Archiv für Juni, 2010

Der Klassiker am Kap | WM-Viertelfinale Argentinien – Deutschland live im ZDF (Video)

Mittwoch, 30. Juni 2010

Mit der Begegnung Argentinien gegen Deutschland kommt es am Samstag, 3. Juli 2010, zur Neuauflage des WM-Viertelfinales von Berlin 2006. Das ZDF überträgt das Spiel live ab 16.00 Uhr. Reporter im Green Point Stadium von Kapstadt ist Béla Réthy.

Die Wege des dreifachen Weltmeisters Deutschland und des zweimaligen Titelträgers Argentinien haben sich bekanntermaßen in der WM-Geschichte häufig gekreuzt, darunter bei den WM-Endspielen von 1986 (Titel für Argentinien) und 1990 (Titel für Deutschland). Das Zusammentreffen des Maradona-Teams um Lionel Messi und Gonzalo Higuain mit den “jungen Wilden” Özil, Müller und Co. verspricht erneut Hochspannung.

Bereits ab 14.20 Uhr läuten Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn im “ZDF-WM-Studio” den Countdown ein. Auf dem Programm: alles Wissenswerte rund um das Spiel, über die beiden Teams, Spieler und Trainer.

Nach dem Spiel, gegen 17.50 Uhr, meldet sich das ZDF-Länderspiel-Duo wieder live aus Kapstadt mit den Highlights, Analysen und Interviews sowie Stimmungsberichten aus Deutschland und Argentinien. Die ausführliche Aufarbeitung des Spiels findet nach einer kurzen “heute”-Nachrichtensendung ab 19.10 Uhr ihre Fortsetzung. Direkt im Anschluss sendet das ZDF eine Zusammenfassung des Prologs der Tour de France 2010 aus Rotterdam. (Zitatende)

Soldatenglück.de fiebert mit und berichtet mit Text und Video-Zusammenfassungen über die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.

Hier die letzte “Spiel-Studie” über den Gegner im sportlichen Wettkampf um den Fußball-Weltmeistertitel 2010: Argentinien 3:1 Mexiko WM 2010 – Highlights 27.06.2010

 

(Textquelle kursiv: ZDF.de)

Hintergrundinformationen: FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 und Deutscher Fußballbund, DFB



Guttenberg weist Kritik des Wehrbeauftragten Königshaus an Ausrüstung und Ausbildung zurück

Mittwoch, 30. Juni 2010

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat die jüngste Kritik des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus an Ausrüstung und Ausbildung der Bundeswehr in Afghanistan zurückgewiesen. “Da, wo Mängel realistischerweise abgestellt werden können sind sie bereits abgestellt oder werden gerade abgestellt”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Donnerstagausgabe). “Der Prozess läuft. Wo Budgetfragen sich stellen ist auch das Parlament gefragt.” Königshaus habe ihm in einem persönlichen Telefonat versichert das die Kritik nicht so gemeint sei, wie sie jetzt in den Medien erscheine, so Guttenberg.. Er sei mit dem Wehrbeauftragten im Gespräch. Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Elke Hoff, gab der Kritik von Königshaus recht. ” Die Kritik ist in einigen Punkten berechtigt. Es ist die Aufgabe des Wehrbeauftragten bestehende Mängel anzuprangern. Die Aufgabe des Ministers und von uns Parlamentariern ist es jetzt, diese Mängel abzustellen.” (Zitatende)

Berichtet die Mitteldeutsche Zeitunga aus Halle.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bilderquelle: Einsatz.Bundeswehr.de, der Wehrbeauftragte verschafft sich im DINGO und im direkten Gespräch im ISAF-Einsatzgebiet einen Überblick über Ausrsütung und Ausrüstung der Soldaten, Artikel “Wehrbeauftragter auf Patrouille in Afghanistan”)

Kritik an Zivil-Militärischer Zusammenarbeit (CIMIC) in Afghanistan von medico international

Mittwoch, 30. Juni 2010

Auf ihrer heutigen Jahrespressekonferenz kritisierte die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international die Strategie der “Vernetzten Sicherheit”. Das Konzept der Bundesregierung sieht die systematische Verzahnung der Arbeit von entwicklungspolitischen Hilfsorganisationen mit militärischem Handeln vor. “Die Entsendung von Truppen dient nicht mehr dazu, ein sicheres Umfeld für den Wiederaufbau zu schaffen, vielmehr sind es die zivilen Maßnahmen, die nun zur Absicherung des militärischen Handelns beitragen”, sagte Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico international.

