Archiv für März, 2010

Verteidigungsexperte Beck (CDU/CSU) verteidigt zu Guttenberg

Freitag, 19. März 2010

Der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ernst-Reinhard Beck, hat Forderungen nach einem Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zurückgewiesen. “Forderungen nach einem Rücktritt halte ich für völlig überzogen”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Samstag-Ausgabe). “Der Minister macht eine hervorragende Arbeit. Er ist der populärste Politiker, den wir im Augenblick in Deutschland haben. Er kommt bei den Soldaten gut an.” Man dürfe seine bisherigen Leistungen nicht auf die Kundus-Affäre reduzieren. Zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den für den Luftschlag von Kundus verantwortlichen Oberst Georg Klein erklärte Beck: “Ich bin davon überzeugt, dass das Verfahren eingestellt wird.” Gegen den Beschuldigten liege lediglich ein Anfangsverdacht “auf der niedrigsten Stufe” vor. “Die vorsätzliche Tötung von Zivilisten ist auf gar keinen Fall gegeben.” (Zitatende)

Berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger vorab.

(Textquelle: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Bildquelle: Reinhard Beck MdB.de, mit dem GI, Klausurtagung der Arbeitsgruppe Verteidigungspolitik, 14./15. März 2010))



Kundus-Entschädigungen lassen auf sich warten – Verhandlungen erneut vertagt

Freitag, 19. März 2010

Die Bundesregierung hat sich noch nicht auf Entschädigungen wegen des Nato-Bombardements am afghanischen Kundus-Fluss festgelegt.
Das berichtet der Bremer “Weser-Kurier” (Samstagsausgabe).

Nach Informationen der Zeitung sind die Verhandlungen zwischen dem Bremer Rechtsanwalt Karim Popal und dem Verteidigungsministerium in Bonn nach drei Stunden auf den 31. März verschoben worden. Popal bezeichnete die Gespräche als “sehr konstruktiv und zielorientiert”. In den letzten Tagen gab es in der Öffentlichkeit Irritationen, weil die Bundesregierung angeblich die Verhandlungen abbrechen wollte. Die Bundeswehr prüft nun die medizinische Versorgung eines Afghanen, der bei dem Luftschlag schwer verletzt wurde. Verhandelt wird über die Finanzierung von Hilfsprojekten für die afghanischen Hinterbliebenen im Rahmen von sechs bis sieben Millionen Euro.

Diese Projekte bestehen aus vier Teilen: Ein Waisenhaus mit Schule und Kindergarten, ein Genossenschaftsprojekt für Frauen mit Milchproduktion und Viehzucht, ein Landbeschaffungsprojekt sowie eine Teppichknüpferei. Durch das vom deutschen Oberst Georg Klein befohlene Bombardement auf zwei Tanklaster am 4. September starben über 140 Menschen. Popal und sein Bremer Kollege Bernhard Docke gehen von 137 zivilen Opfern aus. (Zitatende)

Berichtet der Weser-Kurier aus Bremen vorab.

(Textquelle: Weser-Kurier.de)

Neuer Amtschef im Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr

Freitag, 19. März 2010

Der Amtschef des Streitkräfteamtes (SKA), Generalmajor Thomas Wollny, wird Montag kommender Woche im Rahmen eines feierlichen Übergabeappells im Potsdamer Nikolaisaal das Kommando über das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) vom bisherigen Leiter, Oberst Dr. Hans Ehlert, an Oberst Dr. Hans-Hubertus Mack (im Bild unten, v.l.n.r.) übergeben. Gleichzeitig wird Oberst Dr. Ehlert in den Ruhestand versetzt.

Das MGFA ist die zentrale Forschungseinrichtung des Bundes und der kompetente Ansprechpartner für alle Fragen der Militärgeschichte. Am attraktiven und militärgeschichtsträchtigen Standort Potsdam, der Landshauptstadt Brandenburgs vor den Toren Berlins, in der Villa Ingenheim in der Zeppelinstraße betreibt das MGFA seine international anerkannte militärhistorische Grundlagenforschung mit Schwerpunkt auf dem Zeitalter der Weltkriege sowie der Militärgeschichte der Bundesrepublik und der DDR. Es schafft dabei die Grundlagen für die historische Bildung und leistet den maßgeblichen Beitrag zur Traditionsbildung innerhalb der Streitkräfte. Die Weiterentwicklung der Inneren Führung und die Bereitstellung von historischem Orientierungswissen sind sein Beitrag zur Transformation der Bundeswehr.

