Brennende Polizeifahrzeuge in Hamburg (Video)

von Dirk ~ 5. Dezember 2009. Zu lesen unter: POLIZEI Land/Bund, GSG9, Video.

Gewalttätige Aktionen gegen Polizeibeamte und Behörden in Hamburg

Hamburg – Tatzeiten: 03.12.2009, 23:00 Uhr / 04.12.2009, 02:37 Uhr Tatorte: Hamburg-St.Pauli, Hamburg-Hammerbrook

In der vergangenen Nacht haben mehrere unbekannte Täter durch Brandstiftungen insgesamt vier Fahrzeuge zum Teil schwer beschädigt. Vor dem Polizeikommissariat 16 wurden Beamte massiv angegriffen und mit Steinen beworfen. Der Staatsschutz im Landeskriminalamt führt in beiden Fällen die Ermittlungen.

Am späten Donnerstagabend haben etwa 10 vermummte Personen in Hamburg-St.Pauli in der Lerchenstraße zwei Funkstreifenwagen vor dem Polizeikommissariat 16 angezündet. Ein Fahrzeug brannte vollständig aus, der zweite Wagen wurde durch das Feuer schwer beschädigt.

Beamte hörten Hilferufe und wollten zu der vermuteten Schlägerei auf die Straße eilen. Als ein Beamter aus einem Nebeneingang auf die Lerchenstraße gehen wollte, wurde er sofort massiv mit Steinen beworfen. Zeitgleich wollten andere Polizisten aus dem Haupteingang die Wache verlassen, hier versuchten Täter die Eingangstür des Kommissariates mit einem Schloss zu verriegeln. Mehrere Scheiben des Gebäudes wurden zerstört, verletzt wurde nach bisherigem Erkenntnisstand niemand.

Die Brandstifter flüchteten in angrenzende Straßen. Mehrere Funkstreifenwagen fahndeten nach den Tätern.

Die Fahndungsmaßnahmen der Polizei sowie die Löscharbeiten der Feuerwehr wurden behindert, da in der Lerchenstraße und der Thadenstraße sogenannte Krähenfüße lagen und Unrat auf die Straße gebracht und angezündet worden war. Ein Polizeiwagen wurde durch einen solchen Krähenfuß beschädigt und konnte nicht weiterfahren.

Um 02:37 Uhr am Freitag bemerkte die Besatzung des Funkstreifenwagens Peter 41/3 in der Sachsenstraße in Hamburg-Hammerbrook zwei Fahrzeuge, die im Bereich des Motorraums brannten. Bei dem BMW-Kombi und einem VW Polo handelt es sich um Fahrzeuge des Zolls, die auf dem Gelände des Bundesamtes für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge und des Zolls standen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Pkw vorsätzlich in Brand gesetzt wurden.

Dazu Polizeipräsident Werner Jantosch: “Dieser Angriff stellt eine bisher nicht da gewesene Gewalt gegen Menschen dar, der mich fassungslos macht und den ich auf das schärfste verurteile. Die Staatsschutzabteilung das LKA arbeitet mit Hochdruck, um diese Tat so schnell wie möglich aufzuklären.”

Bw-Polizei HH

(Text-, Grafikquelle: Polizei Hamburg.de;
Videoquelle: euronews.net, no comment.tv)

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