Archiv für Mai, 2010

Bundespräsident Horst Köhler scheitert an deutscher Afghanistan-Innenpolitik, Camp Marmal/Mazar-e-Sharif – Schloss Bellevue/Berlin (Videos)

Montag, 31. Mai 2010

Die unvollendete Präsidentschaft …

 

 

“Es war mir eine Ehre, Deutschland als Bundespräsident zu dienen”

Erklärung von Bundespräsident Horst Köhler

Meine Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr am 22. Mai dieses Jahres sind auf heftige Kritik gestoßen. Ich bedauere, dass meine Äußerungen in einer für unsere Nation wichtigen und schwierigen Frage zu Missverständnissen führen konnten. Die Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze der Bundeswehr, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen.

Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten – mit sofortiger Wirkung. Ich danke den vielen Menschen in Deutschland, die mir Vertrauen entgegengebracht und meine Arbeit unterstützt haben. Ich bitte sie um Verständnis für meine Entscheidung.

Verfassungsgemäß werden nun die Befugnisse des Bundespräsidenten durch den Präsidenten des Bundesrates wahrgenommen. Ich habe Herrn Bürgermeister Böhrnsen über meine Entscheidung telefonisch unterrichtet, desgleichen den Herrn Präsidenten des Deutschen Bundestages, die Frau Bundeskanzlerin, den Herrn Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts und den Herrn Vizekanzler.

Es war mir eine Ehre, Deutschland als Bundespräsident zu dienen.

(Videoquelle: ZDF.de und Defence.gov;
Textquelle: Bundespräsident.de)



Katastrophenschutz-Voralarm im Bundesland Brandenburg ausgelöst

Donnerstag, 27. Mai 2010

Die entscheidenden Stunden und Tage beim Oder-Hochwasser brechen im Bundesland Brandenburg an, der Scheitel der Hochwasserwelle hat Deutschland aus Polen kommend erreicht. 

Soldatenglück.de meldet sich bis auf weiteres ab. Eben ging der Katastophenschutz-Voralarm ein und “WIR HELFEN GEMEINSAM”, Bundeswehr (LKdo Brandenburg), Bundes- (BPOL) und Landespolizei Brandenburg (LaPo BRB), Technisches Hilfswerk (THW), Feuerwehren und die zivilen Katastrophen- und Hilfsorganisationen (ASB, DRK, DLRG, Johanniter, Malteser), ich werde selbstverständlich mithelfen und jetzt die letzten persönlichen Vorbereitungen für den KatSchutz-Einsatz an der Oder treffen.

Wenn es möglich ist, mache ich zwischendurch virtuell Meldung, auf jeden Fall bringe ich Bilder und Eindrücke für Soldatengück.de mit.

Das Innenministerium Brandenburg hat via Polizei das Informationsportal Hochwasser 2010 geschaltet.

(Grafikquellen: Innenministerium.Brandenburg.de;
Bilderquelle: THW.de, Pegelhäuschen in Ratzdorf, Landkreis Oder-Spree in Brandenburg, Oder Hochwasser 2010, Am frühen Morgen des 27. Mai 2010 wurde in Ratzdorf (Oder-Spree) ein Hochwasserpegel von 6,15 Metern erreicht, beim Jahrhunderthochwasser 1997 wurden in Ratzdorf 6,91 Meter gemessen. Seit gestern kontrollieren Deichläufer rund um die Uhr die Oder-Deiche. Sie sollen beschädigte Stellen melden, damit diese umgehend repariert werden. Einsatzkräfte der Feuerwehren befüllten und transportierten Sandsäcke und verstärkten am Mittwochabend den Deich an der Neuzeller Niederung. Zwei je fünf Kilometer lange Deichabschnitte in der Neuzeller Niederung sowie zwischen Gartz und Friedrichsthal gelten als Schwachstellen.)

Köhler zu Afghanistan-Einsatz – Vergessliche Opposition

Donnerstag, 27. Mai 2010

Die Empörung über Horst Köhler wirkt aufgesetzt. Vor allem die SPD regt sich wider besseres Wissen über den Bundespräsidenten auf, der Wirtschaftsinteressen in Zusammenhang mit Auslandseinsätzen gestellt hat. Oder hat die heutige Oppositionspartei vergessen, dass sie 2006 Co-Autor des “Weißbuches zur Sicherheitspolitik Deutschlands” war, in dem richtigerweise der freie Welthandel als nationales Interesse festgeschrieben wurde? Außerdem sollten sich die Köhler-Kritiker der SPD daran erinnern, dass sie selbst der Verlängerung des Anti-Piraten-Einsatzes vor Somalia zugestimmt haben. Und am Horn von Afrika geht es tatsächlich allein um den Schutz wichtiger Handelsrouten, der im Rahmen multinationaler Bündnisse sowie auf Grundlage des Völkerrechts erfolgt.

