Marine: Das Kommando über die (zu halbierende) Flotte übernimmt Konteradmiral Manfred Nielson
von Dirk ~ 25. Juni 2010. Zu lesen unter: Bundeswehr, Marine.Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf, übergibt am 29. Juni 2010 im Rahmen eines feierlichen Appells im Marinestützpunkt Kiel das Kommando über die Flotte von Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker an Konteradmiral Manfred Nielson (Bild oben).
Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker wird nach 42 Dienstjahren – davon vier Jahre als Befehlshaber der Flotte – mit Ablauf des Monats Juni in den Ruhestand versetzt.
Als Befehlshaber der Flotte hat Vizeadmiral Stricker die See- und Seeluftstreitkräfte konsequent auf die neuen Herausforderungen und aktuellen Einsätze ausgerichtet. In seine Amtszeit fiel auch die Einnahme der neuen einsatzorientierten Struktur der Flotte mit den beiden Einsatzflottillen an Nord- und Ostsee.
Am Abend wird Vizeadmiral Stricker in Anwesenheit des Staatssekretärs des Bundesministeriums der Verteidigung, Rüdiger Wolf, mit einem Großen Zapfenstreich aus dem aktiven Dienst verabschiedet (Bild unten, Marine-Verabschiedung, Abpullen).
Neuer und damit 18. Befehlshaber der Flotte wird Konteradmiral Manfred Nielson, bisher Chef des Stabes des Führungsstabes der Streitkräfte in Bonn. (Zitatende)
Das Kommando über die Flotte, die unter den Sparzwängen für die Bundeswehr von rund 18.000 Soldaten der Teilstreitkraft Marine auf 9.000 halbiert werden soll, ist in diesen Zeiten für einen Marine-Soldaten aus der Flotte – wie Manfred Nielson einer ist – keine ausschließliche Freude.
Nachdem die Diesel-Uboote der Marine überraschend außer Dienst gestellt (Soldatenglück.de berichtete: Bundeswehr spart unverzüglich: Marine legt überraschend U-Boote still: U15 (S194), U16 (S194), U17 (S196), U18 (S197), U23 (S172), U24 (S173) mit sofortiger Wirkung a.D.) bzw. “aus der Fahrbereitschaft genommen” wurden, gehen auch die letzten Schnellboote der Klasse 143A schneller als erwartet aus dem aktiven Dienst der Marine der Bundeswehr. Die Kieler Nachrichten (Frank Behling) berichten regelmäßig und detailreich-gut informiert über die Spareinschnitte für die Bw-Teilstreitkraft Marine, die mit 9.000 Soldaten dann kleiner wäre als die Königliche Marine der Niederlande.
Militärische Vita von Mafred Nielson:
1973 Eintritt als Reserveoffizieranwärter in die Marine
1974-1975 Wachoffizier auf den Küstenminensuchbooten”KOBLENZ” und “WETZLAR”
1975-1978 Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Universität der Bundeswehr, Hamburg
1978-1980 Wachoffizier auf den Minenjagdbooten “FLENSBURG”, “CUXHAVEN” und “KOBLENZ”
1980-1981 Fachausbildung Unterwasserwaffen
1981-1983 Kommandant des Minenjagdbootes “TÜBINGEN”
1983-1985 Kommandant des Hohlstablenkbootes “PADERBORN”
1985-1986 Sachbearbeiter im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung, Bonn
1986-1988 Admiralstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg
1988-1990 S 3-Stabsoffizier und Stellvertretender Geschwaderkommandeur des 6. Minensuchgeschwaders
1990-1994 Referent in der Personalabteilung des Bundesministeriums der Verteidigung, Bonn
1994-1996 Persönlicher Referent des Abteilungsleiters Personal im Bundesministerium der Verteidigung, Bonn
1996-1997 Kommandeur des 6. Minensuchgeschwaders, Wilhelmshaven
1997-1998 Arbeitsbereichsleiter “Zentrale Angelegenheiten” im Planungsstab des Bundesministeriums der Verteidigung, Bonn
1998-2000 Arbeitsbereichsleiter “Personal und Innere Führung” im Planungsstab des Bundesministeriums der Verteidigung, Berlin
2000-2002 Büroleiter von Staatssekretär Biederbick im Bundesministerium der Verteidigung, Bonn
2003-2005 Kommandeur der Marineschule Mürwik, Flensburg, in dieser Zeit von Mai bis Oktober 2003 Auslandseinsatz als CTF 150 im Rahmen “ENDURING FREEDOM”
2005-2008 Unterabteilungsleiter Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten I
seit 03/2008 Chef des Stabes im Führungsstab der Streitkräfte
(Textquelle kursiv, Bildquelle: Marine.de;
Grafikauschnittquelle: Kieler Nachrichten.de vom 23.06.2010;
Dank an Marinekamerad Phillip R. für die Zusendung!


























