Archiv für April, 2010

Bundeswehr übt Fluss-Überquerung (Video)

Donnerstag, 29. April 2010

Im Rahmen der Übung “Eiserner Stier” Flussüberquerung der Elbe in der Altmark geübt

Wenn Eisen über Wasser geht

 

Nur selten übt die Bundeswehr eine Fluss-Überquerung mit einem Amphibienfahrzeug – der Aufwand ist enorm. Außerdem ist das Training für die Soldaten nicht ganz ungefährlich.
Soldatenglück.de berichtete über die Übung “Eiserner Stier”.

(Videoquelle: MDR via YouTube-Nutzer “Nasenstaub”)



Österreichs Frauen kommen langsam aber gewaltig zum Bundesheer (Videos)

Donnerstag, 29. April 2010

 Testosteron-Werbung

“Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ist es wichtig, eine Perspektive zu haben. Egal ob Du Geselle, Lehrling, Schulabbrecher, Maturant oder Student bist – das Österreichische Bundesheer bietet vielfältigste Betätigungsmöglichkeiten”, so spricht Österreichs Bundesheer seinen potentiellen Nachwuchs, die Burschen und Mädchen der Alpenrepublik, an.

In diesem Video erzählt der junge Soldat von seiner “sehr frühen Vaterschaft” und dem Schulabruch deswegen, das Bundesheer bot ihm dennoch eine solide Existenzgrundlage mit Karriere-Chancen.

 

In diesem zwischenzeitlich wegen Sexismus-Vorwürfen zurück genommenen Personalwerbe-Video des Bundesheeres (unten), das sich an weibliche Bewerberinnen für den Soldatenberuf richten sollte, wird mit Testosteron und anderen Glückshormonen geworben, die Panzerkanone entfaltet Symbolik-Wirkung als “ein verlängertes” männliches Geschlechtsorgan.
Seit dem 01. April 1998 ist die Wehrpflichtarmee Österreichs Bundesheer (Wehrpflicht-Dienstzeit 6 Monate) mit einer Stärke von 36.100 Soldaten im Präsenzstand (Berufssoldaten und Grundwehrdiener) plus 30.000 in der Miliz und 945.000 Reservestand für Frauen, die freiwillig Wehrdienst leisten wollen, geöffnet. Seither tun Soldatinnen von der Militärpilotin bis zur Militärseelsorgerin in allen Funktionen und Waffengattungen beim Bundesheer Dienst, Panzerkommandantinnen zählen ebenso dazu wie Ärztinnen oder Technikerinnen. Die Zahl der Soldatinnen im Österreichischen Bundesheer lag Ende 2008 bei 331 Soldatinnen.

 

Soldatenglück.de berichtete über weibliche Soldaten in der Bundeswehr: “Wie geht es den Frauen in der Bundeswehr – Gleichberechtigung erst beim Sterben? (Videos)” und Krieg nicht ausgeschlossen: “Wir sind kein Mädchenverein — Frauen in der Bundeswehr”

(Bilder-, Videoquellen via YouTube: Österreichs Bundesheer.at, Soldatinnen des Österreichischen Bundesheeres beim Tarnen der Gesichter, eine österreichische Artillerie-Batterie Me-109, mit Rohr hoch)

Testosteron ist ein wichtiges Sexualhormon (Androgen), das bei beiden Geschlechtern vorkommt, sich dabei aber in Konzentration und Wirkungsweise bei Mann und Frau unterscheidet.

