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	<title>Kommentare zu: Worte an und f&#252;r die Soldatinnen und Soldaten zum Volkstrauertag</title>
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	<description>Der Streitkräfte-Blog mit dem robusten Mandat.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 18:22:51 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: HED</title>
		<link>http://soldatenglueck.de/2009/11/15/24775/worte-an-und-fuer-die-soldatinnen-und-soldaten-zum-volkstrauertag/comment-page-1/#comment-9095</link>
		<dc:creator>HED</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 08:58:40 +0000</pubDate>
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		<description>PS: Was ich gegen diese &quot;besch&#228;mende und desinteressierte Rede&quot; des hiesigen Kommunalpolitikers zum Volkstrauertag unternommen habe? Einen &quot;Wahrheiten aussprechenden&quot; Leserbrief zur Ver&#246;ffentlichung in der hiesigen Zeitung geschrieben...jeder kann &quot;seine Z&#228;hne auseinandernehmen!&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>PS: Was ich gegen diese &#8220;besch&#228;mende und desinteressierte Rede&#8221; des hiesigen Kommunalpolitikers zum Volkstrauertag unternommen habe? Einen &#8220;Wahrheiten aussprechenden&#8221; Leserbrief zur Ver&#246;ffentlichung in der hiesigen Zeitung geschrieben&#8230;jeder kann &#8220;seine Z&#228;hne auseinandernehmen!&#8221;</p>
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		<title>Von: HED</title>
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		<dc:creator>HED</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 08:41:47 +0000</pubDate>
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		<description>Nun sprechen auch die Bundeskanzlerin und insbesondere der neue Verteidigungsminister neuerdings mutig das „K“-Wort aus – wie verlogen ist doch Politik: Bis zum letzten Augenblick vor den Wahlen lie&#223; man von oben zu, dass Herr Jung dies vehement leugnete oder hat man ihm das gar aufgetragen, da man schlie&#223;lich Wahlen gewinnen wollte? Bis es an der Basis der Politik und in der Gesellschaft angekommen sein d&#252;rfte, wird es wahrscheinlich l&#228;nger dauern:

In einer von mir besuchten Gedenkveranstaltung zum diesj&#228;hrigen Volkstrauertag merkte man dem Redner der Kommunalpolitik deutlich an, wie er sich drehte und wandte, um „irgendetwas“ zu sagen, er bem&#252;hte schlie&#223;lich verzweifelt „evtl. zuk&#252;nftige Kriege aufgrund Klima- und Umweltkatastrophen“, um daran zu erinnern, dass auch „Deutschland vielleicht eines Tages in Kriege verwickelt sein k&#246;nnte“…

Kein Wort, dass dies l&#228;ngst Alltag in vielen deutschen Kasernen und Soldatenfamilien ist, kein Wort, dass auch in der Gegenwart viele deutsche Soldaten aus „Krisengebieten“, „kriegs&#228;hnlichen Situationen“ und „Kampfeins&#228;tzen“ nicht mehr oder schwer verletzt in die Heimat zur&#252;ckgekehrt sind – wie besch&#228;mend!!!

Vorbeiziehende Jugendliche meinten gar: „Langsam wird das aber ein wenig viel mit den Trauerfeiern f&#252;r Robert Enke – jetzt z&#252;nden die schon in unserer Stadt Kerzen an…“

Trauerfeier f&#252;r Robert Enke – alleine gestern kamen ca. 35 000 Menschen zur Trauerfeier in die AWD-Arena, alle fu&#223;ballerischen „Gr&#246;&#223;en“, Politiker und selbst der Ministerpr&#228;siden von Niedersachsen waren da. Wer kommt zu einer Trauerfeier f&#252;r drei gefallene Soldaten???

So sehr ich auch mit Herrn Enke, vor allem seiner Familie, mitf&#252;hle – aber hier l&#228;uft meiner Meinung nach in unserer Gesellschaft – unterst&#252;tzt wieder einmal von der „Mediengewalt“ - etwas aus dem Ruder! Hier war ein kranker Mensch, dem man nicht helfen konnte, der sich aber auch nicht helfen lie&#223;! Es gibt auch Alternativen – siehe Sebastian Deissler!

