Gefährliche Transporte in Kabul (Video)
von Dirk ~ 3. Mai 2010. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen, Video.und gefährdende ZOpInfo EKT-Videos aus dem Einsatzland
Â
Donnerstagmorgen im Feldlager Kabul: Hauptfeldwebel Maik R. und seine Soldaten bereiten sich auf ihren Einsatz vor. Auf dem Plan steht „nur eine Versorgungsfahrt. In Afghanistan ist das jedoch ein Auftrag mit Risiken.
Denn wenn die Soldaten den Schutz des Lagers verlassen, ist die Gefahr von Anschlägen oder Überfällen allgegenwärtig. Deshalb muss jeder wissen, was zu tun ist, sollte etwas passieren.
Soldatenglück.de meint: Wie bescheuert muss das Zentrum Operative Information (ZOpInfo) denn sein, einen solchen Video-Beitrag durch den Einsatzkameratrupp (EKT) anfertigen zu lassen und dann noch bei Bundeswehr.de zum weltweiten Abruf zu veröffentlichen?
Hier werden Wochentage, Termine, Streckenverlauf durch Kabul, Bewaffnung, Transportgüter und Stärke dem Gegner mitgeteilt, im lapidaren Nebensatz wird in unangenmessenen Ton einer Off-Stimme darauf verwiesen, dass auf der identischen Straße deutsche Soldaten starben.
Was soll denn das, wem nutzt denn das, wer gefährdet hier seine eigenen Soldaten?
(Textquelle kurisv, Videoquelle, Bildgrafik: Bundeswehr.de, EKT, via YouTube-Nutzer “Nasenstaub”)























3. Mai 2010 um 22:31 Uhr
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Dirk Hamel erwähnt. Dirk Hamel sagte: Gefährliche Transporte in Kabul (Video): Â Donnerstagmorgen im Feldlager Kabul: Hauptfeldwebel Maik R. und seine S… http://bit.ly/dlF2xG [...]
3. Mai 2010 um 23:53 Uhr
Ganz ruhig
OPSEC sehe ich nicht beschädigt. Wenn ich Taliban bin und meine Spizel wieso überall in der Sadt habe, brauche ich die Informationen aus nicht aus einem Video, sondern warte bis der Informant bescheid sagt das die Fahrzeuge gerade vorbei fahren. Das ist wesentlich präziser und wird so jeden Tag in Afg. praktiziert. Einen Fuchs kann man halt schwer als pkw tarnen.
4. Mai 2010 um 10:37 Uhr
@ soldatenglück
Ich sehe das genau so – zwar ohne Panik, aber es widerspricht total den Anweisungen, mit denen die Soldaten vor Ort ständig “in die Schranken” verwiesen werden. Da ist alles so furchtbar geheim, dass der Nebenmann im Container oder Zelt nicht erfahren soll, wer oder was man eigentlich ist
4. Mai 2010 um 11:38 Uhr
@Heinz – Danke fürs Beipflichten! “Taliban” heisst Schüler und diese radikal-islamistischen sind sehr lernwillig und -fähig, zu den Hauptfächern gehört Guerilla-Taktik, Sprengfallen-Kunde, Waffengebrauch, Töten, Sharia und Koran und eben auch Internetauswertung (Collection and Production). Diesen Gegner soll keiner unterschätzen und die Internet-Affinität wird nicht nur in der Propganda deutlich, auch bei der Auswertung und Informationsbeschaffung über “lohnende und leichte Ziele”.
4. Mai 2010 um 16:01 Uhr
Ich sage nur TOZZ.
Inkompetenz allerorten.
4. Mai 2010 um 18:50 Uhr
Laß mich mal nicht dumm sterben: Was is’n TOZZ?
4. Mai 2010 um 19:32 Uhr
@Tom
Ich beziehe mich auf die (Zentrale Dienstvorschrift) ZDv 3/101,
die regelt, wie der Fuehrer einer Truppe (Truppen-,) Orts-, Zeit-, Zahlenangaben zu verwenden hat und enthaelt Verfahren wie die Uebermittlung dieser Angaben zu erfolgen hat.