Helmut Schmidt erhält den Henri Nannen Preis 2010 für sein publizistisches Lebenswerk

Donnerstag, 29. April 2010

“Dieser Staat wird Euch nicht missbrauchen”

Dieser Ausspruch beim Feierlichen Gelöbnis vor dem Deutschen Bundestag in Berlin am 20. Juli 2008 ist vielen Soldaten noch im Ohr. Altkanzler und auch Verteidigungsminister a.D. und Namensgeber der Universität der Bundeswehr in Hamburg Helmut Schmidt leitete seine Rede am “Tag des deutschen Widerstandes” 2008 mit ganz persönlichen Worten ein – er berichtete von seiner Zeit bei der Wehrmacht. Als Soldat hatte er im Herbst 1944 als Zuhörer an den Prozessen gegen die Widerstandskämpfer am Volksgerichtshof teilgenommen und gestand: “Erst da habe ich angefangen, den verbrecherischen Charakter des Dritten Reiches zu begreifen.”
Mit Blick auf die heutige Zeit wandte sich Schmidt nochmals direkt und bewegend an die vor ihm angetretenen Rekruten: “Liebe junge Soldaten! … Ihr habt das Glück, einer heute friedfertigen Nation und ihrem heute rechtlich geordneten Staat zu dienen. Ihr müsst wissen: Euer Dienst kann auch Risiken und Gefahren umfassen. Aber ihr könnt euch darauf verlassen: Dieser Staat wird Euch nicht missbrauchen.” 
zur vollständigen Rede vom 20. Juli 2008

Nun wird der “schreibend und laut denkende” Helmut Schmidt mit dem Henri Nannen Preis 2010 für sein journalistisches oder publizistisches Lebenswerk ausgezeichnet. Der ehemalige Bundeskanzler und Buchautor ist seit 27 Jahren Mitherausgeber der Wochenzeitung “Die Zeit”. Die von Gruner + Jahr und dem stern gestiftete Auszeichnung wird Schmidt am 7. Mai 2010 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg verliehen, Helmut Schmidt wird den Preis persönlich entegegen nehmen, vermutlich in Begleitung seiner Ehefrau Loki Schmidt.

Helmut Schmidt wurde 1918 in Hamburg geboren. Der studierte Volkswirt, seit 1946 Mitglied der SPD, war Innensenator in Hamburg, Minister in Bonn und der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Nach der Beendigung seiner politischen Laufbahn wurde Schmidt 1983 Mitherausgeber der Wochenzeitung “Die Zeit” und deren bedeutendster Ratgeber. Schmidt ist Verfasser von über 500 Artikeln und Essays sowie Autor von 30 auflagenstarken Büchern, darunter viele Bestseller.

Helmut Schmidt arbeitete zu Beginn seines Berufslebens als freier Mitarbeiter für die sozialdemokratische Zeitung “Hamburger Echo”, entschied sich dann aber nicht für den Journalismus sondern für die Politik. Doch schon während seiner politischen Laufbahn publizierte Schmidt Essays und politische Meinungsartikel. Bereits im Jahre 1961 veröffentlichte Helmut Schmidt sein erstes – auch in den USA viel beachtetes – Buch (“Verteidigung oder Vergeltung”).

Zum Jahreswechsel 1982/83 rief der Verleger Gerd Bucerius den gerade von Helmut Kohl als Kanzler abgelösten Staatsmann Schmidt als Mitherausgeber zu der Wochenzeitung “Die Zeit”. Hier fand Schmidt, der sich selbst als “publizistischen Autor” bezeichnet, einen festen Platz in der Redaktion. Sein großer Sachverstand, seine umfassende Bildung und seine politischen Erfahrungen werden von den Redakteuren bis heute geschätzt und machen den überzeugten Hanseaten zu einem anerkannten Ratgeber und Leitartikler. Noch immer nimmt der 91Jährige an den Redaktionskonferenzen der “Zeit” teil.

stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn: “Helmut Schmidt ist vom Politiker zum Erfolgsautor und Herausgeber geworden. Er kann auf ein beeindruckendes publizistisches Lebenswerk zurückblicken. Seine Bücher, Leitartikel und Essays haben ihn in der öffentlichen Wahrnehmung zu einer überparteilichen, nur dem Gemeinwohl verpflichteten moralischen Instanz werden lassen. Wir freuen uns, diesen großen Publizisten und Elder Statesman mit dem Henri Nannen Preis auszeichnen zu dürfen.”