Unglücklich an Köhlers Beitrag ist allein, dass der Eindruck entstehen konnte, der Afghanistan-Einsatz habe primär etwas mit Wirtschaftsinteressen zu tun. Am Hindukusch riskieren aber keine “Bundeswehr-Soldaten Gesundheit und Leben für die Exportinteressen riesiger Konzerne”, wie die Linkspartei poltert. Afghanistan ist schließlich ein Armenhaus. Dort lässt sich in der Regel kein großes Geld verdienen, nur verlieren. Es gilt, einen weiteren 11. September 2001 und den Zusammenbruch einer Krisenregion zu verhindern. Deshalb gibt der Westen für diesen Krieg Milliarden aus. (Zitatende)

Kommentiert die Neue Osnabrücker Zeitung.

(Textquelle kursiv: Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Bildquelle: Soldatenglück.de)

“Töten gehört zum Auftrag”, so der Kommandeur der Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr, Brigadegeneral “Tacheles” (Videos)

Donnerstag, 27. Mai 2010

KSK-Kommandeur “Tachelles”, Brigadegeneral Hans-Christoph Ammon (Jahrgang 1950, Bild unten), Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr in der Graf-Zeppelin-Kaserne im württembergischen Calw, im Interview mit Helmut Michealis (selbst Oberst d.R. der Fallschirmjägetruppe) der Rheinischen Post aus Düsseldorf. Hans-Christoph Ammon äußert sich zur kritischen Lage in Afghanistan, zur Geheimhaltung bei Einsätzen, zum Problem des Tötens, zur schwierigen Nachwuchsgewinnung, zum Idealbild des Kämpfers und zu Frauen als Kommandosoldaten.

Wo ist das KSK zurzeit im Einsatz?

Ammon: In Afghanistan. Daraus machen wir kein Geheimnis. Wir haben den Auftrag, zum Schutz der deutschen Soldaten direkt und indirekt beizutragen.

Was heißt das konkret? Gehen Sie aktiv gegen die Taliban vor, die die deutschen Soldaten bedrohen?

Ja, das ist richtig. Aber mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Sie waren selbst mehrfach in Afghanistan, haben unter anderem Kampfeinsätze der internationalen Schutztruppe ISAF koordiniert. Deren heutiger Kommandeur Stanley McChrystal spricht von einem Unentschieden zwischen den Kontrahenten. Wie beurteilen Sie die Entwicklung?

Ich bin nicht so vermessen, dass ich General McChrystal widerspreche oder es gar besser weiß. Er ist vor Ort und verfügt über ein umfassenderes Lagebild. Unabhängig davon sehe ich es auch so: Die Lage hat sich speziell im Norden über die letzten zwei Jahre deutlich verschlechtert. Dem gilt es Einhalt zu bieten … zum vollständigen Interview mit der Rheinischen Post bei Deutsches Heer.de ”KSK-Kommandeur Ammon im Gespräch: Töten gehört zum Auftrag”

Videos: Kommando Spezialkräfte, KSK, des deutsches Heeres der Bundeswehr, eine n-tv-, RTL- und eine ARDplus-Reportage:

 

 

 

Bild unten: Der Ehrenhain des Kommandos Spezialkräfte (KSK), Division Spezielle Operationen, in der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw, der Standort des KSK.

(Textauszug kursiv: Deutsches Heer.de,
Videoquelle: via YouTube-Kanal “Nasenstaub”/Soldatenglück)

Köhler zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr – Die Kraft der Worte