Ich ziehe Parallelen vom Schicksal bzw. Leben des Robert Enke zu unseren Soldaten, von denen viele – ebenfalls von den allermeisten unbemerkt – mehr oder weniger schwer seelisch verletzt von Eins&#228;tzen nach Hause kommen und nach au&#223;en hin „funktionieren.“ Die sich nicht trauen, mit ihren Familien, Freunden, Vereinskameraden und selbst den eigenen Berufskameraden oder Vorgesetzten dar&#252;ber zu sprechen, auch sie „spielen“ nach Au&#223;en hin eine „Rolle“: Die Rolle des mutigen und tapferen Soldaten, der keine Gef&#252;hle zu haben scheint, der „unverwundbar“ ist. Aber in der Uniform steckt ein Mensch, kein „Roboter“, wie Niedersachsen Christian Wulff in seiner Rede es beschreibt: „Wir brauchen doch keine fehlerhaften Roboter, wir brauchen Menschen mit Ecken und Kanten und mit allen ihren Schw&#228;chen und ihren wunderbaren Eigenschaften…“

Liebe Soldaten, liebe Soldatenfamilien – bitte „sprechen“ Sie, es erfordert Mut und Zivilcourage – vielleicht f&#252;r viele mehr, als in den Einsatz zu gehen – aber tun Sie es, wenn nicht f&#252;r sich selbst, dann f&#252;r Ihre Kameraden, die vielleicht weniger gut mit den Belastungen der Eins&#228;tze umgehen k&#246;nnen, die vielleicht nicht in „heile Familien“ oder sonstigen sozialen Netze eingebunden sind. 
Wenn Menschen, wie Robert Enke, „nur“ mit dem Druck eines Spitzensportlers nicht fertig werden, warum sollten nicht auch Sie, belastet mit Angst um das eigene und das Leben der Kameraden, Sorge und das oftmals schlechte Gewissen gegen&#252;ber der Familie, F&#252;rsorge von sog. Schutzbefohlenen, Konfrontation mit Armut und Tod etc. nicht auch Gef&#252;hle und Schw&#228;chen zeigen?

„Was Frauen wirklich wollen?“ – Ich glaube, ich spreche nicht nur f&#252;r mich, mir ist ein sich seiner Tr&#228;nen nicht sch&#228;mender Oliver Bierhoff in einer Pressekonferenz f&#252;r Millionen von Fernsehzuschauern tausendmal lieber, als irgendwo ein „Rambo“, der nur so tut, als haue ihn auch der st&#228;rkste Orkan nicht um!

In K&#246;ln wurde vor Jahren eine „K&#246;lner K&#252;nstlerinitiative gegen rechts“ gegen Rassismus gegr&#252;ndet und die bekannte Gruppe „BAP“ mit Wolfgang Niedecken schrieb daf&#252;r den Song: „Arsch huh, Z&#228;ng ussenander“ – hochdeutsch: „Arsch hoch, Z&#228;hne auseinander“ – angelehnt an diesen Wunsch zu „Sprechen“ und „Einzutreten“ w&#252;nsche ich mir mehr Menschen, die sich f&#252;r unsere Soldaten und ihre Familien einsetzen, aber auch Soldaten, die „Sprechen“, tun Sie es f&#252;r sich selbst, Ihre Kameraden und auch Ihre Familien. 

Wenn wir auch vielleicht nicht immer helfen k&#246;nnen, wenn vielleicht auch unsere Liebe letztlich nicht alles schaffen kann, wie die Witwe Robert Enkes sagte und erkennen musste, aber wir haben das Recht, zu wissen, welche B&#252;rde Sie mit sich herumtragen. 

