Militärbischof Mixa im Kosovo (Video)
von Dirk ~ 16. November 2009. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, KFOR, NATO-Missionen, Video.“Seit zehn Jahren verrichten multinationale Truppen im Kosovo einen Friedensdienst, um das friedliche Zusammenleben zwischen Serben und Kosovaren sicherzustellen. Mit derzeit 2.200 Soldatinnen und Soldaten stellt die Bundeswehr dabei das größte Kontingent der sogenannten KFOR-Truppe. Der katholische Militärbischof für die Bundeswehr, Dr. Walter Mixa, hat sie jetzt besucht – und katholisch1.tv war dabei”
(Textquelle: katholisch1.tv;
Bilderquelle: Katholische Militärsseelsorge.de, KMBA/Josef König)























16. November 2009 um 15:02 Uhr
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Dirk Hamel, Dirk Hamel erwähnt. Dirk Hamel sagte: Militärbischof Mixa im Kosovo (Video): “Seit zehn Jahren verrichten multinationale Truppen im Kosovo ein.. http://bit.ly/4oNiQV [...]
16. November 2009 um 18:43 Uhr
Ich finde es immer wieder beschämend, wenn ich sehe, dass ein Volksverhetzer wie Mixa als Militärbischof tätig ist.
Unsere Soldaten haben was besseres verdient.
16. November 2009 um 19:19 Uhr
@Stefan – § 130 Volksverhetzung
(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
1.zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
2.die Menschenwürde anderer dadurch angreift, daß er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__130.html
Es ist keine Anklage erhoben worden, es ist keine Veurteilung erfolgt, bitte mit solchen Behauptungen mit Tatvorwurf und vollem Namen an die zuständige Staatsanwaltschaft wenden und nicht einfach bei Soldatenglück.de ins www setzen.
16. November 2009 um 19:37 Uhr
Was hat Mixa denn getan, dass er den Ruf weg hat? Hat er überhaupt den Ruf weg?
16. November 2009 um 23:05 Uhr
@ Stefan
Ich würde mich dringend mit dem Straftatbestand der üblen Nachrede vertraut machen. Noch so ein Wort und ich stelle Strafantrag. Bei solchen Äußerungen verstehe ich keinen Spaß !
17. November 2009 um 15:35 Uhr
Jaja, schon gut.
Leider ist es so, dass ein Bischof sich in Deutschland deutlich mehr erlauben kann, als jeder andere, der in der Öffentlichkeit steht und dessen Gehalt von Staat (und nicht aus Kirchensteuern) finanziert wird.
Wer sich mit Mixas Äußerungen (sogar in den letzten Tagen) beschäftigt, dem müßten als Staatsbürger zumindest einige Sorgenfalten auf der Stirn erscheinen. Dies beziehe ich insbesondere auf seine Äußerungen bezgl. nicht-Gläubiger Menschen und aktuellen Entscheidungen des EuGH für Menschenrechte. Das Zitat “Erst Katholik, dann Staatsbürger” ist mich zwar nicht überraschend aber dennoch ein Skandal.
Mir mit Strafanzeigen zu drohen, dies dann noch anonym zu tun, anstatt auf meine Aussage einzugehen ist auch nichts, wofür man besonders mutig sein muss.
In Ordnung, ich relativiere meine Aussage: Mixas äußerungen sind meiner Meinung nach eine Frechheit und disqualifizieren ihn in meinen Augen für das Amt des Militärbischofs. Durch sein Verhalten fördert er eine Spaltung der Gesellschaft.
17. November 2009 um 19:19 Uhr
@ Stefan
Die Qualifikation von Bischof Dr. Mixa als Militärbischof wird von der Masse der katholischen Soldaten nicht in Frage gestellt, sondern er wird für sein unerschrockenes Eintreten für katholische Glaubensposition hoch geachtet.
Er ist Bischof für die katholischen Soldaten in der Bw, nicht für die Evangelischen und nicht für die ca. 40 % ungetauften, keiner Religionsgemeinschaft angehörenden Soldaten der Bw.
Er ist in Zweitfunktion Militärbischof, denn er ist in Erstfunktion Bischof der Diözese Augsburg, von der er auch bezahlt wird.
Auf welche Ihrer Aussagen soll man denn inhaltlich eingehen ?
Auf den einen Satz, wo Sie ihn ohne nähere Erklärung als Volksverhetzer bezeichnet haben ?
Volksverhetzer sind extreme Kräfte am rechten und linken politischen Spektrum, aber keine Bischöfe.
Was stört Sie denn an seinen Aussagen konkret ?
Ein Bischof ist kein Politiker. Er muss keine “politische Korrektness” einhalten, sondern darf für die Angelegenheiten der katholischen Kirche eintreten.
Was aber meiner Meinung nach überhaupt nicht geht, ist öffentliche Beleidigungen ins Netz zu stellen und wenn man dann Strafandrohungen bekommt zu sagen, dies sei alles anonym.
Der Schritt vom Netz zur realen Welt, ist eine E-Mail als Anzeige formuliert.
