
Warum ich für Joachim Gauck “votiere”?
Ich stelle mit vor, der/die künftige Bundespräsident/in besucht die Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan.
Die Dame mit dem schönen Vornamen Lukrezia Luise “Luc” (Jahrgang 1936), geboren in Nürnberg, von der so genannten Partei DIE LINKE reist aus verschiedensten Gründen erst gar nicht dorthin.
Der katholisch-konfessionelle Mann aus Osnabrück bzw. Hannover in Niedersachsen von den Christdemokraten mit Ministerpräsidenten-Wiederwahl-Erfahrung (Jahrgang 1951) und der zweiten Ehefrau, der First Lady mit einer Tätowierung am rechten Oberarm (wie Medien berichten, “erste tätowierte Präsidentengattin ins Schloss Bellevue”), wird sich hinfliegen lassen und die Soldaten in Mazar-e-Sharif fragen: “Wollen Sie auch ein Foto mit mir?”
Der Gegen-Kandidat, Kapitänssohn und “gelernte” Pfarrer aus Rostock, der heute in Berlin lebt und eine deutsch-deutsche Biografie (Jahrgang 1940) aufzuweisen hat, wird dort sein und die Soldaten in Kunduz fragen: “Wo können wir denn hier in Ruhe miteinander reden?” und ihnen versprechen, “ich nehme das, was Sie mir gesagt haben mit nach Deutschland in die Debatte und komme regelmäßig wieder zu Euch, wo auch immer Sie im Einsatz sein werden auf dieser Welt”.
Der weitere Kandidat der beiden rechtsextremen, verbotswürdigen Parteien wird hier bewußt nicht thematisiert.
Soldatenglück.de berichtete zu Joachim Gauck und dessen Bundespräsidenten-Kandidatur, unterstützt den Bundespräsidentschafts-Kandidaten Joachim Gauck, setzt auf ihn und wünscht ihm heute genügend Stimmen und viel Glück.
Bundestag.de bietet einen Livestream zur Bundespräsidenten-Wahl der Bundesversammlung

Lebenslauf
Dr. h. c. mult. Joachim Gauck
Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik a. D.
Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock als Sohn eines Kapitäns geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie. Ab 1965 bis 1990 ist er im Dienst der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs, die längste Zeit als Pastor in Rostock, wo er im Nebenamt u.a. auch Stadtjugendpastor und später Leiter der Kirchentagsarbeit seiner Landeskirche war.
Früh wurde er durch seine offenen und kritischen Worte bekannt. 1989 gehörte Joachim Gauck zu den Mitbegründern des Neuen Forum, dessen Sprecher er in seiner Heimatstadt wurde. Im Herbst 1989 war er Mitinitiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstandes gegen die SED-Diktatur. Er leitete wöchentliche Abendgottesdienste, aus denen sich machtvolle Protestdemonstrationen entwickelten, die auch in Rostock das DDR-Regime beendeten.
Im März 1990 zog er als Abgeordneter der Bürgerbewegungen, die sich im Bündnis 90 zusammengeschlossen hatten, in die zum ersten Mal frei gewählte Volkskammer ein und wurde zum Vorsitzenden des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des MfS (Ministerium für Staatssicherheit) gewählt.
Nach Wahl durch die Volkskammer wurde Joachim Gauck zum 3. Oktober 1990 vom Bundespräsidenten und Bundeskanzler zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes berufen; nach Verabschiedung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes des Deutschen Bundestages Ende 1991 war er Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik mit Dienstsitz in Berlin. Am 21. September 1995, vom Deutschen Bundestag mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt, wurde er zum 3. Oktober 1995 für eine zweite Amtsperiode berufen, die am 2. Oktober 2000 endete. Eine weitere Amtszeit war nach dem Gesetz nicht möglich.
Im Jahr 2001 moderierte er 14-tägig in der ARD die WDR-Sendung “Joachim Gauck”.
Von 2001 bis 2004 war Joachim Gauck deutsches Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien (Ehrenamt).
Seit November 2003 ist er als Nachfolger von Dr. Hans-Jochen Vogel und Dr. h. c. Hans Koschnick, Bundesvorsitzender der Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
Ehrungen :
Theodor-Heuss-Medaille (1991), Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1995), Hermann-Ehlers-Preis (1996), Hannah-Arendt-Preis, Bremen (1997), Ehrendoktor der Universität Rostock (1999), Imre-Nagy-Gedenkplakette, Budapest (1999), Dolf-Sternberger Preis für Öffentliche Rede (1999), Cicero Rednerpreis(2000), Wartburgpreis (2000), Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern (2000), Ehrendoktor der Universität Jena (2001), Erich Kästner-Preis, Dresden (2001), Goldenes Lot (der deutschen Vermessungsingenieure) (2002), Wittenberg Award, Washington D.C. (2002), Courage-Preis, Osnabrück/Bad Iburg (2003), Heinz Herbert Karry-Preis, Frankfurt/Main (2005), Ehrendoktor der Universität Augsburg (2005), Thomas-Dehler-Preis, München (2008), Glas der Vernunft, Kassel (2009).
letzte Veröffentlichung:
Joachim Gauck: Winter im Sommer- Frühling im Herbst, Siedler-Verlag 2009.
(Bildquelle Textauszug Lebenslauf: Gegen Vergessen – Für Demokratie)
Hintergrundinformationen: Joachim Gauck.de