Archiv für Mai, 2010

Spitzen-Polizisten Amerikas wurden von U.S. Präsident Barack Obama gewürdigt (Video)

Sonntag, 16. Mai 2010

Die TOP COPS 2010

 

Der Beruf des Polizeibeamten in den USA ist ungleich gefährlicher als der deutscher Polizisten. Das Waffengesetz in Amerika erlaubt den Bürgern in den meisten Bundesstaaten das Führen und/oder Besitzen von Schußwaffen bis hin zu vollautomatischen Rückstoßladern, die in unseren Gefilden unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen. So ist auch das poilizeiliche Gegenüber hochgerüstet. In Fällen, bei denen bei uns das SEK eingesetzt würde, steht die amerikanische Streifenwagen-Besatzung täglich allein mit der Smith & Wesson Magnum vor dem militärisch bewaffneten, gesuchten Verbrecher. Auch Straf-Sanktionen bis 100 Jahre Zuchthaus oder sogar die Todesstrafe machen Amerikas Gangsterwelt nicht friedlicher, sondern eher gewaltbereiter, um sich einer Festnahme brutal zu entziehen wird dort schnell aus allen Rohren geschossen. Die Kinofilme aus der USA, die über unsere Bildschirme flimmern, sind ein Abbild der Realitäten zwischen New York Brooklyn, Miami Vice und den Straßen von San Francisco.

Präsident Barack Obama, mittig, mit Generalstaatsanwalt Eric Holder, rechts, und National Association of Police Organizations Präsident Thomas J. Nee, links, bei der Zeremonie der Würdigung der ”Top Cops Award” 2010 Ausgezeichneten im Rosengarten des White House, 14. Mai  2010.

Im gut beschützen und gleichsam friedlichen Rosengarten des Weißen Hauses hat U.S.Präsident Barack Obama gestern in Washington D.C. gemeinsam mit dem ersten Strafverfolger der USA, dem Generalstaatsanwalt Eric Holder, und dem Präsidenten der National Association of Police Organizations (NAPO), Tom Nee, die in 2010 für ihre herausragenden Leistungen als Polizisten, Sheriffs und Agents bei der Verbrechensbekämpfung ausgezeichneten TOP COPS gewürdigt.

Präsident Barack Obama im Gespräch mit Sgt. Kimberly Munley, Directorate of Emergency Services, Ft. Hood Police Dept., nach der Verleihungs-Rede im Rosengarten des White House.

Aus den gesamten USA kamen in diesem Jahr die verdienten Gesetzes-und Ordnungshüter/innen in die Bundeshauptstadt, aus Colorado Springs Police Department, Florida/Palm vom Beach County Sheriff’s Office, aus Illinois vom South Holland Police Department, aus Mississippi vom Union County Sheriff’s Office, aus Montana vom Bureau of Land Management, Department of the Interior, aus Glasgow vom Roosevelt County Sheriff’s Office, von der der U.S. Customs and Border Protection, vom Valley County Sheriff’s Office und vom Wolf Point Police Department, aus New Jersey vom New Brunswick Police Department und vom North Brunswick Township Police Department, aus New York vom Syracuse Police Department, aus Ohio vom Warren Police Department, aus Vriginia vom Virginia State Police und aus dem Bundesdienst vom Directorate of Emergency Services, Ft. Hood Police Department.

(Video-, Bildquelle: White House.gov, Official White House Photo by Chuck Kennedy)



Aus Schutt und Schuld – Der unglaubliche Wiederaufstieg der Deutschen nach 1945

Sonntag, 16. Mai 2010

Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL Heft 20/2010 titelt mit der Überschrift “Aus Schutt und Schuld – Der unglaubliche Wiederaufstieg der Deutschen nach 1945″ und erscheint morgen am 17. Mai 2010 mit dem Titelbeitrag “Auferstanden aus Ruinen”. Weiterer Bezüge zu soldatisch-relevanten und zur Verteidigungs- und Sicherheitspolitik bieten der Artikel “Feuer und Flamme”, der auch über die Zerstörung mittels Brandanschlägen von Bundeswehr-Fahrzeugen durch Linksextreme berichtetet sowie unter dem Titel “Offene Briefe an die Ostfront” den Bezug Heimat-Soldat zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges thematisiert.In der Rubrik Panorama Ausland berichtet DER SPIEGEL über den “Fahrplan zum Frieden” in Afghanistan und erläutert mit dem Bericht “Grosses Spiel – Teil Zwei” und mit “Operation Inshallah” die Geschichte Afghanistans, mit der Gegenwart verknüpft berichtet die SPIEGEL Journalisten über den Drogenhandel als Terrorfinanzier und spannen den Bogen zum failed state Somalia, einem weiteren Einsatzgebiet der EU und Bundeswehr.
DER SPIEGEL kostet 3,80 Euro,
SPIEGEL-Leser wissen mehr.