Das MGFA ist truppendienstlich dem Streitkräfteamt (SKA) in Bonn unterstellt. Das SKA zählt zu den ältesten Dienststellen der Bundeswehr und nimmt in zentraler Stellung viele Aufgaben aus den unterschiedlichsten Bereichen für die Streitkräfte und die Bundeswehr insgesamt wahr. Dazu gehört vor allem die Führung von mehr als 120 militärischen Dienststellen im In- und Ausland, die dem Ämterbereich, Ausbildung und Forschung und nationaler Vertretung zuzuordnen sind. Die Fachaufgaben des Amtes reichen von Informations- und Medienarbeit über den Psychologischen Dienst bis zur Reservistenarbeit, von Betreuung und Fürsorge über Controlling bis zum Geheimschutz oder der Erstellung und dem Versand von Dienstvorschriften bis zur Infrastruktur der Streitkräfte.

Zu dieser Feierstunde werden rund 800 Gäste aus Politik, Wirtschaft, dem Umfeld des MGFA und der Bundeswehr erwartet. Die Veranstaltung wird durch das Luftwaffenmusikkorps 4 aus Berlin unter der Leitung von Oberstleutnant Dr. Christian Blüggel musikalisch umrahmt.

Hintergrundinformationen, Bilderquelle; Textauszüge: Militärgeschichtliches Forschungsamt

“Green Zone” mit Matt Damon und Colin Powell (Videos)

Freitag, 19. März 2010

Wenn dreiste Lügen Kriegseinsätze rechtfertigen sollen
und Soldaten ihre Arbeit tun müssen

 Soldatenglück Kultur

 

Green Zone, die Wortschöpfung kommt aus der militärischen Sprache. Die “Grüne Zone” ist das 10 qkm große Areal im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad (Karte unten), das die irakische Übergangsregierung beherbergte und das auch weiterhin Zentrum internationaler Präsenz bleibt. Der offizielle Name, der der Fläche von der irakischen Interimsregierung gegeben wurde, lautet “Internationale Zone”, dennoch wird das Areal weiterhin meist als “Grüne Zone” bezeichnet.

In den Irak marschierten im Jahr 2003 Koalitionstruppen ein, weil Massenverichtuungswaffen/chemische Kampfstoffe sich im Besitz des Regimes von Sadam Hussein befinden sollten. Der damalige U.S.-Außenminister Colin Powell hat im Februar 2003 vor dem UN-Sicherheitsrat einen Bedrohungsvortrag auf angeblichen Fakten basierend vorgestellt (Video unten), hinter ihm links sitzend der damalige CIA-Direktor George Tent. Wenige Jahre später schämte sich der ehemalige US-General Powell für die Geschichte aus 1001 Nacht auf Geheiß des Oberbefehlshabers, Präsident George W. Bush, und bezeichnete seinen denkwürdigen Auftritt vor dem Weltsicherheitsrat als “Schandfleck” in seiner Karriere.
Den Job im Irak -und andernorts – machen bis heute befehlsgemäß Soldaten, im Kinofilm Green Zone, der auch in Deutschland anläuft, wird der Offizier Roy Miller, dargestellt von Matt Damon mit einer Spezialeinheit beauftragt, diese Massenvernichtungswaffen aufzuspüren und als Beweis zu sichern, aber es lassen sich einfach keine finden.

US-Armee-Offizier Roy Miller (Matt Damon, Bild oben) und sein Team sind kurz nach der Eroberung Bagdads 2003 in den besetzten Gebieten im Einsatz. Um einer gefährlichen Spur zu folgen, müssen sie die Sicherheit der sogenannten “Green Zone” weit hinter sich lassen. Doch der Einsatz läuft nicht wie geplant, und bald kommen Zweifel auf, die das eigentliche Ziel in Frage stellen.
Gemeinsam mit der Washington-Post-Korrespondentin Lawrie Dayne (Amy Ryan) deckt Miller eine gefährliche und raffinierte Verschwörung in den eigenen Reihen auf. Er wird zum Gejagten, und inmitten eines brutalen Sperrfeuers beginnt ein packender Kampf um die Wahrheit und ums Überleben.
Nach ihrer extrem erfolgreichen Zusammenarbeit bei den letzten beiden “Bourne”-Filmen haben sich Superstar Matt Damon und Regisseur Paul Greengrass erneut verbündet und machen in GREEN ZONE die Wirren des Krieges zum Actionthriller. Basierend auf Rajiv Chandrasekarans preisgekröntem Buch bietet der Film einen Blick hinter die Kulissen der Irakbesatzung. Paul Greengrass ist mit GREEN ZONE eine haut- und realitätsnahe Actionachterbahnfahrt gelungen – ein knallharter, atemloser Polit- und Agentenkrimi, bei dem die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit genauso verschwimmen wie die zwischen Feind und Freund.

