Archiv für Mai, 2010

Kabul, Bagdad, …, New York – Autobomben nun auch in der freien Welt? (Video)

Sonntag, 2. Mai 2010

 

Terroralarm am Times Square – Die Mitte der Welt -

Die Menschen in New York leben mit einer pochenden Narbe. Es ist der “Ground Zero” in Manhattan, jener Ort, an dem das World Trade Center mächtig in den Himmel ragte. Dieser Platz, der nun erneut prächtig bebaut werden soll, ist ein Grab. Es erinnert die Menschen nicht nur an die 3000 Toten des 11. September 2001, sondern auch an ihre eigene Verletzbarkeit. Das mächtigste Land der Erde kann seinen Bürgern Sicherheit nicht garantieren. Dies ist der Schock des 11. September. Der Bombenfund am Times Square gemahnt an dieses Trauma. Dieser belebte Platz liegt in der Mitte der Metropole, New Yorker Bürger sehen ihn nicht nur als zentralen Ort ihrer Stadt, er gilt ihnen als Mitte der Welt. Und genau hier sollte ein Inferno ausbrechen, sollten Menschen sterben. Wer immer diesen gottlob stümperhaft ausgeführten Anschlag plante, wollte nicht nur die Stadt, er wollte das Land dort treffen, wo es seinen Charakter am sinnfälligsten offenbart: wo Business und Glitzerwelt, Geld und Vergnügen, Kunst und Kommerz ein einmaliges und typisches Ambiente geschaffen haben. Ob radikale Islamisten, regierungsfeindliche US-Gruppen oder ein hirnverbrannter Einzeltäter dahinter stecken – in ihrer mörderischen “Logik” sind sie vereint.

Schreibt Christopher Onkelbach im Leitartikel der Westdeutsche Allgemeinen Zeitung aus Essen.

Mitteldeutsche Zeitung: zu New York und Terror

Seit den Anschlägen des 11. September 2001 lebt das Schaufenster der westlichen Welt mit dem Gefühl der permanenten Bedrohung. Auch in London, Madrid, Mumbai oder erst recht in vielen Städten des Nahen und Mittleren Ostens ist es zu blutigen Attentaten gekommen. Aber das weltweite Echo auf einen Terrorangriff in New York ist immer noch am größten. Das macht die Situation so unübersichtlich. Denn längst lauert auch in den USA die Gefahr von innen. Islamisten sind nicht die einzigen, die Angst verbreiten wollen. Die New Yorker haben gelernt, damit zu leben, ohne in Panik zu verfallen. Aber ihre Wachsamkeit darf nicht nachlassen, denn vermutlich wird es neue Anschlagsversuche geben.

Kommentiert die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle.

Alarm in New York

Der Times Square als pulsierende Kultur- und Amüsiermeile ist ebenso ein Wahrzeichen New Yorks wie es das World Trade Center als Herz des Kapitalismus war. Wer immer den mörderischen Plan ersann, eine Autobombe in der Nähe des Broadway zu zünden, mag unprofessioneller vorgegangen sein als jene, die die Zwillingstürme am 11. September 2001 pulverisierten. Ziel und Zeit aber wählte er mit Bedacht: An solchen Orten zeigt sich, wie verletzbar offene Gesellschaften sind. Das ist die alarmierende Botschaft vom “Big Apple”. Eine zweite, mindestens genauso wichtige, lautet: Wachsamkeit bleibt die wirksamste Waffe gegen Terror. “See something, say something” – “Sag es, wenn du etwas siehst”, heißt es überall in New York auf Schildern und Aufklebern. Dieses Prinzip hat am Wochenende funktioniert. Der Straßenverkäufer am Times Square reagierte sofort, als er den rauchenden Geländewagen bemerkte. Die Polizei, die seit den verheerenden Al-Qaida-Attacken massiv verstärkt wurde, war sofort zur Stelle, der Gefahrenbereich schnell geräumt. Auch wenn eine Riesenportion Glück hinzukam, durch die Schlimmeres in New York verhindert wurde, gilt für jeden von uns: “Sag es, wenn du etwas siehst.”

Kommentiert Martin Bewerunge von der Rheinischen Post aus Düsseldorf.

Verstärkt im Fadenkreuz

Die USA liegen wieder verstärkt im Fadenkreuz des islamistischen Terrorismus. Viele Anschläge konnten die Sicherheitsbehörden seit dem Massaker vom 11. September 2001 zwar verhindern, doch die Zahl der versuchten Attacken steigt. Und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis El Kaida oder eine andere Extremistengruppe ein Loch im dichten Sicherheitsnetz findet, wie die Autobombe auf dem Times Square im Herzen New Yorks zeigt.