(Grafikquelle; Überschriften-Auszüge: SPIEGEL.de)

“Waffenrepublik Deutschland – Der Bürger am Abzug”

Sonntag, 16. Mai 2010

Scho­ckie­rend, in­ves­ti­ga­tiv, treff­si­cher – ein In­si­der der Waf­fen­sze­ne packt aus
•Waf­fen­miss­brauch, Straf­ta­ten, Amok­läu­fe – das große Ver­sa­gen der Ge­sell­schaft
•Ein un­be­que­mes Buch, das Er­klä­rungs­not in Wirt­schaft und Po­li­tik her­vor­ru­fen wird
•Erster Titel zu diesem Thema

 

Sachbuch-Tipp:

Das deutsche Waffenrecht gilt als eines der schärfsten in Europa, seine Wirkung hat es jedoch bisher verfehlt. Es ist überreguliert, kompliziert, unverständlich für Bürger, Behörden und Politiker. Umsetzung und Kontrolle sind katastrophal. Den Waffenbehörden mangelt es oft an Zeit, Budget und Sachkenntnis.

Die Öffentlichkeit ist konsterniert, wenn sich ein Amokläufer mühelos und am Gesetz vorbei eine Waffe beschafft hat. Nahezu täglich vermelden die Medien Suizide und Tötungsdelikte, die mit Handfeuerwaffen verübt worden sind. Lars Winkelsdorf zeigt in seinem Buch, dass es an Entschlossenheit fehlt, das Waffenrecht zu verbessern. Er stellt die verantwortlichen Akteure in Politik und Wirtschaft zur Rede.

Wie profitiert der Staat vom Milliardengeschäft Waffenhandel? Wer weiß, dass Teile des Waffenrechts noch aus dem Dritten Reich stammen und es nicht der Sicherheit der Bevölkerung dienen soll? Gibt es die mächtige Waffenlobby in Deutschand wirklich oder dient sie als publikumswirksam inszeniertes Feindbild? Geht die Formel “Waffenverbote und schärferes Waffenrecht = weniger Amokläufe = mehr Sicherheit” auf?

Lars Winkelsdorf zeigt Lösungswege auf – für sinnvolle, verständliche, leicht umsetzbare Gesetzesänderungen und für Maßnahmen gegen den Missbrauch von Schusswaffen.

Autor:
Lars Win­kels­dorf, Jahr­gang 1977, lebt in Ham­burg und ar­bei­tet als Schieß­leh­rer und selbst­stän­di­ger Fach­do­zent in der Si­cher­heits­bran­che. Seit 2005 ist er le­gi­ti­mier­ter Waf­fen­sach­ver­stän­di­ger. Au­ßer­dem ist er Autor eines Fach­bu­ches zur Schieß­aus­bil­dung. Dar­über hinaus ar­bei­tet er seit 2003 als freier Jour­na­list für Po­lit­ma­ga­zi­ne, unter an­de­rem für Fron­tal 21 (ZDF), Report Mün­chen und die Ta­ges­schau (ARD).

ge­bun­den mit Schutz­um­schlag, ca. 24 Abb., 288 Seiten, Format 14 x 21,5 cm, EUR 19,95, ISBN: 978-3-7716-4437-6

(Grafikquelle, Textauszüge: Fackelträger Verlag.de)

Verteidigungsminister a.D. Peter Struck: Ein Abzug aus Afghanistan würde Erfolge zunichte machen

Samstag, 15. Mai 2010

Bei der Körber Stiftung debattierte der ehemalige Verteidigungsminister Dr. Peter Struck (Pro) mit dem Publizisten Dr. Roger Willemsen (Contra) in Hamburg zur Frage ”Wird Deutschlands Sicherheit am Hindukusch verteidigt?” Werden in Afghanistan wirklich deutsche Sicherheitsinteressen verteidigt? In der zweiten Körber-Debate moderierte Hans-Werner Kilz, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung.