dradio schreibt über die Kinofilm-Handlung: “Mehr und mehr schwant es dem engagierten, kompetenten Fachoffizier Miller, dass hier etwas überhaupt nicht stimmt. Dass man hier zum Narren gehalten, zum Spielball der Interessen der Mächtigen wird. Dass diese “Kriegskoalition der Willigen” ein gigantischer amtlicher Bluff “für ganz andere Interessen” ist. Kurzum: Dass in den eigenen Reihen ein ganz und gar “falsches Politik-Spiel” gespielt wird. Fortan recherchiert und handelt Miller auf eigene Faust und kommt einer üblen Verschwörung auf die Spur, bei der sich “gute” Amis gegen “böse” Amis im Irak duellieren, in die Quere schießen, aufeinander losdreschen”
und Colin Powell erzählte das (Video unten) am 05. Februar 2003 vor dem United Nations Security Council:

 

“Der dazugehörige, in Spanien, Marokko und den USA gedrehte Film, ist eine großartige unterhaltsame Bitterkeit. Sozusagen: Coca Cola-Zynismus-pur …” , schreibt dradio weiter. Eine solche weniger unterhaltsame Bitterkeit macht sich mehr und mehr auch bei deutschen Bundesehr-Soldaten breit.

(Videoquellen: YouTube.com;
Textauszug kursiv: dradio.de;
Kartenquelle: U.S. House of Representative.gov;
Filmposter, Bildquelle, Filmbeschreibung: Universal Pictures.com)

Hintergrundinformationen zum Film: Green Zone.com

Bild des Tages – Die Ehre eines verdienten Soldaten (Videos)

Freitag, 19. März 2010

“Sag beim Abschied leise Servus, nicht Lebwohl und nicht Adieu, diese Worte tun nur weh” - man sieht sich immer zweimal im Leben

Abschied nehmen (von Xavier Naidoo, Söhne Mannheims)

 

Wolfgang Schneiderhan bei der Truppe, bei seinen Soldaten

 

(Bildquelle: Bundeswehr.de, Großer Zapfenstreich beim Benlderblock des BMVg-Dienstsitzes Berlin anlässlich “des Ausscheidens” von Generalinspekteur General Wolfgang Schneiderhan und des BMVg-Staatssekretärs Dr. Peter Wichert am 03. Dezember 2010, der Mann in der Mitte ist der, der es verzapft hat. Aus dem BMVg-Artikel “Großer Zapfenstreich für General Schneiderhan und Staatssekretär Dr. Wichert”
Videoquellen: via YouTube, Nutzer PzH2000, Oberstleutnant Werner Klaffus, 13. DEU-Einsatzkontingent KFOR),meldet dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, auf einem Beobachtungsposten im Kosovo, nahe der albanischen Grenze)



VM KTz Guttenberg erläutert die Umstellung auf W6 (Video)

Mittwoch, 17. März 2010

 

Die Eckpunkte für den künftigen auf sechs Monate verkürzten Wehrdienst
Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) nennt am 17. März 2010 im Deutschen Bundestag am Rande des Plenums die wesentlichen Grundzüge des Wehrdienstes, der wörtlich “sechs bestens genutzten Monate für junge Menschen …”, die jetzt mit dem Parlament abgestimmt werden sollen. Die Medienvertreter fragen nach und KTzG pariert. (ungeschnittene Rohversion)
Daneben steht übrigens des Ministers BMVg-Presse-Hauptfeldwebel (Lw), guter Mann.
Soldatenglück.de berichtete heute zum Thema: “Guttenberg: 6 Monate Wehrdienst ab 01. Oktober 2010 – Wehrbeauftragter Robbe kritisch (Video)”

Dieses Video hat der “Augen geradeaus” Blog-Kollege, der hauptberufliche FOCUS Journalist Thomas Wiegold, aufgenommen und bei YouTube eingestellt. Gruß und Dank an Thomas Wiegold!