26. Juni 2010 um 09:29 Uhr
Pro Weltmeer nur noch ein Schiff für die Bundesmarine. Dann sich lieber auf britische Fähigkeiten abstützen. Oder?
26. Juni 2010 um 11:42 Uhr
Die See ist eine der wichtigsten wirtschaftlichen Grundlagen Deutschlands. Die Marine stellt die Handlungsfähigkeit Deutschlands auf See sicher….ENTFÄLLT
Die Marine beteiligt sich an einer gemeinsamen internationalen Kraftanstrengung, die auf der Zusammenarbeit mit Freunden und Partnern und auf das Zusammenspiel in den Bündnissen bzw. auf die aktive Mitwirkung in den Organisationen beruht….ENTFÄLLT
Die von der Europäischen Union geführten EU-Battlegroups, leichte und hochmobile Gefechtsverbände für die Krisenreaktion, werden von der Deutschen Marine unterstützt….ENTFÄLLT
Zudem werden vor allem für die Einsatzbereitschaft, aber auch für die Kooperation untereinander, verschiedene Manöver mit Bündnispartnern der NATO durchgeführt….ENTFÄLLT
Einsatzorientierung im multinationalen Rahmen steht im Vordergrund:
Die internationale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung stehen im Aufgabenspektrum der Bundeswehr an vorderster Stelle. Die Marine wird sich künftig noch stärker auf streitkräftegemeinsame Operationen ausrichten, und ihre Fähigkeiten ausbauen, Kräfte an Land von See aus zu unterstützen….ENTFÄLLT
Gleichzeitig hat die Marine eine besondere Verantwortung beim Schutz Deutschlands und seiner Bürger, die sich aus der maritimen Abhängigkeit Deutschlands als außenhandels- und rohstoffabhängiger Nation ergibt….ENTFÄLLT
Die See als Basis streitkräftegemeinsamer Operationen und der Schutz Deutschlands und seiner Bürger bilden die beiden Säulen der Neuausrichtung der Marine im Zuge der Transformation der Bundeswehr….ENTFÄLLT
Zusammenfassung (laut der Deutschen marine, Stand 04.11.2009)
Die Marine ist für die vor ihr liegenden Herausforderungen gut vorbereitet.
Die Einsatzorientierung wird weiterhin im Vordergrund stehen.
Es geht uns künftig darum, auf oder von See die von der Politik festgelegte Wirkung in einer Krisenregion der Welt erzielen oder militärisch flankieren zu können und zwar streitkräftegemeinsam und vorwiegend in einem multinationalen Rahmen….ENTFÄLLT
Durch die notwendige Neuausrichtung der Streitkräfte ist auch ein angepasstes Fähigkeitsprofil erforderlich geworden. Für die Anforderungen an die wahrscheinlichen Aufgaben benötigt die Bundeswehr differenzierte Streitkräfte, die schnell und wirksam streitkräftegemeinsam (joint) und zusammen mit Streitkräften anderer Nationen (combined) eingesetzt werden können. Hierzu bedarf es eines Fähigkeitsprofils mit sechs schwerpunktartigen Fähigkeitskategorien:
* Führungsfähigkeit,
* Nachrichtengewinnung und Aufklärung,
* Mobilität,
* Wirksamkeit im Einsatz,
* Unterstützung und Durchhaltefähigkeit,
* Überlebensfähigkeit und Schutz.
Für die Marine ist es daher notwendig, die festgelegten Fähigkeiten bereitzustellen.
Die Bereitstellung und die Weiterentwicklung des maritimen Beitrags zu diesen Kräftekategorien wird das zukünftige Fähigkeitsprofil der Marine bestimmen.
Grundsätzlich gilt es, maritime Fähigkeiten aufzubauen, die es den Streitkräften der Bundesrepublik Deutschland gestatten, die See als stets verfügbares, weltweites Aufmarsch- und Operationsgebiet für die Erfüllung der wahrscheinlichen Aufgaben zu nutzen. Schließlich können Seestreitkräfte weltweit selbständig oder als Plattform für streitkräftegemeinsame Operationen eingesetzt werden, ohne dabei zwingend eskalatorisch zu wirken.
Zugleich behält die Marine ihre besondere Verantwortung für die maritime Sicherheit Deutschlands. Sie ist darauf eingestellt, diesen Beitrag streitkräftegemeinsam und im Zusammenwirken mit Partnern zu erbringen.
!!!! ENTFÄLLT !!!!