Korea: Nordkoreanischer U-Boot Torpedo aus Pjönjang, 46 gefallene südkoreanische Marinesoldaten und eine versenkte Korvette erhöhen regionale Nuklearkriegsgefahr (Video)
von Dirk ~ 24. Mai 2010. Zu lesen unter: Korea, Video, Weltregionen.Spannungen nehmen zu
 
Die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis im Jahr 2000 des zwischenzeitlich verstorbenen südkoreanischen Präsidenten Kim Dae-jungs für dessen Versöhnungskurs, auch Sonnenscheinpolitik genannt, mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-il in Pjöngjang ist ein Jahrzehnt her. Gegenwärtig herrscht zwischen Seoul und Pjöngjang und Bruderstaaten Nord- und Südkorea wieder Eiszeit, eine Kriegsgefahr ist wie schon oft in den letzen Jahrzehnten besonders in der aktuellen Phase spürbar.
Â
Südkorea hat nach dem Untergang eines seiner Kriegesschiffes, der Korvette CHEONAN (PCC-772) mit 104 Besatzungsmitgliedern, das am 26. März 2010 um 21:45 Uhr nahe der südkoreanischen Baengnyeong-Insel im Gelben Meer von einem nordkoreanischen Uboot- Torpedo versenkt wurde, eine Reihe von Strafmaßnahmen gegen die kommunistische Diktatur in Nordkorea angkündigt. Unter andern soll der innerkoreanische Handel weitgehend eingestellt werden und nordkoeranischen Schiffen die Fahrt durch die Hoheitsgewässerdes Südens verboten werden. 46 der südkoreanische Mariensoldaten kamen bei dem Angriff ums Leben, eine internationale Experten-Kommission (Südkorea, USA, England, Schweden, Frankreich, Australien) hat nach mehrwöchiger Untersuchung eine Torpedo-Attacke Nordkoreas als Explosionsursache festgestellt.
Bilder der Korvette CHEONAN, des Angriffortes, der Bergung und des Torpedos:
Â
U.S. Präsident Brack Obama forderte Nordkorea auf, sein “kriegerisches und bedrohliches Verhalten” einzustellen, die nordkoreaner hattren nach der Veröffentlichung des Untersuchungsberichter mit Krieg und dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Die USA würden Südkorea bei dessen Verteidigung weiterhin unterstützen, so Barack Obama. An der 243 Kilometer langen Landesgrenzen und an den Seegrenzen stehen sich die Süd- und Nordkoreaner hochbewaffnet gegenüber, in Südkorea sind dazu noch rund 28.500 US-Soldaten stationiert.
Für den Kriegsfall gilt die schon historische Vereinbarung zwischen Südkorea und den USA, dass das Oberkommando über die südkoreanischen Streitkräfte an die USA übergeben werden. Damit sind die Friedens-Appelle der Weltmacht USA noch ernster zu nehmen und die Folgen bei erneuten Angriffen für das Regime in Nordkorea final. Auch China hat sich zwischenzeitlich von Nordkorea distanziert, Russland hält sich bedeckt, die Atomwaffen Pjöngjangs sind die unbekannte Größe und das gefährlichste Offensivmitel des Aggressors.
Im Jahr 2003 hat Nordkorea den Atomwaffensperrvertrag aufgekündigt, nordkoreanische Mittelstreckenraketen mit Atomsprengköpfen und regelmäßig Atomwaffentest betimmen das Klima. Unter “konventionellen Umständen”, wäre das “Problem Nordkorea” längst demokratisiert.
Am 26. Mai wird die US-Außenministerin Hillary Clinton in Seoul zu Gesprächen erwartet, derzeit ist sie auf Südasienreise von Japan kommend in Peking/China zum U.S.-China Strategic and Economic Dialogue, heute in Shanghai. China und Japan sind beides wichtige betroffene Länder in der Region, denen an einer Lösung des Nordkorea-Konfliktes gelegen ist, gewiss auch an einem Ende der Dauer-Destabilsierung durch das nordkoreanische Regime.
Die Expertenkommission stellte am 20. Mai 2010 ihren Bericht vor, die heutigee Pressemitteilung des Pentagon dazu:
Â
(Videoquellen: CNNInternational.com, YouTube-Nutzer “Medlinelll” und itnnews.com via YouTube;
Kartengrafiken: CIA.gov)






