(Videoquelle: via YouTube von twiegold)

“Sterben für Afghanistan – Deutschland im Krieg” von Stefan Aust und Claus Richter (Videos)

Mittwoch, 17. März 2010

In der ZDF Frontal 21-Dokumentation “Sterben für Afghanistan – Deutschland im Krieg” analysieren die Autoren Stefan Aust und Claus Richter die Situation der Bundeswehr in Afghanistan zu Beginn des Jahres 2010, begleiten deutsche und amerikanische Soldaten in der Region Kunduz, schildern die Geschichte des Einsatzes und untersuchen neue Überlegungen der Bundesregierung über die Zukunft der deutschen Militärpräsenz am Hindukusch.
Soldatenglück.de kündigte die Ausstrahlung an und viele User kommentierten die realitätsnahe Dokumentation.

 

 

Der US-amerikanische Soldat Patrick Potts in der ZDF-Dokumentation ist bei unseren Bundeswehr-Soldaten als guter Kamerad bekannt, das Foto zeigt Patrick Potts 2009 mit SU d.R. Oli Kisse vom deutschen Kontingent DSO in Frankreich in der Normandie bei den Feierlichkeiten des historischen D-Day. Soldatenglück.de berichtete über den 65. Jahrestag des D-Day als versöhnliche, kameradschaftliche Begegnung der Nationen.

 

Kamerad Patrick Potts von den US-Streitkräften berichtet SU d.R. Kisse und Fw d.R. Waxmann von der Bundeswehr vom eben absolvierten Fallschirmabsprung anlässlich der Feierlichkeiten des D-Day am 65. Jahrestag.

 

 

 (Videoquelle: ZDF via YouTube, Dank an den YouTube-Nutzer “nasenstaub” und dem Soldatenglück.de-Nutzer “Diego”;
Bilderquelle: Stabsunteroffzier d.R. Oliver Kisse, Danke nach Duisburg/NRW auch dafür)

Zwischen Vergnügen und Abhängigkeit: Der schmale Grat zur Onlinesucht

Mittwoch, 17. März 2010

40 Prozent der Deutschen können auf private Internetnutzung nicht verzichten

Vier von zehn Deutschen sind der Meinung, auf privates Surfen im Netz auf keinen Fall zwei Wochen lang verzichten zu können. Acht von Zehn sind in ihrer Freizeit mindestens fünf Mal in der Woche im Internet unterwegs. Dabei ist der Grat zwischen Vergnügen und Abhängigkeit schmal. Vor allem von Online-Spielen und sozialen Netzwerken geht erhöhte Suchtgefahr aus, weil sie dazu verleiten, sich in virtuelle Welten zu flüchten und ständig online zu sein. Deutlich weniger gefährlich sind dagegen die kleinen Besorgungen im Netz wie Bankgeschäfte oder Reisebuchungen. Etwa sieben Prozent der Internetnutzer gelten mittlerweile als süchtig, ebenso viele als stark gefährdet. Die Folge von exzessivem Computerkonsum: Wer viele Stunden am PC verbringt, hat weniger Zeit für andere Dinge. Soziale Beziehungen zu Freunden und Partnern leiden darunter. Gleichzeitig gefährdet das stundenlange Sitzen die Gesundheit. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a. G. unter 1.500 Bundesbürgern.

Besonders der Bewegungsmangel aufgrund vieler Stunden vor dem PC führt dabei zu gesundheitlichen Beschwerden, wie Übergewicht und Rückenproblemen. Außerdem kann durch die ständige Überbeanspruchung der Augen das Sehvermögen nachhaltig geschädigt werden. “Exzessiver Computerkonsum ist von einem reinen Freizeitvergnügen zu einem echten Problem geworden, das nicht unterschätzt werden darf”, warnt Frank Grunwald, Gesundheitsexperte beim Deutschen Ring. “Kindern und Jugendlichen sollte deshalb frühzeitig der verantwortungsvolle Umgang mit dem PC, Spielkonsolen und anderen Medien beigebracht werden”, so Grunwald.