Die “Kundus-Affäre” und die Schwierigkeiten beim Aufbau des Landes haben die deutsche Afghanistanpolitik erneut auf den Prüfstand gestellt. Dennoch hat der deutsche Bundestag im Februar dem Antrag der Bundesregierung zugestimmt, das ISAF-Mandat der Bundeswehr in Afghanistan für ein weiteres Jahr zu verlängern. Damit verbunden war auch eine inhaltliche Erweiterung des Mandats: die Höchstgrenze des Kontingents wurde um 850 Soldaten angehoben, die Mittel für das zivile Engagement auf 430 Millionen Euro nahezu verdoppelt und statt 280 sollen sich künftig 1400 Bundeswehrsoldaten um die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte kümmern.

Das Hamburger Abendblatt berichtet unter der Überschrift “Struck: Ein Abzug aus Afghanistan würde Erfolge zunichte machen” und schreibt: Der ehemalige Verteidigungsminister Peter Struck hat sich gegen den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan ausgesprochen. “Wenn wir jetzt da rausgehen, würden die Taliban die politische und militärische Macht zurückgewinnen”, sagte Struck in Hamburg bei einer Podiumsdebatte der Körber-Stiftung mit dem Publizisten Roger Willemsen. “Das Land würde weit zurückfallen in vormoderne Zeiten. Und gerade die Erfolge des Wiederaufbaus Afghanistans werden mit einem Abzug zunichte gemacht”, so Struck.
zum vollständigen Artikel “Struck: Ein Abzug aus Afghanistan würde Erfolge zunichte machen”

zum 67 Minuten Podcast der Körber-Stifung Veranstaltung

(Textauszug: Hamburger Abendblatt.de;
Bildquelle: Körber-Stiftung.de, Foto Jann Wilken)

Tagebuch unserer Helden – Dagboek van Onze Helden (Videos)

Samstag, 15. Mai 2010

 

“Der Niederländische Telegraph hat seine Berichterstattung über seine Truppen erweitert auf ein Videotagebuch bei Youtube mit begleitender Berichterstattung auf seiner Website … Man beachte den Titel”, schreibt Soldatenglück.de-User “Augenreiber”.

 

(Videoquelle: De Telegraph via YouTube-Kanal “dagboekvanonzehelden”,
Originaltexte:
Op 1 augustus 2010 loopt de huidige missie met Nederland als leidende natie in de Afghaanse provincie Oeroezgan ten einde. In deze laatste maanden volgen we twaalf Nederlandse militairen in alles wat zij meemaken op deze missie in Afghanistan. Van routineklussen tot risicovolle patrouilles buiten de poort. De dagelijkse realiteit van het leven als militair op missie. Zes weken lang zijn hun verhalen te zien op
Jessica en Rémon en tien andere militairen filmen alles wat ze meemaken tijdens hun werk op missie in Afghanistan. Een voorproefje van 18 afleveringen met in de hoofdrol onze twaalf helden.)

Dank an “Augenreiber”!



4 Jahre Afghanistan-Einsatz – Niederländische ISAF-Soldaten blicken vor dem Abzug zurück (Videos)

Samstag, 15. Mai 2010

Die Task Force Uruzgan (TFU) begann am 01. August 2006 mit ihrem Einsatz in Afghanistan, er endet in diesem Sommer. Einsatzvorbereitung in den Niederlanden und die Bedürfnisse der Operation im Einsatzgebiet wurden aufeinander abgestimmt, ein gutes Stück Arbeit. Als Lead Nation und größter Truppensteller in der südafghanischen Provinz Uruzgan waren die Niederländer nicht nur Partner des ISAF-Koalitions-Nationen, sondern und vor allem der Afghanen.

 

Das niederländischen Filmemacher von Defensie blicken vor dem Abzug zurück auf die 4 Jahre niederländischen militärischen und zivilen Engagement mit Erfolgen, aber auch Verlusten, 23 holländische Soldaten fielen in dem Einsatz, viele mehr wurden an Körper und Seele verwundet. Die niederländische Regierung zerbach über der Frage des Afghanistan-Einsatzes, die niederländischen Streitkräfte werden abziehen. Soldatenglück.de berichtete über den Vorlauf zum Befehl für die 1.940 niederländischen Soldaten zum Abzug aus Afghanistan.