Nur einer Reihe von Zufällen ist es zu verdanken, dass der Sprengsatz nicht explodierte. Zum Glück scheiterte der wohl von einer Taliban-Gruppe ausgearbeitete Plan, am Broadway ein Blutbad anzurichten. Doch gewiss ist: Islamistische Terrorgruppen werden den Westen erst aufhören anzugreifen, wenn sie ausgeschaltet sind.

Wann dies gelingen wird, ist ungewiss. Aber die Fanatiker werden nicht obsiegen, wenn die USA, die Europäer und ihre Verbündeten in der islamischen Welt nicht aufgeben. Siehe Afghanistan. Es gibt viel an dem ISAF-Einsatz zu kritisieren, doch eines sollte klar sein: Wenn Kabul fällt und die NATO geschlagen abziehen müsste, hätten die Fanatiker wieder einen Staat unter Kontrolle, den sie zu einem einzigen Terrorlager umfunktionieren würden. Zudem drohte der Zusammenbruch der Nuklearmacht Pakistan. Ein Horrorszenario, denn Osama bin Laden trachtet nach Atomwaffen, die er einsetzen würde – in New York, Neu-Delhi, London oder Berlin.

Kommentiert die Neue Osnabrücker Zeitung.

(Videoquelle: New York Post via YouTube;
Textquellen kursiv: Westdeutsche Allgemeine Zeitung.de, Mitteldeutsche Zeitung.de, Rheinische Post.de, Neue Osnabrücker Zeitung.de)



Afghanistan-Strategie von Hans-Christian Ströbele MdB in 2010, Kanonier d.R. der 60er, RAF-Anwalt der 70er (Video/Audio)

Sonntag, 2. Mai 2010

Ströbele fordert Abzug aus Afghanistan “in verantwortbarer Weise”

Hans-Christian Ströbele bei dradio im Gespräch mit Christoph Heinemann

 

Die Bundeswehr befinde sich auf dem falschen Weg in Afghanistan, sagt Grünen-Politiker Christian Ströbele und fordert einen Verhandlungswaffenstillstand, um damit eine Abzugsperspektive zu erreichen. “Wir können doch nicht die, mit denen verhandelt werden soll, töten!”, betont Ströbele.

In seiner Biografie bei ströbele-online.de schreibt der Bundestagsageordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen des Wahlkreises Berlin Kreuzberg-Friedrichshain und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, Hans-Christian Ströbele (Jahrgang 1939): “1960 Ein Jahr Wehrpflicht in Aurich/Ostfriesland, Luftwaffen Fla. Beförderung zum Gefreiten abgelehnt, gewählt zum Vertrauensmann des Bataillons, ausgeschieden als Kanonier der Reserve”.

Mehr bei: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1169130/

(Bildquelle: stroebele-online.de, Hans-Christian Ströebele mit seinem Lieblingsfahrzeug, dem Fahrrad, beim Karneval der Kulturen in seinem Wahlkreis in Berlin;
Textauszug kursiv: dradio.de;
Video-/Audiaquelle: drdaio via YouTube-Nutzer “Nasenbstaub”)

Hintergrundinformationen: Hans-Christian Ströbele.de

Guttenberg leitet subtanziellen deutschen Rückzug aus dem Kosovo ein

Sonntag, 2. Mai 2010

  