Klassische Suchtstoffe nach wie vor gefährlich

Doch auch wenn der Medienkonsum in Deutschland zunehmend problematisch ist, gehen die größten Gefahren immer noch von den klassischen Suchtstoffen, wie Tabak und Alkohol aus. Sie spielen im Alltag vieler Menschen nach wie vor eine große Rolle. Jeder dritte Deutsche raucht mindestens fünf Mal pro Woche. Drei von zehn Rauchern sind sogar der Meinung, nicht einmal für kurze Zeit auf den Glimmstängel verzichten zu können. Ähnlich alarmierend ist der Alkoholkonsum. 15 Prozent der Bundesbürger trinken mehrmals die Woche Alkohol. Für jeden Zehnten ist es unmöglich, zwei Wochen ohne auszukommen. Kritisch ist der Umgang mit den Suchtmitteln vor allem, wenn versucht wird, damit Stress oder Anspannung auszugleichen.

Wann Genuss zur Sucht wird

(weiter…)

Guttenberg: 6 Monate Wehrdienst ab 01. Oktober 2010 – Wehrbeauftragter Robbe kritisch (Video)

Mittwoch, 17. März 2010

von 9 auf 6 Monate,
kein Versuchsballon, W6 gilt

 

Die weitere Verkürzung der Wehrpflicht auf 6 Monate ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben mit dem Zieldatum: Umsetzung ab 01.01.2011. Diese erneute Pflichtdienst-Verkürzung von neun auf sechs Monate ist als Entgegenkommen der CDU/CSU auf die FDP zu werten, die die Wehrpflicht bedauerlicherweise abschaffen will. Die Bundeswehr muss nun – wie so oft – sehen, wie sie damit balancierend umgeht, die Planungen im BMVg sind weit fortgeschritten, an der Grundausbildung wird festgehalten, sie soll von 3 Monaten um Eindrittel auf 8 Wochen verkürzt werden, kann TSK-abhängig und flexibel auch 12 Wochen lang sein, die Angebote für freiwillig länger Dienende (FWDL´er) sollen kompensierend ausgebaut werden. 

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der eine Vielzahl von Baustelllen unter öffentlichem und Zeit-und Handlungsdruck zu bearbeiten hat, sagte gegenüber dem ARD, er plane, die zum 01. Oktober diesen Jahres einzuberufenden Wehrpflichtigen als W6er nach bereits sechs Monaten wieder zu entlassen, damit W6 früh umzusetzen. Die Auswirkungen auf den Zivildienst sind damit klar, auch in diesem Bereich muss auf 6 Monate verkürzt werden.

Zu W6 äußert sich der noch amtierende, erfahrene Wehrbeauftragte Robbe im heutigen Kölner Stadt-Anzeiger kritisch:
Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), hat sich kritisch zur geplanten Verkürzung des Wehrdienstes von neun auf sechs Monate geäußert. “In der Truppe wird die Verkürzung überwiegend sehr skeptisch gesehen, weil man dort im Augenblick noch nicht erkennen kann, in welche Richtung das Ganze gehen soll”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger”. Nach seiner Auffassung müsse zumindest “gewährleistet sein, dass die jungen Männer, die künftig für sechs Monate eingezogen werden, darin eine Sinnhaftigkeit erkennen können.” Robbe sieht ein zunehmendes Problem auch in der demographischen Entwicklung und der schwieriger werdenden Personalauswahl in der Truppe. Wörtlich erklärte er: “Die Qualität der Bewerber nimmt ab.”

(Textauszug kursiv: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Videoquelle: ZDF via YouTube.com;
Bilderquelle: Bundeswehr.de, VM KTzG beim SKB-Besuch in Grafschaft-Gelsdorf; Rekruten in der Grundausbildung, Absolvieren der Hindernisbahn)

Bundeskanzler Helmut Schmidt und Verteidigungsminister zu Guttenberg sprechen über den Afghanistan-Einsatz (Videos)

Dienstag, 16. März 2010

Bundeswehr im Einsatz: Krisenherd Afghanistan

Die Atlantik-Brücke veranstaltete ein Gespräch mit dem Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt und dem Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, zu dem Thema “Bundeswehr im Einsatz: Krisenherd Afghanistan”. Moderiert wurde das Gespräch, das am 12 .März 2010 in der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU-HH) stattfand, vom Vorsitzenden der Atlantik-Brücke, Friedrich Merz.

 

 

 

 

 

 

Soldatenglück.de berichtet oft und regelmäßig über Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt, der als Offizier (OLt) der Luftwaffe den Zweiten Weltkrieg erlebt hat.

(Videoquelle: PHOENIX via YouTube;
Bildquelle: Atlantik Brücke.org)