Der Henri Nannen Preis wird in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben. Außer einem publizistischen Lebenswerk und dem herausragenden Einsatz für die Pressefreiheit werden die besten journalistischen Arbeiten ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr in deutschsprachigen Print- und Onlinemedien erschienen sind. Um den “Henri 2010″ bewarben sich Journalisten mit 878 Arbeiten aus 186 Print- und Online-Publikationen (in den Kategorien Reportage, Investigation, Dokumentation, Humor und Fotoreportage). Der von Gruner + Jahr und dem stern gestiftete Preis ist mit insgesamt 35.000 Euro dotiert.

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über Helmut Schmidts Wirken.

(Textquelle: Henri Nannen Preis, guj.de: http://www.henri-nannen-preis.de/;
Bildquelle: Ernst-Reinhard Beck MdB.de, der Festredner, Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt, in der Bgleitung des ehemaligen Verteidigungsministers Dr. Franz Josef Jung am 20.07.2008)

Verteidigungsminister privat: Zu Guttenberg “spielt zu Hause den Entertainer” (Video)

Donnerstag, 29. April 2010

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (38) ist zu Hause sehr umgänglich und locker. Im Interview mit DAS NEUE verriet seine Ehefrau Stephanie (33): “Mein Mann läuft zu Hause zur Höchstform auf und macht dann den Entertainer.”

Der Politiker zeigt dabei ungeahnte Talente, wie seine Frau erzählt: “Er ahmt alle möglichen Geräusche nach und gibt jeder Person eine eigene Stimme. Da kann ich leider nicht mithalten, aber meine Kinder meinen, das brauche ich gar nicht.”

Karl-Theodor und Stephanie zu Guttenberg sind seit 2000 verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter (acht und neun Jahre alt).

Der vollständige Artikel erscheint in der Ausgabe 18/10 von DAS NEUE.

Hier ein Video von Stephanie zu Guttenberg in München vom 25. Febuar 2010.
Gerade erst aus Vancouver von den Olympischen Spielen zurückgekehrt, spricht Stephanie Freifrau von und zu Guttenberg, die Ehefrau des deutschen Verteidigungsministers und Ur-Ur-Enkelin von Otto von Bismarck über ihr soziales Engagement, z.B. den Kampf gegen Kinderpornografie und auch über die Frage: “Wie haben Sie ihren Mann kennen gelernt?”.

 

(Textquelle kursiv: das neue, Bauer Media Group.de;
Bildquelle: Stadt Kulmbach.de, Foto Marcus Führer, Stephanie und Karl-Theodor zu Guttenberg beim “Anstich” der 60. Bierwoche in Kulmbach/Franken, Artikel “Holländer-Premiere zur Festspülwoche”;
Videoquelle: MünchenTV via YouTube)

SWP-Studie: Rüstungskooperation 2.0

Mittwoch, 28. April 2010

 

Notwendige Lehren aus dem A400M-Projekt

 

von Marcel Dickow

Der Airbus A400M fliegt. Nachdem ein Prototyp am 11. Dezember 2009 den Jungfernflug erfolgreich absolviert hat, einigten sich die sieben Bestellnationen am 5. März 2010 mit Airbus Military darauf, ihn als Projekt europäischer Beschaffungskooperation zu produzieren. Der Preis dafür ist hoch: die Kosten steigen signifikant, die Auslieferung verzögert sich um mehr als drei Jahre und die ursprünglich geforderten Fähigkeiten werden nicht realisiert. Derartige Probleme finden sich zwar auch bei anderen Großprojekten europäischer Kooperation, wie beim Satelliten-Navigationssystem Galileo, bei Rüstungsprogrammen wiegen sie aber besonders schwer, weil Fragen der nationalen Sicherheit tangiert sind. Sollen die Streitkräfte in Zukunft zuverlässig und termingerecht mit dem benötigten Material versorgt, gleichzeitig aber Steuergelder wirtschaftlich verwendet werden, müssen die EU-Mitgliedstaaten einen neuen Typ von Rüstungskooperation mit drei Kernelementen etablieren: Controlling der Fähigkeitenforderung, Transparenz und Zusammenarbeit bei der Nutzung der Systeme.