Deutscher Truppenabzug aus dem Kosovo beginnt

Verteidgungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will die Obergrenze für das Bundeswehr-Mandat im Kosovo um 1.000 Soldaten verringern. “Im Kosovo stellen wir mandatsgemäß bis zu 3.500 Soldaten”, sagte Guttenberg der “Welt am Sonntag”. Die Obergrenze soll demnächst um 1.000 verringert werden”, so Guttenberg, der noch Ende März die seit Februar 2008 selbstständige Republik Kosovo besuchte. Falls die Lage stabil bleibt, könnten mehr Soldaten heim. “Es kann durchaus sein, dass, wenn die Voraussezugen gegegben sein sollten, später noch subtanzielle Absenkungen möglich sind.”
Derzeit stellt Deutschland des Commander KFOR, Generalleutnant Markus Bendler, der planungsgemäß bis September 2010 auf Posten bleiben wird, danach wird ein Italiener das Kommando über die NATO Kosovo Force übernehmen. Frankreich wird sich militärisch gänzlich noch in den nächten Monaten vor Ablauf des Jahres 2010 aus dem Kosovo verabschieden.
Damit sellt sich die Frage, wer im fragilen Norden des Kosovos die Sicherheit garantieren wird. Deutschland und Italien als große KFOR-Truppensteller haben bislang kein Interesse an der regionalen Zuständigkeit für die KFOR Battle Group North (vorher Multi-National Task Force, MN Brigade) signalisiert. Es bliebe die USA, KFOR-Truppen aus den USA sind eigentlich im Osten des Kosovo vom Camp Bondsteel aus zuständig, das kleine US-Camp Nothinghill im Nordkosovo bei Leposavic wird für eine flächendeckende Präsenz der Franzosen nicht reichen. Italien stellt einen Botschafter als Nord-Kosovo-Beauftragten, so mit könnte es sich in der pflicht sehen, das Restprobölem-feld auch miltärisch zu übernehmen. Deutschland ist im Norden temoprär in Kompanie-Stärke präsent. Deutschlands Diplomatie ist eine Übernahme der Verantwortung in diesen Feldern der Kosovo-Politik im Spannungsfeld Serbien-Kosovo zu kompliziert und wahrscheinlich auch zu arbeitsintensiv und schließlich wohl auch zu undankbar.

Auf dem Schienenweg per Bahn werden erstmals seit April-Beginn die militärischen Güter nach Deutschland zurück gebracht, Artikel “Erstmals per Bahn von Kosovo nach Deutschland” bei Einsatz.Bundeswehr.de.

(Grafikquelle: NATO.KFOR.int;
Bildquelle: Einsatz.Bundeswehr.de)

Hintergrundinformationen: NATO.KFOR.int

Autobombe am Times Square in New York (Videos)

Sonntag, 2. Mai 2010

Terroranschlag-Versuch
Einsatz für das Bomb Squad des New York Police Department

 

 

Rauch aus einem geparkten NISSAN Pathfinder alarmierte einen aufmerkasmen New Yorker und einen beherzten Polizisten und das New York Fire Depatment, gemeinsam mit der NY Police fanden die Feuerwehrleute den gewaltigen Sprengsatz auf dem New Yorke Times Square vor der Bank of America nahe der weltbrühmten Boulevard-Theater. Die Menschen auf den Straßen und Anwohner der Umgebung wurden in Sicherheit gebracht. Der Times Square gilt als einer DER Orte und Symbole New Yorks und ist Anziehungspunkt für tausende von Touristen. Das FBI ermittelt nach den Hintergründen. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg bestätigte heute, dass es sich um eine Autobombe handelte. Die Polizei habe glücklicherweise einen “todbringenden Vorfall” verhindert. Gasflaschen, Benzin und ein Zünder sollte den NISSAN Geländewagen zur tödlichen Bombe machen, die Technik des Improvisierten Sprengsatzes (IED) war nicht besonders professionell, darum kam es vermutlich zur Rauchentwicklung und nicht zur Explosion. Allerdings ist mangelnde Professionalität im Bombenbau “kein Trost” und keine minder große Gefahr, auch die Kofferbomber im deutschen Regionalzug hatten eine “technische unvollendete Bombe” im Einsatz.
New York ist nach wie vor nicht weit vom Al Qaida-Terror entfernt, die Staatsanwaltschaft verfolgt geeminsam mit dem FBI dort Terror-Untertsützer, zuletzt am 30. April 2010: Manhattan U.S. Attorney Charges Two Brooklyn Men with Conspiring to Provide Material Support to al Qaeda
Das New York Police Department Bomb Squad kam am Abend des 01. Mai auf dem Times Square zum Einsatz (Video unten):

 

(Videoquellen: AP, MOXNews via YouTube; New York Police Department)

“Verbrechen” von Ferdinand von Schirach (Videos)

Sonntag, 2. Mai 2010

Soldatenglück Kultur

Die Wahrheit. Nichts als die Wahrheit.

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht.

Ein angesehener, freundlicher Herr, Doktor der Medizin, erschlägt nach 40 Ehejahren seine Frau mit einer Axt. Er zerlegt sie förmlich, bevor er schließlich die Polizei informiert. Sein Geständnis ist ebenso außergewöhnlich wie seine Strafe. Ein Mann raubt eine Bank aus, und so unglaublich das klingt: Er hat seine Gründe. Gegen jede Wahrscheinlichkeit wird er von der deutschen Justiz an Leib und Seele gerettet. Eine junge Frau tötet ihren Bruder. Aus Liebe. Lauter unglaubliche Geschichten, doch sie sind wahr.

