Anschlag auf Berliner Polizei: Experten erkennen Internet-Anleitung für Splitterbomben (Video)

von Dirk ~ 14. Juni 2010. Zu lesen unter: POLIZEI Land/Bund, GSG9, Video.

Bereits am Sonntag analysierten Experten, unter Ihnen Gutachter und militärisch ausgebildete Sprengspezialisten, das per Internet verbreitete Video zum Anschlag auf die Berliner Polizei vom 12.06.2010.

 

Es besteht kein Zweifel, dass es sich bei dem aufsteigendem weißen Rauch in der Sekunde 32 des Videos um die Rauchwirkung eines selbstgebauten Initialzünders handelt. Die ersichtliche Aufstiegsgeschwindigkeit und die Farbe der Rauchwolke, nach der in der Sekunde 33 der Sekundärsprengstoff zündet, und die ersichtliche Druckwelle, die Splitter der Bombe lebensgefährlich beschleunigt, bestätigen die Ersteinschätzung: Es handelt sich um eine selbstgebaute Splitterbombe.

Der Typ der Splitterbombe, des Anschlags auf die Berliner Polizei am vergangenen Samstag, basiert auf zwei Anleitungen eines Berliner Internet-Forums, dass sich insbesondere mit der Herstellung von Zündern und Sprengstoffen beschäftigt. Unter Experten gilt das Internet-Forum eines jungen Berliner Linksextremisten bereits seit 2008 als eine der gefährlichsten Ansammlungen von Sprengstoff- und Bombenbauanleitungen im europäischen Internet.

Hierzu sagte Bert Weingarten, Vorstand der PAN AMP AG: “Ich habe den Berliner Innensenator und den Polizeipräsidenten bereits im Februar 2009, auf dem 12. Europäischen Polizeikongress, persönlich auf dieses extrem gefährliche Internet-Forum aus Berlin aufmerksam gemacht. Das Forum ist sehr leicht im Internet zu finden und beinhaltet extrem gefährliche Anleitungen für Leib und Leben. Mir wurde zugesagt, dass man sich der Angelegenheit annimmt und es ist nicht mehr nachzuvollziehen, warum das Internet-Forum im Juni 2010 noch immer online ist”.

Bis zu einer Abschaltung des Internet-Forums muss davon ausgegangenen werden, dass insbesondere Extremisten sich die extrem gefährlichen Sprengstoff- und Bombenbauanleitungen aneignen. Auch Anschläge, die auf den Anleitungen aus Berlin basieren, können nicht ausgeschlossen werden.

Soldatenglück.de berichtete IED-Anschlag gegen deutsche Polizei mitten in Berlin (Video) 

(Textquelle kursiv: PAN AMP AG.de, Internet-Gefahrenabwehr und Sicherheits-Beratung)

bookmarks

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Tausendreporter
  • Technorati
  • BlinkList
  • Folkd
  • Furl
  • blogmarks
  • Netselector
  • newskick
  • Newsrider
  • Oneview
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

4 Kommentare zu Anschlag auf Berliner Polizei: Experten erkennen Internet-Anleitung für Splitterbomben (Video)

  1. Robert

    Kaum zu Glauben! Ich kann verstehen wenn Menschen in einer Diktatur auf die Straße gehen, aber bei uns?
    Wie verblendet sind diese Menschen? Sehen die nicht wie gut es ihnen hier geht? In anderen Ländern würde man solche Demonstranten nie wieder sehen, bei uns können sie demonstrieren ohne dieser Angst. Doch ist ihnen das nicht genug, dass sie mit Angriffen auch mit Explosivmitteln gegen den Staat und auch gegen eventuelle zivile Personen vorgehen. Diesen Leuten geht es definitiv zu gut.

    Was sind das für Folgedetonationen die man dann noch hört?

  2. Hendric

    Vergleicht man das obige Video mit dem hier (http://bit.ly/4NN5lp), sieht das eher nach einem in Deutschland verbotenen Böller mit Blitzknallsatz aus.
    Die in dem erwähnten Forum verfügbaren Anleitungen zur Sprengstoffherstellung basieren größtenteils auf dem alten und hinlänglich bekannten Anarchist Cookbook (das auch in Deutschland legal in jedem Buchhandel erworben werden kann). Allerdings sind die Angaben oftmals ungenau bzw. falsch, was die Herstellung in der heimischen Küche zu einem lebensgefährlichen Unterfangen macht.

  3. Winfried Sobottka

    Wer wirklich meinen sollte, dass politisch motivierte Bombenbastler auf Anleitungen aus einem Berliner Internetforum zurückgreifen müssten, muss ziemlich naiv sein.
    Als ob es keine Chemiebücher, keine Lehrbücher für Pyrotechniker usw. gäbe!

    Wäre die von dem Berliner Internetforum ausgehende Gefahr so gr0ß, dann wäre es längst dicht: Politisch kritische Webpräsenzen werden oft sehr schnell dicht gemacht, auch wenn in ihnen nicht zur Gewalt aufgerufen oder angeleitet wird.

    Hier muss man offenbar davon ausgehen, dass die Polizei ein Interesse am Bestehen des kritisierten Forums hat: Vermutlich hat es eine Köderfunktion, um über Internetverbindungen heraus zu bekommen, wer so alles als potentieller Bombenbastler infrage kommt.

  4. Hendric

    Das Internetforum wurde auch mal als Behördeninformationsseite bezeichnet, weil die dort veröffentlichten Links zu diversen legalen Onlineshops der Polizei eine Menge Arbeit abnehmen und die Betreiber rechtzeitig auf verdächtige Bestellungen hingewiesen werden können.

Einen Kommentar hinterlassen

« Back to text comment