Der Pfarrer bei der Trauerfeier in Hannover sagte: „Misserfolg, Krankheit, Niederlagen, aber auch Schicksalsschl&#228;ge geh&#246;ren dazu. Das sind keine Schw&#228;chen, die man wegtrainieren kann, auch wenn unsere Gesellschaft das oft von uns verlangt…“ Keine noch so intensiven Einsatzvor- und Nachbereitungen k&#246;nnen dies auch im Falle unserer Soldaten – „Funktionieren“ Sie im Einsatz, um Ihr eigenes und das Leben Ihrer Kameraden zu sch&#252;tzen, aber bleiben oder werden Sie „Mensch“, wenn es um Ihr Leben in Familie und Gesellschaft geht – „Z&#228;ng ussenander!“ Nicht nur meine Unterst&#252;tzung haben Sie, liebe Soldatinnen und Soldaten, aber es gibt noch viel zu tun! Diesen &quot;kameradschaftlichen Auftrag&quot; gebe ich u. a. auch an die vielen &quot;Goldlitzentr&#228;ger&quot; - a. D. und i. D. - weiter.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun sprechen auch die Bundeskanzlerin und insbesondere der neue Verteidigungsminister neuerdings mutig das „K“-Wort aus – wie verlogen ist doch Politik: Bis zum letzten Augenblick vor den Wahlen lie&#223; man von oben zu, dass Herr Jung dies vehement leugnete oder hat man ihm das gar aufgetragen, da man schlie&#223;lich Wahlen gewinnen wollte? Bis es an der Basis der Politik und in der Gesellschaft angekommen sein d&#252;rfte, wird es wahrscheinlich l&#228;nger dauern:</p>
<p>In einer von mir besuchten Gedenkveranstaltung zum diesj&#228;hrigen Volkstrauertag merkte man dem Redner der Kommunalpolitik deutlich an, wie er sich drehte und wandte, um „irgendetwas“ zu sagen, er bem&#252;hte schlie&#223;lich verzweifelt „evtl. zuk&#252;nftige Kriege aufgrund Klima- und Umweltkatastrophen“, um daran zu erinnern, dass auch „Deutschland vielleicht eines Tages in Kriege verwickelt sein k&#246;nnte“…</p>
<p>Kein Wort, dass dies l&#228;ngst Alltag in vielen deutschen Kasernen und Soldatenfamilien ist, kein Wort, dass auch in der Gegenwart viele deutsche Soldaten aus „Krisengebieten“, „kriegs&#228;hnlichen Situationen“ und „Kampfeins&#228;tzen“ nicht mehr oder schwer verletzt in die Heimat zur&#252;ckgekehrt sind – wie besch&#228;mend!!!</p>
<p>Vorbeiziehende Jugendliche meinten gar: „Langsam wird das aber ein wenig viel mit den Trauerfeiern f&#252;r Robert Enke – jetzt z&#252;nden die schon in unserer Stadt Kerzen an…“</p>
<p>Trauerfeier f&#252;r Robert Enke – alleine gestern kamen ca. 35 000 Menschen zur Trauerfeier in die AWD-Arena, alle fu&#223;ballerischen „Gr&#246;&#223;en“, Politiker und selbst der Ministerpr&#228;siden von Niedersachsen waren da. Wer kommt zu einer Trauerfeier f&#252;r drei gefallene Soldaten???</p>
<p>So sehr ich auch mit Herrn Enke, vor allem seiner Familie, mitf&#252;hle – aber hier l&#228;uft meiner Meinung nach in unserer Gesellschaft – unterst&#252;tzt wieder einmal von der „Mediengewalt“ &#8211; etwas aus dem Ruder! Hier war ein kranker Mensch, dem man nicht helfen konnte, der sich aber auch nicht helfen lie&#223;! Es gibt auch Alternativen – siehe Sebastian Deissler!</p>