29. November 2009 um 22:38 Uhr
Das Problem ist, dass Hr. Mixa Nichtgläubigen Soldaten erklären will, dass sie im Grunde “pöse Purchen” sind und demzufolge auch als Soldaten kein Wertefundament hätten, quasi in der NVA besser aufgehoben wären als in der Bw.
30. November 2009 um 21:56 Uhr
@ mietsch
Wenn Sie das über den Bischof Dr. Mixa annehmen, dann irren Sie sich, meiner Meinung nach.
Mixa wirft die Frage auf, ob man ohne klare Wertvorstellungen Soldaten auch in Grenzsituationen begleiten kann. Ob derjenige dabei katholisch, evangelisch, muslimisch oder wie es einige ostdeutsche Kameraden wohl ihm gegenüber ausgedrückt haben, “nischt” ist, ist eher zweitrangig. Die primäre Frage ist, an welche Werte glaubt der Soldat, welche helfen ihm Soldaten menschenwürdig zu führen und auch im Gegner noch den Menschen zu erkennen und nicht nur (!) den Gegner, den es zu bekämpfen und zu vernichten gilt.
Nach christlicher Überzeugung ist der Mensch als “Ebenbild Gottes” geschaffen worden und daraus leiten sich die universalen Menschenrechte ab.
1. Dezember 2009 um 00:04 Uhr
Ich bin kein großer Freund der Kirche, ich finde ihr handeln und ihr auftreten nicht richtig. Doch sage ich, Glauben ist jedem seine Sache und kein oder den falschen Glauben zu haben, macht die Menschen auch nicht schlechter.
Es ist, so denke ich falsch eine Diskussion über -Glauben- zu führen, da dies nun Glaubenssache ist und jedem selbst überlassen sein sollte. Das schlimmste was es meiner Meinung nach gibt, ist wenn einem der falsche Glaube prognostiziert wird. Gibt es den einen falschen Glauben? Wie kann sich die Kirche oder jede andere Institution anmaßen, andere wegen einem anderen Glauben oder gar keinen Glauben zu diskriminieren, ja das macht die Kirche meiner Meinung nach, auch schon wenn über eine fehlende Wertevorstellung bei nicht gläubigen berichtet wird.
Nein, Wertevorstellung kommt nicht von der Kirche, dies kommt durch unsere Eltern und unsere Gesellschaft, diese sind natürlich geprägt durch Werte die uns unter anderem auch die Kirche vermittelt hat. Andere nicht christliche Nationen erziehen ihre Kinder auch mit Werten. Eine nichtchristliche Erziehung hat nichts mit fehlender Intelligenz oder fehlenden Werten zu tun.
1. Dezember 2009 um 22:57 Uhr
@ Robert
Sie haben Recht, Werte und Wertevermittlung haben in erster Linie nichts mit Religion zu tun (das Wort Religion gefällt mir in diesem Zusammenhang besser als das Wort Glauben).
Das Problem ist nur welche Wertvorstellung entwickelt man, wenn man weltanschaulich neutral, also ohne Religion erzogen wird ?
Du sollst nicht stehlen, du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen, du sollst kein falsches Zeugnis ablegen und du sollst Vater und Mutter ehren.
Für all diese Grundsätze braucht man nicht unbedingt die Religion, man kann sie auch einfach so vorleben und an seine Kinder durch eine liebevolle Erziehung weitergeben.
Nun ist er nur so, wenn man diese Werte vorleben und weitergeben will, muss man sich mit den ethischen Grundlagen unserer Gesellschaft befassen, auseinandersetzen und sich positionieren.
Auch die neue ZDV 10/4 “Lebenskundlicher Unterricht” fordert die Auseinandersetzung mit den ethischen Grundlagen der Gesellschaft und der Bundeswehr. Was Eid und feierliches Gelöbnis bedeuten, muss auch über ein funktionierendes Wertefundament abgesichert werden.
Nachdem der gesellschaftliche Konsenz über ein gemeinsames Wertefundament, nicht mehr automatisch gegeben ist, ist dieser “Lebenskundliche Untericht” für alle Bw-Soldaten verpflichtend. Er hat nichts mehr mit Religionsunterricht zu tun, auch wenn er im Regelfall von dem evangelischen oder katholischen Standortpfarrer erteilt wird.
Also die Kirche diskriminiert niemanden wegen seines Nichtglaubens. Die Kirche ist aber nicht der öffentlich rechtliche Staat, der selbst auferlegten Regeln der “politischen Korrektness” beachten muss. Die Kirche ist eine große Menge Menschen, die eine grundlegende, gemeinsame Werteausrichtung verbindet. Es wird in Deutschland niemand gegen seinen Willen missioniert oder umgekehrt am Kirchenaustritt gehindert.
Nur kann man eins von den Kirchen nicht verlangen, eine weltanschauliche Neutralität, eine Beliebigkeit, eine falsch verstandene Toleranz ohne eigenen Standpunkt.
Die christlichen Kirchen verkünden ihre Sicht der Wahrheit der Regeln des Zusammenlebens der Menschen. Das ist ihre Existensberechtigung und dafür darf man sie auch nicht kritisieren, wenn sie quasi ihre bestimmungsmäßigen Auftrag erfüllen wollen.