Das Wort vom Lügen-Baron
von Dirk ~ 13. Dezember 2009. Zu lesen unter: Streitkräfte&Gesellschaft, Verteidigungspolitik.Lügenvorwürfe, Verdächtigungen, immer mehr hässliche Details; die Parteien in Berlin laufen sich warm für den Untersuchungsausschuss, der das Desaster von Kundus erhellen soll.
Oberflächlich betrachtet. Tatsächlich geht es der Opposition von SPD, Grünen und Linkspartei um den Verteidigungsminister. Kippt er, die Statik der Regierung könnte ins Wanken geraten. Kanzlerin Merkel selbst ist schon mittendrin im Strudel. Merkt sie es nicht?
Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat sich ohne Not selbst zur Zielscheibe gemacht. Er tat so, und Medien haben dabei assistiert, als könne er über Wasser laufen. Jetzt droht er abzusaufen. Nach seinen unerklärlichen Hü-und-Hott-Bewertungen des Luftangriffs und den Rausschmissen zweier Top-Leute ist Guttenberg unter schweres Feuer geraten.
Das Imperium schlägt zurück. So erklären sich die vielen Indiskretionen aus seinem Haus. Schon macht das böse Wort vom Lügen-Baron die Runde. Davon erholt er sich nicht so bald. Die Lichtgestalt zu Guttenberg hat sich selbst ausgeknipst. Im Verteidigungsministerium sitzt eine lahme Ente. (Zitatende)
Kommentiert Dirk Hautkapp von der Westdeutschen Allgemeine Zeitung aus Essen.
(Textquelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung.de;
Bildquelle: Münchhausens Ritt auf der Kanonenkugel von August von Wille, 1828-1887)






















13. Dezember 2009 um 22:34 Uhr
Verzeihung, aber das ist dämliches Gelaber von pseudo-intelligenten Journalisten!!! Ich bin außer mir vor Wut auf die Politik und … by the way, der Untersuchungsausschuss wird ganz sicher nichts erhellen, es ist so wie Sie sagten, das wird eine Show ala “Star-Search” mit dem Motto: “Wer lügt am besten und wer tritt wem am ehesten in den Hintern!”
Den einzigen den ich davon ausnehme ist Herr zu Guttenberg. Ich will an diesen Mann glauben und hoffe, er wird vieles bei der Bundeswehr zum Guten wenden.
14. Dezember 2009 um 00:40 Uhr
@Vrael ich gib dir vollkommen Recht.
Verdammte Opposition wer hat damals unsere Jungs mit fehlender Ausrüstung dort unten hingeschickt? Rot-Grün! Natürlich hat Oberst Klein richtig gehandelt das weiss jeder der militärisch kein Vollidiot ist. Zivileopfer nennt man auch Colateralschaden. Tut mir leid ist aber so, das war militärisch noch nie anders! Guttenberg musste nur für die Öffentlichkeit und dem Pöbel, der sich durch die Medien verdummen lässt, sein vorherige Aussage zurückziehen.
Alle Politiker die Guttenberg und Klein an den Pranger stellen sind Volksverräter. Diese Männer erfüllen ihre Pflicht.
14. Dezember 2009 um 00:41 Uhr
Ah sorry meinte natürlich ich “gebe” dir Recht, tzz peinlich
14. Dezember 2009 um 05:14 Uhr
“Die Lichtgestalt zu Guttenberg hat sich selbst ausgeknipst.”
Ach wirklich ?
Wer am Sonntag den Jahresrückblick mit G. Jauch bei RTL
verfolgt hat, wo Minister zu Guttenberg ebenfalls zu Gast,
konnte sich eindrucksvoll ein Bild, wie sehr sich Guttenberg
“selbst ausgeknipst” hat. Guttenberg erhielt demonstrativ
lange Beifall, was Jauch zu der Bemerkung veranlasste,
“fast schon zuviel Beifall für einen Politiker”.
Da sieht man mal, wie weit die Veröffentlichte Meinung vom
Volk entfernt ist.
14. Dezember 2009 um 18:47 Uhr
Wer, nach dem Kommentar von Landry , ( ich habe Herrn Jauch’s Sendung auch gesehen ) Herrn zu Guttenberg noch immer mit Dreck beschmeißt, dem müssen einige Tassen im Schrank abhanden gekommen sein.
Angerührt hat die ganze Sch….. sein Vorgänger in der schwarz-roten Regierung. Da war Herr zu Guttenberg noch
” KEIN ” Verteidigungsminister. Schon vergessen ?
Nun soll er den ganzen Mist ausbaden ? Wieso kriegt man seinen Vorgänger nicht an den Kanthaken , der war schließlich der Verantwortliche ?
Haben die Medien und ihre Schreiberlinge wirklich nichts anderes zu tun , als so einen Mann , wie Herrn zu Guttenberg an den Pranger zu stellen ? Wer sich noch nie geirrt hat, der werfe den ersten Stein.
Ja,- er ist jung, – ja, – er ist von Adel, – ja,- er ist elegant, –
ja,- er hat Köpf’ chen, mehr als manch anderer, – ja,- er hat sogar einen Doktortitel, —— und genau das ist es ! Anstatt froh zu sein, endlich mal so einen Menschen in der Regierung zu haben, als die ganzen Fossilien , die auf den Bänken im Bundestag rumhängen, der endlich mal Schwung in den verstaubten Laden bringt, versucht man ihn auch noch an den Pranger zu stellen.