Donnerstag, 27. Mai 2010

Als Präsident, der mit wohlgesetzten und -gewählten Worten Einfluss auf Politiker und Bürger nimmt, ist Horst Köhler bislang nicht aufgefallen. Das ist ein Manko für einen Mann in diesem Amt, der allein durch Worte Einfluss nehmen kann auf die Gestaltung der Politik. Denn die Macht des Bundespräsidenten im politischen System des Landes ist beschränkt und umfasst vor allem repräsentative Tätigkeiten, weshalb er auch als neutrale Gewalt bezeichnet wird. Wenn das Wort die wichtigste Waffe des Präsidenten ist, ist es umso gefährlicher, wenn er seine Worte falsch oder auch nur missverständlich setzt. Exakt dies ist Köhler passiert in einem Radiointerview, in dem er darüber sprach, dass Auslandseinsätze der Bundeswehr auch der Sicherung freier Handelswege dienten. Präsidenten-Mund tut Wahrheit kund? Die Linke jedenfalls sieht das so und begrüßt daher laut und froh des Präsidenten Gerede, das erst Tage später von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde – was nahezu alles sagt über Köhlers Gewicht im politischen Gefüge der Republik. Eine Randerscheinung. Union und FDP haben Köhler auf den Präsidentenschild gehoben wegen seiner Wirtschaftskompetenz. Die hatte er bewiesen als geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die zeigt er auch in seinem umstrittenen Interview, mit dem er hart mit der Verfassung kollidiert; denn bewaffnete Außenhandelspolitik ist mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren. Glücklicherweise ist der Bundespräsident nicht befugt, eine Militärdoktrin auszurufen. Über die verfügt das Land ohnehin nicht, was durchaus als Mangel angesehen werden kann. Deutschland hat sich bislang auf keine Definition seiner nationalen Interessen verständigt. Das ist auch ein Grund dafür, dass Auslandseinsätze der Bundeswehr so umstritten sind. (Zitatende)

Schreibt Bernhard Hänel von der Neuen Westfälischen aus Bielefeld.

Südwest Presse-Kommentar zu Horst Köhlers Afghanistan Formulierungen

Die Fragen und Erklärungen, die der Bundespräsident derzeit im Zusammenhang mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr von sich gibt, sind bei wohlwollender Auslegung nur irritierend, bei genauem Hinsehen aber eine Belastung für die deutsche Außenpolitik. Geradezu tragisch ist, dass ausgerechnet Köhler, der sich vehement dafür einsetzt, dem Engagement der deutschen Soldaten auch in der Heimat mehr Anerkennung zu verschaffen, ihren Einsatz ins Zwielicht rückt. Hoffen wir also, Köhler hat sich nur missverständlich ausgedrückt. Denn sollte er seine Aussagen ernst meinen, wird es ernst. Richtig ernst sogar. Köhlers Behauptung, deutsche Soldaten kämpften – zumindest auch – für die Freiheit des Welthandels und damit für deutsche Arbeitsplätze, ist eine Steilvorlage für das gesamte linke Lager, das schon immer die These vertrat, der Westen exportiere mit militärischen Mitteln die kapitalistische Wirtschaftsform. Dass die Linke im Bundestag nun erneut über den Afghanistan-Einsatz abstimmen lassen will, mag als kalkulierte Provokation durchgehen, als Provokation freilich, die jenen Parteien, die den Einsatz abgesegnet haben, abverlangt, Parlament und Bevölkerung reinen Wein einzuschenken und zu sagen, wofür am Hindukusch gekämpft und gestorben wird. Sollten Köhlers Anmerkungen diese Debatte voranbringen, wäre er am Ende sogar ein guter Kriegspräsident. (Zitatende)

Kommentiert die Südwest Presse aus Ulm.

(Textquelle: Neue Westfälische.de, Südwest Presse.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, das Staatsoberhaupt beim Gefechtsübungszentrum des Heeres, GefÜbZH, in Letzlingen in der Altmark bei einem Truppen-Besuch bei der Vorbereitung von Soldaten auf ihren Afghanistan-Einsatz bei einer Übung des Jägerregiments 1 aus dem hessischen Schwarzenborn und bayerischen Hammelburg;
NATO.ISAF.int, Federal President Horst Kohler and his wife Eva Luise meet General Frank Leidenberger, Commander of RC-North, as they arrive in Mazar-e-Sharif Afghanistan, May 22, 2010. Photo by ISAF Public Affairs
)



“Krieg im Indianerland – Die Bundeswehr in Kundus” (Videos)

Donnerstag, 27. Mai 2010

 

Indianerland – so nennen die deutschen Soldaten die von den Taliban kontrollierten Gebiete in der Provinz Kundus in Nordafghanistan.

Fast täglich ist die Bundeswehr in Orten wie Char Darrah und Isa Kehl in Gefechte verwickelt. Eine Woche lang hat ein Reportageteam die Soldaten im Einsatz begleitet – in den umkämpften Gebieten und im sicheren Feldlager. N24 zeigt, was die Männer und Frauen im Kundus erleben und wie sie mit Hitze, Entbehrungen, Ängsten, Gefahren und Tod umgehen. Soldaten werden verwundet, sterben und töten selbst. Vieles davon ist inzwischen Normalität und findet in Deutschland längst keinen Platz mehr in den Abendnachrichten und den Tageszeitungen.

