Bundeswehr rechnet in Afghanistan mit mehr traumatisierten Soldaten

von Dirk ~ 24. Mai 2010. Zu lesen unter: Streitkräfte&Gesellschaft, Verteidigungspolitik.

Neue Strategie führe zu höherer Belastung

Die Bundeswehr rechnet wegen der neuen Afghanistan-Strategie mit mehr traumatisierten Soldaten. Das ergibt sich nach Informationen des “Kölner Stadt-Anzeiger” (Dienstag-Ausgabe) aus einem Bericht des Bundesverteidigungsministeriums an den Verteidigungsausschuss des Bundestages. “Der geplante Einsatz der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Rahmen des Partnering-Konzepts wird zu einer erhöhten Belastung führen”, heißt es in dem Bericht, der der Zeitung vorliegt. “Dieser fordert auch in der Vorbereitung eine intensivere Prävention im Einsatzland.” Schon jetzt sei “aufgrund der aktuellen Entwicklungen mit der Zunahme von einsatzbedingten Verwundungen und Verletzungen, insbesondere auch psychischen Erkrankungen bis hin zu PTBS, zu rechnen. Zunehmend leiden hierunter auch Angehörige, Hinterbliebene und Reservisten.” PTBS steht für Posttraumatisches Belastungssyndrom. Im ersten Quartal 2010 wurden bei der Bundeswehr ausweislich des Dossiers bereits 147 PTBS-Fälle diagnostiziert. Das bedeutet eine nochmalige Steigerung gegen über dem Vorjahr. Damals gab es pro Quartal im Schnitt rund 116 PTBS-Fälle. Von 2008 auf 2009 hatte sich die Zahl der einschlägigen Diagnosen von 245 auf 466 schon nahezu verdoppelt. (Zitatende)

Berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger vorab.

(Textquelle kursiv: Kölner-Stadtanzeiger.de;
Bildquelle: NATO.ISAF.int, The skills and the expertise of Hungarian and ISAF medical teams as well as the availability of the new MEDAVAC capability came in handy when a distinguished female member of the local Shura was attacked in Pol-e-Khumri and was seriously wounded by insurgents on April 5. Initially the victim was taken to the local Pol-e-Khumri hospital where a life-saving operation was performed, but it turned out that she needed further medical assistance in the much better equipped hospital in Mazar-e-Sharif)

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