Hauptmann d.R. Dirk Niebel bringt die gefallenen Jungs aus Afghanistan mit Heim
von Dirk ~ 3. April 2010. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen.Es sind Fallschirmjäger von der Luftlandebrigade 31 “Oldenburg” der Division Spezielle Operationen (DSO), die gestern am “Karfreitag von Kunduz” gefallen sind, für die drei jungen Kameraden konnte nichts mehr getan werden. Das Motto der Luftlandebrigade (LLBrig) 31 lautet: “Einsatzbereit – jederzeit – weltweit”, so waren die Soldaten dieses Großverbandes schon oft in Auslandseinsätzen.
Fünf weitere Soldaten der Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz bei ISAFÂ wurden gestern östlich von Kunduz, nur rund 6 Kilometer vom PRTÂ Feldlager durch Taliban verwundet, vier davon schwer, sie sind derzeit mit dem MedEvac-Airbus auf dem Weg nach Deutschland nach Köln-Wahn zur weiteren medizinischen Behandlung.
Der Bundesminister für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit Dirk Niebel, selbst Fallschirmjäger SaZ im Feldwebel-Dienstgrad mit Dienstjahren in Calw und mittlerweile Hauptmann der Reserve, war als BM in Afghanistan auf Dienstreise, um humanitäre und Entwicklungsprojekte zu inspizieren und weiter auf den Weg zu bringen. Sein Luftwaffen-Airbus der BMVg Flugbereitschaft sollte heute fliegen, er wird erst morgen die Heimreise antreten und nimmt die gefallenen Kameraden mit nach Deutschland.
In Kunduz wird morgen im Feldlager Kunduz eine Trauerfeier für die Gefallenen sein, dannach werden der Entwicklungsminister und dessen Tross den Weg nach Deutschland antreten, die drei gefallenen Bundeswehr-Soldaten werden mit auf ihren letzten Weg nach Hause genommen.
Niebel besuchte als Bundestagsabgeordneter am 26. Februar 2009 die Oldenburgische Fallschirmjägerbrigade 31, das Bild unten zeigt ihn zusammen mit dem LLBrig-Kdr Frank Leidenberger und jungen Fallschirmjägern, BrigGen Leidenberger führt derzeit als ISAF Regional Commander North die internationalen Soldaten in Nordafghanistan, Deutschland ist dort Lead Nation.
Der Bundesminister Dirk Niebel hat sich Ende März/Anfang April 2010 einen Überblick über das deutsche Engagement am Hindukusch verschaffen, die Reise wollte er uch dazu nutzen, den deutschen Entwicklungsexperten, Diplomaten, Polizisten und Soldaten seine Wertschätzung und Dankbarkeit für ihr Engagement in einem schwierigen Umfeld darzubringen. Dass dieses Engagement auch den höchsten Preis fordert, diese bittere Erkenntnis ist leidvolle Realität.
Das Bilder oben und zeigen die enge Verbundenheit der regionalen Bevölkerung in Niedersachsens Oldenburger Land mit “ihren Fallschirmjägern”. Oben Silke Meyn, die erste Stadträtin Oldenburgs als Vertreterin der Patenstadt, sie übergab am 18. Februar 2010 beim Abschiedsapell in den Afghanistan-Auslandseinsatz das Ortschild Oldenburg an Oberst Grube als deutliches Zeichen der Verbundenheit der örtlichen Bevölkerung mit den Soldaten der Luftlandebrigade “Oldenburg”, unten die Ortschilderübergabe Zeven und Seedorf durch die Bürgermeister.
Glück ab!
(Bilderquellen: BMZ.de, Dirk Niebel.de, Deutsches Heer.de)


























3. April 2010 um 19:43 Uhr
Gem. Focus Online (http://www.focus.de/politik/ausland/gefallene-deutsche-guttenberg-verteidigt-afghanistan-einsatz_aid_495637.html) sind die Kameraden vom FschJgBtl 373.
3. April 2010 um 19:45 Uhr
Und Respekt, dass ein Bundesminister zusammen mit Gefallenen fliegt. Da kommt der ehem. SaZ durch.
3. April 2010 um 19:52 Uhr
@Someone – Die Luftlandebrigade 31 in Oldenburg gliedert sich in die Truppenteile: Stabskompanie Luftlandebrigade 31 (Oldenburg) , Luftlandeunterstützungsbataillon 272 (Oldenburg), Fallschirmjägerbataillon 313 (Seedorf), Fallschirmjägerbataillon 373 (Seedorf), Luftlandeaufklärungskompanie 310 (Seedorf), Luftlandepionierkompanie 270 (Seedorf)
3. April 2010 um 20:10 Uhr
Hier sollte ausdrücklich Thomas Wiegold gewürdigt werden. Sein Bericht war der Einzige von mir gelesene, wonach die Kameraden gefallen sind und nicht getötet wurden.
Auch das ZDF fiel dabei positiv auf, die ARD hingegen spricht weiter von Getöteten und Verletzten.
3. April 2010 um 20:27 Uhr
@ Dirk:
Mir ist die Gliederung bekannt. So groß ist die Bw ja auch nicht mehr.
Gem. BILD sollen die Gefallenen HptFw, StGefr und HptGefr sein.
3. April 2010 um 20:54 Uhr
Als oberste Dienstherren ist es eigendlich Ihre Pflicht die Gefallenen zu begleiten.
(Dann übernehmen unsere Politiker mal eine sinnvolle Aufgabe als Vorgesetzte, anstatt ständig Untersuchungsausschüsse zu gründen, die die Ausführungen der erteilten Aufträge lähmen.)
Ich hoffe es ergibt sich aus dem Besuch eine positive Verwendung für unsere Kameraden in Kundus.