“Berlin direkt” vom 11. April 2010: Karl-Theodor zu Guttenberg im Interview (Video)
von Dirk ~ 12. April 2010. Zu lesen unter: Streitkräfte&Gesellschaft, Verteidigungspolitik, Video.
Afghanistaneinsatz – Gestorben fürs Vaterland
Erstmals nahm die Kanzlerin an einer Trauerfeier für die in Afghanistan gefallenen Soldaten teil. Ein Signal an die Truppe. Doch der Opposition reicht das nicht: Bislang habe sich Merkel zu wenig um Afghanistan gekümmert, den Einsatz nicht genug erklärt, so die Kritik.
“Habe direkt mit Amtsantritt den so genannten Tabubruch gewagt” - ”Ein LEOPARD 2 Panzer, der beispielsweise, möglicherweise, an der ersten Brücke nach Kunduz einbrechen würde, wäre ein wenig hilfreicher Panzer …”
Er habe “die Begrifflichkeit Krieg” schon an seinem vierten Amtstag in den Mund genommen, so Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im “Berlin direkt”-Interview. Es gebe eine juristische Einschätzung, die sich von diesem Begriff unterscheide. Aber “wir brauchen eine Sprache, mit der wir beschreiben, was als Realität vor Ort empfunden wird”, so Guttenberg.
(Videoquelle: ZDF, Berlin direkt von Bettina Schausten und Andreas Huppert via YouTube-Nutzer “Nasenstaub”)






















12. April 2010 um 10:13 Uhr
Bemerkenswert :
“Ich werde mich für alles einsetzen was mir die Militärs vorschlagen.
Sofern die Haushaltsmittel freigemacht werden…”
da bin ich mal gespannt wie die Quadratur des Kreises ausgeht
12. April 2010 um 13:21 Uhr
Josef Joffe, ZEIT, hat den Kern der berechtigten Kritik, die an die Bundesregierung und die deutsche Militärführung zu richten ist, mit folgenden Aussagen auf den Punkt gebracht:
-”Es ist verantwortungslos, der Kundus-Truppe die Mittel zu verweigern.”
-” Es gibt keine Defensive ohne Initiative.”
-”Angriff ist die beste Verteidigung.”
-”Die Deutschen dürfen nur Schießen, wenn sie beschossen werden; das ist der Präsentierteller als Prinzip.”
-”IEDs machen die Patrouillenfahrt zum Ausflug ins Verderben.”
Es wird deutlich: Die Presse hat es begriffen, die Bundesregierung begreift es(Krieg), nur die deutsche Militärührung nicht!
Nun wird sich die Politik natürlich auf die sachkundige Generalität berufen. TzG nutzt dies gerade, indem er das Bild von der ” unter dem Leopard zusammenbrechenden Brücke” skizziert. Es ist die Generalität, die sich schon mehr ihren Parteibüchern verpflichtet fühlt und unter politischen Parolen, wie z.B.,”der Frieden ist der Ernstfall”, ihre militärische Sozialisation erhalten haben. Sie kommen mit dem realen “Ernstfall” in Afghanistan offensichtlich nicht zurecht.
12. April 2010 um 14:41 Uhr
es ist ja nicht umsonst so, dass Generäle so genannte politische Beamte sind.
Ich frage mich immer, auf welcher Führungsebene die bekannten Mängel hängenbleiben:
Die Soldaten, Grp.- und Zugführer wissen was fehlt. Die Chefs auch, und diese melden es auch an die Kommandeure, soweit konnte ich die Meldekette bisher “live” verfolgen.
Aber irgendwo danach wird dann aus dem Satz “Wir brauchen…” der weitaus folgenschwerere Satz “Wir könnten … noch brauchen, aber es geht ja auch so!”
Bei einem Vortrag an der Universität der Bundeswehr in Hamburg vor etwa eineinhalb Jahren bat Herr Polenz im Wortsinn darum, nicht “…immer der Karriere und dem erfüllten Auftrag wegen halbgare Meldungen zu machen…” sondern “…auch mal zu sagen ‘nein so geht das nicht’ !”
Ich frage mich wirklich auf welcher militärischer Führungsebene dieses Unlust zur Wahrheit auftritt.
Für die Politik ist es natürlich angenehm…
12. April 2010 um 14:56 Uhr
[...] erfüllen.” Karl-Theodor zu Guttenberg sieht im Zusammenhang eher statische Probleme. Im “Berlin direkt”-Interview lernt man: ”Ein LEOPARD 2 Panzer, der beispielsweise, möglicherweise, an der ersten [...]