zum vollständigen SWP-Aktuell “Rüstungskooperation 2.0″ 2010/A 36, April 2010, 4 Seiten

Weitere SWP-Studien zur Sicherheitspolitik bei Soldatenglück.de.

(Text-, Grafikquelle: Stiftung Wissenschaft und Politik.de;
(Bildquelle: EADS/Airbus)



Deutsche sind mit Job und Vorgesetzten überraschend zufrieden

Mittwoch, 28. April 2010

- Aber jeder dritte Beschäftigte fühlt sich unterbezahlt

Die Deutschen sind mit ihrer Arbeit und dem Verhalten ihrer Vorgesetzten erstaunlich zufrieden, sie loben das Betriebsklima und kommen gut mit ihren Kollegen klar. Das ergab eine Umfrage, die das Hamburger Magazin stern zum Tag der Arbeit am 1. Mai unter Arbeitnehmern und Beamten durchführen ließ.

Die überwältigende Mehrheit der Beschäftigten (86 Prozent) geht der Umfrage zufolge normalerweise gern zur Arbeit. Nahezu ebenso viele (85 Prozent) erklärten, sie seien mit ihrem Job zufrieden (47 Prozent) oder sehr zufrieden (38 Prozent). Dass er in etwa ihren Fähigkeiten entspricht, sagten drei von vier Arbeitnehmern (74 Prozent). 20 Prozent allerdings fühlen sich unterfordert – bei den Jüngeren erklärten dies sogar 33 Prozent, bei den Arbeitern 29 Prozent. 84 Prozent sind alles im allem mit ihrem Arbeitgeber zufrieden (58 Prozent) oder sehr zufrieden (26 Prozent). Ein gutes Zeugnis stellen die Deutschen auch ihren direkten Vorgesetzten aus: 86 Prozent fühlen sich von ihnen fair behandelt.

In den meisten Fällen stimmt auch das Betriebsklima: 83 Prozent äußerten sich in der stern-Umfrage zufrieden (50 Prozent) oder sehr zufrieden (33 Prozent) mit dem Umgang unter den Kolleginnen und Kollegen. Insgesamt bezeichneten 61 Prozent der Beschäftigten die Stimmung in ihrem Betrieb als gut, 11 Prozent halten sie für sehr gut. Rund zwei Drittel (65 Prozent) haben noch nie ernsthaft an Kündigung gedacht.

Nachholbedarf sehen viele Befragte bei der Kinderfreundlichkeit der Betriebe: Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) wünscht sich hier bessere Regelungen. Und die Leistung sollte besser honoriert werden: Jeder Dritte (32 Prozent) sagt, er sei nicht angemessen bezahlt, überdurchschnittlich oft Frauen (36 Prozent), Arbeiter (37 Prozent) und Ostdeutsche (39 Prozent). Bei den Beamten überwiegt Zufriedenheit. Nur 14 Prozent fühlen sich unterbezahlt.