 

Was die Männer und Frauen in Kundus erleben, wie sie mit ihrer Angst umgehen, den Gefahren, der Hitze, den Entbehrungen und dem Tod ihrer Kameraden, darüber sprechen sie überraschend offen in der N24-Reportage “Krieg im Indianerland – Die Bundeswehr in Kundus”. Eine Woche lang hat N24-Reporter Steffen Schwarzkopf mit seinem Team die Soldaten im Einsatz begleitet – in den umkämpften Gebieten und im sicheren Feldlager.

 

(Videoquelle:  N24 Reportgae von Steffen Schwarzkopf via YouTube-Kanal Soldatenglück)

FDP-Wehrexpertin Elke Hoff: Bundeswehr um 50.000 Soldaten verkleinern (Video)

Donnerstag, 27. Mai 2010

Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Elke Hoff, hat eine Verkleinerung der Bundeswehr von jetzt 250000 auf 200000 Soldaten ins Spiel gebracht. “Ich kann mir eine Reduzierung des Streitkräfteumfangs auf 200.000 minus x durchaus vorstellen”, sagte sie dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Freitag-Ausgabe). “Ich halte das auch für wünschenswert. Das wird am Ende der Reise der Strukturkommission so rauskommen. Da bin ich mir ziemlich sicher. Allein vor dem Hintergrund, dass die Pensionslasten für ausgeschiedene Soldatinnen und Soldaten immer größer werden und schon heute den Verteidigungsetat exorbitant belasten, müssen wir die Weichen so stellen, dass auch künftige Etats noch bezahlbar sind.” Nötig sei außerdem, bestimmte Rüstungsprojekte wie das Raketenabwehrsystem Meads ganz zu streichen oder die Stückzahlen zu reduzieren; Letzteres gelte für den Eurofighter, den Milittärtransporter A400M und gegebenenfalls den Hubschrauber Tiger. Angebracht sei schließlich die Aufhebung der Kategorisierung in Unterstützungs-, Stabilisierungs- und Einsatzkräfte. Sie sei “vollkommen sinnlos”. Hoff betonte: “Für mich ist wichtig, dass sich die Strukturen der Bundeswehr den haushalterischen Anforderungen anpassen. Wir haben ja deshalb auch die Bildung der Strukturkommission durchgesetzt.” Dabei gelte der Grundsatz: “Sparen ja, aber nicht auf Kosten der Soldaten im Einsatz. Was Einsatzrelevanz hat – wie Ausbildung und Ausrüstung – darf dem Rotstift nicht zum Opfer fallen.” (Zitatende)

Berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Dazu der amtierende und verantwortliche Ressortminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) im ARD Morgenmagazin bei Werner Sonne: Bundeswehr soll verkleinert werden – Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat erklärt, dass die Bundeswehr aus Gründen der Haushaltskonsolidierung verkleinert werde. Konkrete Zahlen dazu würden in wenigen Tagen genannt.

 

(Textquelle: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Bildquelle: Einsatz.Bundeswehr.de, Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger,MdB, und Guido Westerwelle in Limassol bei Bundeswer-Marinesoldaten an Bord des Minenjagdbootes KULMBACH in der UNIFIL-Mission, Artikel “Bundesaußenminister besucht Bundeswehr im Mittelmeer”;
Videoquelle: ARD Morgenmagazin vom 28.05.2010 via YouTube-Kanal Soldatenglück)

Deutsche Söldner für Somalia? (Video)

Donnerstag, 27. Mai 2010

 

Eine Sicherheitsfirma aus Telgte beim Münster/NRW erregt seit dem Wochenende die Gemüter der deutschen Politik: Sie will demnächst mit ehemaligen Bundeswehr-Soldaten im Bürgerkriegsland Somalia aktiv werden. Politiker kritisieren diese Pläne als Söldnertum.

Soldatenglück.de berichtet dazu: Deutsche Söldner in Somalia und Sicherheitskräfte für Somalia: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen deutschen Militärdienstleister und Deutsche Firma unterstützt somalische Bürgerkriegsmiliz.