Angesichts der Armut, die in Afghanistan herrsche, gebe es zur Hilfe von außen oftmals keine Alternative. Dass sie dennoch vielerorts nicht mehr geleistet werden könne, sei nicht zuletzt die Folge ihrer Instrumentalisierung für militärische Zwecke. Thomas Gebauer erläuterte: “Die Vermischung von ziviler Hilfe und militärischen Einsätzen macht unsere Projektpartner verstärkt zur Zielscheibe. Helfer und ausländische Soldaten verschmelzen in der Wahrnehmung der Bevölkerung. Die Folge sind tödliche Angriffe mit Opfern vor allem unter den lokalen Mitarbeitern der Hilfswerke.”

medico international ist für ein andere Afghanistan-Politik

(Bild-, Textquelle kursiv: medico international.de)

“Soldatenglück” wünscht Joachim Gauck viel Glück für die Wahl zum Bundespräsidenten

Mittwoch, 30. Juni 2010

Warum ich für Joachim Gauck “votiere”?
Ich stelle mit vor, der/die künftige Bundespräsident/in besucht die Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan.
Die Dame mit dem schönen Vornamen Lukrezia Luise “Luc” (Jahrgang 1936), geboren in Nürnberg, von der so genannten Partei DIE LINKE reist aus verschiedensten Gründen erst gar nicht dorthin.
Der katholisch-konfessionelle Mann aus Osnabrück bzw. Hannover in Niedersachsen von den Christdemokraten mit Ministerpräsidenten-Wiederwahl-Erfahrung (Jahrgang 1951) und der zweiten Ehefrau, der First Lady mit einer Tätowierung am rechten Oberarm (wie Medien berichten, “erste tätowierte Präsidentengattin ins Schloss Bellevue”), wird sich hinfliegen lassen und die Soldaten in Mazar-e-Sharif fragen: “Wollen Sie auch ein Foto mit mir?”
Der Gegen-Kandidat, Kapitänssohn und “gelernte” Pfarrer aus Rostock, der heute in Berlin lebt und eine deutsch-deutsche Biografie (Jahrgang 1940) aufzuweisen hat, wird dort sein und die Soldaten in Kunduz fragen: “Wo können wir denn hier in Ruhe miteinander reden?” und ihnen versprechen, “ich nehme das, was Sie mir gesagt haben mit nach Deutschland in die Debatte und komme regelmäßig wieder zu Euch, wo auch immer Sie im Einsatz sein werden auf dieser Welt”.
Der weitere Kandidat der beiden rechtsextremen, verbotswürdigen Parteien wird hier bewußt nicht thematisiert.

 

Soldatenglück.de berichtete zu Joachim Gauck und dessen Bundespräsidenten-Kandidatur, unterstützt den Bundespräsidentschafts-Kandidaten Joachim Gauck, setzt auf ihn und wünscht ihm heute genügend Stimmen und viel Glück.

Bundestag.de bietet einen Livestream zur Bundespräsidenten-Wahl der Bundesversammlung

Lebenslauf
Dr. h. c. mult. Joachim Gauck
Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik a. D.

Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock als Sohn eines Kapitäns geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie. Ab 1965 bis 1990 ist er im Dienst der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs, die längste Zeit als Pastor in Rostock, wo er im Nebenamt u.a. auch Stadtjugendpastor und später Leiter der Kirchentagsarbeit seiner Landeskirche war.

Früh wurde er durch seine offenen und kritischen Worte bekannt. 1989 gehörte Joachim Gauck zu den Mitbegründern des Neuen Forum, dessen Sprecher er in seiner Heimatstadt wurde. Im Herbst 1989 war er Mitinitiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstandes gegen die SED-Diktatur. Er leitete wöchentliche Abendgottesdienste, aus denen sich machtvolle Protestdemonstrationen entwickelten, die auch in Rostock das DDR-Regime beendeten.