Pressestimmen:
»Ferdinand von Schirach schreibt so souverän, klar und einfach, als hätte er nie etwas anderes gemacht … er ist ein großartiger Erzähler.« Der Spiegel • »Ein wunderbares Debüt, fesselnd von der ersten Seite an und ohne jeden falschen Ton.« Frankfurrter Allgemeine Sonntagszeitung • »Um die Vielschichtigkeit einer Tat geht es ihm. Sie beschreibt er nüchtern, wortkarg und immer so, dass der Leser am Ende Verständnis, fast Mitleid mit dem Täter hat.« Literarische Welt • »Ein unglaublich beeindruckendes Buch …« BZ • »›Verbrechen‹ ist das gemeinste, hinterhältigste und tollste Buch, das ich seit Langem gelesen haben. Es schleicht sich an … Aber dann haut einen jedes einzelne Kapitel aus den Schuhen.« WDR 2 • »Eines ist den Geschichten allen gemein: Sie erzählen von menschlichen Dramen und geben den Blick frei in seelische Abgründe. Schirach ist nicht nur ein erfolgreicher Strafverteidiger, er erweist sich auch als begnadeter Erzähler … Das reale Leben hält mehr Tragödien bereit, als Krimiautoren erfinden könnten. Sehr lesenwert.« Buchmarkt • »Mitunter kamen mir, wenn ich über die Lakonie lachen musste, mit der da finstere Vorgänge beschrieben werden, Jörg Fauser und Thomas Bernhard in den Sinn. Natürlich sind Schirachs Texte nicht genuin komisch, es sind eher kleine komische Funken, die vor dem meist rabenschwarzen Hintergrund manchmal trivialer, manchmal tragischer Verbrechen um so heller leuchten.« Titanic • »Was sind das für Geschichten? Warum fesseln sie? Weil sich hinter der Sachlichkeit Parteinahme verbirgt, die keine politische Korrektheit kennt. Schirachs Moral ist eigenwillig. Eigensinnig. Ruhig: aber äußerst störrisch. Seine Texte verschließen ein Rätsel in sich. Was ist Schuld?« WAZ • »Jede einzelne Geschichte beweist, dass die Wirklichkeit viel bizarrer sein kann als die abseitigste Phantasie eines Krimiautors. Schirach erzählt ganz nüchtern und undramatisch, was ebendeshalb seine Wirkung nicht verfehlt.« Der Standard

Ferdinand von Schirach wird mit den Heinrich-von-Kleist-Preis 2010 ausgezeichnet

Der 1964 in München geborene Autor (Bild oben) und Berliner Strafverteidiger Ferdinand von Schirach (Enkel des NS-Reichsjugendführers Baldur von Schirach), habe mit dem Erzählband “Verbrechen” (Piper-Verlag) “das meistbeachtete Debüt der deutschen Literatur 2009″ vorgelegt, begründete der Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Professor Günter Blamberger. Der mit 20.000 Euro dotierte Kleist-Preis wird am 21. November 2010 in Berlin übergeben.
Der Großvater Ferdinands, Baldur von Schirach (1907-1974), tauchte nach dem Ende des Dritten Reiches in Tirol als Richard Falk unter und galt zunächst als tot. Aus den letzten Kriegstagen gab es die Mitteilung, die Wiener hätten ihn aufgehängt. Stattdessen arbeitete er nun als Dolmetscher für die US-Truppe und schrieb über Wien kurz vor dessen Eroberung im April 1945. Später, am 5. Juni 1945, stellte er sich jedoch und wurde vom Internationalen Miltärtribunal in den Nürnberger Prozessen angeklagt und wurde am 01. Oktober 1946 wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Haft verurteilt. Als 17-jähriger begegnete der junge Baldur von Schirach 1925 Adolf Hitler und wurde zu dessen begeistertem Anhänger, seine Ehefrau wurde 1931 Henriette Hoffmann (1913–1992), die Tochter des Hitler-Fotografen Professor Heinrich Hoffmann. Mit Erreichen der Volljährigkeit trat er in die NSDAP ein. Als Student der Germanistik und Kunstgeschichte wurde er 1928 Führer des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbunds. (Bild unten: mit Baldur von Schirach, stehend, mit den mit dem ehemaligen Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop, sitzend, in Nürnberg 1946).