Eigentlich kann man da nur noch reinschlagen !
14. Dezember 2009 um 19:02 Uhr
Das denke ich auch, langsam wirkt das ganze für mich wie eine Art initiierte Medienkampagne gegen Guttenberg. Es ist erstaunlich wie sich die Medien überschlagen, wie sehr versucht wird den Minister in den Medien in eine bestimmte Richtung zu drängen.
Hat man Angst vor dem jungen Minister? Hat man Angst das mal etwas entstaubt wird in den Regierungsreihen, Angst vor neuen Ideen. Gerade die SPD spricht groß auf, eventuell versucht man Guttenberg jetzt irgendwie loszuwerden bevor der Minister zu einem guten Kanzlerkandidat wird, der er sicher irgendwann mal sein wird sollte seine Karriere so weitergehen. Ich finde selbst jetzt, unter diesen Umständen und unter diesem Druck gibt er noch ein gutes Bild ab. Hat man in der Opposition Angst vor einem Minister der zu viele Sympathien im Volk hat, der irgendwann mal gegen einen Oppositionspolitiker im Kanzlerkampf antritt? Genauso kommt mir das jetzt langsam vor. Da geht es doch nicht mehr um den Angriff auf die Tanklaster.
14. Dezember 2009 um 20:09 Uhr
Nö, da geht es schon lange darum, Guttenberg abzusägen oder wenigstens seinem Ansehen zu schaden. Er ist die strategische Hoffnung der CSU und könnte eines Tages Seehofer stürzen.
15. Dezember 2009 um 02:09 Uhr
Ich meine nicht , daß Herr zu Guttenberg , Herrn Seehofers Amt anstrebt. Da würde er ja ” nur ” in Bayern bleiben. Ich möchte diesen Mann, sehr gerne Bundesweit sehen, irgendwann mal , auf dem Stuhl der ” Mutti der Nation ” Frau Dr. Merkel. Da muß ich Robert recht geben, Herr zu Guttenberg würde einen würdigen Kanzlerkandidaten abgeben.
Ja., – man hat Angst vor diesem jungen Minister, man hat auch Angst vor neuen Ideen. Und, — ich denke mal, , daß man auch Angst hat vor seiner Ehrlichkeit.
Und eines ist sicher, – heute gesehen im TV, – da können diese gierigen Reporter ihre Mikros sonstwo hinhalten, einen Herrn zu Guttenberg kann man nicht in eine bestimmte Richtung schieben.
Das die Opposition jetzt schon anfängt zu zittern, ist recht
” positiv ” . Natürlich reißt die SPD den Mund jetzt recht weit auf, um Herrn zu Guttenberg im schlechten Licht dastehen zu lassen. Für die nächste Zeit, sollten die sich aber schon mal warme Kleidung besorgen. Und nicht nur, weil der Winter vor der Türe steht.
15. Dezember 2009 um 12:30 Uhr
Wenn er nicht irreparabel beschädigt wird, wird man ihn drängen, Seehofer abzulösen. Seehofer ist unberechenbar und verantwortungslos. Er wird ziemlich bald eine Mehrheit gegen sich haben. Er war vor dem Kollaps von Beckstein/Huber nicht umsonst in der Partei ziemlich isoliert. Er ist eine Notlösung.
Vor diesem Hintergrund strahlt Guttenberg für die CSU wie ein Messias.
15. Dezember 2009 um 14:30 Uhr
@ califax
Irgendwo findet man sich immer wieder, nicht wahr?
Klar, kann das so sein, bzw. werden , wie Sie ausführen, aber schade wäre es schon.
Immer langsam, – mit riesen Schritten muß es nicht sein.
Allerdings bei der Geschwindigkeit, die Herr zu Guttenberg vorlegt !!!???
16. Dezember 2009 um 20:51 Uhr
Jetzt muß er erst einmal das VM durchstehen und überleben. Sein abrupter und bisher unbegründeter Meinungswechsel mit der militärischen Angemessenheit war ein Fehler, der ihn zur Zielscheibe gemacht hat.
Das wird jetzt die deutsche Lewinsky-Affaire.
17. Dezember 2009 um 20:01 Uhr
@califax
Nach den politischen Reaktionen auf die Formulierung im Klein -Bericht gehe ich davon aus, das KTzG die Bewertung über die politische Schiene auf unangemessen geändert hat.
Nachdem er zunächst die Fehler & Regelverstöße, letztendlich militärisch unbedeutend, aber für die politische Darstellung des Einsatzes wesentlich, als solche weniger gewichtet hat, wird Ihm beim “vernichten” im Entschluß von O. Klein die politische Dimension vor die Füße gefallen sein.
Das ist auch für mich der einzige Grund warum er dies (noch ) nicht öffentlich begründet hat.
Ich kann eine Schlacht gewinnen, aber den Krieg dadurch verlieren.
Duch die Fehler im IAT-Bereich kann die ISAF letztlich nicht zweifelsfrei nachweisen das eben kein oder geringer Kollateralschaden entstanden ist. Somit sind der Spekulation Tür und Tor geöffnet und eine von der Politik gefürchtete Diskussion in gang gesetzt.
Man beachte die Wortwahl der Opposition.