Im März 1990 zog er als Abgeordneter der Bürgerbewegungen, die sich im Bündnis 90 zusammengeschlossen hatten, in die zum ersten Mal frei gewählte Volkskammer ein und wurde zum Vorsitzenden des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des MfS (Ministerium für Staatssicherheit) gewählt.

Nach Wahl durch die Volkskammer wurde Joachim Gauck zum 3. Oktober 1990 vom Bundespräsidenten und Bundeskanzler zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes berufen; nach Verabschiedung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes des Deutschen Bundestages Ende 1991 war er Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik mit Dienstsitz in Berlin. Am 21. September 1995, vom Deutschen Bundestag mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt, wurde er zum 3. Oktober 1995 für eine zweite Amtsperiode berufen, die am 2. Oktober 2000 endete. Eine weitere Amtszeit war nach dem Gesetz nicht möglich.

Im Jahr 2001 moderierte er 14-tägig in der ARD die WDR-Sendung “Joachim Gauck”.

Von 2001 bis 2004 war Joachim Gauck deutsches Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien (Ehrenamt).
Seit November 2003 ist er als Nachfolger von Dr. Hans-Jochen Vogel und Dr. h. c. Hans Koschnick, Bundesvorsitzender der Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Ehrungen :
Theodor-Heuss-Medaille (1991), Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1995), Hermann-Ehlers-Preis (1996), Hannah-Arendt-Preis, Bremen (1997), Ehrendoktor der Universität Rostock (1999), Imre-Nagy-Gedenkplakette, Budapest (1999), Dolf-Sternberger Preis für Öffentliche Rede (1999), Cicero Rednerpreis(2000), Wartburgpreis (2000), Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern (2000), Ehrendoktor der Universität Jena (2001), Erich Kästner-Preis, Dresden (2001), Goldenes Lot (der deutschen Vermessungsingenieure) (2002), Wittenberg Award, Washington D.C. (2002), Courage-Preis, Osnabrück/Bad Iburg (2003), Heinz Herbert Karry-Preis, Frankfurt/Main (2005), Ehrendoktor der Universität Augsburg (2005), Thomas-Dehler-Preis, München (2008), Glas der Vernunft, Kassel (2009).

letzte Veröffentlichung:
Joachim Gauck: Winter im Sommer- Frühling im Herbst, Siedler-Verlag 2009.

(Bildquelle Textauszug Lebenslauf: Gegen Vergessen – Für Demokratie)

Hintergrundinformationen: Joachim Gauck.de

Bartsch: Linke soll bei Bundespräsidentenwahl Entscheidung über Gauck offen halten

Mittwoch, 30. Juni 2010

Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat dafür plädiert, die Entscheidung der Linkspartei über ein mögliches Votum zugunsten des früheren DDR-Bürgerrechtlers Joachim Gauck im zweiten und dritten Wahlgang offen zu halten. “Wir werden im ersten Wahlgang Luc Jochimsen wählen”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger”. “Danach werden wir jeweils neu beraten. So haben wir es entschieden. Und dabei sollten wir bleiben.” Verschiedene Politiker der Linkspartei hatten erklärt, für sie sei Gauck unter keinen Umständen wählbar, darunter die linke Präsidentschafts-Kandidatin Luc Jochimsen. (Zitatende)

Berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger heute am Tag der Bundesversammlung.

Soldatenglück.de berichtete zu Joachim Gauck und dessen Bundespräsidenten-Kandidatur, unterstützt den Bundespräsidentschafts-Kandidaten Joachim Gauck und wünscht ihm heute genügend Stimmen und viel Glück.