Datenbasis: 1000 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 21. bis 23. April 2010, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Auftraggeber: stern; Quelle: Forsa-Institut, Berlin

(Text-, Bildgrafikquelle: stern.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Artikel “Dienst und Kinderbetreuung unter einem Hut”)

Streitkräfte: Bundeswehr-Psychiater: Immer mehr traumatisierte Soldaten nach Auslandseinsätzen

Mittwoch, 28. April 2010

Die Zahl der traumatisierten Bundeswehr-Soldaten nimmt angesichts der zugespitzten Lage in Nordafghanistan weiter zu. Darauf hat Oberstarzt Peter Zimmermann, leitender Psychiater am Bundeswehrkrankenhaus in Berlin, in der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe) hingewiesen. “Wir hatten 145 in 2007, in 2008 waren es 245 und 2009 dann 466 Fälle mit posttraumatischen Belastungsstörungen.” Es sei zu vermuten, dass die Behandlungshäufigkeit weiter steige und die zunehmenden Kampfhandlungen mit hinein spielten. “Das erhöht wahrscheinlich auch die Traumazahlen. Wenn jemand sieht, wie ein Kamerad stirbt, wirkt sich das sicher schwerer aus, als wenn er sieht, dass ein Kamerad ,nur’ verletzt wird. Mit Todesfällen ist ein erhöhter Traumadruck verbunden. So lange wir in Kampfeinsätzen sind, wird uns das Problem begleiten. Und wenn die Kampfeinsätze schärfer werden, wird das Problem zunehmen.” Seit dem Vietnam-Krieg sei überdies bekannt, dass die mangelnde Akzeptanz von Militäreinsätzen im eigenen Land “Auswirkungen” habe “auf die Entwicklung von psychischen Erkrankungen”, sagte Zimmermann. “Ich höre immer wieder von Soldaten, die sagen: Wir kommen hier nach Hause und keiner interessiert sich für uns.” Der Bundeswehr-Psychiater mahnte deshalb: “Je mehr eine Gesellschaft hinter ihren Soldaten steht, desto besser wird es ihnen gehen – auch psychisch. Viele junge Leute gehen aus Idealismus dort runter und wollen etwas für ihr Land tun. Das sollte man wertschätzen – egal, ob dieser Krieg richtig ist oder nicht.” (Zitatende)

Berichtet die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Grafikquelle: Bundeswehr Krankenhaus Berlin.de)

Deutsch als Waffe

Dienstag, 27. April 2010

“Der Tod stellt aus versorgungsrechtlicher Sicht die stärkste Form der Dienstunfähigkeit dar”

Behörden in Deutschland gilt das Verwaltungsverfahrensgesetz. Sein Paragraf 23 enthält im ersten Absatz eine wunderbar schlichte Regelung: “Die Amtssprache ist deutsch.” Und in der Amtsstube muss auch keine andere Sprache als Deutsch verstanden werden: “Werden bei einer Behörde in einer fremden Sprache Anträge gestellt, Belege, Urkunden oder sonstige Dokumente vorgelegt”, heißt es da weiter, “soll die Behörde unverzüglich die Vorlage einer Übersetzung verlangen”. Vielen Deutschen wäre sehr geholfen, wenn sie diesen Übersetzungsanspruch ihrerseits gegenüber dem verquasten Behöden-Chinesisch geltend machen könnten, das in den Amtsstuben anstelle von Deutsch geschrieben wird. Das allseits beklagte Amtsdeutsch ist keine harmlose Schrulle, die lediglich harmlos-doofe Stilblüten des Musters “Der Tod stellt aus versorgungsrechtlicher Sicht die stärkste Form der Dienstunfähigkeit dar” hervorbringt. Amtsdeutsch ist eine Bürokraten-Waffe gegen Bürger. Was für einen Rollstuhlfahrer die zwölfstufige Treppe vor dem Theater oder dem Rathaus ist, das ist für viele Bürger eine unverständliche Sprache, die sie kühl kalkuliert von gesellschaftlicher Teilhabe und der Wahrnehmung eigener Rechte ausschließt.

Kommentiert die Rheinische Post aus Düsseldorf.

