Küste vor dem Gazastreifen: Die israelischen Soldaten haben sich beim Entern auch verteidigt (Video)
von Dirk ~ 31. Mai 2010. Zu lesen unter: Palästina / Israel, Video, Weltregionen.Maritime Kommando-Aktion aus dem Ruder gelaufen
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Die isrealische Marine stürmte die Schiffe des Gaza-Hilfskonvois, dabei kamen mindestens 7 Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt -Â auch israelische Soldaten.
Die Israelische Armee hat einen internationalen Schiffskonvoi mit Hilfsgütern für den Gazastreifen in See geentert und gestürmt. Auf den sechs Schiffen des Konvois befanden sich etwa 700 pro-palästinensische Aktivisten, auch 10 deutsche Staatsbürger sowie der, darunter zwei weibliche Bundestagsabgeordnete der LINKEN, sowie der Friedenspreisträger Henning Mankell aus Schweden. Der Konvoi sollte rund 10.000 Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen. Seit der Machtübernahme der radikal-islamischen Hamas in Gaza im Sommer 2007 hat Israel das Gebiet weitgehend abgeriegelt, eine Seeblockade war und bleibt eingerichtet.
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Den Schiffen wurde das Annähern an die Küste des Gazastreifens untersagt, militärische Maßnahmen wurden den Schiffsführern mehrfach angedroht. Bei der Erstürmung wurden die israelischen Soldaten von gewaltbereiten pro-palästinensischen Aktivisten brutal angegriffen (Videos oben) und in tödliche Gefahr gebracht, die isrealischen Soldaten waren bewaffnet und machten von ihren Schußwaffen Gebrauch.
Ein Eskalieren der Situation hätte vorausgesehen werden können, der Befehl zum Erstürmen der Schiffe hätte nicht erteilt werden dürfen, die Gewalteskalation und Nahkampfsituation auf den Schiffsdecks mit der Vielzahl der militanten Aktivisten war militärisch nicht beherrschbar.
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(Videoquelle: Israel Defence Focres.il, Originaltext:Â Video taken by IDF naval boat shows the passengers of the Mavi Marmara, one of the ships in the ‘Free Gaza’ Flotilla, violently attacking IDF soldiers who were trying to board the ship after having sent repeated requests for the boat to change course.
Large groups of passengers surrounded soldiers and beat them with metal poles and chairs, and threw one soldier over the side of the ship. Some passengers grabbed pistols from the IDF soldiers and opened fire. As a result of the attacks, seven IDF soldiers were injured, and nine of the passengers were killed.
The ‘Free Gaza’ Flotilla had publicly insisted on their non-violent intentions, however their violent attack on the IDF soldiers was clearly premeditated. They had knives, metal rods, firebombs and other items ready to use;
The Israeli Navy addresses a ship nearing the Gaza shore , offering it to dock at the Ashdod Port and transfer its supplies under the ship’s crew’s supervision. The ship refused to comply.)






















31. Mai 2010 um 20:55 Uhr
Ja da sieht man, das der erste Reflex meist nicht der richtige ist. Traurig für die Soldaten, die Anscheined nicht auf so eine gewaltsame Eskalation gefasst waren. Ich zolle ihnen Respekt für die Disziplin, als selbst ein Kamerad schon niedergebrügelt am Boden lag und ein anderer 10m tief auf ein Deck geworfen wurde, immernoch es mit nicht lethalen Wirkmitteln zu versuchen. Im zweiten Video erkennt man ganz deutlich in der letzen Sekunde, das als letzte Eskalation die scharfe Waffe gezogen wurde. Was dannach passierte, wissen wir inzwischen.Traurig wie sich die Bundesregierung im ersten Reflex geäußert hat. Gleichzeitig ist es eine Ermahnung an alle Soldaten im Einsatz immer mit dem schlimmsten zu rechnen und immer voll bewaffnet und gepanzert in den Einsatz zu gehen. Dann wäre die Situation wahrscheinlich nicht so eskaliert und der Israelische Staat nicht in Erklärungsnot.