Von der Anklage der Vorbereitung eines Angriffskrieges der Reichsjugendführer der NSDAP im Rang eines SA-Gruppenführers und zuletzt Reichsstatthalter in Wien freigesprochen. Nach der gemeinsamen Entlassung mit Albert Speer aus der Haft im Jahre 1966 lebte Baldur von Schirach in Kröv an der Mosel und veröffentlichte 1967 unter dem Titel “Ich glaubte an Hitler” seine Memoiren. Darin bestritt er, von dem Massenmord an Juden gewusst zu haben.

Der Kleist-Preis hat eine lange Tradition. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden neben anderen Bertolt Brecht, Robert Musil und Anna Seghers ausgezeichnet. Nach der Wiederbegründung des Preises 1985 bekamen beispielsweise Alexander Kluge, Thomas Brasch, Heiner Müller, Ernst Jandl, Monika Maron, Herta Müller, Martin Mosebach, Daniel Kehlmann oder zuletzt Arnold Stadler den Preis. Das Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro stiften die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Ministerien für Wissenschaft, Forschung und Kultur der Länder Berlin und Brandenburg.

Zum Lesungsvideo auf: www.zehnseiten.de/

F. v. Schirach über die Entstehung des Buches

 

Der Berliner Strafverteidiger Ferdinand von Schirach hat in “Verbrechen” elf Kriminalfälle zusammengetragen, die sich wirklich so ereignet haben.

Ferdinand von Schirach, Defense Lawyer and Author | Talking Germany (english)

 

(Textauszüge, Grafikquelle: PIPER Verlag.de, Wiki;
Bildquelle: bei der Nürnberger Prozessen, Foto: Charles Alexander, US HolocaustMemeorialMuseum.gov;
Videoquellen: lettraTV und Deutsche Welle via YouTube)



1. Mai in Berlin – Demonstranten werfen Steine, Flaschen und Böller auf Polizisten (Videos)

Samstag, 1. Mai 2010

 

In Berlin-Kreuzberg in der Reichenberger Straße haben Randalierer am Abend des 1. Mai eine Barrikade entzündet. Die Polizei sichert den Ort mit einem massiven Aufgebot an Beamten ab. Zudem gibt es immer mehr Verletzte auf beiden Seiten.

 

Mit Böllern, Flaschen, Wurkörpern und Steinen werfen linke Demonstranten am 01. Mai 2010 tagsüber auf Polizisten am Spreewaldplatz in Berlin-Kreuzberg. Immer wieder versuchen Demonstranten die Einsatzkräfte zu provozieren. Die Stimmung ist aggressiv und aufgeheizt, die gewohnten Mai-Krawalle bahnen sich am Mai-Feiertag “Tag der Arbeit” 2010 an.

Aufgeheizte Stimmung an der Skalitzer Straße in Kreuzberg

 

Einige flüchten vor den Randalierer und suchen in Kreuzberg Schutz unter der Hochbahntrasse an der Skalitzer Straße. Die Polizei versucht in Formation den Randalierer entgegen zu treten. 

(Videoquelle: MorgenpostTV via YouTube)

“Geballter Sachverstand made in Germany” im politischen Afghanistan-Einsatz (Video)

Samstag, 1. Mai 2010

“Wir wissen auch – wir Deutschen -,
dass wir ein bißchen Nachholbedarf haben,
was die Ausbildung der Polizei betrifft”

Die Vorsitzende des Verteidigungsauschusses des Deutschen Bundestages hat in Afghanistan gesprochen.

 