 

Unterdessen bitten die Afghanen in der Provinz Uruzgan die Niederländer zu bleiben, denn sie profitierten bei der Sicherheit und der wirtschaftlichen Prosperität vom Vorhandensein NL-ISAF Soldaten in ihrer Region.Einwohner der afghanischen Provinz Uruzgan reichten im März eine Petition an die Niederlande ein. Darin appellieren Stammesführer und Dorfälteste der Provinz an die Niederlande, ihre dort stationierten Soldaten der internationalen Schutztruppe nicht abzuziehen, Artikel bei BMVg.de “Afghanen bitten Niederländer zu bleiben”. Wortlaut der Petition

(Videoquelle: via YouTube-Kanal Defensie.nl)

Künftiger Wehrbeauftragter Königshaus: “Soldaten in Afghanistan besser schützen” (Video)

Samstag, 15. Mai 2010

Die Politik muss den Soldatinnen und Soldaten die Mittel in die Hand geben, um kriegsähnliche Zustände unversehrt überstehen zu können. Darauf hinzuweisen gehöre zu den zentralen Aufgaben eines Wehrbeauftragten, sagt der gewählte neue Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, der FDP-Bundestagsabgeordnete Hellmut Königshaus aus Berlin. Königshaus wird am Donnerstag, 20. Mai 2010, von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert im Plenum vereidigt werden. Die fünfjährige Amtszeit seines Vorgängers Reinhold Robbe endete am 12. Mai.

Der FDP-Abgeordnete Hellmut Königshaus wird am 20. Mai als neuer Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages vereidigt. Im Interview mit dem Parlamentsfernsehen (Video) mahnt Königshaus eine ausreichende Ausstattung der Soldatinnen und Soldaten an, um sie beim kriegsähnlichen Einsatz in Afghanistan besser schützen zu können. Königshaus kündigt ferner an, sich wie sein Vorgänger Reinhold Robbe für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie einzusetzen.

“Zu wenige Hubschrauber”

Die Bundeswehr brauche in Afghanistan eine ausreichende Ausstattung mit Mitteln wie Hubschraubern, die es ermöglichen, die Soldaten aus der Luft besser beschützen und im Notfall bergen zu können, betonte Hellmut Königshaus im Interview mit dem Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages. Die Bundeswehr habe zu wenige Hubschrauber in Afghanistan. Das Großaufgebot der Amerikaner mit Hubschraubern schaffe aber weitgehend Abhilfe. zum vollständigen Artikel bei Bundestag.de und zum Video von Parlamentsfernsehen.

(Textauszug kursiv, Videoquelle: Bundestag.de)

Parlamentsarmee
Zu Beginn der Bundestags-Sitzung am Donnerstag, 20. Mai 2010, wird um 09:00 Uhr der neue Wehrbeauftragte des Bundestages, der FDP-Abgeordnete Hellmut Königshaus, vereidigt. Königshaus wird das Amt fünf Jahre innehaben.
Am 20. Mai wird der Bundestag auch (ab ca. 13:40 Uhr) den Antrag der Bundesregierung zur Fortsetzung der deutschen Beteiligung an der internationalen Sicherheitspräsenz im Kosovo auf der Grundlage der Resolution 1244 (1999) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen vom 10.6.1999 und des Miliätisch-Technischen Abkommens zwischen der internationalen Sicherheitspräsenz (KFOR) und den Regierungen der Bundesrepublik Jugoslawien (jetzt: Republik Serbien) und der Republik Serbien vom 9.6.1999 - Drucksache 17/1683 - beraten.
Verteidigungsminister Guttenberg hat die geplante Reduzierung der deutschen Truppenstärke kürzlich bekräftigt, der Antrag der Bundesregierung sieht eine Verringerung der Personalobergrenze der bei KFOR eingesetzten deutschen Bundeswehr-Soldaten von 3.500 auf 2.500 vor. Soldatenglück.de berichtete darüber: “Guttenberg leitet subtanziellen deutschen Rückzug aus dem Kosovo ein”. Die Sitzung wird im Parlamentsfernsehen übertragen und kann per www empfangen werden: http://www.bundestag.de/bundestag/parlamentsfernsehen/index.jsp

Soldatenglück.de berichtet über den Bundestagsabgeordneten Hellmut Königshaus (Lw-Oberleutnant d.R., S1 Offz, Personal) und dessen Wahl zum Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages.

Hintergrundinformationen: Hellmut Königshaus.de, Wehrbeauftragter bei Bundestag.de

Gute Sicht – Der klare Blick auf das Ziel (Video)

Samstag, 15. Mai 2010

 

“Der klare Blick auf das Ziel ist für Scharfschützen entscheidend. Wie hochwertige Zielfernrohre entstehen, hat BwTV scharf beobachtet”, schreibt die Bundeswehr bei diesem bwtv-Video bei Deutsches Heer.de.