1. Juni 2010 um 00:50 Uhr
Israel hat völlig richtig gehandelt. Punkt.
http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/hamas_e108.htm
1. Juni 2010 um 00:53 Uhr
Zollen Sie auch Respekt gegenüber somalischen Piraten, die Schiffe in internationalen Gewässern kapern, oder Taliban, die Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen ermorden?
Denn nichts Anderes haben die von Ihnen so respektierten, angeblich so “disziplinierten” israelischen Soldaten hier getan.
Abgesehen davon stellt die Land- und Seeblockade gegen den Gazastreifen, die nicht nur Waffen betrifft, sondern auch u. A. verschiedene Nahrungsmittel, Spielsachen, Wasseraufbereitungsanlagen, Baumaterial zum Bau dringend benötigter Luftschutzbunker, eine ausreichende Menge von Arzneimitteln, eine verbotene (§ 33 Genfer Abkommen zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten) kollektive Bestrafung der Bevölkerung des Gazastreifens und damit ein Kriegsverbrechen dar.
Wenn ein Staat das humanitäre Völkerrecht und zahlreiche Resolutionen der Vereinten Nationen so eklatant missachtet wie Israel, entspricht dies genau der Definition eines Schurkenstaates, und dementsprechende Sanktionen sollten gegen Israel verhängt werden.
1. Juni 2010 um 02:53 Uhr
Wie man hört haben die Israelis alle Handys und Kameras konfisziert, alle potentiellen Augenzeugen weggesperrt. So kann man natürlich erstmal wunderbar seine eigene Sicht der Dinge präsentieren. Mit Presseoffizieren, den Möglichkeiten des Web 2.0 etc. wird jetzt die israelische Wahrheit verbreitet. Wie so üblich in diesem Land. Ich habe drei Jahre dort gelebt und es war eine lehrreiche Erfahrung. Das der Konflikt nicht gelöst wird, ist nicht den Palästinensern geschuldet, sondern den Israelis, die diese als minderwertig behandeln. Kritik am Vorgehen von Geheimdiensten und Militär wird abgestellt, die Presse zensiert. Hier haben wir wieder mal ein glänzendes Beispiel für die übliche Vorgehensweise. Kein deutscher käme auf die Idee, die Kampfschwimmerkompanie gegen Greenpeaceprotestanten einzusetzen o.ä.; das die Israelis dies taten sagt schon alles.
Hoffentlich wird der Imageschaden nachhaltig sein. Ich wünsche es der radikal rechtsgerichteten Regierung sowie der sie unterstützenden Bevölkerung. In den 90ern waren wir schon so kurz vor einer Lösung dieses Konflikts und die Hardliner haben es nach Rabins Tod dann vermasselt.
1. Juni 2010 um 02:55 Uhr
Man verzeihe mir die Rechtschreibfehler…es ist schon spät =)
1. Juni 2010 um 09:38 Uhr
@Bang50 und HenningM – nochmal, damit wir uns richtig verstehen: “der Befehl zum Erstürmen der Schiffe hätte nicht erteilt werden dürfen, die Gewalteskalation und Nahkampfsituation auf den Schiffsdecks mit der Vielzahl der militanten Aktivisten war militärisch nicht beherrschbar”.
Richtig ist auch, dass eine allgemeine Seeblockade und damit die Verhinderung humanitärer Hilfe nicht hinnehmbar ist, der Einsatz gegen den gewiss bewußt provozierten Akt keineswegs “verhältnismäßig” war und dass die derzeit verantwortlichen israelischen Politiker die Soldaten mit diesem Befehl überfordert haben.
Dass über See auch Waffen und Explosivstoffe sowie Kämpfer in den Gazastreifen hinein kommen, soll dabei nicht vergessen werden, dass Isreal mit dem Rücken zur Wand steht auch nicht.