<p>Ich ziehe Parallelen vom Schicksal bzw. Leben des Robert Enke zu unseren Soldaten, von denen viele – ebenfalls von den allermeisten unbemerkt – mehr oder weniger schwer seelisch verletzt von Eins&#228;tzen nach Hause kommen und nach au&#223;en hin „funktionieren.“ Die sich nicht trauen, mit ihren Familien, Freunden, Vereinskameraden und selbst den eigenen Berufskameraden oder Vorgesetzten dar&#252;ber zu sprechen, auch sie „spielen“ nach Au&#223;en hin eine „Rolle“: Die Rolle des mutigen und tapferen Soldaten, der keine Gef&#252;hle zu haben scheint, der „unverwundbar“ ist. Aber in der Uniform steckt ein Mensch, kein „Roboter“, wie Niedersachsen Christian Wulff in seiner Rede es beschreibt: „Wir brauchen doch keine fehlerhaften Roboter, wir brauchen Menschen mit Ecken und Kanten und mit allen ihren Schw&#228;chen und ihren wunderbaren Eigenschaften…“</p>
<p>Liebe Soldaten, liebe Soldatenfamilien – bitte „sprechen“ Sie, es erfordert Mut und Zivilcourage – vielleicht f&#252;r viele mehr, als in den Einsatz zu gehen – aber tun Sie es, wenn nicht f&#252;r sich selbst, dann f&#252;r Ihre Kameraden, die vielleicht weniger gut mit den Belastungen der Eins&#228;tze umgehen k&#246;nnen, die vielleicht nicht in „heile Familien“ oder sonstigen sozialen Netze eingebunden sind.<br />
Wenn Menschen, wie Robert Enke, „nur“ mit dem Druck eines Spitzensportlers nicht fertig werden, warum sollten nicht auch Sie, belastet mit Angst um das eigene und das Leben der Kameraden, Sorge und das oftmals schlechte Gewissen gegen&#252;ber der Familie, F&#252;rsorge von sog. Schutzbefohlenen, Konfrontation mit Armut und Tod etc. nicht auch Gef&#252;hle und Schw&#228;chen zeigen?</p>
<p>„Was Frauen wirklich wollen?“ – Ich glaube, ich spreche nicht nur f&#252;r mich, mir ist ein sich seiner Tr&#228;nen nicht sch&#228;mender Oliver Bierhoff in einer Pressekonferenz f&#252;r Millionen von Fernsehzuschauern tausendmal lieber, als irgendwo ein „Rambo“, der nur so tut, als haue ihn auch der st&#228;rkste Orkan nicht um!</p>
<p>In K&#246;ln wurde vor Jahren eine „K&#246;lner K&#252;nstlerinitiative gegen rechts“ gegen Rassismus gegr&#252;ndet und die bekannte Gruppe „BAP“ mit Wolfgang Niedecken schrieb daf&#252;r den Song: „Arsch huh, Z&#228;ng ussenander“ – hochdeutsch: „Arsch hoch, Z&#228;hne auseinander“ – angelehnt an diesen Wunsch zu „Sprechen“ und „Einzutreten“ w&#252;nsche ich mir mehr Menschen, die sich f&#252;r unsere Soldaten und ihre Familien einsetzen, aber auch Soldaten, die „Sprechen“, tun Sie es f&#252;r sich selbst, Ihre Kameraden und auch Ihre Familien. </p>
<p>Wenn wir auch vielleicht nicht immer helfen k&#246;nnen, wenn vielleicht auch unsere Liebe letztlich nicht alles schaffen kann, wie die Witwe Robert Enkes sagte und erkennen musste, aber wir haben das Recht, zu wissen, welche B&#252;rde Sie mit sich herumtragen. </p>
<p>Der Pfarrer bei der Trauerfeier in Hannover sagte: „Misserfolg, Krankheit, Niederlagen, aber auch Schicksalsschl&#228;ge geh&#246;ren dazu. Das sind keine Schw&#228;chen, die man wegtrainieren kann, auch wenn unsere Gesellschaft das oft von uns verlangt…“ Keine noch so intensiven Einsatzvor- und Nachbereitungen k&#246;nnen dies auch im Falle unserer Soldaten – „Funktionieren“ Sie im Einsatz, um Ihr eigenes und das Leben Ihrer Kameraden zu sch&#252;tzen, aber bleiben oder werden Sie „Mensch“, wenn es um Ihr Leben in Familie und Gesellschaft geht – „Z&#228;ng ussenander!“ Nicht nur meine Unterst&#252;tzung haben Sie, liebe Soldatinnen und Soldaten, aber es gibt noch viel zu tun! Diesen &#8220;kameradschaftlichen Auftrag&#8221; gebe ich u. a. auch an die vielen &#8220;Goldlitzentr&#228;ger&#8221; &#8211; a. D. und i. D. &#8211; weiter.</p>
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