Rüstungsexport: Restriktiv und erfolgreich.
von Dirk ~ 15. März 2010. Zu lesen unter: Rüstungsindustrie.Den Aufstieg in die Superliga der Rüstungsverkäufer haben die deutschen Unternehmen nämlich nicht durch Masse, sondern durch Ingenieurskunst geschafft. Lukrative U-Boot-Aufträge, vor allem aus Griechenland und der Türkei, sowie der Verkauf von gebrauchten Panzern an Chile und Brasilien – ohne diese nicht alltäglichen Geschäfte, wäre Deutschland ein Waffenexporteur mittlerer Größe. Somit geht die Rüstungsindustrie einen ähnlichen Weg wie das übrige exportierende Gewerbe: Sie setzt auf Hochtechnologie, eben Klasse statt Masse und können trotz restriktiver Ausfuhrbestimmung ihr Geschäfte machen.
Beunruhigende Details liefert der Bericht des SIPRI-Instituts vornehmlich beim Blick in andere Regionen dieser Welt. Deutschland genehmigt Exporte nicht, wenn es im Käuferstaat die Menschenrechte bedroht sieht oder der Verdacht besteht, die Waffen könnten für “friedensstörende Handlungen” verwendet werden.
Solche Spitzfindigkeiten leisten sich etwa Russland und China nicht. Iran, Nordkorea, Algerien, Sudan – die Krisenherde dieser Welt sind gute Kunden der beiden Großmächte im Osten. Da bekommen die Vetos im UN-Sicherheitsrat gegen weitere Sanktionen eine ganze neue Bedeutung.
Kommentiert Susanne Keeding im Leitartikel in der Frankfurter Neuen Presse.
(Textquelle: Frankfurter Neue Presse.de;
Bilderquellen: via Wiki von Konstantinos Stampoulis “Geraki”, LEOPARD 2 der Griechischen Armee, Hellenic Army, am 25. März 2008 in Athen bei der Parade zum Nationalfeiertag;
Deutsches Heer.de: Symbolische Schlüsselübergabe im November 2007 durch den Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans-Otto Budde, stellvertretend für Verteidigungsminister Jung, des ersten von 140 gebrauchten Kampfpanzern Leopard 2 A4 an den Befehlshaber des chilenischen Heeres, General Oscar Izurieta, stellvertretend für den chilenischen Verteidigungsminister. Zum Artikel “Übergabe des ersten Kampfpanzers Leopard 2 A4 an Chile”)
























16. April 2011 um 13:31 Uhr
Naja ganz so streng nimmt es Deutschland aber mit den Menschenrechten auch nicht, so haben wir ja zum Beispiel vor wenigen Wochen die Waffenlieferungen nach Lybien eingestellt.
Aber jetzt mal ganz ehrlich, dass Gaddafi die Waffen ggf. nicht nur zur Landesverteidigung einsetzt war uns doch vorher schon klar.