Gedenkfeier für die Gefallenen in Kunduz, Abschied von den Kameraden
von Dirk ~ 4. April 2010. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen.“Wir haben alle gehofft,
dass wir diesen Tag niemals erleben müssen”
Ostersonntag 2010 in Afghanistan, zwei Tage nach dem “Karfreitag von Kunduz” mit den massiven Gefechten im unruhe-Distrikt Char Darah 6 Kilometer westlich vom PRT Kunduz fand im geschützten Feldlager die Gedenkfeier für die Gefallenen statt. , sagte der Kommandeur der Luftlandebrigade 31 und derzeit Commander des ISAF Regional Command North, Brigadegeneral Frank Leidenberger, in seiner Trauerrede.
Der Abschied von den drei gefallenen Kameraden der Luftlandebrigade 31 vom Standort Seedorf/Niedersachsen, vom Stabsgefreiten Robert Hartert (25), vom Hauptgefreiten Martin Augustiniak (28) und von Hauptfeldwebel Niels Bruhns (35), war ein bewegender Moment tiefer Trauer für alle, die die Soldaten persönlich kannten und für die, die die kameradschaftliche Solidarität emotionsstark spüren.
Trauergeleit und die letzte Ehre im Einsatz, der von der Bundesregierung gewollt und vom Parlament mandatiert ist, gab den Soldaten auch der anwesende Entwicklungsminister Dirk Niebel, selbst ein Fallschirmjäger. Der Bundesminister und FschJg-Hauptmann der Reserve sprach den Soldatinnen und Soldaten die Anteilnahme der gesamten Bundesregierung aus. Niebel wird auf seinem Rückflug die Särge der gefallenen Soldaten nach Deutschland zurück geleiten - dem letzte Flug der Falllschirmjäger.
Vier der bei den Karfreitags-Gefechten verwundeten insgesamt acht Soldaten sind bereits gestern mit einem Luftwaffen-Airbus in den Abendstunden in Köln-Bonn gelandet, sie werden inzwischen im Bundeswehrzentralkrankenhaus behandelt, ihr Zustand hat sich stabilisiert.
***
Direkt aus Kunduz berichtet dieser Tage für den SPIEGEL und für verschiedene TV-Sender Hasnain Kazim. Der in Deutschland und Karatschi/Pakistan aufgewachsene und 1974 im niedersächsischen Oldenburg geborene deutsche Staatsbürger und Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer, tat bei der Bundeswehr als Offizier der Marine Dienst. 1998 fuhr der junge Marineoffizieranwärter Kazim auf dem Segelschulschiff GORCH FOCK (unten rechts im Bild) und nahm an der 100. Reise des Ausbildungsschiffes teil. Der Reserveoffizier machte journalistische Erfahrungen bei dem Stader Tageblatt und studierte Politikwissenschaft mit Abschluss Dipl. pol., er schrieb unter anderem für die Heilbronner Stimme als Volontär und arbeitete für die Nachrichtenagentur dpa (deutsche presse agentur, Büro Südasien, Neu Delhi, Indien). Ab 2006 war er Redakteur von SPIEGEL ONLINE, seit Juli 2009 ist er Südasienkorrespondent von SPIEGEL ONLINE und SPIEGEL. Hasnian Kazim ist Autor des Buches “Grünkohl und Curry”, eine bewegende Geschichte über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten, über Integration, Liebe und Freundschaft.
Gut, dass dieser Mann in diesen Tagen als Journalist dort unten ist.
(Bilderquellen:
Bundeswehr.de, die Bilder der Gedenkfeier in Kunduz am 04. April 2010 oben, Fotos: Uwe Schwitt von der Bundeswehr;
Hasnain Kazim, das Bild unten mit Hasnain Kazim, von privat, mit freundlicher Genehmigung von Hasnain Kazim, aktuell für den SPIEGEL in Afghanistan, das Foto aus 1994 zeigt den Matrosen/OA Hasnain Kazim an Bord der “Gorch Fock”: Matrose Kazim, rechts, steht gemeinsam mit einem Kameraden an Oberdeck der “Gorch Fock”. Zwei Monate lang segelte er als Lehrgangsteilnehmer an Bord des Segelschulschiffs – und nahm an der 100. Reise des Schiffs teil: von Kiel über Flensburg nach Madeira, weiter nach Dakar im Senegal und schließlich nach Lanzarote. Dort wurde die Crew abgelöst.)


























4. April 2010 um 15:27 Uhr
Dirk, wo hast Du die Namen gefunden?
4. April 2010 um 15:36 Uhr
Man sollte Hasnain Kazim besser militärische Themen allgemein behandeln lassen. Es kann nicht sein, dass man einen Mitarbeiter mit Armee-Erfahrung hat, aber weiterhin Dilettanten wie Mathias Gebauer Artikel über Afghanistan schreiben lässt.
4. April 2010 um 15:36 Uhr
[...] Bundeswehr.de und Soldatenglück (ein sehr lesenswerter Blog). Comments RSS [...]
4. April 2010 um 15:55 Uhr
Kazim erscheint auch mir als wesentlich kompetenter im Vergleich zu Gebauer. Zwar hat Gebauer oft Zugang zu interessanten Informationen. Er schafft es aber nur in Ausnahmefällen, die Information von seiner Bewertung zu treffen, und die Bewertungen sind zudem meist mangelhaft.