Bundestag.de bietet einen Livestream zur Bundespräsidenten-Wahl der Bundesversammlung

(Textquelle kursiv: Kölner Stadt-Anzeiger.de)



Designierter ISAF-Befehlshaber Petraeus erwartet Zuspitzung der Sicherheitslage im Einsatzgebiet Afghanistan (Videos)

Mittwoch, 30. Juni 2010

Afghanistan: “Test of Wills”

U.S. Army General David H. Petraeus, Commander United States Central Command (CENTCOM) und künftig auf der Kommandoebene darunter, Commander ISAF, erwartet in den folgenden Monaten eine Zuspitzung der Lage am Hindukusch und eine weitere Verschärfung der Sicherheitslage und vermehrte Kampfhandlungen. Als Kommandeur der NATO ISAF-Truppe wird General Petraeus von Kabul aus über 100.000 U.S. Soldaten und mehr als 50.000 weitere Soldaten aus 45 anderen Nationen in Afghanistan befehligen als Commander International Security Assistance Force und Commander United States Forces Afghanistan.

Bei einer Anhörung (Videos unten) im U.S. Senat vor dem Armed Services Committee stellte sich der Army General den Fragen der U.S. Senatoren und konnte realitätsnah und ehrlich die Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Afghanistan-Einsatzes nicht bestätigen. Die Abzugspläne sind für 2011 beginnend vorgesehen, doch dass die angestrebte und notwendige Verbesserung der Sicherheitslage damit Schritt hält, ist fraglich.

Vielmehr stellt sich die gegenwärtige Lage so dar, dass erstmals seit Beginn des internationalen Afghanistan-Einsatz in 2001 in einem Monat Juni im Jahr 2010 erstmals eine dreistellige Zahl von über 100  internationalen Soldaten durch Kampfhandlungen, Gefechte und IED-Anschläge in Afghanistan ihr Leben liessen.
Petraeus bezeichnete Afghanistan als “Test of Wills”.

 

 

 

 

(Bilderquelle: Defence.gov; A U.S. Marine assigned to 1st Battalion, 3rd Marine Regiment places Lance Cpl. Jacob A. Meinert’s dog tags over an M-16 rifle during the regiment’s memorial service on Marine Corps Base Hawaii June 24, 2010. Six Marines assigned to the battalion were killed in action during their seven-month deployment to the Helmand province of Afghanistan. DoD photo by Lance Cpl. Alfredo V. Ferrer, U.S. Marine Corps;
Videoquellen: via YouTube)

Zum Video des United States Senate Armed Services Committee in voller Länge vom Dienstag, 29. Juni 2010 ab 09:30 Uhr in Washington D.C./USA.

Bundesversammlung: Gauck ist Kandidat der Herzen, aber: Auch Wulff kann ein guter Präsident werden (Video)

Mittwoch, 30. Juni 2010

 

Ein kleines, politisch vielleicht nicht ganz korrektes Gedankenspiel. Nehmen wir also das Unwahrscheinliche an, Joachim Gauck, der Kandidat von SPD und Grünen, würde heute zum Bundespräsidenten gewählt. Wie erginge es Sozialdemokraten und Grünen mit diesem Staatsoberhaupt? Gauck ist sicher konservativ, noch sicherer: liberal. Er ist ganz gewiss nicht links. Er ist ein Antikommunist, weil ihn das die eigene Geschichte lehrte. Dank seiner Kandidatur ist einmal mehr deutlich geworden, wie sehr die Linkspartei sich sträubt, aus ihrem doktrinären Schatten zu treten. Aus seinem liberalen Freiheits-Verständnis heraus lehnt der Agenda-Freund Gauck jeden weiteren Ausbau des Sozialstaats ab, denn der stehe in der Gefahr, die Menschen zu entmündigen. Den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan findet er richtig und wichtig. Mit anderen Worten: So gut wie jede Rede, die der Bundespräsident Gauck hielte, müsste gelesen werden als Kritik an Sozialdemokraten und Grünen. Aus diesem Grund hat schließlich Deutschlands konservativste Partei, die CSU, sich vor Jahren für Gauck als Präsidentschaftskandidaten der Union ausgesprochen.