Dr. Susanne Kastner MdB (SPD) aus Bayern seit 25. November 2009 Chairwoman, Bundestag German Defense Commitee besuchte die  NATO Training Mission-Afghanistan in Kabul.
Die Videos datieren von März 2010, doch die drei Statements blieben mit nur 21/46/28 Aufrufen lange Zeit unbeachtet. Die von der Bundestagsabgeordenten Kastner beschriebenen positiven Eindrücke, der Glaube an Strategien und die internationale Völkergemeinschaft sowie die Feststellung, dass wir Deutschen wörtlich “ein bißchen Nachholbedarf” haben, was die Ausbildung der Polizei betrifft und der offenkundige Informationsbedarf der Verteidigungs-Parlamentarier gebieten eine Veröffentlichung auch noch Wochen später.
Ich gestehe, ich blicke in Afghanistan selber nicht durch, aber empfinde das “volkstümliche Mittelmaß” immer wieder erschreckend, welche unsere Volksvertreter an der Tag legen. Die Parlamentarier und Fachpolitiker/innen für Verteidigungs- und Sicherheitspolitik werden dem Ernst der Lage und des herausfordernden militärischen Einsatzes für unsere Soldaten und den global sicherheitspolitischen Aspekten nicht mal im Ansatz gerecht – der Preis für eine Parlamentsarmee kann das nicht sein. Ein Krieg, bewaffneter Konflikt oder ein Aufstandsbekämpfungs-Einsatz ist mit denen nicht einfach zu führen und erschwert zu gewinnen. Der bedauernswerte Commander ISAF General Stanley McChrystal musste seine Zeit mit Politikern aus der deutschen Provinz vertun.
Der Verteidigungspolitische Sprecher, ausgerechnet der LINKEN, Paul Schäfer MdB aus NRW (46 YouTube-Aufrufe), wirkt eloquenter, informierter als die Ausschussvorsitzende von der SPD, hat eine Meinung, und beginnt mit dem Satz: “Zum einen müssen wir natürlich unsere Truppen besuchen, darum waren wir in Kunduz und werden auch noch nach Mazar-e-Sharif gehen …”

 

Sybille Pfeiffer MdB (28 YouTube Aufrufe) von der CDU aus Hessen zeigt sich begeistert geht “mit allen gemeinsan in die richtige Richtung” und meint dabei “besser spät als nie”.

 

(Videoquelle: Combined Security Transition Command, NATO Training Mission Afghanistan)

Victory Day in Kabul (Videos)

Samstag, 1. Mai 2010

“wenn es nur schon soweit wäre”

 

Die Afghanen haben vor zwei Tagen in ihrer Hauptstadt den Victory Day zelebriert, der die Befreiung vor 18 Jahren vom Mujaheddin-Regime feiert, ein bißchen früh dran sind die Afghanen mit dieser Sieges-Feier der Afghan National Army (ANA) im National-Stadion Kabul dennoch, der Sieg über die landesweit aktive Taliban und die eigene staatliche Korruption und in den Drogenhandel verstrickte afghanischen Akteure steht noch aus, aber es ist eben auch immer ein Show of Force-Effekt dabei, die Afghan National Army Air Corps zeigt zum Beispiel seine ollen aber für den Gegner nicht weniger gefährlichen Helikopter russischer Bauart am Himmel über der Siegestag-Feier.
Formalausbildung in praktischer Anwendung und Formationsflug unter Nationalfeiertags-Bedingungen kann nicht schaden.

Generalleutnant Shir Mohammad Karimi von der ANA beschreibt den Victory Day und das militärisch-protokollarische Programm des Tages sowie die Fortschritte der afghanischen Sicherheitskräfte mit partnerschaftlicher Unterstützung der NATO-Truppe ISAF.

 

(Videoquelle: Combined Security Transition Command, CSTC, NATO Training Mission Afghanistan;
Bildquelle: NATO.ISAF.int, Two Afghan C-27s and a AN-32 perform a fly-over as part of the Victory Day Parade at the Olympic Center in Kabul, Afghanistan, April 28. The parade is held every year in to commemorate the day when the Afghan mujahideen overthrew the socialist government in Afghanistan in 1992. NATO Training Mission Afghanistan Photo by Staff Sgt. Markus Maier)

Kubas Militär durchdringt Venezuela

Samstag, 1. Mai 2010

 

Offensichtlich scheint kubanisches Militär die venezolanische Armee unter Billigung des Möchtegerndiktators Hugo Chavez zu durchdringen. Die in der Terrorisierung des eigenen Volkes versierten Kubaner fungieren als Berater, Ausbilder und sogar als Inhaber genuin operativer Funktionen. Das ist besogniserregend.

Berichtet Dr. Detmar Doering vom LiberalesInstitut-Blog und stützt sich auf den AP-Artikel “Ex-general: Cubans involved in Chavez’s military”.

Übrigens, der Präsident von Venezuela, Hugo Chaves, twittert jetzt auch: http://twitter.com/chavezcandanga

Soldatenglück.de berichte im September 2008 “Russische Kriegsschiffe nehmen Kurs auf Venezuela …” und im Juli 2009 über die Aktivitäten des sozialistischen Kubas in Deutschland “Kubanische staatliche Nachrichten- und Spionage-Agentur eröffnet Büro in Deutschland”

(Textquelle kursiv: Blog des Liberalen Instituts der FNSt;
Grafikquelle: CIA.gov)