(Textquelle: Rheinische Post.de;
Bildgrafikquelle: Bundeswehr.de, Artikel “Überblick: Befugnisse der Soldaten in Afghanistan”)

Russland Schwarzmeerflotte bis zum Jahr 2047 weiter auf der Krim, Ukraine verbittert (Video)

Dienstag, 27. April 2010

Tumulte im ukrainischen Parlament

 

Die Ukraine hat den umstrittenen Pachtvertrag Russlands für Territorien auf der Krim als Stützpunkt für die russische Schwarzmeerflotte bis zum Jahr 2042 verlängert, eine Option auf weitere fünf Jahre bis 2047 ist Bestandteil des Abkommens, das 2017 abgelaufen wäre. Im Gegenzug soll Kiew durch Nachbesserungen an Gas-Lieferverträgen von Russland einen Rabatt von 30 Prozent unter Weltmarktpreis im Wert von rund 30 Milliarden Euro für die nächsten 10 Jahre erhalten. Die Aussprache des ukrainischen Parlamentes in Kiew (Video oben) wurde durch Tumulte, Schlägereien unter den Abgeordneten, Rauchbomben und Eier-Würfe gegen den Parlaments-Präsidenten gestört. Die Opposition lehnt das russich-ukrainsche-Abkommen als “Verrat an den nationalen Interessen” ab.

Die Schwarzmeerflotte der Russischen Föderation besteht aus rund 40 Kriegsschifen, stationiert im Hafen von Sewastopol auf der Halbinsel Krim, sie wurden auch im Krieg gegen Georgien im Jahr 2008 eingesetzt, dieser Teil der russischen Seestreitmacht operiert im Schwarzen Meer und im Mittelmeer.

(Bildquelle: Verteidigungsministerium Russland.ru, Kriegsschiffe der Schwarzmeerflotte im Hafen von Sewastopl auf der Krim;
Videoquelle: CNN via YouTube;
Grafikquelle: CIA.gov)

“Weimar Battlegroup” als tri-nationale Kampftruppe ab 2013 einsatzbereit (Videos)

Dienstag, 27. April 2010

 

 

Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens wollen den Aufbau einer gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik vorantreiben.

“Europa muss nach innen und nach außen handlungsfähig sein”, sagte Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle (FDP) beim heutigen Treffen des seit 1991 regelmäßig stattfindenden “Weimarer Dreiecks” (benannt nach dem ersten Austragungsort: Weimar) mit seinem französischen Amtskollegen Bernard Kouchner und polnischen Amtskollegen Radolsaw Sikorski in Bonn, auch der Außenminister der Ukraine Konstantin Grischtschenko war im Gast-Status anwesend. Die EU müsse auf künftige Krisen in der Welt nicht nur mit diplomatischen Mitteln reagieren können, sondern notfalls auch mit militärischen. Dazu wollten Deutschland, Polen und Frankreich ihre Zusammenarbeit verstärken. Westerwelle zufolge soll die geplante sogenannte “Weimar Battlegroup” im 1. Halbjahr 2013 einsatzbereit sein.

(Videoquelle: PHOENIX via YouTube-Nutzer “dokuundso1″)

Hintergrundinformationen: Weimarer Dreieck.eu

Das Weimarer Dreieck wurde 1991 von den Außenministern Deutschlands, Frankreichs und Polens eingerichtet. Es trägt seinen Namen aufgrund des ersten Treffens, das am 28.-29. August 1991 in der thüringischen Residenzstadt stattfand. Es hat wesentlich zum deutsch-polnischen Aussöhnungsprozess und zur Heranführung Polens an die Europäische Union (EU) beigetragen. Nach dem Beitritt Polens zur EU steht nun die Zusammenarbeit der drei Länder als Partner in der EU und der Nato im Mittelpunkt.

Was als Gesprächsforum der drei Außenminister begann, hat sich längst zu einer engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit auf allen Ebenen entwickelt. Regionalpartnerschaften, Jugend- und Künstlerbegegnungen zeigen, dass das “Weimarer Dreieck” auch durch staatsbürgerschaftliches Engagement der Zivilgesellschaft mit Leben gefüllt wird.

(Textauszug kursiv: Botschaft-Frankreich.de)