Andersherum: Hätte ein rot-grüner Kandidat den Hauch einer Chance, wäre es nie dieser wunderbar beeindruckende Joachim Gauck geworden. Dieser Kandidat hat sich souverän nicht in Partei-Händel verwickeln lassen, was nichts daran ändert, dass er eine Figur ist auf dem politischen Schachbrett. Wulff ist der Kandidat von Schwarz-Gelb, Gauck ist der Versuch von Rot-Grün, Schwarz-Gelb zu schaden oder zu stürzen. Die Bundesversammlung war noch stets parteipolitisch geprägt, ob nun von rechts oder von links. Da gibt es nichts zu beschönigen, auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung es gerne anders sähe.

Wäre die Direktwahl des Präsidenten ein Ausweg? Eher nicht. Vor einer solchen Wahl stünde ein Wahlkampf um die Gunst der Bürger – könnte der Präsident dann noch das Volk einen? Und wäre das Volk dann noch einverstanden, dass ein Präsident vor allem reden soll, aber nicht handeln darf? Alles andere als ein Erfolg Christian Wulffs im ersten Wahlgang wäre eine herbe Niederlage für die Kanzlerin. Erste Aufgabe eines Präsidenten Wulff sollte es jedenfalls sein, das parteiverdrossene Volk und die Parteien wieder einander näher zu bringen, was schwer genug werden dürfte. Wulff kann darauf bauen, dass es bisher noch jeder Präsident zu großer Beliebtheit gebracht hat, auch der eher spröde Horst Köhler. Warum sollte dies Wulff nicht gelingen, einem Mann, den die Niedersachsen immerhin schon einmal als Ministerpräsident wiedergewählt haben? (Zitatende)

Schreibt Ulrich Reitz im Leitartikel bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung aus Essen am Tag der Bundesversammlung in Berlin.

Sommermärchen Gauck

Seit Horst Köhlers Flucht aus dem Amt des Bundespräsidenten sind lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen 30 Tage bis zur Wahl eines Nachfolgers vergangen. Doch es ist gut, dass der Wahlkampf ein Ende hat. Die parteipolitische Instrumentalisierung der Suche nach dem ersten Mann im Staate war unerträglich. Angela Merkel setzte nach dem Fiasko mit dem Außenseiter Köhler auf einen Politprofi und fand ihn in Christian Wulff, der wiederum Ausschau nach einer Aufgabe für den Lebensabschnitt nach 50 hielt. Den von ihr geschätzten Pfarrer Gauck aus Mecklenburg hatte die Pfarrerstochter aus Mecklenburg nicht auf dem Zettel. So kandidiert dieser bemerkenswerte Konservative, von Trittin und Gabriel bei seiner Eitelkeit gepackt, für Rot-Grün. Das Kalkül der Opposition ging auf. Gaucks Kandidatur richtete größtmöglichen Schaden im Regierungslager an. Nach Hotelsteuer und Steuersenkung stritt Schwarz-Gelb über die Frage: Wie hältst du’s mit dem Gauck? Viele waren verführbar, weil der Charismatiker den leuchtenden Gegenentwurf zum Regierungsalltag verkörpert. Trotzdem nimmt heute wohl die Polit-Maschinerie ihren Lauf. Wulff wird Bundespräsident, Gauck bleibt ein Sommermärchen. Wulff muss dann beweisen, was man ahnt: dass ein guter Bundespräsident in ihm steckt. Gauck gebührt Dank für seinen Dienst an der Demokratie. (Zitatende)

Kommentiert die Rheinische Post aus Düsseldorf.

Video des Deutschen Bundestages:
Bundesversammlung wählt heute am Mittwoch, 30. Juni den neuen Bundesprsäidenten

Die 14. Bundesversammlung tritt am Mittwoch, 30. Juni, im Plenarsaal des Berliner Reichstagsgebäudes zusammen, um nach dem Rücktritt von Horst Köhler einen neuen Bundespräsidenten zu wählen. Die Bundesversammlung setzt sich aus 1.244 Delegierten zusammen. Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert wird sie um 12 Uhr mit einer Ansprache eröffnen. Im Video-Interview gibt der Leiter der Parlamentsdienste der Bundestagsverwaltung, Dr. Helmut Winkelmann, erläuternde Hinweise zum Verfahren.

