehler wird Blotz nicht wiederholen, der Job des Wehrbeauftragten ist das Anmahnen von Mißständen, der Job der ISAF Spokesperson die Mission der Presse gegenüber zu erläutern.

Selbst Verteidigungsminister zu Guttenberg formuliert, die Aufgabe des Wehrbeauftragten sei es , “den Finger in die Wunde zu legen im Sinne der Soldaten”, er sei “dem Wehrbeauftragten sehr dankbar für gerade die klaren Worte”, Guttenberg sei auf diese Hinweise angeweisen, denn manchmal sei der Lauf durchs Ministerium durch die gegegeben Strukturen zu lang und über Inhalte könne man sich mit Königshaus austauschen.

Die WikiLeaks-Veröffentlichung der vertraulichen bis geheimen Afghanistan-Einsatz Unterlagen bezeichnete BrigGen Blotz als ”ausgesprochen unverantwortlich” und im Grunde eine Straftat. Einen News-Wert sieht Blotz darin allerdings nicht, die Protokolle könnten “wirklich nur denjenigen aus dem Hocker hauen …, der seit drei Jahren keine Zeitung mehr gelesen hat”. Auch damit liegt die ISAF-Spokesperson BG Blotz nicht richtig, denn in den Unterlagen sollen zum Beispiel hunderte von bislang geheim gehaltenen Namen der Afghanen stehen, die der ISAF-Mission diskrete Unterstützungsdienste leisten, die bangen jetzt um ihr Leben.

(Bilderquelle: NATO.ISAF.int, International Security and Assistance Force Spokesperson Germany Army Brig. Gen. Joseph Blotz, ISAF, makes a statement on current weekly operations and respond to questions on Afghanistan to a standing room only crowd of local and international media June 23 in the GIRoA Government Media Information Center briefing room in Kabul. Photo by Sgt. 1st Class Matthew Chlosta,
Left, Afghan journalist Farrukh Leqa Sultani, TKG, interviews International Security Assistance Force’s Spokesperson Germany Army Brig. Gen. Joseph Blotz, ISAF after a press conference June 23 in the GIRoA Government Media Information Center briefing room Kabul. Photo by Sgt. 1st Class Matthew Chlosta)

Gemeinsames Manöver “Invincible Spirit” Südkoreas und der USA trotz nordkoreanischer Kriegsrhetorik störungsfrei abgeschlossen (Videos)

Donnerstag, 29. Juli 2010

Die gemeinsamen Marine- und Luftwaffen-Mänover Südkoreas und der USA vom 25. bis 28. Juli 2010 sind abgeschlossen, 8000 Soldaten beider Länder, das Flaggschiff der Flugzeugträger USS George Washington (CVN 73), 20 Schiffe, U-Boote und Flugzeuge waren im Japanischen Meer im Einsatz, besondere Zwischenfälle blieben aus.

 

Invincible Spirit (Unbezwingbarer Geist) war den Name des Manövers als Reaktion der USA und Südkoreas auf die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffs Ende März. Die Korvette CHEONAN (PCC-772) mit 104 Besatzungsmitgliedern wurde am 26. März 2010 um 21:45 Uhr nahe der südkoreanischen Baengnyeong-Insel im Gelben Meer von einem nordkoreanischen Uboot- Torpedo versenkt wurde, das ergab die Untersuchung einer Expertenkommission, die am 20. Mai 2010 ihr Ergebnis veröffentlichte, Soldatenglück.de berichtete drüber.

 

Die bedrohliche Kriegsrhetorik Nordkoreas blieb von den Partner Südkorea und USA unbeachtet, das Manöver blieb ohne Störungen oder direkt messbare tatsächliche Reaktionen des nordkoreanischen Regimes.

Der chinesische staatliche Sender China News Service berichtete unterdessen, dass zeitgleich auf dem Territorium der Volksrepublik China in der Nähe des Gelben Meeres mit Langstrecken-Raketen und unbemannten Drohnen geübt wurde, ob lange geplant oder auch als Reaktion auf das Manöver der USA und Südkoreas, blieb offen.

 

(Videoquellen: euronews.net no comment, South Korean and U.S. warships conduct anti-submarine exercises as part of joint military drills;
DoD.gov, Footage of U.S. and Republic of Korea Navy vessels and sir craft performing maneuvers and exercises. Provided by Navy Visual News Service;
Bilderquelle: DoD.gov, A U.S. Marine Corps C-130 Hercules aircraft, center, leads a formation of three F/A-18C Hornet aircraft, right, and three A/V-8B Harrier aircraft as they fly over USS George Washington, CVN 73, July 27, 2010, while the carrier is under way in the East Sea. George Washington is participating in the combined U.S. and South Korean alliance maritime and air readiness exercise Invincible Spirit. DoD photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Charles Oki, U.S. Navy;
The aircraft carrier USS George Washington departs Busan, Republic of Korea. The Republic of Korea and the United States are scheduled to conduct the combined alliance maritime and air readiness exercise “Invincible Spirit” in the seas east of the Korean peninsula from July 25-28, 2010. This is the first in a series of joint military exercises that will occur over the coming months in the East and West Seas.)

DKB - Weltweit Geld abheben