1. Juni 2010 um 11:10 Uhr
der gazastreifen ist nun mal gesperrt. wer sachen liefern will muß dies über den landweg tun. das ist fakt. wer dann versucht, gegen den willen der israelischen streitkräfte, in den gazastreifen zu kommen, muß halt die konsequenzen tragen. der verlust von menswchenleben ist tragisch, aber bei angekündigten “friedensaktivisten” würde ich eine beherrschbare situation annehmen. dass diese dann bewaffnet sind und es auf einen kampf ankommen lassen, läßt sich nicht unbedingt vorhersehen.
wenn die schiffe einfach nur abgedrängt worden wären, hätte immer noch das gleiche passieren können, wie mit dem trimaran von sea shepherd. wäre die gleiche mediale katastrophe für israel gewesen. die aktivisten wollten doch genau das erreichen.
1. Juni 2010 um 12:19 Uhr
@Henning
Sie wollen doch nicht ernsthaft Greenpeaceprotestanten mit diesen IHH Aktivisten vergleichen. Greenpeaceprotestanten schlagen nicht mit Eisenstangen Angehörige der Polizei und Armee nieder.
1. Juni 2010 um 13:16 Uhr
Die israelische Blockade ist nicht durch das Völkerrecht, ein internationales Abkommen, oder eine Resolution der VN gedeckt, und damit hatte Israel kein Recht, diese Schiffe außerhalb seiner Hoheitsgewässer zu entern und aufzubringen.
Im Gegenteil, die Blockade ist wiederholt von den VN kritisiert worden und in dem gegenwärtigen Umfang vom humanitären Völkerrechts verboten.
Genausorecht hätte Russland nach dem Georgienkrieg eine Abwicklung westlicher Hilfslieferungen über russische Häfen verlangen dürfen, aber genausowenig zur Durchsetzung Schiffe in internationalen Gewässern aufbringen dürfen.
1. Juni 2010 um 15:37 Uhr
@ @Cap
Schalten Sie doch den UN-Menschenrechtsrat ein. Libyen (!) ist vor kurzem in diesen Rat gewählt worden.
Die israelische Aktion war im Nachhinein sicherlich etwas unglücklich abgelaufen. Die ausschlaggebende Eskalation ging aber nicht von Israel aus. Leider gab Israel diesem primitiven “Schläger-Pack” genau das, was es wollte. Jetzt steht Israel am Pranger und die Jungs mit der Eisenstange lachen sich kaputt. Die Linken-Politikerinnen berichten auch schon fleißig – letztendlich lief für die “Friedensaktivisten” alles gut. Halten wir uns nicht mit Erklärungen der Ursachen für jede dieser Maßnahmen unserer israelischen Freunde auf. Dafür bleibt keine Zeit, das will auch keiner hören. Israel ist die stärkere Partei in diesem Konflikt (Bad Guy), die Palästinenser die Underdogs (Good Guy).
1. Juni 2010 um 19:53 Uhr
@Bang 50 verwenden sie bitte das nächste mal einen eigenen Nick! Ich möchte nicht mit ihrem polemisierenden und undifferenten Stiel in Verbindung gebracht werden. Die Qualität ihres Beitrages pendelt sich auf Stammtischgegröle ein. Ein Niveau welches sie selbst für ernsthafte Diskussionen disqualifiziert.
Ich würde jedem unabhänig ob pro oder contra Israel raten, sich in folgende Situation zu versetzen. Stellen sie sich ein Fußballspiel hier in Deutschland vor, in dem extreme Gewalt von den Fans ausgeht. Zu dem Zeitpunkt sind 5 Deutsche Polizisten in diesem Stadion von dem Mob eingeschlossen und dadurch in volkommener Unterzahl. Diese greifen die Polizisten mit Eisenstangen,Messern und extremer Aggression an. Die Polizisten versuchen mit Gotchakugeln den Mob in den Griff zu bekommen. Selbst nachdem zwei von ihren Kameraden am Boden liegen und trotzdem noch mit Eisenstangen maltretiert werden, versuchen sie es mit den Gochakugeln. Im letzen Moment ziehen die Polizisten ihre Dienstwaffen und feuern auf die Angreifer. Und jetzt versetzen sie sich in die Lage der Polizisten und fragen sich was sie in so einer Situation machen würden. Ich garantiere ihnen eines!Politik spielt in diesem Moment keine Rolle mehr für sie, sondern nur noch Überleben.