Soldatenglück.de berichtete zu Joachim Gauck und dessen Bundespräsidenten-Kandidatur, unterstützt den Bundespräsidentschafts-Kandidaten Joachim Gauck udn wünscht ihm heute genügend Stimmen und viel Glück.

Bundestag.de bietet einen Livestream zur Bundespräsidenten-Wahl der Bundesversammlung

(Textquelle kursiv: Westdeutsche Allgemeine Zeitung.de, Rheinische Post.de;
Videoquelle, Erklärungstext kursiv: Deutsche Bundestag.de)

Der INTERPOL Global Complex in Singapur soll die weltweite Überwachung verbessern und stärken

Mittwoch, 30. Juni 2010

Das Exekutivkomitee der INTERPOL hat die Schaffung eines INTERPOL Global Complex in Singapur einstimmig gutgeheissen. Die Ausführungsplanung wird im November auf der 79. Generalversammlung der INTERPOL in Qatar vorgestellt und die Inbetriebnahme ist für Ende 2013 bzw. Anfang 2014 geplant.

Der globale Komplex wird das Generalsekretariat der INTERPOL in Lyon (Frankreich), das auch weiterhin die weltweite Zentrale der Organisation darstellt, ergänzen und unterstützen.

“Der Aufbau des hochmodernen INTERPOL Global Complex in Singapur ist für die INTERPOL, Singapur und Asien gleichermassen von Vorteil und wird zur Bewältigung der komplexen Herausforderungen beitragen, die das Verbrechen im 21. Jahrhundert darstellt”, erklärte Khoo Boon Hui, Präsident der INTERPOL. “Hierin spiegelt sich die Notwendigkeit wider, über den heutigen Tag hinaus zu denken, um morgen für weltweit mehr Sicherheit zu sorgen.”

Zu den Schwerpunkten des INTERPOL Global Complex gehören:
Innovative Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der forensischen Möglichkeiten und Datenbankkapazitäten, insbesondere für die Aufdeckung von Straftaten und Identifizierung von Tätern;
Befriedigung der Forderungen nach technologisch innovativen Polizeischulungen und Ausbau der entsprechenden Kapazitäten;
Verbesserung der Möglichkeiten der INTERPOL, Polizeiorganisationen zeitzonenübergreifend – und dank einer grösseren Mobilität auch auf grössere Entfernung – rund um die Uhr zu unterstützen.

Generalsekretär Ronald K. Noble begrüsste die Entscheidung und nannte sie “eine Initiative, die zur Verbesserung der weltweiten operationellen Reichweite der INTERPOL beiträgt”.

“Angesichts des moderne Technologien einsetzenden Verbrechens und der immer problematischer werdenden Verbrechensbekämpfung, werden die INTERPOL und andere Polizeiorganisationen weltweit dank des Global Complex in die Lage versetzt, dem grenzüberschreitenden Verbrechen mit kriminalistischen Hightech-Kompetenzen und der Singapur und Asien eigenen dynamischen Innovationskultur auch weiterhin immer einen Schritt voraus zu bleiben”, sagte Noble.

“Die Schaffung des Global Complex der INTERPOL ist für die Geschichte der internationalen Strafverfolgung und für die INTERPOL ein neuer Meilenstein und unterstreicht Singapurs Engagement für Sicherheit auf internationaler Ebene. Der neue Komplex wird gemeinsam mit öffentlichen und privaten Organisationen Bereiche der Zusammenarbeit und Kooperation festlegen und den 188 Mitgliedsländern der INTERPOL jeweils ein noch breites Spektrum an Dienstleistungen bieten können”, schloss Noble.

(Text-, Bilder-, Grafikquelle: INTERPOL.int, Lyon/Frankreich)

Hamburg: Polizeibeamte wurden brutal angegriffen (Videos)

Dienstag, 29. Juni 2010

Da die Rechte an den Handybilder von einer News-Agentur angekauft wurden
und besonderem Rechtschutz unterstehen,
kann das Video hier nicht mehr gezeigt werden.