Der Hersteller der Zielfernrohre für die Einsatzbereiche Jagd, Militär- und Law Enforcement sowie Sport ist die Schmidt & Bender Optische Geräte GmbH & Co. KG im hessischen Gießen-Biebertal als Arbeitgeber und Unternehmen in der dritter Generation mit einem durchschnittlichen Rohergebnis von über 6 Millionen Euro per anno in den letzten Geschäftsjahren. Die Zielmärkte von Schmidt & Bender befinden sich weltweit, bislang werden in 53 Ländern Vertretungen unterhalten. Der Auslandsabsatz erreicht einen Anteil von 75 Prozent an der Betriebsleistung, besonders die USA sind ein Absatzgebiet mit sehr guter Entwicklung.
Warum bwtw im Auftrag der Bundeswehr mit Geldern des Einzelplanes 14 hier indirekt auch Marken-Werbung für diesen mittelständischen Optik-Hersteller betreibt, ist zu hinterfragen.

(Videoquelle, Textauszug kursiv bwtv der Bundeswehr, Deutsches Heer.de via YouTube-Kanal Soldatenglück)

Ehemaliger V-Mann ließ Bordellbesuche von Polizisten und Staatsanwälten auffliegen – hängten Behörden ihm deshalb einen Prozess an?

Samstag, 15. Mai 2010

 Interne Polizeidokumente erhärten Verdacht

Ein ehemaliger V-Mann der Polizei erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizeidirektion und die Staatsanwaltschaft Hannover. Weil er Informationen lieferte, die in den Behörden unerwünscht waren, habe man ihm eine Anklage wegen Vergewaltigung, Menschenhandels und Zuhälterei angehängt. Dem WESER-KURIER (Bremen) liegen jetzt Unterlagen vor, die Kirchners Verdacht erhärten. Darin erheben Polizeibeamte ganz ähnliche Vorwürfe gegen die Anklagebehörde. Der Spitzel, so berichtet der Weser-Kurier in seiner Sonntagsausgabe, der bei den Behörden den Decknamen G06 hatte, war vornehmlich im Rotlichtmilieu unterwegs. Wegen seiner guten Kontakte setzte ihn die Polizeidirektion Hannover im Jahr 2000 auf die Kiezgröße Frank Hanebuth und dessen Rockerbande “Hell’s Angels” an. Im Milieu galt der V-Mann als Zuhälter, der angeblich an Bordellen in Nordrhein-Westfalen beteiligt und seit Jahren im Geschäft war. Er spielte seine Rolle gut: Während seines Einsatzes für die Polizeidirektion Hannover sagten die Behörden ihm in zwölf Verfahren Vertraulichkeit zu, nach Expertenmeinung ist das eine ungewöhnlich hohe Zahl. Mit 30 Monaten war der Spitzel zudem überdurchschnittlich lange aktiv, mehr als 35000 Euro ließ sich das Land Niedersachsen seine Arbeit allein an Spesen kosten. G06 arbeitete vielleicht zu gut. Er lieferte nicht nur Tipps über Machenschaften im Milieu, sondern auch über Milieukontakte angesehener Bürger. Anfang 2002 informierte er die Polizei über die Verfehlungen eines Kollegen: Ein Kriminaloberkommissar verkehrte regelmäßig in einem illegalen Bordell im Kreis Schaumburg, er lud Prostituierte in seine Dienststelle ein und plauderte Polizeiinterna aus. Bereits Ende 2000 gab Kirchner auch Hinweise auf die Sex-Partys von Vorstands- und Betriebsratsmitgliedern des Volkswagen-Konzerns. Doch damals begnügte sich die Polizei offenbar damit, diese Informationen als “Gerüchte” an VW weiter zu geben. Die Affäre flog bekanntlich erst Mitte 2005 auf. Und es waren auch Hinweise von G06, die die Polizei im Jahr 2000 in ein Hannoveraner Wohnungsbordell führten. In dem Etablissement gingen Staatsanwälte aus der Landeshauptstadt ein und aus – angeblich ebenfalls, um gegen Hanebuth und seine Rockerbande zu ermitteln. Diese Hinweise seien ihm zum Verhängnis geworden, sagt Kirchner. Um ihn loszuwerden, habe die Staatsanwaltschaft ihm schließlich ein Verfahren wegen Vergewaltigung, Menschenhandels und Zuhälterei angehängt. Die Polizeidirektion Hannover ließ ihren V-Mann daraufhin im März 2003 fallen. Seither ist Kirchner im Zeugenschutzprogramm und hat eine neue Identität. Mitte 2005 sprach ihn das Landgericht Hannover von den Vorwürfen frei. (Zitatende)

Berichtet der Weser-Kurier aus Bremen.