(Videoquelle: WDR Lokalzeit Studio Münster via YouTube-Kanal Soldatenglück;
Bildgrafik: http://www.asgaard-gsg.de/index1.html;;
Kartengrafik Somalia: CIA.gov)

Zum Sparen Bundeswehr verkleinern (Video)

Donnerstag, 27. Mai 2010

Sparkonzert

Der sicherheitspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, hat die jüngste Rede von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in Hamburg über die Zukunft der Bundeswehr kritisiert und eine Verkleinerung der Truppe angeregt. “Warum redet er nicht über die Größe der Bundeswehr?”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Donnerstag-Ausgabe). “Das ist die zentrale Baustelle. Er muss signalisieren, dass die Verkleinerung der Bundeswehr eine Option sein kann. Es darf an dieser Stelle keine Tabus geben.” Zudem fehlten Vorschläge zur Beseitigung der Probleme bei zahlreichen Rüstungsprojekten, so Nouripour. Sie seien teilweise vor langer Zeit geplant worden, würden aber wie der Kampfhubschrauber “Tiger” nicht fertig. Das gehe nicht. Auch der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels erklärte mit Blick auf den Umfang der Bundeswehr: “Guttenberg lügt sich in die Tasche, wenn er glaubt, dass das außen vor bleiben könnte. Das Thema kommt mit Macht.” Die derzeitige Größe der Truppe ist Bartels’ zufolge gleichwohl angemessen. “Wenn sie kleiner wird, dann wird sie aus sachfremden Gründen kleiner.” Er riet dem Minister deshalb, “erst mal für einen angemessen Anteil am Haushalt zu kämpfen”. Zu Zeiten des Kalten Krieges habe der Anteil des Wehretats am Bundeshaushalt bei 20 Prozent gelegen, jetzt liege er unter zehn Prozent. Guttenberg wirke derzeit “wie ein Getriebener der Politik anderer Ressorts”. (Zitatende)

Berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Soldatenglück.de berichtete gestern: Guttenbergs Grundsatzrede in der FüAk beschäftigt sich mit Konsequenzen aus den Sparzwängen des Bundes (Audio)

N24-Beitrag: Sparen bei der Bundeswehr:

 

(Textquelle kursiv: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Heeresmuskikorps 300 in Koblenz;
Videoquelle: N24 via YouTube-Kanal Soldatenglück)

Panzerhaubitze 2000 via Nordholz und mit Antonow An-124 ins Einsatzgebiet Afghanistan verlegt (Bilder)

Donnerstag, 27. Mai 2010

Nein, es war kein AIRBUS A400M (Military) und kein Lockheed C-5 Galaxy, der am Sonntag, 16. Mai 2010 mit einer der drei für den ISAF-Einsatz in Kunduz vorgesehenen Panzerhaubitzen 2000 (PzH) des Deutschen Heeres für den Transport ins Einsatzgebiet des Bundeswehr-Auslandseinsatz in Afghanistan beladen wurde, sondern das Großraumflugzeug ANTONOV An-124. Auf dem Fliegerhorst Nordholz des Marinefliegergeschwaders 3 “Graf Zeppelin” bei Cuxhaven in Niedersachen nahe der Nordsee wurden die Bilder aus der Luft aufgenommen.
Gestern hat eine weiter Panzerhaubitze 2000 Flügel bekommen und ist unterwegs an den Hindukusch, deutsches schweres Kriegsgerät unterwegs mit mit strategischen Lufttransportern russischer Bauart konzipiert für und eingesetzt von der der Sowjetarmee - als gutes Omen kann das wirklich nicht gewertet werden, allerdings kamen auch die Schützenpanzer MARDER so in Einsatzland. Doch es gelten nur Fakten, Daten und Zahlen, Nordholz/Deutschland hat die Koordinaten: 53° 46′ 2″ N, 8° 39′ 31″ O und Kunduz/Afghanistan die Koordinaten: 36° 44′ N, 68° 52′ O und auf (Ziel-)Koordinaten versteht sich die Panzerhaubitze 2000 nahezu perfekt.

Soldatenglück.de berichtete: Panzerhaubitzen auf dem Weg nach Afghanistan (Video), 40 Soldatenn vom Artillerielehrregiment 345 aus Kusel/Saarland wurden in den Afghanistan-Einsatz verabschiedet, sie werden die 3 PzH im PRT Kunduz bedienen und instandhalten.

[Bilderquelle: soaring 1972 vom FF (copyright), Danke für die freundliche Genehmigung der Veröffentlichung an den "fliegenden Reporter"]