Schläger-Attacke in Hamburg
Polizisten werden brutal angegriffen

Ein neuerlicher brutaler Gewaltakt gegen Polizisten hat Diskussionen ausgelöst, wie man solche Exzesse verhindern könnte. Eine größere Gruppe junger Männer hatte am Samstag in Hamburg fünf Polizisten bei einem Einsatz wegen eines Exhibitionisten erst angepöbelt und dann attackiert.

Da die Rechte an den Handybilder von einer News-Agentur angekauft wurden
und besonderem Rechtschutz unterstehen,
kann das Video hier nicht mehr gezeigt werden.

Hamburg: Angriff auf Polizisten

In Hamburg-Neuwiedenthal hat sich eine Gruppe Randalierer eine Auseinandersetzung mit der Polizei geliefert. Bei dem Angriff wurden fünf Beamte zum Teil schwer verletzt.

Zwischenzeitlich hat sich der Haupttäter der Polizei gestellt: Nach dem Angriff auf Polizeibeamte in Hamburg-Neuwiedenthal ist der mutmaßliche Haupttäter gefasst. Der 31-Jährige stellte sich bereits am Montagabend gegen 23 Uhr im Polizeipräsidium in Alsterdorf, wie NDR 90,3 berichtete. Der Verdächtige soll am Samstagabend einen 46-jährigen Polizeikommissar mit einem Tritt ins Gesicht lebensbedrohlich verletzt haben. Dem Beamten wurden der Kiefer, das Jochbein und die Nase gebrochen. Noch unklar ist, ob er an einem Auge die Sehkraft verliert. Nach Angaben der Polizei schweigt der 31-Jährige noch zum Vorwurf der schweren Körperverletzung. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt.

(Videoquelle: n-tv.de vom 29. Juni; Textauszug und Videoquelle; NDR aktuell vom 28. Juni 2010 via YouTube-Kanal Soldatenglück;
Bild- und Grafikquelle, Copyright: Polizei Hamburg, Foto: Matthias Wiechmann)

Hintergrundinformationen: Polizei Hamburg

Großbritannien-Afghanistan: Mehr als 300 britische Soldaten am Hindukusch umgekommen (Videos)

Dienstag, 29. Juni 2010

Militärische Verluste lassen sich in Gefallenen-Zahlen beziffern, die menschlichen Tragödien dahinter nicht, sie sind unermesslich. Großbritannien hat in der Vorwoche seinen 3oo. gefallenen bzw. im Einsatz umgekommenen Soldaten im Afghanistan zu beklagen. Der Monat Juni 2010 war für die ISAF-Truppen am Hindukusch einer der blutigsten und verlustreichsten.
Premiermininister David Cameron war Mitte Juni bei den britischen Soldaten im Camp Bastion, am 21. Juni musste er zurück in London anlässlich des 300. Soldaten aus dem Vereinigten Königreich den Einsatz aufs Neue begründen und den Verlust an Menschenleben rechtfertigen, was mittlerweile über 300mal geschah und zunehmend noch schwerer fällt.
Am Sonntag, dem 27. Juni 2010 fiel der 301. britische Soldat vom 101 Engineer Regiment (Explosive Ordnance Disposal, EOD), einer Einheit zum Aufspüren und Entschärfen von Improvisierten Sprengsätzen (IED) der radikal-islamischen Taliban in der südafghanischen Provinz Helmand, das Minstry of Defence schrieb: “He will be greatly missed and his actions will not be forgotten. We will remember him”.
Deutschlands Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz hat 43 umgekommene und gefallene Soldaten zu beklagen, im Juni 2010 wurden auch viele Deutsche verwundet - Tendenz ungewiss.

 

300th British fatality in Afghanistan -Prime Minister David Cameron has paid tribute to the sacrifices made by the 300 British servicemen and women who have died since operations in Afghanistan began in 2001.

 

The PM in Camp Bastion – The Prime Minister has paid tribute to the “brave and professional” British troops serving in Afghanistan.

(Videoquelle: Number10.gov.uk;
Bildquelle: Ministry of Defence.gov.uk)