 

(Textquelle kursiv: Weser-Kurier.de;
Grafikquellen: Polizei Niedersachen, Polizeidirektion Hannover.de, Staatsanwaltschaften Niedersachen, StA Hannover.de)

SWP-Studie: Ein Europäisches Freiwilligenkorps für humanitäre Hilfe (Videos)

Samstag, 15. Mai 2010

Von den Amerikanern lernen

von Annegret Bendiek | Anne Schmidt

Nach dem Tsunami in Asien Ende 2004 hat das Erdbeben in Haiti Anfang 2010 abermals die Unzulänglichkeiten der europäischen Krisenreaktionsfähigkeit erkennen lassen. Die zuständige EU-Kommissarin Georgieva kündigte für die zweite Jahreshälfte einen konkreten Vorschlag an, wie ein Europäisches Freiwilligenkorps für humanitäre Hilfe zügig eingerichtet werden könnte. Dessen Mandat, Finanzierung und Managementstruktur werden entscheidend über den Erfolg des Korps bestimmen. Rechtzeitig zum Europäischen Freiwilligenjahr 2011 wären die Mitgliedstaaten gut beraten, die europäischen Krisenmanagementfähigkeiten um ein solches Freiwilligenkorps zu bereichern, das nach dem Modell des US Peace Corps ausgestaltet werden sollte.

zum SWP-Aktuell 2010/A 44, Mai 2010, 4 Seiten

Soldatenglück.de kommentiert: Gute Ansätze für eine Strukturierung des Freiwillgenangeagement junger Menschen im weitesten Sinne eines Peace Corps sind in Deutschland mit weltwärts als Freiwilligendienst für junge Deutsche gelegt worden. Doch nachdem die Bundesregierung (BMZ) die Durchführung von weltwärts an den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) vergab und aktuell wieder erhebliche Finanzmittelkürzungen bei weltwärts vorgenommen werden, bekommen viele der hochengagierten jungen Leute eine Absage.
Die verantwortliche Politik hat die Dimension und das Potenzial offenbar nicht erfasst, ist nicht mutig genug ein eigenes German Peace Corps als selbstständige Organisation aufzustellen, subsummiert und denkt zu kurz und zu klein. Die lobenswerte Anzahl der Bewerbungen junger Frauen und Männer für einen solchen Freiwilligendienst war und ist so hoch, dass die Durchführungsorgansiation DED unter dem Bewerberaufkommen schwächelt. Zehntausende von jungen Deutschen sehen ein Engagment bei weltwärts als Chance, persönliche Bereicherung und globalen Freiwilligendienst für eine friedlicher und bessere Welt.

 

Das US Peace Corps feiert im Jahr 2011 sein 50-jähriges Bestehen, es entstand seinerzeit unter der politischen Führung des charismatischen US Präsidenten John F. Kennedy.
Unser Land bedarf für ein wirkliches Freiwilligenkorps mehr JF Kennedy und weniger Bedenkenträger, Einsparer und Zukurzdenker und nun soll es Europa mit einem Europäisches Freiwilligenkorps für humanitäre Hilfe wieder richten.

 

Weitere SWP-Studien zur Sicherheitspolitik bei Soldatenglück.de.

(Text-, Grafikquelle: Stiftung Wissenschaft und Politik.de;
(Kartengrafikquellen:
weltwärts.de, US Peace Corps.gov;
Bilderquelle: US Peace Corps.gov, An Agriculture Volunteer helps his students plant a vegetable garden at their school in Panama, An Education Volunteer reads a children’s book in English to her students in Niger;
Videoquellen: US Peace Corps.gov via YouTube, On October 14, 1960, then-Senator John F. Kennedy spoke in the early morning to a gathering of the students at the University of Michigan who were waiting for hours to hear the presidential candidate speak in Ann Arbor. On the steps of the University of Michigan Student Union, President Kennedy challenged the students to serve their country in the cause of peace by living and working in developing countries, an idea that inspired the creation of the Peace Corps)

Hintergrundinformationen: US Peace Corps.gov